Russland, Deutschland und die Friedman-Doktrin

10.04.2022

Als ich im letzten Herbst in Dresden zu einem Seminar weilte, erfuhr ich, dass ab 1985 Wladimir Putin – damals KGB-Agent – im Elb-Florenz residierte. Und zu meiner großen Überraschung erfuhr ich weiter, dass sein damaliges Arbeitsgebäude, das 150 Meter von seiner Wohnung in einem Plattenbau entfernt lag, nach der Wende vom Zentrum der Anthroposophischen Gesellschaft bezogen wurde – in der Angelikastraße 4.
Ich hoffe, dass diese sachliche Mitteilung kein Öl auf das Feuer des allüberall entflammten Putin-Hasses gießt.
Dieser Hass ist vergleichbar mit dem vor über hundert Jahren zunächst hauptsächlich in der englischen Elite lodernden kalten Hass gegenüber Deutschland und seinen damaligen Führern. Diese Elite führte den Ausbruch des Ersten Weltkriegs herbei. Wer sich über diese Tatsache noch nicht aufgeklärt hat, lese das Buch Hidden History von Gerry Docherty und Jim Macgregor. Es trägt den Untertitel «The Secret Origin of the First World War» und ist unter dem Titel 2014 im Kopp Verlag erschienen. Es ist das beste Werk, das über die Hintergründe dieses Krieges je erschienen ist und hervorragend recherchiert. Es ist von unabhängigen schottischen Forschern geschrieben worden, welche in Deutschland von der Presse gekreuzigt worden wären. In Schottland wurde es mit medialem Stillschweigen behandelt, was vielleicht noch schlimmer ist.
Die Parallele zwischen damals und den jetzigen Kriegsgeschehnissen in der Ukraine geht noch weiter. Deutschland war von Westen und Osten her eingekreist und durch überflüssige Mobilmachungen bedroht und ging erst zum Angriff über, als diese, besonders die russische, nicht rückgängig gemacht wurden. Es kämpfte nicht um Eroberungen, sondern um seine nationale Existenz. Ähnlich das heutige Russland. Entgegen allen Versprechungen seit der Wende sukzessive von der NATO eingekreist und bedroht, schlug es erst los, als auch die Ukraine von der NATO eingenommen zu werden drohte. Die provozierende NATO-Vorgeschichte des schrecklichen Krieges wird im Westen vollkommen ausgeblendet und durch schwachsinnige Empörungen und nutzlose Sanktionen ersetzt.
Wenn Deutschland gegenwärtig Waffenlieferungen in die Ukraine beschloss, so ist dies die Erfüllung der Hoffnungen von Leuten, die seit über hundert Jahren nichts mehr fürchten als ein Zusammengehen von Deutschland und Russland. Wir zitieren den für die US-Außenpolitik repräsentativen Think-Tank-Betreiber George Friedman, der vor einigen Jahren sagte: «Das primäre Interesse durch das letzte Jahrhundert hindurch sind die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland gewesen, denn vereinigt wären diese beiden die einzige Macht, die uns bedrohen könnte, und daher ist sicherzustellen, dass das nicht passiert.»
Eines der wirksamsten Instrumente, dies «sicherzustellen», ist die NATO. Ihre Aufgabe umriss deren erster Generalsekretär Lord Ismay wie folgt: «To keep the Soviet Union out, the Americans in, and the Germans down.
Im Sinne der langfristigen mitteleuropäischen und russisch-slawischen Entwicklung muss nach wie vor das vollkommene Gegenteil einer solchen Friedman- und Ismay-Doktrin angestrebt werden – auch wenn dies den westlichen Eliten nicht gefällt.
Dies wird vielleicht erst nach der großen europäischen Katastrophe erneut möglich sein, die gegenwärtig mit allen Mitteln herbeimanövriert wird.

 

Thomas Meyer

_______________________________________________________

1 https://unser-mitteleuropa.com/us-outing-zum-ukraine-krieg-im-chicago-council-for-global-affairs-bereits-2015/

2 https://www.nato.int/cps/en/natohq/declassified_137930.htm Ismay war durch Winston Churchill installiert worden.


Kategorie: Editorial, News

Europäer April/Mai 2022 (Jg 26 / Nr. 6/7)

10.04.2022

Editorial: Russland, Deutschland und die Friedman-Doktrin

Zwei Gedichte
Aus «Weltenherz» von Rudolf Meyer

Vor 100 Jahren: Attentat auf Rudolf Steiner
Karl Heyer

Aufruf zur Deeskalation im Ukraine-Konflikt
Ingo Hoppe

Europas Krieg gegen sich selbst
Branko Ljubic

Die fehlende Irritation über den fehlenden Virus-Nachweis
Herbert Ludwig

Politik als Kunst
Otto Graf Lerchenfeld

Vom Lesen-Lernen im Weltgeschehen
Irene Diet

Ein Krebsratgeber
Dr. med. Daphné von Boch

Die wahren Grundlagen der Ernährung
Ehrenfried Pfeiffer

FORUM
Geisteswissenschaftliche Verankerung der Weleda AG

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Europäer März 2022 (Jg 26 / Nr. 5)

07.03.2022

Editorial: Krieg und Frieden

Der fünffache Atem
Daniel Nicol Dunlop

Große Schicksalslinien
Nachruf auf Stephi Schachenmann
Thomas Meyer

Der UNO-Sicherheitsrat und die Schweiz
Gaston Pfister

Karl Lauterbach – Anatomie eines Logik-leeren Denkens
Herbert Ludwig

Eine neue Gesellschaft
Wouter Kamphuis

Potenzierung und die peripherischen Kräfte
George Adams

Mosaiksteine zu R. Steiners Lebensgang
Fercher von Steinwand
Andrea Hitsch

LESERBRIEFE

Impressum

 

 

 

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Krieg und Frieden

07.03.2022

Angesichts der dramatischen Ereignisse in der Ukraine möchten wir uns auf einen roten Faden richten, der seit dem Ende der Sowjetunion durch alle außenpolitischen Ereignisse lief und der mit zur gegenwärtigen Krise führte. Dieser rote Faden ist die stufenweise Ausdehnung der NATO nach Osten.
Entgegen eines anderslautenden Versprechens an Russland im Februar 19901, und obwohl der Ostblock seinerseits den Warschauerpakt bald darauf in die Annalen der Geschichte gesandt hatte, wurde das schein-friedliche westliche Bündnis Schritt für Schritt in den Osten erweitert.
Wladimir Putin hielt kurz vor der Blitz-Bombardierung der Ukraine und kurz danach zwei Reden an die Nation. Wir zitieren aus den durch Thomas Röper vollständig übersetzten Reden themenrelevante Kernpassagen2.

Aus der ersten Rede Putins an die Nation vom 21. Februar 2022:
Als 1990 die Frage der deutschen Wiedervereinigung erörtert wurde, wurde der sowjetischen Führung von den Vereinigten Staaten zugesagt, dass die Zuständigkeit und die militärische Präsenz der NATO «nicht einen Zoll» nach Osten ausgedehnt werden würden. Und dass die deutsche Wiedervereinigung nicht zu einer Ausdehnung der militärischen Organisation der NATO nach Osten führen würde. Das ist ein Zitat. Sie haben geredet, mündliche Zusicherungen gemacht, und es hat sich alles als leeres Geräusch herausgestellt.

Das Angebot an Bill Clinton
Mehr noch, ich werde jetzt etwas sagen, was ich noch nie öffentlich gesagt habe, ich werde es zum ersten Mal sagen. Im Jahr 2000, als der scheidende US-Präsident Bill Clinton Moskau besuchte, fragte ich ihn: «Was würde Amerika davon halten, Russland in die NATO aufzunehmen?» Ich werde nicht alle Einzelheiten dieses Gesprächs preisgeben, aber die Reaktion auf meine Frage sah nach außen hin, sagen wir, sehr zurückhaltend aus, und wie die Amerikaner tatsächlich auf diese Möglichkeit reagierten, sieht man an ihren praktischen Schritten gegenüber unserem Land. Heute genügt ein Blick auf die Landkarte, um zu sehen, wie die westlichen Staaten ihr Versprechen, die NATO nicht nach Osten auszudehnen, «eingehalten» haben. Sie haben uns einfach betrogen. Wir haben fünf Erweiterungswellen der NATO erlebt, eine nach der anderen. Im Jahr 1999 wurden Polen, die Tschechische Republik und Ungarn in das Bündnis aufgenommen. 2004 Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei und Slowenien. 2009 Albanien und Kroatien. 2017 Montenegro und 2020 Nordmazedonien.
Im Ergebnis ist das Bündnis mit seiner militärischen Infrastruktur direkt an die Grenzen Russlands gekommen. Das war eine der Hauptursachen für die Euro-Sicherheitskrise und hat sich sehr negativ auf das gesamte System der internationalen Beziehungen ausgewirkt und zu dem Verlust des gegenseitigen Vertrauens geführt.
Die uns vorliegenden Informationen geben uns allen Grund zu der Annahme, dass der Beitritt der Ukraine zur NATO und die anschließende Stationierung von NATO-Einrichtungen in diesem Land eine ausgemachte Sache sind; es ist nur eine Frage der Zeit. Uns ist klar, dass in einem solchen Szenario die militärische Bedrohung Russlands um ein Vielfaches zunehmen wird. Und ich weise besonders darauf hin, dass die Gefahr eines Überraschungsangriffs auf unser Land um ein Vielfaches steigen wird.
(…) In diesem Zusammenhang halte ich es für notwendig, eine längst überfällige Entscheidung zu treffen: die Unabhängigkeit und Souveränität der Volksrepublik Donezk und der Volksrepublik Lugansk unverzüglich anzuerkennen.

Aus der zweiten Rede an die Nation vom 24. Februar 2022:
Ich finde es wichtig, das noch einmal zu betonen. Die führenden NATO-Länder unterstützen, um ihre eigenen Ziele zu erreichen, extreme Nationalisten und Neonazis in der Ukraine, die ihrerseits den Menschen auf der Krim und in Sewastopol ihre freie Entscheidung für die Wiedervereinigung mit Russland nie verzeihen werden. (…)
Aber Russland kann sich nicht sicher fühlen, kann sich nicht entwickeln, kann nicht existieren, wenn eine ständige Bedrohung aus dem Gebiet der heutigen Ukraine kommt.

Die geisteswissenschaftliche Perspektive
Es gibt eine Langzeitperspektive einer solchen sicheren Existenz und Entwicklung Russlands, die keineswegs nur in russischem Interesse liegt. Sie liegt vielmehr im Interesse der Gesamtmenschheit, welche durch verschiedene Kulturepochen schreitet. Nach der jetzigen, fünften Epoche, die 1413 eingesetzt hat und im Jahre 3573 endet, folgt eine ebenso lange slawische Epoche. In dieser wird das entwickelte Slawentum seine eigentliche Aufgabe und Erfüllung finden. Das wissen auch tiefer blickende Okkultisten in Ost und West. Um diesen schon heute vorhandenen slawischen Keim-Impuls der Zukunft wird bereits seit über einem Jahrhundert gekämpft. Die «anglo-amerikanischen Pluto-Autokraten» (R. Steiner) wollen ihn mit allen Mitteln unter ihren Machtbereich bringen3. Zu diesem Zweck soll auch Mitteleuropa vollständig ausgeschaltet werden. Diese Tendenz gilt es zu erkennen und in Mitteleuropa und Russland mutvoll zu bekämpfen.

Thomas Meyer

_______________________________________________________

1 Ausgesprochen durch den US-Außenminister James Baker gegenüber Präsident Gorbatschow.

2 https://www.anti-spiegel.ru/2022/praesident-putins-komplette-rede-an-die-nation-im-wortlaut/

   https://www.anti-spiegel.ru/2022/putins-komplette-rede-an-das-russische-volk-zum-beginn-der-militaeroperation/

3 Siehe den erstmals im Europäer Jg. 3, März 1999, veröffentlichten fundamentalen Text Rudolf Steiners «Kampf um den russischen Kulturkeim», auch in Brückenbauer müssen die Menschen werden, Basel 2004, S. 110. Ferner: Andreas Bracher (Hg.) Kampf um den russischen Kulturkeim – Die tieferen Hintergründe des Ersten Weltkriegs, Basel 2014.

 


Kategorie: Editorial, News

Nachruf auf Stephi Schachenmann

03.03.2022

(31. 5.1930 – 8. 10. 2021)

„Im Zeichen großer Schicksalslinien“

von Thomas Meyer

Unser langjähriger Freund Balthasar Christoph Schachenmann, geboren am 31. Mai 1930, ist am 8. Oktober 2021 in die geistige Welt zurückgekehrt. (…)

Weiterlesen: PDF: Nachruf auf Stephi Schachenmann


Kategorie: Nachrufe

Europäer Februar 2022 (Jg 26 / Nr. 4)

08.02.2022

Editorial: Werden wir richtig informiert?

Jürgen Habermas und die «Corona-Krise»
Andreas Bracher

Corona-Notizen
Andreas Flörsheimer

Die Abschaffung der Seele
Rudolf Steiner (GA 205)

Warum der Massenwahn? Warum der Genozid?
Terry Boardman

Das Gilgamesch-Epos
(Erstveröffentlichung)
Walter Johannes Stein

Schwellenübertritt von Werner Graf (siehe auch Editorial)

Buch-Kommentar

Auszug aus dem Gilgamesch-Buch von Steffen Hartmann

Impressum

 

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Werden wir richtig informiert?

08.02.2022

In memoriam Werner Graf
Ein weiterer Mitarbeiter und Freund ging Ende letzten Jahres über die Schwelle zur geistigen Welt (siehe auch die Notiz auf S. 36). Es handelt sich um Werner Emil Graf, der jahrelang die Kolumne «Apropos» im Europäer betreute. In der Zeit von 2004 bis 2014 verfasste er monatlich insgesamt 94 Kolumnen. Sie finden sich im Europäer-Archiv unserer Webseite (www.perseus.ch.). Grafs europa- und weltpolitische Betrachtungen waren immer faktengestützt und mit nachgewiesenen Zitaten untermauert. Der Grundtenor der Artikel war die Frage und die wegweisende Antwort: «Werden wir richtig informiert? Nur wenn wir den Guru unserer eigenen individuellen Vernunft in der richtigen Weise wirksam werden lassen. Das heißt: wenn wir uns um die nötigen Informationen bemühen und sie denkend verarbeiten. Sonst laufen wir Gefahr, von Medien, Behörden oder auch Wissenschaftlern (manchmal absichtlich) in die Irre geführt zu werden.» Dieser Leitlinie blieben alle Kolumnen treu.
Graf war geisteswissenschaftlich geschult und leitete jahrelang das Inlandressort der Basler Zeitung, weswegen er im Europäer ein Pseudonym benutzte. In der BZ konnte er auf der Forumseite immer wieder Artikel von Anthroposophen platzieren, so zum Beispiel von Herbert Witzenmann und von mir selbst.

Das hier erstmals publizierte Foto entstand während einer unserer zahlreichen Besprechungen im Basler «Möwenpick».
Symptomatisch für Grafs publizistisches Wirken waren sein Geburts- und sein Todesdatum. Das erste fiel auf den 19. Februar, das zweite auf den 8. Dezember. Der erste Tag (des Jahres 1899) ist nach Elisabeth Vreede der letzte Tag des 5000 Jahre dauernden Kali Yuga, das heißt der Beginn des neuen Lichten Zeitalters (der 19. Februar). Das Datum der Geburt hatte Graf mit Ehrenfried Pfeiffer, einem anderen Lichtsucher, gemeinsam.
Der 8. Dezember war der Eröffnungstag des fatalen Konzils im Jahre 1869, in welchem blasphemisch die «Unfehlbarkeit» der katholischen Ex-Cathedra-Verlautbarungen postuliert wurde. Am selben Tag wurde im Jahre 1954 das Sujet der katholisch inspirierten marianischen Flagge der EU-beschlossen: Die Jungfrau auf der Mondsichel, von zwölf Sternen umgeben, ein Motiv aus der Apokalypse. Darüber haben wir im Europäer mehrmals berichtet (siehe auch meine Biografie über Ludwig Polzer-Hoditz).
Werner Grafs Todesdatum nehmen wir zum Anlass, einen Blick auf die Kirche heute zu werfen. Sie wird von einem Papst geführt, der das Kunststück fertigbrachte, sich als Jesuit zum Papst wählen zu lassen, obwohl die Jesuiten förmlich dem Papst unterstellt und zum bedingungslosen Gehorsam verpflichtet sind. Papst Franziskus ist also als Jesuit zugleich sich selbst unterstellt. Wir haben im Perseus-Kalender den vom Vorgänger Benedict arrangierten Tag vermerkt, an dem die Wahl des neuen Papstes eröffnet wurde.

gewählte Koinzidenz verbietet es, die publikumswirksame Dauerassoziation des Papstes Franziskus mit Franz von Assisi als etwas Anderes zu betrachten denn als taktisches Manöver und als verlogenes Spiel. Kein Wunder, dass dieser Papst in der Liga der Impfmachthaber mitspielt und die Kirche zur Unterwerfung unter deren Strategie gezwungen hat. Wir verweisen an dieser Stelle auf den ausgezeichneten Beitrag des Franziskanerpaters Bugnolo und sein Video «Mystery», das auch die freimaurerischen Bindungen des jetzigen Papstes bloßlegt. Auch zum neulich geänderten Corona-Narrativ findet man bei ihm Beachtenswertes (https://www.fromrome.info/2022/01/10/beware-as-skull-bones-pivots/).

Werden wir richtig informiert? Ja, manchmal sogar über das Falsche, das die Medien vorher verbreitet hatten!
So bestätigte der ehemalige Arzt und heutige Schweizer Bundespräsident Ignazio Cassis, was viele bereits längst wussten, in den Hauptmedien aber nicht zugegeben wurde, in der Arena-Sendung vom 7. Januar, «dass jeder Verstorbene mit positivem Corona-Test, unabhängig von der Todesursache, als Covid-Toter gezählt wird, und dies sei eine Richtlinie der WHO» (uncutnews, 9. Januar 2022).
Symptom für das Aufweichen des «Narrativs», mit dem die Menschen bisher zum Narren gehalten worden waren. Dies jedenfalls die generelle Vermutung des Franziskanerpaters Bugnolo.
Eine besondere Schande bei der bisherigen Lügengeschichte, dass ausgerechnet die WHO Weisungsgeber der von Cassis zugegebenen Praxis war. Denn diese Organisation hat sich zu Beginn der «Pandemie» von derselben Public Relations Firma Hill&Knowlton beraten lassen, die mit der «Brutkastenlüge» den Golfkrieg angefacht hatte (Siehe Der Europäer, Jg. 25, Nr. 2/3, 2020/21).
Eine weitere, ausnahmsweise richtige Information stammt von Anthony Fauci: «Der US-Immunologe und Präsidenten-Berater Dr. Anthony Fauci hat nun Ende Dezember die Erkenntnisse der Kritiker bestätigt: Der einzige Weg festzustellen, ob jemand Überträger des Virus sein könnte, sei, lebende Viren nachzuweisen. Die Tests seien dazu aber nicht geeignet.» (uncut news, 10. Januar 2022).

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Cowardly and Cruel in the Wilderness

08.02.2022

Ubuesk!!! According to the dictionary, as reported in an earlier editorial, this means “cowardly and cruel”. The expression comes from an early play, “Ubu Roi”, by the Frenchman Alfred Jarry (1873-1907). It was the beginning of the theatre of the absurd. It is also a play for our own absurd time of cowardice and cruelty.
The cowardice today refers to the unwillingness to recognise the spiritual dimension of our age; the cruelty is its consequence: not wanting to recognise it makes one cruel.

The following are some episodes experienced recently that show this basic character of our times in miniature.
In Dresden, there was a sign next to the table in the breakfast room: “Please
wear a mask outside the table area.” Below it was the picture of one and: “Thank you for your cooperation”. I had to resist the urge to change the second ‘m’ for an ‘l’ to make it read “Thank you for laughing at this sign”; however, the masked guests didn’t look like they would appreciate humour. Humourlessness – another consequence of ignorance and cruelty.
On the ICE express train, acceptance of mask exemptions was officially guar- anteed. All the conductors respected this. But the female head of the dining car staff refused to serve one unmasked person. In front of an Alnatura [organic food] shop was the inscription: “Distance: the new closeness”. Can anyone still capable of thinking make anything of this expression? Stupidity – another companion of cowardice, ignorance and cruelty.
Back in my own city, I was refused a snack on the terrace of a park restaurant. At first, I had a tough conversation with the cashier, but then he revealed himself to be a doubter about the sense of the government’s measures. Finally, to my amazement, he quoted Confucius, who said that a glass should always be half full and leave room for something new. Otherwise, you would no longer be able to learn anything! I reciprocated by referring to Sucharit Bhakdi and the website Uncutnews. The cashier noted both down and offered his hand in farewell.
The descending hierarchy of mental and spiritual vices sketched above could, of course, be extended and modified ad infinitum. At any rate, at the top comes cowardice in knowledge and narrow-minded ignorance, then social cruelty, stupidity and humourlessness. Nevertheless, in between, there are oases of intelligence and friendliness. In Dresden, for example, at the site of the magnificent Sistine Madonna. A guard asked this unmasked man quite unexpectedly, “Do you have a mask exemption?” I kindly answered in the affirmative, whereupon he let me through and wished me a good day.
Wonderful, and yet: would that there was more than just liberation from masks. The great, very important and therefore, as usual, almost unknown poet Fercher von Steinwand (1828-1902) wrote the poem “In the Wilderness”, and it sounds very contemporary today:

Transplanted by a most bitter fate
Into a time so impoverished in heart,
Your life seems destined for affliction
And your spirit to be torn apart

By no means! – In this wilderness of woe
Lift up your walking stick
And strike the rocky breasts.
Many a spring will gush forth quick!

You can think of brave perseverance,
So long as within you there glow
The purest and highest feelings
From the struggles waged by your soul.

Alfred Jarry was a great diagnostician of our distressed modern age, Fercher von Steinwand one of its great therapists.

T.H. Meyer


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 6 / No. 7/8 December/January 2021/22

08.02.2022

Contents

Editorial
Cowardly and Cruel in the Wilderness

The Fifth Post-Atlantean Age
G. Adams Kaufmann

Why the Mass Idiocy? Why the Genocide?
Terry Boardman

Corona as an Epistemological Question
Gerald Brei

Anthroposophic Medicine’s “Fall” into Materialism
Herbert Ludwig

Aspects of Threefolding
Andreas Flörsheimer

Thirty-Three Years
G. Adams Kaufmann

December/January Calendar

A Life Christened by the Spirit
Christward Johannes Polzer-Hoditz
T.H. Meyer

Goethe’s Fairy Tale
Charles Kovacs

Conversation with Daskalos
Günther Zwahlen

A Letter to the Vorstand of the G.A.S. about Daskalos
Günther Zwahlen

Daskalos’ Christ Experience

BOOK REVIEWS

Imprint

The New Money
Andreas Flörsheimer

On the Work of Alexander Caspar
Andreas Flörsheimer

Karl Heise “Okkultes Logentum” [Occult Lodges]
Thoughts on a New Edition
Gaston Pfister

Chinese Students Encounter a New Concept of Karma
Martin Barkhoff

READERS’ LETTERS

Wake-Up Dream
Martin Barkhoff

The Real Anthony Fauci
A book by Robert F. Kennedy Jr.
Catherine Austin Fitts

 

 

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Standard Price: 14 CHF


Kategorie: TPA archives, TPA current

Europäer Dezember/Januar 2021/22 (Jg 26 / Nr. 2/3)

20.12.2021

Editorial: Einstellung des Denkvermögens und Plandemie – und ein neuer Komet

Die okkulten Feiern im Dezembere
Vortrag von Thomas Meyer

Weshalb Rudolf Steiner sich nicht mehr auf
Mabel Collins berufen konnter

Thomas Meyer

Der 33-Jahre-Rhythmus
George Adams

Zu Dantes 700. Todesjahr
Germar Wetzler

Drei Schwellenübertritte

Die Begegnung von Rudolf Steiner mit Fercher von Steinwandt
Thomas Meyer

Fercher von Steinwand in seinen Briefen
Gerald Brei

Bewusstseinsmanipulation und totale Macht
Herbert Ludwig

Chinesische Gesundheitsdiktatur und Cyber-Biosicherheitssystem
Vincent van Vliet

Wladimir Zelenko über gentechnische Experimente
Gaston Pfister

Unterschiedlicher Zugang zum Christentum im Süden und Norden
Vortrag von Hans Börnsen

Jan Stutens Musikauffassung
Johannes Greiner

Impressum

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Einstellung des Denkvermögens und Plandemie – und ein neuer Komet

20.12.2021

Die Mehrheit der Schweizer (62%) haben sich dazu entschieden, die für sie in Form eines Referendums gegen die absurden Covid-Maßnahmen und der Justiz-Initiative bereitgestellte Arche der Vernunft nicht zu besteigen; sie stürzten sich lieber mit akuter Ertrinkungsgefahr in die Flut der Unvernunft. Einmal mehr steht die Vernunft nicht auf der Seite der Majorität. Die restlichen 38% Nein-Stimmen sind dennoch erfreulich.
Die anti-humane Abartigkeit der ganzen Plandemie wäre mittlerweile gar nicht so schwer zu durchschauen. Wir verweisen stellvertretend für andere Zeugnisse auf eine Video-Aussage des kanadischen Theologieprofessors Pierre Gilbert aus dem Jahre 1995. Gilbert sagt die wesentlichen Züge der Plandemie voraus, bis zu «Flüssigkeitskristallen» im Blut, bei einer erzwungenen «Impfung», die in Wahrheit ein fürchterliches Bio-Experiment darstellt, deren Todesopfer schon jetzt zum Himmel schreien.1
Pierre Gilbert äußert sich im Video wie folgt (deutsche Übersetzung):
«In der biologischen Zerstörung gibt es organisierte Unwetter auf den Magnetfeldern. Eine Folge dessen ist die Kontamination des menschlichen Kreislaufs, wodurch vorsätzliche Infektionen verursacht werden. Dies wird per Gesetze aufgezwungen, die Impfungen verpflichtend machen. Und diese Impfstoffe werden es ermöglichen, Menschen zu kontrollieren. In den Impfstoffen werden Flüssigkristalle enthalten sein, die von den Gehirnzellen beherbergt und zu Mikroempfängern für Magnetfelder werden, die sehr niedrige Frequenzen ausstrahlen. Und durch diese Niedrigfrequenzwellen wird das Denkvermögen von Menschen eingestellt. Sie werden in einen Zombie verwandelt. Denken Sie nicht, dass dies eine Hypothese ist. Dies wurde bereits durchgeführt. Denken Sie an Ruanda.»2
Auf die Einstellung des Denkvermögens braucht niemand mehr zu warten. Sie ist in erschreckendem Maße eingetreten. Wir brauchen nur darauf zu schauen, wie die heutige abstimmende Menschheit mehrheitlich denkt… Oder wie schnell völlig abgedroschene Schlagwörter wie «Verschwörungstheorie» zur Hand sind, sobald Fakten und Gedanken auf den Plan treten.
Wer an die «Omikron-Bedrohung» und das «Brechen» der «fünften Welle» glaubt, ist bereits in den Wogen der manipulierenden Phrasen der Lügensintflut untergegangen.

«Entweder wir haben es mit einer Form des kollektiven Wahnsinns zu tun, der die Logik entthront – oder wir haben es mit einer Mischung aus kollektivem Wahnsinn und einer ihm zugrundeliegenden, aber unsichtbaren Logik zu tun.»
So der italienische Publizist Alessandro Meluzzi am 9. November 2021 zur Weltlage. Meluzzi deutet mit der «unsichtbaren Logik» auf die – als von der Macht besessene Globalisten –, sich im Verborgenen haltenden Drahtzieher des globalen Verbrechens. Europa ist zum willigen Handlanger dieser Meute geworden, allen voran zur Zeit die österreichische Regierung mit der angedrohten Plan-Impfung ab Februar 2022. Österreich war schon einmal «Versuchsstation des Weltuntergangs» (Karl Kraus).

Am Tag, wo dieses Editorial geschrieben wird, demonstriert man in Österreich gegen die angekündigte Volks-Impfung. Tapfere Minoriät!
Ende des Jahres wird wieder ein kürzlich entdeckter Komet die Himmelsbahn kreuzen: «Komet C/2021 A1 Leonard»; und zwar zwischen dem südlichen Ende des Großen Bären (engl. Big Dipper) und dem hellen Arkturus im Bootes.
«Leonard» sollte daher leicht zu finden sein. Die größte Helligkeit dürfte er für das bloße Auge gegen Jahresende und zu Beginn des neuen Jahres zeigen. Ein Hoffnungszeichen, denn Kometen schaffen den Astralschutt beiseite. Das könnte freieres Atmen ermöglichen!

Thomas Meyer, 1. Dezember 2021

_________________________

1 https://orbisnjus.com/2021/06/06/theologie-professor-warnte-1995-impfstoffe-werden-menschen-in-ferngesteuerte-zombies-verwandeln-fluessigkristalle-mikroempfaenger-fuer-magnetfelder-hirngespinst-dementsprechende-bio-technolog/

2 Der Völkermord zwischen Hutus und Tutsis dauerte von April bis Juli 1994. Es starben dabei rund 800‘000 Menschen. Gilbert deutet an, dass dies im angegebenen Sinne ein künstlich gelenkter «Zombie»-Konflikt gewesen sei.


Kategorie: Editorial, News

Europäer November 2021 (Jg 26 / Nr. 1)

05.11.2021

Editorial: Entscheidender November – die Schweiz an der Urne

Warum ich die Justiz-Initiative lanciert habe
Adrian Gasser

Drei Fragen an Adrian Gasser
Thomas Meyer / Adrian Gasser

Goethes «Märchen» (Teil 4 und Schluss)
Charles Kovacs

Freies Geistesleben und staatliche Tyrannei
Andreas Bracher

Letztes Gedicht
Betty Paoli

Das Covid-Zertifikat
Andreas Flörsheimer

Nebenwirkungen der Corona-Impfung
Christel Traut

Europa, eine Hoffnung
Herbert F. Hillringhaus

Ilona Schubert-Bögel als Lehrerin und Freundin
Bernard Hucher

Nun werde stille
Gedicht von Monica von Miltitz

BUCHBESPRECHUNG

Impressum

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Entscheidender November – die Schweiz an der Urne

05.11.2021

November naht. Ein Monat großer Entscheidungen. Für friedliche Evolution oder für Revolution. Zur Erinnerung nur ein besonderes historisches Datum dazu: der 9. November –
1918, Ende des Kaisertums in Deutschland; 1938 Kristallnacht, Pogrom gegen Deutschlands Juden. Schließlich der 9. November 1989, die friedliche Öffnung der Mauer in Berlin.

Blicken wir in die heutige Schweiz, so verspricht oder droht der November besonders ereignisstark zu werden. Am 28. kommen zwei nur in diesem Lande möglichen Abstimmungen an die Urne, die für die Zukunft der Schweiz im einen oder anderen Sinne entscheidend sind: das Referendum gegen die willkürlichen Covid-Maßnahmen des Bundesrates und die Justiz-Initiative. Ersteres will die Staatseingriffe in gesundheitliche und andere private Belange beenden, und es ist schon viel darüber geredet worden. Letztere möchte den juristischen Stall des Augias ausmisten, sodass statt des heillos verkungelten Parteien- und Interessenmistes, der vielfach schon zum Himmel stinkt, endlich wieder einmal wirkliche Gerechtigkeit in diesem Lande walten kann. Diese Initiative blieb bisher eher im Schatten der Öffentlichkeit und der Medien. Der Classe politique ist sie besonders unangenehm, denn sie beschneidet empfindlich ihre angemaßten Rechte. Der Initiant Adrian Gasser, ein erfolgreicher parteiloser Wirtschaftsprüfer und Unternehmer, wird versuchsweise mit verleumderischem Dreck beworfen, doch der bleibt nicht haften, weil er gänzlich der Wahrheit entbehrt. Das macht die entsprechenden Amtspolitiker regelrecht fuchsig. Hoffen wir also auf die Stimme des Volkes, das noch Souverän genannt wird, obwohl es bereits viel Souveränität verloren hat. Man lese Gassers Schilderung seines Wegs zur Justiz-Initiative, wie er ihn am Michaelstag, dem 29. September, kurz skizziert hat (S. 3) – und ebenso das Kurzinterview mit ihm. Und man beachte den beiliegenden Prospekt. Und verfolge am 5. November die Arena-Sendung mit Gasser und dem versierten Juristen Mark Livschitz, (auch wenn zeitbedingt eventuell erst im Nachhinein).
Heute, am 17. Oktober, wurde im Parkhotel in Langenthal ein Bund der Gerechtigkeit begründet, für die Zeit nach der Abstimmung, egal, wie sie ausgeht. Die rund 20 Gäste folgten dem Referat von Adrian Gasser und der lebhaften Diskussion, hinterher auch beim Genuss des exquisiten Menüs. Beim Klappern der Löffel sowohl in den Salat- wie auch den Dessertschüsseln glaubte man das ferne Läuten von Kuhglocken zu hören, die gerade zum Alpabzug feierlich in die Täler gezogen waren. Alpluft ist Freiheitsluft. Das wusste und erlebte man schon auf dem Rütli. Es ist vergessen worden. Glücklich, wer sich wieder daran erinnert.
Gasser hat nichts von seiner Initiative, keinen Vorteil, keinen Ruhm. Aber die freiheitliche Schweiz kann viel davon haben. Doch der Souverän muss sich erst sachgemäß orientieren, das werden die gegängelten Medien nicht für ihn tun.
Der Europäer hat sich bisher nie in öffentliche Belange gemischt, aber jetzt tut er es. Es steht bei der doppelten Abstimmung ein Stück Freiheit auf dem Spiel, das, wenn es verloren ginge, ein Verlust für ganz Europa wäre. Deshalb informieren wir, entscheiden muss jeder selbst.

Im Übrigen: der 28. November ist der historische Gedenktag Noahs. Mögen wir die Arche mitvollenden und besteigen, solange es noch Zeit ist.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Europäer Oktober 2021 (Jg 25 / Nr. 12)

11.10.2021

Editorial:  Feige und grausam in der Wüste

Wer ist der deutsche Volksgeist?
Karl Heyer

Antwort von Karl Heyer und Sergej O. Prokofieffe
Thomas Meyer

Goethes «Märchen» (Teil 3)
Charles Kovacs

Eine Lebensbegegnung
Erinnerungen an Christward Polzer
Péter Barna

Lebensrettungsfundamentalismus und Steinzeitkommunismusd
Aphorismen von Andreas Bracher

Der irdische und der kosmische Mensch
Vortrag von Hans Börnsen

Interview mit Gerhard Wisnewski

Impressum

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Feige und grausam in der Wüste

11.10.2021

Ubuesk!! Das bedeutet laut Wörterbuch, wie in einem früheren Editorial berichtet, zugleich «feige und grausam». Der Ausdruck stammt vom Jugendstück «Ubu Roi» des Franzosen Alfred Jarry (1873–1907). Das Stück stand am Ausgangspunkt des absurden Theaters. Es ist das Stück unserer eigenen absurden Zeit – feige und grausam.
Die Feigheit bezieht sich heute auf das Nicht-Erkennen-Wollen der geistigen Hintergründe der Zeitlage, die Grausamkeit ist deren Folge – Nicht-Erkennen-Wollen macht grausam.

Im Folgenden einige kürzlich erlebte Episoden, die diesen Grundcharakter der heutigen Zeit en miniature zeigen.
In Dresden war im Frühstücksraum ein Schild neben dem Tisch: «Bitte tragen Sie außerhalb des Tischbereichs eine Maske». Darunter das Bild einer solchen und:
«Danke für Ihr Mitmachen». Ich musste dem Drang widerstehen, aus dem zweiten m ein l zu machen und auf das Schild zu malen; die maskierten Gäste sahen aber nicht danach aus, als ob sie Humor verstünden. Humorlosigkeit – auch eine Folge der Ignoranz und Grausamkeit.
Im ICE wurde Akzeptanz der Maskenbefreiung offiziell gewährleistet. Alle Schaffner respektierten das. Aber die Chefin des Speisewagens verweigerte selbstherrlich die Bedienung eines Maskenlosen.
Vor einem Natura-Laden die Aufschrift: «Abstand – die neue Nähe». Wer, der sein Denken noch in der Nähe hat, kann sich bei diesem Ausdruck etwas denken?
Dummheit – auch eine Begleiterin von Feigheit, Ignoranz und Grausamkeit.
Wieder in der eigenen Stadt: Verweigerung, auf der Terrasse eines Park-Restaurants einen Imbiss einzunehmen. Mit dem Kassier erst harziges Zwiegespräch. Dann gibt er sich als Zweifler am Sinn der Maßnahmen zu erkennen. Schließlich zitiert er zu meiner Verblüffung Konfuzius, der gesagt habe, ein Glas solle immer nur halb voll sein und für etwas Neues Platz lassen. Sonst könne man nichts mehr lernen! Ich revanchiere mich mit dem Hinweis auf Sucharit Bhakdi und die Webseite uncutnews. Der Kassier notiert beides und reicht mir zum Abschied die Hand.
Die oben skizzierte absteigende Hierarchie der mentalen und seelischen Untugenden könnte natürlich ad infinitum vervollständigt und auch modifiziert werden. An der Spitze jedenfalls: Erkenntnis-Feigheit und bornierte Ignoranz, dann soziale Grausamkeit, Dummheit und Humorlosigkeit. Dennoch zwischendurch Oasen von Intelligenz und Freundlichkeit. So in Dresden, dem Ort der großartigen Sixtinischen Madonna. Ein Wächter fragte den Maskenlosen ganz unerwartet: «Haben Sie eine Maskenbefreiung?» Ich bejahte freundlich, worauf er mich durchließ und einen schönen Tag wünschte.
Wunderbar, und doch: gäbe es noch mehr als lediglich Befreiung von Masken.
Der große, sehr bedeutende und daher, wie gewöhnlich, fast unbekannte Dichter Fercher von Steinwand (1828–1902) verfasste das sehr zeitgemäße Gedicht «In der Wüste». Es lautet:

Gepflanzt vom bittersten Verhängnis
In eine herzensarme Zeit,
Erscheint dein Leben der Bedrängnis,
Dein Geist dem Untergang geweiht.

Mit nichten! – In des Leides Wüste
Erhebe du den Wanderstab
Und schlage an die Felsenbrüste
Und manche Quelle perlt herab!

Du denke tapfer fortzuringen,
Solang’s in deiner Seele glüht,
Die reinsten Hochgefühle dringen
Aus einem kämpfenden Gemüt.

Alfred Jarry war ein großer Diagnostiker unserer bedrängten Zeit, Fercher von Steinwand einer ihrer großen Therapeuten.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Silence in the media forest

10.09.2021

Did you hear anything in the European mainstream press about the unusual events in Texas in the spring? Neither did I. Amazing, because on 10 March, Texas Governor Greg Abbott declared all Corona measures lifted. No mandatory masks; schools, shops, restaurants and so on were opened again. Vaccinations became voluntary. All this applies to about 30 million inhabitants. (Incidentally, similar things have happened in Mississippi and Florida).
The protests in the US mainstream media were loud. Some people declared the governor crazy. Biden said he was endangering the health of all Americans. Gates’ friend Anthony Fauci was appalled.
We recommend a look at a video by the well-known Internet presenter Del Bigtree at: https://rumble.com/vedovv-why-did-texas-open-up.html
Alongside all the criticism of the decision to repeal the Corona measures in Texas, however, supporters of it also appeared. In particular, there was applause from the conservative camp. Candace Owens (31), a popular conservative activist, wrote: “God bless Texas and Mississippi.” She also urged all Republicans to follow those states, so as to “lead by example”. She addressed clear words to all critics: “You are welcome to stay home all day and wear your masks there. Because to be as paranoid as you are, there is no need for government regulation.” The European mainstream media apparently prefers to bring up embarrassing cases of the enrichment of some MPs through illegal Corona business and lets the co-incidence roulette roll on incessantly.

Independence of the Swiss Judiciary – and how it can be achieved
Der Europäer turned in a recent issue to a very Swiss topic. It had to do with the judicial initiative presented by Adrian Gasser in 2019 with 130,000 votes behind it, which is usually diligently hushed up by the mainstream media. The initiative seeks a new way of electing judges. Until now, the election of judges in Switzerland has been tied to party politics. Federal judges also regularly have to pay a contribution to their party. The Justice Initiative intends to bring about an amendment to the constitution, which will remedy this damaging state of affairs.
Der Europäer first published some of the arguments in the debates on the Initiative in the National Council and the Council of States. We followed this with a lecture given by Adrian Gasser at the University of Basel at the beginning of March. We would like to stimulate broad interest in this initiative and we shall follow up with an interview with Adrian Gasser in a future issue.
The Zurich lawyer Dr. Mark Livschitz characterises the Initiative as follows: “This Initiative offers Switzerland a chance to establish a new international trend with a genuine political innovation, instead of lagging behind ‘international standards’ defined elsewhere, as it has done until now.”
The Swiss people will decide about this initiative on 28 November, as well as about the Referendum taken against the government’s flawed Covid-19 law.
It’s a blessing that these two unique instruments of direct democracy – Initiative and Referendum – are still in use!

T.H. Meyer

 


Kategorie: TPA Editorial

Ebenbild Gottes oder Abbild Ahrimans?

10.09.2021

Rudolf Steiner sprach am 14. Oktober 1909 in einem öffentlichen Vortrag im Berliner Architektenhaus in höchst bedeutsamer Weise von einer Denkerpersönlichkeit aus Böhmen.1
Sie ist so gut wie unbekannt geblieben, obwohl sie eine tiefgreifende Schrift über das Wesen des Menschen verfasst hatte; allerdings auf Latein. Sie trug den Titel Libellus de hominis convenientia, was etwa wie folgt übertragen werden könnte: «Büchlein von dem, was dem Menschen gemäß ist».
Steiner sagt: «Ich will Ihnen eine Persönlichkeit nennen, (…) eine Denkerpersönlichkeit aus dem 17. Jahrhundert, die für den, der in die Denkergeschichte der Menschheit hineinzuschauen vermag, eine ungeheure Bedeutung hat: Franziskus Josephus Philippus Graf von Hoditz und Wolframitz – eine der hervorragendsten Persönlichkeiten aus der Denkergeschichte der Menschheit.»
Diese Denkerpersönlichkeit stellt vor allem die Frage nach dem Wesen des Menschen. Von Aristoteles bis Descartes fand er keine befriedigende Antwort. Erst in dem philosophisch zu untermauernden Satz «Der Mensch ist seinem Wesen nach das Ebenbild der Gottheit» fand er einen brauchbaren Ausgangspunkt für seine Untersuchung. Steiner paraphrasiert diesen Ausgangspunkt wie folgt: «Wir würden heute sagen: Der Mensch ist seinem Wesen nach dasjenige, was er seinem ganzen Ursprung nach aus der geistigen Welt heraus ist.»
Der Verfasser war ein Zeitgenosse von Leibniz, er lebte auf dem Schloss Krivoklat bei Prag, wo der Libellus auch verfasst worden war. Ob die Schrift gedruckt werden solle, dies zu entscheiden, überließ er einem Verwandten, dem Schlossverwalter. Sie wurde es nicht. Bis heute nicht. Weder auf Lateinisch, noch in einer Übersetzung.
Noch im Jahre 1921 kam Steiner in einem Vortrag vor Priestern auf diese bedeutsame Schrift abermals zu sprechen.2
Als Rudolf Steiner erfuhr, dass sein Schüler Ludwig Polzer mit dieser Denkerpersönlichkeit verwandt war, erzählte er ihm, dass er die Schrift seines Vorfahren als erste Aufforderung zu einer allgemein-menschlichen sozialen Neugestaltung ansehe (Polzer, Prager Erinnerungen).
Es ist klar: der Ausgangspunkt der Untersuchung des Libellus muss den Ausgangspunkt eines freien Geisteslebens bilden. Denn ohne eine Erkenntnis des geistigen Wesens des Menschen ist ein solches buchstäblich bodenlos. «Nichts entstellt den Menschen mehr, als Mensch zu sein ohne zu wissen, was Menschsein heißt», lautet der erste Satz des Libellus.
Wie entstellt soll die Menschheit noch werden?
Es wurde nun beschlossen, diese Schrift des bedeutenden Böhmischen Denkers im Perseus Verlag erstmals herauszugeben. In einer Zeit, wo die Ebenbildlichkeit Gottes weitgehend derjenigen Ahrimans gewichen ist und in der Ahriman eine Generalmobilmachung seines gesamten sinnlich-übersinnlichen Heeres bewerkstelligt, scheint uns ein Rückgriff auf diese Schrift umso notwendiger zu sein. Hoffentlich wird sie wenigstens einige homöopathische Wirksamkeit zeitigen.

Thomas Meyer

_________________________

1  GA 54. – Vgl. auch: T. Meyer, Ludwig Polzer-Hoditz – Ein Europäer.
2  Am 3. Oktober 1921 (GA 343).


Kategorie: Editorial, News

Europäer September 2021 (Jg 25 / Nr. 11)

10.09.2021

Editorial:  Ebenbild Gottes oder Abbild Ahrimans?

Gespräch mit Daskalos
Günther Zwahlen

Brief an den Vorstand der AAGe
Günther Zwahlen

Das Christus-Erlebnis von Daskalos

Fragen zur Justiz-Initiative
Interview mit Adrian Gasser

Das neue Geld
Andreas Flörsheimer

Der Sündenfall der anthroposophischen Medizin
Herbert Ludwig

Ein Aufwachtraum
Martin Barkhoff

Chinesische Studenten begegnen einem neuen Karma-Begriff
Martin Barkhoff

Michael mit der Seelenwaage
Vortrag von Charles Kovacs

Goethes «Märchen» (Teil 2)
Charles Kovacs

BUCHBESPRECHUNGEN

Impressum

LESERBRIEF

 

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

The Present Age Volume 6 / No. 6 July 2021

10.09.2021

Contents

Editorial
Silence in the media forest

Who is the German Folk Spirit?
Karl Heyer

Using Fundamental Rights as a Manoeuvre?
On the Legality of the Corona Measures
Andreas Bracher

The Overcoming of  the Unitary State  as a Task for Switzerland
Gerald Brei

What is needed today
33 years after F. Herbert Hillringhaus’ death
Edzard Clemm

What will come, must be
F. Herbert Hillringhaus

July Calendar

Reflections in the Luther Year 2021
Vaccination as a modern sale of indulgences
Christel Traut

BOOK REVIEWS

“The Plague” by Arnold Böcklin
Open boundaries between real and imaginative space
Jasminka Bogdanović

BAGATELLE

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Kategorie: TPA archives, TPA current

Furor gegen den Geist und ein Zentralstück Weltgeschichte

10.07.2021

In den letzten Wochen erschienen diverse lärmende Artikel gegen die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners, in der NZZ, aber auch im Magazin Spiegel Geschichte (3/2021).
Dieses titelte: «Ein Fehler der Weltgeschichte» und belehrte: «Rudolf Steiner erfand im frühen 20. Jahrhundert die Anthroposophie und begründete die Waldorfpädagogik. Wie antisemitisch seine Ansichten waren, wird heute gern übersehen.» Darunter drei Große Porträts Steiners aus dem Jahre 1918.
Der ganze Artikel basiert auf einem böswilligen Mißverständis der Titelformulierung. Sie findet sich in einem Aufsatz, den Steiner 1888 zu Verteidigung des Dichters Robert Hamerling gegen den Vorwurf des Antisemitismus verfasst hatte. «Ein Fehler der Weltgeschichte» ist eine aus dem Kontext gerissene Formulierung, die seit Jahrzehnten als Schlagwort-Keule gegen Steiner benutzt wird. Wir haben sie schon vor 21 Jahren (!) genauestens analysiert und kommentiert und mussten dabei auch auf die vollkommen verfehlten «anthroposophischen» Untersuchungen zu dem Streit um Worte aufmerksam machen, der zu einem Scheinproblem aufgebauscht wurde. Wir drucken den damals erschienenen Aufsatz in diesem Heft daher erneut ab (Seite 41ff.).
Weshalb gerade jetzt diese ins Leere hauenden Paukenschläge? Immer mehr Menschen außerhalb der anthroposophischen Institutionen nahmen in den letzten Monaten klar und positiv Bezug auf Steiners Äußerungen zur «Impfung gegen den Geist», insbesondere aus dem Jahre 1917. Das lässt die Drahtzieher der Mainstream-Presse offenbar einmal mehr wutentbrannt zu Schlagwortkeulen greifen, obwohl sie ins Leere pfeifen – und höchstens die Schläger selber treffen.

Der neue von Papst Franziskus inthronisierte Bischof von Chur meinte in einem nach-pfingstlichen Interview: «Mit dem ewigen Leben ist nicht bloß die Auferstehung des Geistes gemeint, sondern auch die Auferstehung des Fleisches
Ein Hypermaterialismus, wie er zum Transhumanismus und seinen Aposteln nicht besser passen könnte.

Doch unweit desselben Chur liegt bei Rhäzüns einsam und abgeschieden auf einer bewaldeten Anhöhe ein kleines Kirchlein, mit Fresken, die ein ganz anderes Weltbild verbreiten. Es werden Szenen aus dem Alten und Neuen Testament gezeigt, zumeist aus dem 14. Jahrhundert. Aus dem Lukas-Evangelium die Darbringung im Tempel, der zwölfjährige Jesus im Tempel und dann die Taufe im Jordan. Einmalig an der zweiten Darstellung ist, dass sie zwei Jesusknaben zeigt.
Einen, der zum Erstaunen Aller die Schriftgelehrten belehrt, und einen, der gleichzeitig beiseite tritt und von seinen Eltern in Empfang genommen wird. Wer sich diesem bereits im Mittelalter offenbaren Geheimnis annähern möchte, vertiefe sich in die geisteswissenschaftliche Kunde der zwei Jesusknaben1. Sie ist ein Schlüssel zum tieferen Verständnis der Weltgeschichte und ihren polaren Entwicklungsströmungen.

Thomas Meyer

_________________________

1  Siehe R. Steiner, Das Lukasevangelium (GA 114) oder Aus der Akasha-Forschung. Das fünfte Evangelium (GA 148).


Kategorie: Editorial, News

Europäer Juli/August 2021 (Jg 25 / Nr. 9/10)

10.07.2021

Editorial: Furor gegen den Geist und ein Zentralstück Weltgeschichte

Die Zeitlage und ihre Notwendigkeiten
Thomas Meyer

Dreigliederungsaspekte
Andreas Flörsheimer

Corona als Erkenntnisfrage
Gerald Brei

BRIEF AUS PEKING
Corona in China

Martin Barkhoff

Ein geistgetauftes Leben
Christward J. Polzer-Hoditz
Thomas Meyer

Das fünfte nachatlantische Zeitalter
George Adams

Eine deutsche Frau sieht USA
(Schlussbetrachtung)
Monica von Miltitz

Autoritärer Gesinnungszwang
Zur aktuellen Antisemitismus-Debatte
(Wiederabdruck)
Thomas Meyer

BUCHBESPRECHUNG

«Okkultes Logentum»
Gedanken zu einer Neuauflage
Gaston Pfister

Impressum

 

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Europäer Juni 2021 (Jg 25 / Nr. 8)

07.06.2021

Editorial: Alles glauben, alles vergessen – oder erwachen?

Beatus, Marie Steiner und neue Drachen
Thomas Meyer

Der Mensch und die Hierarchien (Schluss)
Daniel N. Dunlop

Justizversagen und totalitäre Tendenzen
Gerald Brei

Richterbestellung durch Losverfahren?
Vortrag von Adrian Gasser

Esoteriker als Extremisten
Andreas Bracher

«Corona-Krise» zwischen Macht und Wahrheit
Dieter Ackermann

Impressum

Goethes Märchen (Teil 1)
Erstveröffentlichung
Charles Kovacs

Das Rosenkreuzerdrama
George Adams

Der Weg nach innen
Gedicht von Monica von Miltitz

Die Furcht des Menschen vor sich selbst
Herbert F. Hillringhaus

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Unfalsified History and Lateral Thinking

07.06.2021

Mendacity as the Fundamental Characteristic of Public Life
Rudolf Steiner spoke of “mendacity as the fundamental characteristic of the entire public life of our time” already in 1920 (21.8.1920, GA 199).
Courageous and perceptive contemporaries have always fought against this mendacity. For example, the Swiss historian Jakob Ruchti, who had written an important booklet “On the History of the Outbreak of the War”, of which Steiner spoke most highly. It shows the diplomatic mendacities surrounding the outbreak of the war and above all about the ‘war guilt’ attributed to the Central Powers. The text was even awarded a prize by the University of Bern. At the end of it Ruchti wrote: “But history cannot be permanently falsified; the myth cannot stand up to the scrutiny of scientific research; the sinister web will be brought into the light and torn to pieces, however artfully it has been spun.”
Of a similar spirit is our contemporary Elias Davidsson, who works with the greatest meticulousness and a pronounced sense of truth (see the interview with him on p. 9f.).
Last year Davidsson published what is perhaps the best book yet on 9/11 and draws attention to the fact that the mendacity of the official myths surrounding this event has gone a level deeper in the case of Corona: the media myths about 9/11 only attacked healthy human reason, which is bad enough; the grossly restrictive and groundless Corona measures intervene in our daily actions and behaviour.

Courageous voices from Switzerland
Shortly before Christmas, Christian Frei, one of the three co-founders of the Swiss organic restaurant chain Tibits, wrote to the commander-in-chief of the Swiss armed forces, Aldo C. Schellenberg, and urged him to arrest all 7 Federal Councillors for their “crimes against humanity”. He also rightly stated that: “There is not a scientist in the world who has been able to prove the virus exists.”1

Rudolf Steiner as ‘lateral thinker’2
It is a real joy that even in this crazy era a new and impartial light has been cast on Rudolf Steiner by independent journalists: he is, would you believe, described as “the first lateral thinker” in the title of an essay by Jonas Glaser in the magazine Compact.3
At the beginning of the article we read: “Anthroposophers number among the core of activists of the freedom movement”. “They find their inspiration in the teachings of Rudolf Steiner. What can we learn from the master thinker in this Corona crisis?”
Recently, Bodo Schiffmann showed the viewers of his TV broadcast the edition of Der Europäer which carried the important Berlin speech by Robert F. Kennedy Jr. And we learn that our Anthroposophical colleague Herbert Ludwig, who has for years been responsible for the worthy website “Der Fassadenkratzer” (The Façade Scraper), appeared on a recent edition of the “Corona-(Extra-Parliamentary Investigative) Committee! In his noteworthy contribution to the session he described the widespread attitude of submission to the authorities versus the true autonomy of the human I. (Broadcast: 15 January 2021. Session 35: Law and Health – The Blind Spot; watch from 2h and 7 mins into the session.)4
The spirit of the truly eye-opening spiritual science of Rudolf Steiner blows and blooms where it wants and where it can, and not necessarily where you would expect it to bloom …
These are strong signs of hope!

T.H. Meyer

_________________________

20Minuten.ch, 22. 1. 2021.

2  The Stuttgart Querdenker (lit. ‘Lateral Thinkers‘) 711 movement has been at the forefront of the anti-lockdown movement in Germany.

Compact Spezial. Magazin für Souveränität, Special Edition No. 28, pp. 72-74.

4 https://youtu.be/5GpjB0YW3uI?t=7657

 


Kategorie: TPA Editorial

Alles glauben, alles vergessen – oder erwachen?

07.06.2021

Ein geistreicher Beobachter sagte vor über 100 Jahren, der Zeitungsleser habe zwei Haupteigenschaften: Er glaubt alles und er vergisst alles. Diesen Ausspruch darf man getrost auf das heutige Verhältnis der meisten Menschen zu den offiziellen Medien übertragen. Die Leser des Europäer sind selbstverständlich eine Ausnahme. Machen wir die Probe aufs Exempel: Vor über einem Jahr brachten wir einen Economist-Cover, auf dem verkündet wurde, der «Covid-Virus» sei «die rechte Medizin für die Weltwirtschaft». Man wollte also keineswegs eine Medizin für die Krankheit suchen, sondern diese als «Medizin» für die «kranke» Weltwirtschaft benützen. Ziel: deren «Gesundung» im Sinne eines Great Reset, einer allmächtigen Wirtschafts-Weltregierung, die alle mittelständischen Betriebe und bürgerlichen Freiheiten totwalzt.
Dazu gehört die Einführung einer digitalen bargeldlosen Globalwährung, wie sie auf einem jüngsten Economist (8. Mai 2021) abgebildet wurde. Sie wird nur unter strenger Kontrolle lanciert werden.
Die Vision einer solchen Währung ist nicht neu. Auch hier verkündete der Economist das nach Ansicht gewisser westlicher Kreise Maßgebende. Dazu erinnere man sich an einen dritten Cover aus dem Jahre 1988 (9.-15. Januar), mit der unmissverständlichen Weisung: «Get ready for a world currency»; damals für 2018 prophezeit. Dies war exakt 33 1/3 Jahre vor dem jetzigen Weltwährungs-Economist!

Erfreulich-Erwachendes ist u.a. aus den USA zu melden. Die Gouverneurin Kristi Noem von South Dakota erklärte, dass nicht Covid-19 die öffentliche Krise verursachte, sondern die absurden Lockdowns, die dieser kleine Staat von Anfang an nicht mitgemacht hatte.

*
Der Schweiz geht es an den freiheitlichen Kragen. Am 13. Juni wird u.a. über ein vom Bundesrat im letzten September erlassenes Covid-19-Gesetz abgestimmt, gegen das erfolgreich ein Referendum eingereicht worden war. Es würde die Regierung praktisch mit diktatorischer Vollmacht ausstatten. Die Freunde der Verfassung und namentlich Nicolas Rimoldi wollen dies mit ruhiger, sachlicher Aufklärung verhindern. Möge das Schweizer Volk zu den Wurzeln seiner Vernunft zurückkehren!
(Siehe dazu die Wochenzeitung Demokratischer Widerstand vom 15. Mai 2021.)

Startseite


*
Ein 7-jähriger aufgeweckter Junge bemerkte beim Manövrieren mit seinem Kinderauto beiläufig: «Die meisten Menschen überlassen das Lebens-Lenkrad dem Teufel.» Eine bemerkenswerte Aufforderung an uns, auch die ahrimanisch-spirituelle Dimension des jetzigen Weltgeschehens mit ins Auge zu fassen. Denn ohne sie muss alles Betrachten der Weltlage letztlich – Illusion oder Wahn bleiben.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

The Present Age Volume 6 / No. 5 January 2021

07.06.2021

Contents

Editorial
Unfalsified History and Lateral Thinking

The Jupiter-Saturn Conjunction and the World Impulse of Christian Rosenkreutz
T.H. Meyer

Rudolf Steiner on the Brotherhoods
More relevant in these times of Corona than ever?
Christel Traut

Reflections on the Present Events
Irene Diet

The “Great Upheaval” – Where To and What For?
Andreas Flörsheimer

The Possible Division of Mankind Through Digital Immortality
Christel Traut

January Calendar

A Life for Cognition
In memory of Alexander Caspar (1934–2021)
David Schmid

Bringing Oneself into the Picture
In memory of Alexander Caspar (1934–2021)
Andreas Flörsheimer

Economic Life, Legal Life, Cultural Life in the Unitary State that Mixes Up All Three Social Spheres
Alexander Caspar

The King’s Last Journey
Thoughts on the Passing of Wilfried Hammacher (1928–2021)
Branko Ljubić

BOOK REVIEW

READERS’ LETTERS

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Europäer April/Mai 2021 (Jg 25 / Nr. 6/7)

15.04.2021

Editorial: Verschwiegenes im Medienwald

Was will die Justiz-Initiative?

Richterbestellung durch Losverfahren?
Vortrag von Adrian Gasser

Die Aufgabe der Schweiz
Gerald Brei

Einflüsse der Hierarchien im Leben des Menschen (Teil3)
Daniel N. Dunlop

Grundrechte als Manövriermasse
Andreas Bracher

In memoriam Alexander Caspar
David Schmid
Andreas Flörsheimer

Einheitsstaat und dreigegliederter sozialer Organismuss
Alexander Caspar

«Die Pest» von Arnold Böcklin
Jasminka Bogdanović

Luther und moderner Ablass
Christel Traut

Was fordert das «Corona-Virus» von uns?
Richard Ramsbotham

«Das, was kommen wird, muss sein»?
Herbert F. Hillringhaus

Die Vorschule der Esoterik
Fred Poeppig

Der Tod Baldurs
Vortrag von Hans Börnsen

«Ostern»
Monica von Miltitz

BUCHBESPRECHUNGEN

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Verschwiegenes im Medienwald

15.04.2021

Haben Sie in der Mainstream-Presse schon etwas von den ungewöhnlichen Vorgängen in Texas gehört? Ich auch nicht. Erstaunlich, denn am 10. März erklärte der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, sämtliche Corona-Maßnahmen für aufgehoben. Keine Maskenpflicht; Schulen, Geschäfte und Restaurants und so weiter wieder offen. Impfen freiwillig. Dies für rund 30 Millionen Einwohner. (In Mississippi oder Florida geschah übrigens Ähnliches.)
Der Protest in den US-Mainstream-Medien war lautstark. Einige Leute erklärten den Gouverneur für verrückt. Biden meinte, er gefährde die Gesundheit aller Amerikaner. Der Gates-Freund Anthony Fauci zeigte sich entsetzt.
Wir empfehlen einen Blick in das youTube des kenntnisreichen Moderators Del Bigtree unter: https://rumble.com/vedovv-why-did-texas-open-up.html
Neben all der Kritik an der Entscheidung, die Corona-Maßnahmen in Texas aufzuheben, meldeten sich jedoch auch Unterstützer. Insbesondere aus dem konservativen Lager gab es Applaus. Candace Owens (31), eine populäre rechtskonservative Aktivistin, schreibt: «Gott segne Texas und Mississippi.» Sie forderte außerdem alle Republikaner dazu auf, es den Bundesstaaten nachzumachen, um so «mit gutem Beispiel voranzugehen.» An alle Kritiker richtete sie klare Worte: «Ihr seid herzlich willkommen, den ganzen Tag zu Hause zu bleiben und dort eure Masken zu tragen. Denn um so paranoid zu sein wie ihr, braucht es keine Vorschrift der Regierung.»
Die europäischen Mainstream-Medien bringen offenbar lieber peinliche Fälle von Bereicherung einiger Abgeordneter durch illegale Corona-Geschäfte und lassen das Ko-Inzidenzen-Roulette unaufhörlich weiterrollen.

Unabhängigkeit der Schweizer Justiz – und wie sie erreicht werden kann
Der Europäer wendet sich in dieser Ausgabe einmal einem echt schweizerischen Anliegen zu. Die Rede ist von der durch Adrian Gasser 2019 mit 130‘000 Stimmen eingereichten Justiz-Initiative, die von den Hauptmedien in der Regel fleißig beschwiegen wird. Die Initiative strebt eine neue Form der Richterwahl an. Bislang ist diese an die Parteipolitik gebunden. Bundesrichterinnen und -richter müssen zudem regelmäßig einen Obolus an ihre Partei entrichten. Die Justiz-Initiative beabsichtigt eine Verfassungsänderung, die diesen schädigenden Missstand behebt.
Wir veröffentlichen zunächst einen Teil des «Argumentariums» für die Debatten zur Initiative im National- sowie Ständerat. Darauf folgt ein Vortrag, den Adrian Gasser Anfang März an der Universität Basel gehalten hatte.
Wir möchten dieser Initiative ein breites Interesse verschaffen und werden in einer nächsten Nummer ein Interview mit Adrian Gasser folgen lassen.
Der Zürcher Rechtsanwalt Dr. Mark Livschitz charakterisiert die Initiative wie folgt: «Diese Initiative bietet der Schweiz eine Chance, mit einer echten politischen Innovation einen neuen internationalen Trend zu begründen, statt wie bisher anderweitig definierten ‹internationalen Standards› hinterherzuhinken.»

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

The Present Age Volume 6 / No. 3/4 November/December 2020

30.03.2021

Contents

Editorial
The Power of true World Government

Influences of the Hierarchies in the Life and Being of Man
D.N. Dunlop

“Corona” or: The Struggle for the Crown
Irene Diet

The Adventure of the Free Spiritual Life in the Time of Corona
Nicholas Dodwell

The Angst Paradigm of Virology and Homeopathy
Andreas Matner

When the Foundations are Shaking …
Ingo Hoppe

Strategic Theatre
Arnold Sandhaus

Two Researchers of the Interior of the Earth Who Have Crossed the Threshold
T.H. Meyer

LETTER FROM STOURBRIDGE
Was it Really the “Storming” of “the Temple of Democracy”?

Terry Boardman

Novmber/December Calendar

Proclamation on 850th Anniversary of the Martyrdom of Saint Thomas Becket
Donald J. Trump

Michael and Ahriman and the Tasks of Our Time
T.H. Meyer

The Call for Threefolding
Gerald Brei

What does the Coronavirus trial ask from us?
Richard Ramsbotham

Threefold Social Order
Catherine Austin Fitts with T.H. Meyer

A Study and a Polemic for Michael
Ruedi Bind

READERS’ LETTERS

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The Power of true World Government

30.03.2021

In his article “Strategic Theatre” (p. 27ff.) Arnold Sandhaus presents an issue that deserves our utmost attention: on 1 May of this year the Geneva-based W.H.O. commissioned the Anglo-American public relations agency Hill & Knowlton 1 to work out a strategy for how the W.H.O. could best bring forward its corona policy. The agency suggested three types of influential people (“Influencers”). Those with a wide social ‘reach’, those with a medium effective reach, and those who group themselves around individual “heroes” (probably “exemplary” corona victims).
A 15 year-old girl appeared before a commission set up by the US Congress in October 1990 and testified that Iraqi soldiers in Kuwait had thrown babies out of incubators onto on the ‘cold floor’ and let them die there. Then the US kindled a war against Iraq, the Gulf War. Later, too late, it turned out that the incubator story was all a lie and that the girl had been prepared for her role by a public relations agency. The person in charge, Craig Fuller, was later proud of his success in the whole operation and was promoted to a top job in the company. That company was Hill & Knowlton, the very same one commissioned by the W.H.O. in May 2020 to take charge of producing the publicity for Covid-19.” The young 15 year-old was the daughter of the Kuwaiti Ambassador to the USA.2
So the W.H.O. is not loath to use the services of a company that has been shown to have lied on behalf of the US government with momentous consequences (hundreds of thousands of dead)! The reputation of the World Health Organisation, already shaky, has thus been reduced to rubble.
If one considers the connection of the W.H.O. (World Health Organisation) to Bill Gates, Mr. Drosten and the German Robert Koch Institute and also considers the irreversible damage through Bill Gates’ vaccination experiments in Africa and India in the abused name of ‘health’, one would do better in the future to refer to this organisation as the World Hellth Organisation.
through Bill Gates’ vaccination ethxperiments in Africa a*
On Easter Sunday 2020, Bill Gates appeared on German TV. He proclaimed his monotonous gospel that the “pandemic” would only be defeated when all of mankind has been vaccinated. The nakedly anti-Christian character of the entire advertising campaign had made its appearance. The prospect for Christmas 2020 was no less gloomy. But we would like to remind our readers that the arrogant power of the world’s leaders could be reduced to rubble no less quickly than the reputation of the W.H.O.
The Gospel of Matthew (and only this gospel) records a saying by Christ immediately after the betrayal by Judas and the swipe of Peter’s sword: “Take your sword and put it back in its place. All those who take up the sword shall perish by the sword. Do you think I could not ask my Father for aid? He could immediately place more than twelve armies of angels at my disposal. But how then would the Scriptures be fulfilled that everything must come to pass in this way?”
This power and superiority of Christ is real, even if it does not show itself. But it is by no means certain that it will never show itself (perhaps in the form of global disasters). The true world government cannot be expected to look on endlessly while the great agenda for the whole of human evolution is increasingly threatened by the madness of a small power-hungry clique.

 

T.H. Meyer

_________________________

1  Hill & Knowlton is a US company headquartered in New York but owned by the British company WPP, the world’s largest advertising company.

2  For the incubator story, see the Wikipedia page “Nayirah testimony”.

 


Kategorie: TPA Editorial

Europäer März 2021 (Jg 25 / Nr. 5)

12.03.2021

Editorial: Fruchtbarkeit der Geisteswissenschaft und eine Justiz-Initiative

Einflüsse der Hierarchien im Leben des Menschen (Teil2)
Daniel N. Dunlop

Täuschung: Es ist kein Impfstoff!
Catherine Austin Fitts

Trennung der Menschheit
Christel Traut

«Great Reset» – Wohin und wozu?»
Andreas Flörsheimer

Henoch und seine Weisheit
Sigismund von Gleich

Die Sinne und die Fähigkeiten des Geistes
Daniel Nicol Dunlop

Was heute not tut
Im Gedenken an F. H. Hillringhaus
Edzard Clemm

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Fruchtbarkeit der Geisteswissenschaft und eine Justiz-Initiative

12.03.2021

In einer Zeit, wo sogar das von Rudolf Steiner gebaute «Haus des Wortes» (wie er das Goetheanum genannt haben wollte) ohnmächtig verstummt, halten wir weiter Ausschau nach unabhängigen Menschen, die den Wert der Geisteswissenschaft für die Diagnose und Therapie der Zeitabgründe erfasst haben.
Catherine Austin Fitts ließ auf ihrer Webseite www.solari.com ein paar Interviews mit mir zum Thema Ahriman und Dreigliederung erscheinen. In dieser Nummer äußert sie sich zum transhumanen Impfprojekt, das ganz nach dem Erfolgsmodell von Microsoft zum Einbau von injizierbaren «Betriebssystemen» in den menschlichen Körper führen soll. Diese müssen dann bei jeder Mutation des «Virus» neu upgedatet werden. Endlose Abwärtsspirale einer anti-humanen Entwicklungsperspektive (denn das ist der «Transhumanismus» in Wahrheit). Wir wiesen bereits auf einen bemerkenswerten Artikel von Jonas Glaser in der Zeitschrift Compact hin.
Neuerdings erfuhren wir, dass der Italiener Nicola Bizzi nachdrücklich auf Steiners Bemerkungen über das Impfen aus dem Jahre 1917 hinweist. Es geschieht dies in dem Buch Operazione Corona: Colpo di stato globale (Operation Corona: ein globaler Staatsstreich), Firenze 2020 (Herausgeber Nicola Bizzi und Matteo Martini).
*
Viele Freunde und Bekannte versuchen das gegenwärtige Staatsstreich-Unrecht auf ein Fundament des Rechts zurückzuführen – und kämpfen oft (fast) hoffnungslos gegen Windmühlen. Das Recht ist von der Macht (Staats- und Wirtschaftsmacht) beinahe vollständig verschluckt worden.
Da kommt eine Schweizer Initiative gerade zur rechten Zeit, um nicht zu sagen, zu höchster Zeit vor das Volk. Wir meinen die Justiz-Initiative, die im August 2019 vom Unternehmer Adrian Gasser eingereicht worden war und die zur Volksabstimmung ansteht. Ihr Grundgedanke: Politik und Rechtsprechung sollen einwandfrei getrennt werden, denn die heutige Rechts- praxis vermengt hoffnungslos Parteieninteressen mit den Prinzipien der Rechtsprechung. Bundesrichter kann heute nur werden, wer durch die Pforte einer Partei geht und der Parteikasse regelmäßig einen finanziellen Tribut zahlt. Gasser nennt das «Hehlerei». Auf diesen immer eklatanter gewordenen Missstand machte bereits 2002 die Dissertation von Mark Livschitz Die Richterwahl im Kanton Zürich aufmerksam. Die Arbeit fand nicht die ihr gebührende Würdigung.
Die Justiz-Initiative fordert die Unabhängigkeit künftiger Bundesrichter und will deren Wahl im Bundesgesetz durch ein Losverfahren verankern. Nur so kann gewährleistet werden, dass künftig vor einem wirklich unabhängigen und nur Wahrheit und Gerechtigkeit verpflichteten Forum geklagt werden kann.
Das Initiativ- und das Referendum-Recht sind zwei unbestrittene Vorzüge der eidgenössischen Verfassung. Höchste Zeit, dass von Ersterem in der aktuellen Situation in bedeutender Weise Gebrauch gemacht worden ist.
Wir werden die Justiz-Initiative in der nächsten Nummer näher vorstellen und ein Interview mit deren Begründer Adrian Gasser beifügen.
*

Parteienpolitik ist überlebt und vergeudet in orgiastischer Unfruchtbarkeit geistige und finanzielle Energien. Daher ist es dem Europäer durchaus angemessen, sich für die Bekanntwerdung einer Initiative einzusetzen, die sich ein über-parteiliches, allgemein-menschliches Interesse – das Streben nach wirklicher Gerechtigkeit – auf die Fahne schreibt.
Auch wenn das in der Justiz-Initiative weder angestrebt noch explizit ausgesprochen ist: Wir sehen in ihr eine Art Wegbereiterin zur Realisierung der noch umfassenderen Initiative einer Dreigliederung des sozialen Organismus (Geistesleben, Rechtsleben, Wirtschaftsleben), die seit hundert Jahren auf ihre Verwirklichung harrt.

 

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Europäer Februar 2021 (Jg 25 / Nr. 4)

10.02.2021

Editorial: Unverfälschte Geschichte und Querdenken

Die Jupiter-Saturn-Konjunktion und Christian Rosenkreutz
Thomas Meyer

Einflüsse der Hierarchien im Leben des Menschen (Teil1)
Daniel N. Dunlop

Politiker als Volkstäuscher
Interview mit Elias Davidsson

Das Martyrium von Thomas Beckets
Donald J. Trump

Jewgenij Samjatin: «Wir»
Buchbesprechung
Gerald Brei

Rudolf Steiner über Brüderschaften
Christel Traut

Der «Große Neustart»
Richard Ramsbotham

In der Attacke der Widersacher
Martin Barkhoff

Betrachtung zum gegenwärtigen Geschehen
Irene Diet

FORUM
Vom neuen Menschenbild

Christof Zimmermann

Wilfried Hammacher – ein Nachruf
Branko Ljubić

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Unverfälschte Geschichte und Querdenken

10.02.2021

Verlogenheit als Grundeigenschaft des öffentlichen Lebens
Rudolf Steiner hat schon im Jahre 1920 die «Verlogenheit als die Grundeigenschaft des ganzen öffentlichen Lebens unserer Zeit» bezeichnet (am 21.8.1920, GA 199).
Mutige und klarsehende Zeitgenossen haben immer gegen diese Verlogenheit angekämpft. So zum Beispiel der Schweizer Historiker Jakob Ruchti, der eine wichtige Broschüre «Zur Geschichte des Kriegsausbruchs» verfasst hatte, die Steiner mit größter Anerkennung lobte. Sie zeigt die diplomatischen Verlogenheiten um den Kriegsausbruch und vor allem um die den Mittelmächten zugeschobene Kriegsschuld. Die Schrift wurde sogar von der Universität Bern preisgekrönt. Am Schluss seiner Betrachtung schrieb Ruchti: «Die Geschichte lässt sich auf die Dauer nicht fälschen, die Legende vermag vor der wissenschaftlichen Forschung nicht standzuhalten, das dunkle Gewebe wird ans Licht gebracht und zerrissen, auch wenn es noch so kunstvoll und fein gesponnen war.»
Von ähnlicher Gesinnung ist der mit äußerster Akribie und ausgeprägtem Wahrheitssinn arbeitende Zeitgenosse Elias Davidsson (siehe das Interview mit ihm auf S. 9f.).
Davidson legte im vergangenen Jahr das bisher vielleicht beste Buch zu 9/11 vor und macht darauf aufmerksam, dass die Verlogenheit der offiziellen Mythen um dieses Ereignis im Fall «Corona» noch eine Stufe tiefer greift: Die Medien-Legenden um 9/11 griffen lediglich den gesunden Menschenverstand an, was schlimm genug ist; die durch nichts begründeten maßlosen Corona-Maßnahmen greifen in unser alltägliches Tun und Verhalten ein.

Mutige Stimme aus der Schweiz
Kurz vor Weihnachten schrieb Christian Frei, einer der drei Mitbegründer der Schweizer Bio-Restaurant-Kette Tibits, an den stellvertretenden Armeechef, Aldo C. Schellenberg, und forderte ihn dazu auf, alle 7 Bundesräte zu verhaften. Wegen «Verbrechen gegen die Menschlichkeit». Er stellte im Übrigen zurecht fest: «Es habe noch kein Wissenschaftler der Welt den Virus nachweisen können.»1

Rudolf Steiner als Querdenker
Eine wahre Freude, dass in dieser wahrhaft irren Zeit von unabhängigen Journalisten sogar ein neues unbefangenes Licht auf Rudolf Steiner geworfen wird: Er wird sage und schreibe als «der erste Querdenker» bezeichnet! So der Titel eines Aufsatzes von Jonas Glaser in der Zeitschrift Compact.2
«Anthroposophen gehören zum Aktivisten-Kern der Freiheits-Bewegung», heißt es eingangs des Artikels. «Ihre Inspiration finden sie in den Lehren Rudolf Steiners. Doch was kann man von dem Meister-Denker in der Corona-Krise lernen?»
Unlängst zeigte Bodo Schiffmann die Europäer-Ausgabe mit der wichtigen Berliner Rede von Robert Kennedy den Zuschauern seiner Fernsehsendung. Und eben erfahren wir, dass unser Kollege Herbert Ludwig, der seit Jahren die verdienstvolle Webseite «Der Fassadenkratzer» betreibt, auf der letzten Ausgabe des «Corona-Ausschusses» ausführlich zu Wort gekommen ist! Er schildert in seinem beachtenswerten Votum die so verbreitete Gesinnung der Unterwürfigkeit unter Obrigkeiten gegenüber der wahren Ich-Autonomie. (Sendung vom 15. Januar 2021. Sitzung 35: Recht und Gesundheit – Der blinde Fleck, ab 2h und 7 min.)3
Der Geist der wahrhaft augenöffnenden Geisteswissenschaft Rudolf Steiners weht und blüht eben, wo er will und kann. Und nicht unbedingt dort, wo man sein Blühen erwarten würde…
Das sind starke Hoffnungszeichen!

Thomas Meyer

_________________________

20Minuten.ch, 22. 1. 2021.

2  Compact Spezial. Magazin für Souveränität, Sonderausgabe Nr. 28, S. 72-74.

3  https://youtu.be/5GpjB0YW3uI?t=7657

 


Kategorie: Editorial, News

Europäer Dezember/Januar 2020/21 (Jg 25 / Nr. 2/3)

11.12.2020

Editorial: Die Macht der wahren Weltregierung

Pearl Harbor – 9/11 – Corona
Drei potenzierte Betrugsgeschichten
Thomas Meyer

Der Ruf nach Dreigliederung
Gerald Brei

Eine reine Schikane
Brief von Dr. Gianmarco Sala

Abenteuer des freien Geisteslebens
Nicholas Dodwell

Wenn Grundfesten wanken…
Gedanken zu Solowjews «Antichrist»
Ingo Hoppe

«Corona» als Erkenntniskrise
Irene Diet

Abschaffung der Seele 27 durch Impfung (R. Steiner)

Strategisches Theater
Arnold Sandhaus

Das Angst-Paradigma der Virologie
Andreas Matner

Julian Apostata (Teil 2)
Ricarda Murswiek

Christus im 20. Jahrhundert
Hans Börnsen

Karl Maria Heidt
Ein unbekannter Dichter
Andrea Hitsch

Nachrufe auf Volker Zielonka und Paul O’Leary
Thomas Meyer

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Corona as the Mask of World Government

11.12.2020

The traditional autumn fair in Basel has been cancelled. Instead, we have been experiencing the forced roller coaster and ghost train rides of tightened Corona measures with the almost unlimited compulsory mask-wearing. In the spring the Swiss Federal Department of Health was still rejecting it as unnecessary, but it has now decreed it to be an absolute “protective measure”.
More and more people are defending themselves against the excessive measures, and they include a number of doctors, for example, Gianmarco Sala from Uri in central Switzerland.
On 8 October Sala wrote to the health authorities of the Canton of Uri; a summary follows:

1. “The benefit of masks has not been proven in any valid study. Not a single non-pharmacological measure by authorities has had the slightest influence on the course of infection curves. On the contrary, the completely improper use and lack of any quality standards for masks rather tend to cause harm.
2. The work of staff in health care institutions in particular is made considerably more difficult by the wearing of masks and leads to health problems which are unacceptable in the long term.
3. The psychological damage of the cessation of non-verbal communication in regard to the perception of emotions is especially great in children, but also in the elderly and in dementia patients, and can cause persistent behavioural disorders in children.
4. The consequences of lockdown, travel restrictions, etc. have led to catastrophic economic damage worldwide, which has already claimed many times more victims than the virus itself.
5. The PCR tests are not validated and lead to a deliberate misinterpretation of alleged virus activity and a so-called second wave, which does not actually exist. False positive tests correlate 1:1 with the number of tests performed, a fact which is simply being kept from the public.”

Sala works in the same Canton of Uri, in which in 1307 William Tell dared to fire his shot. The same year in France saw the arrest of the Templars by Philip IV (the Fair). In this polarity between deeds of individual freedom and state oppression we are also living today. The latter is using COVID-19 as a mask to conceal a globalist, anti-human program and its implementation. Information about this can be read in a March 2020 edition of the Economist magazine, which was discussed in The Present Age.1
The virus was described in the Economist as “the right medicine for the world economy” (!). It would serve the “healing” of the global economy and not primarily that of human beings; it would have to remain until the economy had been “healed” in the globalists’ sense of the term. This healing amounts to a global economic dictatorship which will gag and strangle all civil rights and spiritual/cultural life. What the power elite, entirely lacking in conscience, regard as a “reset” can be read in “The Great Reset” publications (see WEF web footnote2 for yourself and reviews from ff.p 19).2
What is urgently needed today is the unmasking of the absurdities of the current measures and of the intentions of those who are merely using Corona as a mask. If this unmasking succeeds, then the ridiculous but macabre spectre of fearmongering, State-enforced excessive measures which resemble an unwilling ride on a ghost train, can be ended. If it does not succeed, then mankind “will cede world domination to an occult group within the Anglo-American world”3 – for a very long time.
For a brief period ahead we still have a choice. Gianmarco Sala, Sucharit Bhakdi, Rainer Füllmich and all who speak up for truth of conviction have grasped the urgent need of the hour.

T.H. Meyer

_________________________

1  In Vol. 5, No. 9/10 (May/June 2020).

2  www.weforum.org/great-reset and https://intelligence.weforum.org/topics/a1G0X000006OLciUAG?tab=publications.

3  Notebook entry by R. Steiner in 1919, first published in Der Europäer, March 1999.

 


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 6 / No. 1/2 September/October 2020

11.12.2020

Contents

Editorial
Corona as the Mask of World Government

Michaelmas Lecture 1967
Charles Kovacs

The Appearance of Neowise
Eva Lohmann-Heck

Truth Movements
29th August 2020

The Sky Over Berlin
Manfred Kannenberg-Rentschler

Switzerland [also] on the Way to a Health Dictatorship
Gerald Brei

LETTER FROM STOURBRIDGE
COVID-19 2020-2021:
The Great Conjunction and the Outer Planets
Terry Boardman

Covid-19 and ‘The Great Reset’
Richard Ramsbotham

At the Crossroads
Tina Jatho

Politicians Are Not Our Contemporaries
Arnold Sandhaus

The Crisis of Humanity and Forgetting the Spirit
T.H. Meyer

COMMENTARY
Still Absolutely Politically Correct
Thomas Heck

Mandatory Mask-Wearing
Nicholas Dodwell

Mirrored Thoughts and Creative Thinking
Harald Herrmann

September/October Calendar

The Injection Fraud – It’s Not a Vaccine
Catherine Austin Fitts

BOOK REVIEWS

Imprint

Hollywood
and the Ahrimanic Perversion of the Spiritual Provenance of Middle Europe
Johannes Greiner

Dr. Franz Thomastik
Adolf Zinsstag

The Michaelic Signature in “Billy Budd”
Gerald Brei

READERS’ LETTERS

 

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Kategorie: TPA archives, TPA current

Die Macht der wahren Weltregierung

11.12.2020

Arnold Sandhaus weist in seinem Artikel «Strategisches Theater»(S. 28 ff.) auf einen Sachverhalt hin, der unsere höchste Aufmerksamkeit verdient: Die WHO beauftragte am 1. Mai dieses Jahres die amerikanische Public Relations Agentur Hill & Knowlton damit, eine Strategie auszuarbeiten, wie die in Genf ansässige Weltorganisation ihre Corona-Politik am besten an den Mann bringen könnte. Die Agentur schlug vor, drei Bereiche von einflussreichen Menschen («influencer») zu unterscheiden. Solche mit einer großen Reichweite, solche mit einem mittleren Wirkungsradius, und solche, die sich um einzelne «Helden» gruppieren (wahrscheinlich «beispielhafte» Corona-Opfer).
Eine 15-Jährige tritt im Oktober 1990 «im amerikanischen Kongress auf und erzählt, irakische Soldaten hätten in Kuwait Brutkastenbabies auf den ‹kalten Boden› geworfen und dort erfrieren lassen. Daraufhin entfachen die US einen Krieg gegen den Irak, den Golfkrieg. Später, zu spät, stellt sich heraus, dass alles gelogen war und dass das Mädchen auf ihre Rolle von einem Public Relations Bureau vorbereitet worden war. Dessen Verantwortlicher, Craig Fuller, ist später stolz darauf, dass ihm diese ganze Operation gelungen ist und er bekommt eine hohe Position innerhalb seiner Firma. Hill & Knowlton heißt die Firma, und genau diese ist im Mai 2020 von der WHO beauftragt worden, die Publizität um Covid-19 in die Hand zu nehmen.» Bei dem Mädchen handelte es sich um die Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA.1
Die WHO geniert sich also nicht, die Dienste einer Firma in Anspruch zu nehmen, die erwiesenermaßen und im Auftrag der US-Regierung folgenreich (Hunderttausende von Toten) gelogen hat!
Der zwar schon stark ins Wanken geratene Ruf der World Health Organisation wird damit restlos in Schutt und Asche gelegt.
Bedenkt man die Verbindung der WHO (World Health Organization) zu Bill Gates, Herrn Drosten und dem deutschen RKI, und bedenkt man ferner den durch Gates’ Impfexperimente in Afrika und Indien im missbrauchten Namen der Gesundheit angerichteten irreversiblen Schaden, so könnte man diese Organisation künftig besser als World Hell Organization bezeichnen.

*
Am Ostersonntag 2020 wurde Bill Gates bekanntlich ein Auftritt am Deutschen Fernsehen gewährt. Er verkündete sein monotones Evangelium, dass die «Pandemie» erst besiegt sei, wenn die ganze Menschheit geimpft sein werde. Der anti-christliche Charakter der ganzen Werbe-Kampagne trat unverhüllt ans Licht.
Weihnachten 2020 steht unter nicht weniger düsteren Vorzeichen. Da möchten wir einmal daran erinnern, dass die arrogante Macht der World Leaders nicht weniger rasch in Schutt und Asche verwandelt werden könnte als der Ruf der WHO.
Das Matthäusevangelium (und nur dieses) überliefert einen Ausspruch Christi, den dieser unmittelbar nach dem Verrat durch Judas und dem Schwerthieb des Petrus tat:
«Nimm dein Schwert und tue es wieder an seinen Platz. Denn alle, die nach dem Schwerte greifen, kommen auch durch das Schwert um.
Meinst du, ich könnte nicht meinen Vater um Hilfe bitten? Er kann mir auf der Stelle mehr als zwölf Heere von Engeln zur Seite stellen. Aber wie erfüllte sich dann das Schriftwort, dass alles so geschehen muss?»
Diese Macht und Übermacht Christi ist real da, auch wenn sie sich nicht zeigt. Es steht aber keineswegs fest, dass sie sich niemals zeigen wird (vielleicht in Form von globalen Katastrophen). Der wahren Weltregierung kann nicht zugemutet werden, dass sie endlos zusieht, wie die große, weiße Agenda für die gesamte Menschheits-Evolution vom Wahnsinn einer kleinen Clique machtgieriger Personen zunehmend bedroht wird.

Thomas Meyer

_________________________

1  Zur verlogenen Brutkastenstory siehe Wikipedia, «Brutkastenlüge».


Kategorie: Editorial, News

Europäer November 2020 (Jg 25 / Nr. 1)

10.11.2020

Editorial: Corona als Maske für die Weltregierung

Sucharit Bhakdi — ein Wahrheitssucher
Thomas Meyer

Bedrängte Mitte
Gerald Brei

Coronavirus – die Infektionszahlen steigen: Was heißt das?
Dr. med. Daphné von Boch

In welcher Zeit leben wir?
Thomas Meyer

Pinguin am Abgrund
Zur Corona-Ethik von Alena Buyx
Andreas Matner

Ist das Kleinste das Wahre?
Andreas Bracher

Das Erdinnere
Gespräch von Johanna von
Keyserlingk mit Rudolf Steiner

Aufruf zur Dreigliederung
Rainer Schnurre

Die Zukunft
Martin Barkhoff

Eine deutsche Frau sieht USA
Monica von Miltitz über Chicago

Julian Apostata (Teil 1)
Eine karmische Betrachtung
Ricarda Murswiek

Beobachtung des Denkens
Martin Barkhoff

BUCHBESPRECHUNGEN
Juli Zeh, «Corpus delicti»
Béatrice Vianin

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Corona als Maske für die Weltregierung

10.11.2020

Die traditionelle Herbstmesse (in Basel) fällt aus. Stattdessen erleben wir die erzwungenen Achter- und Geisterbahnfahrten der verschärften Corona-Maßnahmen mit der fast grenzenlosen Maskenpflicht. Im Frühjahr vom BAG noch als unnötig verworfen, jetzt als unbedingtes «Schutzmittel» verordnet.
Gegen die maßlosen Maßnahmen setzen sich immer mehr Menschen zur Wehr, darunter auch Ärzte. Zum Beispiel Gianmarco Sala aus dem innerschweizerischen Uri.
Sala schrieb am 8. Oktober an die Gesundheitsdirektion des Kantons Uri resumierend1:

1. «Der Nutzen von Masken ist in keiner einzigen validen Studie erwiesen. Keine einzige nichtpharmakologische Maßnahme durch Behörden hat auch nur den geringsten Einfluss auf den Verlauf der Infektionskurven gehabt. Im Gegenteil, die völlig unsachgemäße Verwendung und das Fehlen jeglicher Qualitätsstandards bei Masken bewirken tendenziell eher Schaden.
2. Die Arbeit v.a. von Pflegepersonal in Gesundheitsinstitutionen ist durch das Tragen von Masken erheblich erschwert und führt zu gesundheitlichen Störungen, die auf die Dauer nicht akzeptabel sind.
3. Die psychologischen Schäden der zum Erliegen gekommenen nonverbalen Kommunikation über die Wahrnehmung von Gefühlsregungen sind insbesondere bei Kindern, aber auch alten und dementen Menschen erheblich und können bei Kindern persistierende Verhaltensstörungen hervorrufen.
4. Die Folgen von Lockdown, Reiseeinschränkungen etc. haben weltweit zu katastrophalen wirtschaftlichen Schäden geführt, die bereits jetzt ein Vielfaches an Opfern gefordert haben als das Virus selbst.
5. Die PCR Tests sind nicht validiert, führen zu einer bewussten Fehlinterpretation einer angeblichen Virusaktivität und Auftreten einer sogenannten 2. Welle, die es in Wahrheit nicht gibt. Falsch positive Tests korrelieren 1:1 mit der Anzahl der durchgeführten Tests, was der Öffentlichkeit einfach verschwiegen wird.»

Sala wirkt im gleichen Uri, in welchem 1307 der Tellenschuss gewagt worden ist. Im gleichen Jahr fand in Frankreich durch Philipp den Schönen die Razzia gegen die Templer statt. In dieser Polarität von individueller Freiheitstat und staatlicher Unterdrückung leben wir auch jetzt. Letztere bedient sich der Corona-Krankheit als einer Maske, hinter der globalistische, antihumane Programme verborgen und umgesetzt werden. Eine Ankündigung davon stand bereits in einem März-Economist zu lesen, worauf im Europäer hingewiesen wurde.2
Der Virus wurde dort als «Heilmittel für die Weltwirtschaft» (!) angepriesen. Er soll also zur «Gesundung» der Weltwirtschaft dienen und nicht in erster Linie zur Gesundung der Menschen bekämpft werden; er wird solange bleiben müssen, bis die Wirtschaft im Sinne der Globalisten «geheilt» ist. Diese Heilung besteht in einer globalen Wirtschaftsdiktatur, die alles Rechts- und Geistesleben knebelt und erdrosselt. Was sich die gewissenlose Machtelite unter einem «Reset» vorstellt, kann im Programm «The Great Reset» nachgelesen werden.3
Die Forderung des Tages ist die Demaskierung des gegenwärtigen Maßnahmen-Irrsinns und der Intentionen derer, die Corona nur als Maske benutzen. Gelingt sie, dann kann der lächerliche, aber makabere Spuk durch angsteinflößende, staatlich verhängte maßlose Maßnahmen, die unfreiwilligen Geisterbahnfahrten gleichen, beendet werden. Gelingt sie nicht, dann tritt die Menschheit «an eine okkulte Gruppe innerhalb der anglo-amerikanischen Welt die Welt-Herrschaft ab»4 – für sehr lange Zeiten.
Noch haben wir für kurze Zeit die Wahl. Gianmarco Sala, Sucharit Bhakdi, Rainer Füllmich und alle ihre Gesinnungsgenossen haben begriffen, was das Gebot der Stunde ist.

Thomas Meyer

_________________________

1  Das ganze Schreiben soll in der Dezember-Januar-Nummer veröffentlicht werden

2  In Jg. 24, Nr. 8 (Juni 2020).

3  www.weforum.org/great-reset

4 R. Steiner in einer Tagebuchnotiz 1919, erstmals veröffentlicht in Der Europäer, März 1999.


Kategorie: Editorial, News

Menschenrechte oder Affenrechte?

10.10.2020

In Basel sollen die Bürger entscheiden, ob Grundrechte für Affen zulässig sind (BAZ 17. Sept. 20). Nichts gegen die Tierliebe selbstverständlich und nichts gegen die Eindämmung von Tierversuchen. Aber gegenwärtig stehen die Grundrechte für Menschen in Frage, und dies weltweit. Wie verhält sich diese Gefahr zur gegenwärtigen Maskenpflicht?
Elias Davidsson sandte uns eine aphoristische Betrachtung zum Phänomen der Maskierung, die wir hier folgen lassen:

«Die symbolische und psychologische Rolle der Corona-Maske
Die symbolische Rolle der Corona-Maske wird weitgehend unterschätzt oder ignoriert. Das Tragen der Maske ist ein offensichtliches Zeichen der Unterwerfung und des Gehorsams gegenüber der Macht. Der Maskenträger drückt damit öffentlich sein Vertrauen in Staatswahrheiten aus. Diejenigen, die die Maske nicht tragen, werden als hartgesottene Dissidenten angesehen. Maskenträger, d.h. die gehorsame Mehrheit, dienen dazu, sozialen Druck auf die Minderheit der Dissidenten auszuüben und den Staat von einem unmittelbaren polizeilichen Zwang zu befreien. Die Methode ist in gewisser Weise ähnlich zu der Anbringung des Hakenkreuzes auf den Ärmel im Dritten Reich als Zeichen der politischen Zugehörigkeit. Sie dient dazu, den potentiellen Widerstand gegen die Staatsmacht zu erschweren.
Ein weiteres symbolisches Merkmal der Corona-Maske ist das der Zensur. Die Bedeckung des Mundes dient seit vielen Jahren visuell als Symbol von Zensur (siehe Abbildungen unten). Auch wenn der jetzige Maskenträger die Beziehung zur Zensur nicht wahrnimmt, hat das Tragen der Maske eine unmittelbare Zensurwirkung, die durch die sogenannte soziale Distanzierung verstärkt wird. Beide Maßnahmen reduzieren die Verständlichkeit des gesprochenen Wortes, sowohl in akustischer Hinsicht als auch durch die Verminderung der Fähigkeit, die Gesichtsbewegungen des Sprechers zu entziffern. Der Endeffekt besteht darin, dass die Wirksamkeit der direkten verbalen Kommunikation zwischen Menschen schrumpft und die menschliche Kommunikation auf die digitalen Medien gelenkt wird, wo sie von mächtigen Konzernen und dem Staat leicht überwacht werden kann und Unternehmensgewinne abwirft.
Im Gegensatz zum Phänomen der Burka ist die Corona-Maske geschlechtsneutral und religionsneutral. Sie wird nicht nur einer Bevölkerungsschicht (muslimischen Frauen) auferlegt, sondern jedem Erwachsenen, unabhängig von Geschlecht und Religion.»

Ist die unwürdige, grundlos verordnete Antlitzverhüllung im großen Stil nicht bereits ein physiognomischer Wegweiser zum Primatentum?
Soll uns das Antlitz der Maskierten, vor allem wenn im Profil betrachtet, allmählich an unser künftiges unterwürfiges Affensein gewöhnen?
Sollen wir zu hoffen lernen, dass wenn wir keine Menschenrechte mehr haben, uns wenigstens Affenrechte zustehen?
Die Zeichen der Zeit sind paradox bis wahnwitzig. Die veraffenden Tendenzen treten offen zutage. Nur Einsicht kann die Menschenrechte retten.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Europäer Oktober 2020 (Jg 24 / Nr. 12)

10.10.2020

Editorial: Menschenrechte oder Affenrechte?

Rede von Robert F. Kennedy jr. in Berlin

Berlin am 29. August 2020
Manfred Kannenberg-Rentschler

Michaelstag
Charles Kovacs

Vergessen des Geistes und gegenwärtige Menschheitskrise
Thomas Meyer

Zum Erscheinen von Neowise
Eva Lohmann-Heck

Die Schweiz auf dem Weg zur Gesundheitsdiktatur
Gerald Brei

Politiker sind keine Zeitgenossen
Arnold Sandhaus

Waldorfschule und Maskenpflicht
Nicholas Dodwell

BRIEF AUS STOURBRIDGE
Die Inkarnation Ahrimans
(Teil 2)
Terry Boardman

Hollywood
Johannes Greiner

Der Geigenbauer 26 Franz Thomastik
Adolf Zinsstag

FORUM
Weiterhin politisch korrekt
Thomas Heck

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

The Present Age Volume 5 / No. 12 August 2020

15.09.2020

Contents

Editorial
The Spirit of Freedom Breaks Through in Berlin

At the Beginning of the Corona Plandemic
Catherine Austin Fitts and T.H. Meyer in conversation

The “Reinecke” Team and Its Inspirer
Branko Ljubić

Future Agenda Homo Caninus
Scenario for a permanent dictatorship
Elias Davidsson

August Calendar

Switzerland at the Turning Point – the Framework Agreement Dispute
Andreas Flörsheimer

German Federal Constitutional Court vs the EU Court of Justice
Gerald Brei

Ready to Travel
Martin Barkhoff

The Michaelic Signature in “Billy Budd”
Gerald Brei

Beauty
Reto Andrea Savoldelli

BOOK REVIEWS
Daniele Ganser: “Imperium USA, die skrupellose Weltmacht”
Dr. Dieter Ackermann

Two Pilgrims and Troubadours from Minnesota, USA
Bettina Volz

READERS’ LETTER

Imprint

 

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The Spirit of Freedom Breaks Through in Berlin

15.09.2020

On 1 August, the Swiss national day, which passed tamely without any noticeable ‘fireworks’, something remarkable happened in the capital of Switzerland’s neighbour. Berlin was full of people, more almost than ever before. Insiders spoke of several hundred thousand participants at the demonstration that took place that day. The official media downplayed the number to a maximum of 20,000, which was obviously untrue.
The demonstrators, who were not wearing masks were protesting, amongst other things, against the requirement to wear masks. Currently unthinkable in Germany. Good video recordings give an impression of the event, which went on for many hours.
Daniele Ganser was present, and one of the main speakers was Thorsten Schulte, who had caused a considerable stir a few months ago with his book Fremdbestimmt (Heteronomous). Schulte appealed to Mahatma Gandhi’s mode of peaceful protest – with success, it seems. There were no riots in Berlin on 1 August, and the police behaved in a reasonable manner. They arrested Schulte briefly after his appearance, but released him soon afterwards, as no criminal offence could be proven.
The aim was to reach the hearts of the people, said Schulte, who all were at least feeling that something is rotten in the State. But there should be neither hatred nor violence on the day, he said. On the way to the Chancellery, a team from the broadcaster ARD followed Schulte in the hope of being able to get him to say something that could be used against him. Since that was obviously a failure, they stopped filming.
Schulte appealed to reason and the willingness to wake up from this madness. Several times he referred to the Switzerland’s 1 August national day, although nothing comparable to the Berlin demonstration happened in Switzerland. We would experience ‘an Apocalypse’, he said, which means something like an “exposure” (revelation) of the whole fabric of lies of recent decades. This demonstration should indeed make history. Follow-up demos are being planned in several German cities.

In the evening hours during the first half of July, a comet hung over Berlin (and many other areas in Europe). It was only discovered on 27 March and was an impressive sight. Even its threefold tail was clearly visible. Those who pay attention to the language of comets will prick up their ears when they learn that, according to Rudolf Steiner, they are the freedom heroes in the universe and that every new comet should be celebrated with a poem to freedom. More on this in my next contribution.

T.H. Meyer

 


Kategorie: TPA Editorial

Ein Freiheits-Aufbruch in Berlin

04.09.2020

Am 1. August, dem Nationalfeiertag der Schweiz, der hierzulande zahm und ohne nennenswertes Feuerwerk über die Bühne ging, spielte sich in der Hauptstadt des Nachbarlandes Bemerkenswertes ab. Berlin war voller Menschen wie fast nie. Insider sprachen von einigen hunderttausend Demo-Teilnehmern. Die offiziellen Medien spielten die Zahl, offensichtlich unwahr, auf höchstens 20‘000 herunter.
Demonstriert wurde unter anderem gegen den Maskenzwang – ohne Masken. Derzeit undenkbar im Schweizer Nachbarland.
Gute Videoaufnahmen geben einen Eindruck der vielstündigen Veranstaltung.
Anwesend war Daniele Ganser, einer der Hauptredner war Thorsten Schulte, der mit dem Buch Fremdbestimmt vor ein paar Monaten Aufsehen erregt hatte. Schulte berief sich auf die Friedenshaltung von Mahatma Gandhi, wie es scheint mit Erfolg. Es gab keine Ausschreitungen, und die Polizei verhielt sich verhältnismäßig. Sie nahm zwar Schulte nach seinem Auftritt kurz fest, entließ ihn aber bald darauf wieder, da ihm keine Straftat nachgewiesen werden konnte.
Man wolle die Herzen der Menschen erreichen, so Schulte, die alle zumindest fühlten, dass Einiges faul ist im Staate. Aber weder Hass noch Gewalt sollten das Wort haben. Auf dem Weg zum Kanzleramt folgte ein ARD-Team Schulte, in der Hoffnung, ihm gegen ihn verwendbare Äußerungen entlocken zu können. Da das offensichtlich vergeblich war, stellte man das Filmen ein.
Schulte appellierte an die Vernunft und die Bereitschaft, aus dem Wahn aufzuwachen.
Mehrmals wies er auf den Schweizer 1. August hin, obwohl sich in der Schweiz nichts Vergleichbares abspielte.
Wir würden die Apokalypse erleben, was soviel wie «Enthüllung» all der Lügengewebe der letzten Jahrzehnte heiße.
Diese Demo dürfte in der Tat Geschichte schreiben. Folge-Demos in mehreren deutschen Städten sind geplant.

In den Abendstunden der ersten Julihälfte hing ein Komet über Berlin (und vielen anderen Gegenden in Europa). Er war erst am 27. März entdeckt worden und bot ein eindrückliches Bild. Sogar ein dreifacher Schweif war deutlich zu erkennen. Wer die Sprache der Kometen beachtet, wird hellhörig, wenn er erfährt, dass sie nach Rudolf Steiner die Freiheitshelden im Universum seien, und dass jedes neue Erscheinen eines Kometen mit einem Gedicht an die Freiheit gefeiert werden sollte. Näheres dazu im nächsten Beitrag.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Europäer September 2020 (Jg 24 / Nr. 11)

04.09.2020

Editorial: Ein Freiheits-Aufbruch in Berlin

Neowise – der neue Komet
Thomas Meyer

Zwei Charakteristika Ahrimans
Thomas Meyer

Ein Michaeli-Vortrag
Charles Kovacs

Grundlegende Wirtschafts- und Gesellschaftsreform
Merkblatt
Alexander Caspar

Was ist schaffendes Denken?
Harald Herrmann

Michaeli 2020
Jens-Peter Manfrass

BUCHBESPRECHUNGEN

BRIEF AUS STOURBRIDGE
Die Inkarnation Ahrimans
(Teil 1)
Terry Boardman

LESERBRIEFE

Träger des Volksgeistes
Martin Barkhoff

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

The Present Age Volume 5 / No. 11 July 2020

20.07.2020

Contents

Editorial
The Awakening of Souls in the Age of Global Madness

Ahriman’s Fear of Clear Human Thinking
On the Hungarian Edition of Rudolf Steiner’s Lectures on Ahriman’s Incarnation in the West
T.H. Meyer

LETTER FROM STOURBRIDGE
Binaries, Triads, and the Prospects for War and Peace between the West and China
Terry Boardman

Is the coronavirus crisis pulling away the veil from fundamental problems pressing upon society and the economy?
Alexander Caspar

The Coronavirus and New Economy
Andreas Flörsheimer

Pandemic or Plandemic?
Olaf Koob M.D

July Calendar

Coronavirus, Epidemics, and Vaccine Terrorism with Jon Rappoport (Part Two)
Interview by Catherine Austin Fitts

BOOK REVIEWS
Viral Madness
Gerald Brei

The Moment of Truth is Rarely Free of Pain
Branko Ljubić

Kaspar Hauser, Schloss Beuggen and Children without a Home
(in a time of worldwide bans on public gatherings)
Jens-Peter Manfrass

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Kategorie: TPA archives, TPA current

The Awakening of Souls in the Age of Global Madness

20.07.2020

A year ago I was invited again by the Wiesbaden branch to a give a lecture and a seminar this May. The subject: Ahriman’s knowledge, from the point of view of Rudolf Steiner’s fourth mystery drama The Souls’ Awakening.
The closer the time approached, the more the subject seemed to fit the current world situation.
But obstacles were not lacking either. At almost the last moment, the event was cancelled by the authorities. At the very last moment, the federal state of Hesse suddenly allowed meetings of up to a hundred people in rooms, albeit with strict spacing regulations.
But would they let me cross the border? I spoke with German customs in Basel three times. The first official wanted to let me through on the basis of my written invitation, but only on the day I enquired, which was a Tuesday. Yet I wasn’t supposed to travel until Friday. To grant that, however, was beyond his competence. Instead, I was advised to call the customs office in Weil am Rhein. The advice there was to report to the Wiesbaden Health Department. I would to have to reckon on being quarantined for 14 days on arrival.
The next day I got a commuter certificate and had it signed by my hosts. The day after that, I enquired again at the Basel customs. The officer looked at me and said: You don’t look like you would be lying. He would have let me pass too, but it still wasn’t Friday. On Friday I confidently approached the third official, a stern-eyed woman. She checked my new certificate and said that unfortunately it didn’t help at all, since I wasn’t really a regular commuter. In the meantime, another invitation letter had arrived from Wiesbaden, this time with the previously missing telephone number. She was satisfied with this document and let me pass. What Kafkaesque chicanery!
I sat in the express train, very unpleasantly affected by the need to wear a mask, and put one on briefly, only to take it off again as soon as the conductor was out of sight. As the train was approaching Mannheim, where I had to change trains, a doctor asked the conductor which law this mask-wearing requirement was based on. In her helplessness she called the senior conductor and the two discussed what was to be done with the man. A fellow traveller wearing a mask called out loudly: “Throw him off the train”. Unperturbed, the doctor insisted on the law, arguing that each state had different regulations. Baden-Württemberg, which we had just crossed, only required masks to be worn on regional trains, not on inter-city express trains. The train driver was evidently not familiar with such fine details of the legal regulations, abandoned his tight authoritarian attitude and admitted in a low voice that he was not comfortable with the matter himself.
When the doctor said that he was looking forward to moving to Switzerland, I thanked him as I passed him on leaving the train for his little lesson in German law, but said that Switzerland had also long been on the road to becoming a sham democracy. On the way from Mannheim to Mainz, where a car was waiting to take me on to Wiesbaden, I immersed myself in the play The Captain of Köpenick, by Carl Zuckmayer. Weeks before, I had read the drama Ubu Roi by Alfred Jarry, the ‘Ur-Drama’ of Theatre of the Absurd. The legendary fake captain, who really did exist, one day decided to put an end to his social misery by buying a captain’s uniform, stopping a squad of soldiers marching past, taking charge of them and putting the Köpenick town hall ‘in order’ by arresting the mayor and finally seizing the municipal treasury. Then he drove off in a cab – and made the headlines, after which he was finally granted a passport, which he had long been denied due to his many years in prison.
But back to current reality: On the escalator at Mainz railway station, a complete stranger, a masked man pointed a finger at your Swiss traveller and barked: “Mask!”
Of course, hundreds of thousands, indeed millions of people have experienced similar and far worse absurdities, official harassment and private attacks. But we still seem to be lacking some determined captains who can put an end to the spook of the State’s masquerades.
Our greatest duty is not to put on a mask, but to unmask the globalist “philanthropic” guild of criminals who have put us all in this mess.

But wait: there is resistance to the excessive measures, as numerous appearances on YouTube by doctors, journalists and scientists have shown. To name just a few examples: a whistle-blower greatly embarrassed the German Ministry of the Interior by exposing its official incompetence and its violation of the law. Catholic bishops and cardinals and even an archbishop protested by issuing an open letter. And recently, a female member of the Italian parliament, in front of the camera, called on the Italian president to arrest Bill Gates. Up until now, Dornach has been content with “extremely politically correct” statements worth no more than wooden Michael swords.
But more and more people are also protesting publicly in Switzerland. A poster recalls the figure of William Tell and encourages people not to kneel in front of the corona hat. Not enough resistance?
Everything big starts with what first appears to be “small”. In relation to the current world situation: with the awakening of souls.

T.H. Meyer, Wiesbaden, 17 May 2020

 


Kategorie: TPA Editorial

Europäer Juli/August 2020 (Jg 24 / Nr. 9/10)

05.07.2020

Editorial: Geisteslicht und Hetzartikel in Arlesheim

Im Beginn der Plandemie
Gespräch von Catherine Austin Fitts und Thomas Meyer

Homo caninus
Elias Davidsson

Die geistige Führung
(Teil 3)
Charles Kovacs

Das Reinecke-Team
Branko Ljubić

Coronavirus-Parallelen
Richard Ramsbotham

Zwei Geistsucher
Michael Ende und Werner Zurfluh
(Briefwechsel)

Reisefertig
Martin Barkhoff

Bundesverfassungsgericht gegen den Gerichtshof der EU
Gerald Brei

Die Schweiz am Wendepunkt
Andreas Flörsheimer

Drei Initiativen der SJ
Franz-Jürgen Römmeler

Beuggen und Kaspar Hauser
Jens-Peter Manfrass

FORUM
In Sachen Peter Selg
Mario Betti, Martin Barkhof

BUCHBESPRECHUNGEN

LESERBRIEF

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Geisteslicht und Hetzartikel in Arlesheim

04.07.2020

Ende Mai erschien in der Regionalpresse von Arlesheim, Aarau, Olten und Grenchen ein Hetzartikel gegen sogenannte «Corona-Skeptiker».1
In ihm wurden in erster Linie Der Europäer, seine Autoren und sein Herausgeber aufs Korn genommen. Zusätzlich erfolgte ein Rundumschlag gegen den Perseus Verlag.
Vorausgegangen war ein Telefonanruf eines Herrn Benjamin Rosch, der sich auf die Schnelle nach allerlei Dingen erkundigen wollte und allerlei Auskünfte bekam. Darnach schaute sich Herr Rosch die Internet-Ausgabe der Juni-Nummer des Europäer und die Perseus-Webseite an. Darauf setzte er seinen journalistischen Schnellmixer in Betrieb und spritzte sein Produkt in die Welt. Er nannte unseren Autor Elias Davidsson einen «bekennenden Antisemiten». Davidsson setzte sich zu Recht sofort zur Wehr: Er gab dem Europäer davon Kenntnis: «Wegen der Bezeichnung meiner Person als eines «bekennenden Antisemiten » (BZ, 31.5.2020), habe ich die BZ verklagt. Innerhalb 24 Stunden hat die BZ eine Unterlassungsverpflichtungserklärung unterschrieben und sich verpflichtet, ab sofort zu unterlassen, mich als einen bekennenden Antisemiten zu bezeichnen und die Kosten meines Rechtsanwalts zu bezahlen (887 €).»2
Roschs journalistischer Flintenschuss ging also sofort nach hinten los und traf wie ein Bumerang die Zeitung selbst! Davidsson bat uns ferner: «Es wäre gut, diese Nachricht in Basel zu veröffentlichen, auch mit den Namen der betroffenen Journalisten [zu welchen neben Benjamin Rosch auch eine Silvana Schreier gehört. TM], die solchen Mist schreiben. Mal sehen, ob diese Journalisten ihren Posten verlieren…»
Der Europäer kommt dem Wunsch Davidssons hiermit stellvertretenderweise für die BZ und die übrige Presse nach. Eine Recherche über die Folgen für die Mist-Fabrikanten zu unternehmen, hatten wir weder Zeit noch Lust.3
Der primitive Artikel, in dem natürlich auch Rudolf Steiner, wie in der übrigen Gegner-Presse, einmal mehr in ein schiefes Licht gerückt wurde, hatte einen BZ-Vorgänger, als wir vor drei Jahren im Scala Basel einen Kongress zum Thema Terror, Lüge und Wahrheit organisiert hatten.4
Arlesheim ist der historische Fluchtort der Heiligen Odilie. Hierhin setzten ihr die Hunde ihres Vaters nach. Die Fluchthöhle, in der sie sich vor den Verfolgern barg, befand sich in der Eremitage, einer mit dem Gralsgeschehen tief verbundenen Orte. Von hier aus gelangte sie auf den Odilienberg, wo sie ihr bedeutendes Wirken ungestört entfalten konnte. Odilie war die Trägerin eines keltisch inspirierten, nicht-römischen Christentums.
Vor genau hundert Jahren setzte in Arlesheim eine besonders giftige Hetze gegen Rudolf Steiner und das Goetheanum ein. Sie ging von Max Kully aus, dem katholischen Pfarrer des Domes, welcher der Odilie geweiht ist. Karl Heyer hat sich in seiner bedeutenden Schrift Wie man gegen Rudolf Steiner kämpft, auch eingehend mit Kully befasst. Heyer nahm sich der Gegner niedrigsten Niveaus an, denen es in keiner Weise um Wahrheit geht. Bei diesen handelt es sich «nicht um eine Auseinandersetzung mit ihnen, sondern um eine solche über sie.» Über Kully schreibt er: «Nicht etwa kraft seiner Argumente, sondern mit seiner wohl unüberbietbaren Massivität ist Kully einer der ‹erfolgreichsten› Gegner; er wird immer wieder gern zitiert.» Auch in dem vor etlichen Jahren erschienenen Gegnerwerk von Helmut Zander.
Rudolf Steiner selbst hat in einem Dornacher Vortrag vor ziemlich exakt hundert Jahren (5. Juni 1920, GA 255b) erstmals auf die Umtriebe des Fanatikers Kully aufmerksam gemacht.

So ist mit Arlesheim und seinem Umkreis im Zusammenhang mit dem Streben nach einer neuen Spiritualität ein Jahrhunderte altes Licht-Schatten-Karma verbunden. Wer das beachtet, wundert sich nicht über das jüngste Presse-Produkt aus diesem Umfeld.
*
Egal, wo die Gegner sitzen, es gilt: «Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, und dann gewinnst du.» Dieses vierteilige Wort von Mahatma Gandhi gilt auch für die bescheidenen Bemühungen des Europäer. Wir befinden uns jetzt beherzt auf dem Weg zur Phase vier…

Thomas Meyer

_________________________

1  https://www.bzbasel.ch/basel/basel-stadt/zweifler-und-unglaeubige-der-zweite-blick-in-die-szenen-der-corona-skeptiker-137992753

2  Die Internet-Ausgaben der BZ wurden entsprechend korrigiert. Im Übrigen ist Davidsson Anti-Zionist, wie er einmal in einem Artikel im israelitischen Wochenblatt in Zürich (1997) dargelegt hat.

3  Weitere Verleumdungen von Terry Boardman, Daniele Ganser oder Ken Jebsen seien hier lediglich erwähnt.

4 https://perseus.ch/archive/7343


Kategorie: Editorial, News

Europäer Juni 2020 (Jg 24 / Nr. 8)

22.05.2020

Editorial: Erwachen der Seelen in der Zeit der Welten-Irre

Brief aus dem Irrenhaus
Elias Davidsson

Pearl Harbor – 9/11 – Corona
Thomas Meyer

Brief an die Zukunft
James Corbett

Die geistige Führung
(Teil 2)
Charles Kovacs

Pandemie oder Plandemie?
Dr. med. Olaf Koob

Krieg gegen die Bürger
Dr. med. Daphné von Boch

Neue Wirtschaft
Andreas Flörsheimer

Was die Corona-Krise offenlegt
Alexander Caspar

Pfingsten
Gedicht von Monica von Miltitz

Alanus ab Insulis
Mario Betti

Pfingsten
Gedicht von Monica von Miltitz

Erinnerungsbilder an Toni Völkert
Hedwig Olpp

BUCHBESPRECHUNGEN

Impressum

Politisch äußerst korrekt
Martin Barkhoff

LESERBRIEF

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Erwachen der Seelen in der Zeit der Welten-Irre1

22.05.2020

Vor einem Jahr wurde ich einmal mehr vom Wiesbadener Zweig zu einem Vortrag und einem Seminar eingeladen, für diesen Mai. Thema: Die Erkenntnis Ahrimans, vom Gesichtspunkt des vierten Mysteriendramas Der Seelen Erwachen.
Das Thema passte, je näher der Zeitpunkt heranrückte, immer präziser zur aktuellen Weltlage.
Doch auch die Hindernisse blieben nicht aus. Im zweitletzten Moment wurde die Veranstaltung von den Behörden abgesagt. Im letzten Moment erlaubte das Bundesland Hessen plötzlich Versammlungen in Räumen, bis zu hundert Personen, allerdings mit strenger Abstandsvorschrift.
Aber würde man mich über die Grenze lassen? Ich sprach dreimal beim deutschen Zoll in Basel vor. Der erste Beamte wollte mich aufgrund der schriftlichen Einladung durchlassen, doch nur am Tag meiner Erkundigung, das war ein Dienstag. Reisen sollte ich aber erst am Freitag. Das zu bewilligen lag nicht in seiner Kompetenz. Stattdessen riet man mir, beim Zollamt Weil a. Rhein anzurufen. Dort lautete der Rat, mich beim Gesundheitsamt Wiesbaden zu melden. Ich müsse nämlich damit rechnen, bei der Ankunft erst 14 Tage in Quarantäne gesteckt zu werden.
Am nächsten Tag besorgte ich eine Pendlerbescheinigung und ließ sie von meinen Gastgebern unterzeichnen. Am übernächsten erkundigte ich mich nochmals am Basler Zoll. Der Beamte blickte mich an und sagte: Sie sehen nicht aus, als ob Sie lügen würden. Er hätte mich ebenfalls passieren lassen, doch es war immer noch nicht Freitag. Am Freitag kam ich zuversichtlich zum dritten Beamten, einer streng blickenden Frau. Sie prüfte meine neue Bescheinigung und meinte, die helfe leider gar nichts, da ich ja nicht wirklich ein regelmäßiger Pendler sei. Inzwischen war nochmals ein Einladungsbrief aus Wiesbaden eingetroffen, diesmal mit der vorher fehlenden Telefonnummer. Mit diesem Dokument war sie zufrieden und ließ mich passieren. Welch kafkaeske Schikanen!
Im ICE setzte ich, von der Nötigung des Maskentragens äußerst unangenehm berührt, kurz eine Maske auf, um sie gleich wieder fallen zu lassen, sobald der Schaffner außer Sicht war. Vor Mannheim, wo der Zug zu wechseln war, diskutierte ein mitreisender Arzt mit der Schaffnerin und begehrte zu wissen, auf welches Gesetz sich diese Nötigung denn stütze. In ihrer Hilflosigkeit rief sie den Zugsführer herbei, und die beiden erörterten, was mit dem Mann zu geschehen habe. Ein maskentragender Mitreisender rief laut dazwischen: «Aus dem Zug werfen». Der Arzt beharrte unbeirrt auf dem Gesetz und machte geltend, dass jedes Bundesland eine andere Regelung habe. Baden-Württemberg, das man eben durchquerte, verlange nur ein Maskentragen in Regionalzügen, nicht in ICE-Zügen. Der Zugsführer war offenbar mit solchen Feinheiten der gesetzlichen Regelungen nicht vertraut, ließ von seiner strammen Obrigkeitshaltung ab und gab kleinlaut zu, dass ihm die Sache selbst nicht angenehm sei.
Als der Arzt meinte, er freue sich auf die Übersiedelung in die Schweiz, bedankte ich mich beim Aussteigen im Vorbeigehen für seine kleine Lektion in deutschem Gesetz, gab aber zu bedenken, dass auch die Schweiz schon lange auf dem Weg zu einer Scheindemokratie sei.
Auf der Fahrt von Mannheim nach Mainz, wo ein Wagen für die Weiterfahrt nach Wiesbaden wartete, versenkte ich mich in das Stück von Carl Zuckmayer Der Hauptmann von Köpenick, nachdem ich mich Wochen zuvor mit dem Drama Ubu Roi von Alfred Jarry, dem Ur-Drama des absurden Theaters, beschäftigt hatte. Der legendäre falsche Hauptmann, den es wirklich gegeben hat, beschloss eines Tages, seiner sozialen Misere dadurch ein Ende zu bereiten, dass er sich eine Hauptmanns-Uniform kaufte, einen vorbeimarschierenden Trupp von Soldaten anhielt, sich an deren Spitze stellte, den Trupp in Marsch setzte und im Rathaus von Köpenick für Ordnung sorgte, indem er den Oberbürgermeister verhaften ließ und sich schließlich der Gemeindekasse bemächtigte. Danach fuhr er mit einer Droschke davon – und machte Schlagzeilen, wonach ihm der wegen langjähriger Vorstrafen verweigerte Pass endlich gewährt wurde.
Doch zurück zur unmittelbaren Realität: Auf der Bahnhofrolltreppe in Mainz zeigte ein wildfremder Maskierter mit dem Finger auf den eidgenössischen Einreisenden und rief barsch: «Maske!»
Natürlich haben Hundertausende, ja Millionen derlei und weit schlimmere Absurditäten, behördliche Schikanen und private Übergriffe erlebt. Doch es scheint noch an entschlossenen Hauptmännern zu fehlen, die dem Spuk der Staats-Maskeraden ein Ende bereiten.
Nicht Maskentragen ist unsere größte Plicht, sondern die globalistische «philanthropische» Verbrechergilde, die uns dies alles einbrockt, zu demaskieren.

Doch Halt: Es gibt Widerstand gegen die maßlosen Maßnahmen, wie zahlreiche Youtube-Auftritte von Ärzten, Journalisten und Wissenschaftlern zeigen. Um nur ganz wenige Beispiele zu nennen: Ein Whistleblower brachte das deutsche Innenministerium durch Bloßstellung seiner obrigkeitlichen Inkompetenz und Gesetzesverletzung in große Verlegenheit. Katholische Bischöfe und Kardinäle und sogar ein Erzbischof begehrten mit einem Rundschreiben auf. Und jüngst verlangte eine Abgeordnete im italienischen Parlament vor laufender Kamera vom italienischen Präsidenten, dass Bill Gates zu verhaften sei. In Dornach begnügt man sich bislang mit «politisch außerordentlich korrekten» Verlautbarungen, die so viel wert sind wie Michaelschwerter aus Holz.
Doch auch in der Schweiz protestieren öffentlich mehr und mehr Menschen. Ein Plakat ruft die Gestalt von Wilhelm Tell in Erinnerung und fordert dazu auf, vor dem Corona-Hut nicht in die Knie zu sinken. Kein ausreichender Widerstand?
Alles Große fängt mit scheinbar «Kleinem» an. In Bezug auf die jetzige Weltlage: mit dem Erwachen der Seelen.

Thomas Meyer, Wiesbaden, am 17. Mai 2020

 

_________________________

1  Siehe: Thomas Meyer, Welten-Irre oder Raffaels letztes Bild, Basel 2017.


Kategorie: Editorial, News

The Present Age Volume 5 / No. 9/10 May/June 2020

15.05.2020

Contents

Editorial
World Dictatorship, Prophecies and the Jolt towards the Spirit

Beyond Surprise
Some Reflections on the Corona Crisis
T.H. Meyer

A Letter to the Future
James Corbett

He Seems like a Guardian of Saturn …
Countess von Keyserlingk on D.N. Dunlop

Anti-Corona 2020
Martin Meyer

“…the diseases we suffer on earth are visitations from heaven”
COVID-19 and the Cosmos
Terry Boardman

Free Spiritual Life – or the Prohibition of Thinking (Part One)
Lecture by T.H.Meyer, 28 October 2019 in Chur, Switzerland

LETTER FROM STOURBRIDGE
The Incarnation of Ahriman – When and Where? (Part Two)
Terry Boardman

DOTS … to COVID-19

May/June Calendar

Coronavirus, Epidemics, and Vaccine Terrorism with Jon Rappoport (Part One)
Interview by Catherine Austin Fitts

Health and Vaccines
Philip Incao, M.D.

Vaccinations: From Childhood Diseases to the Flu?
Daphné von Boch, M.D.

THE VIEW FROM BEIJING
“Christ in a False Form, in False Imaginations”
Martin Barkhoff

“They heard me but they could not understand me”
Alexander Caspar

FORUM

The New Revelations of the Spirits of Personality
Harald Herrmann

Readers’ Letters

Imprint

Another Age
William Riggins

 

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Kategorie: TPA archives, TPA current

World Dictatorship, Prophecies and the Jolt towards the Spirit

15.05.2020

No world dictator would have been able to achieve in a few weeks what the “virus”, against which no remedy has allegedly yet been found, has been able to achieve in such a short time: school closures, the banning of public gatherings, theatre, concert and cinema performances, and visits to restaurants. Closed frontiers, closed bars, and at the few open shops and pharmacies the notice that payment will only be accepted with contactless cards. Economies shut down. No international decision could have had so much psychological propaganda for the long-planned global abolition of cash. This is a corona dictatorship still just short of forced vaccination. Overnight everything else, such as climate change and 5G, has become an unimportant secondary question. But there are also good things to report: NATO’s gigantic NATO “Defender 2020” manoeuvres have been cancelled!
And sober explanations of the medical exaggerations have been provided by Profs. Sucharit Bhakdi, Knut Wittkowski, John Ioannidis and Dr Shiva Ayyadurai1.
The deeper background to the crisis is obviously many-sided and hidden. Why was a scenario gamed in October 2019 in New York, which corresponds to the actual coronavirus crisis? (https://www.voltairenet.org/article209128.html)

We shall leave the explanation of this background to others. Instead, we shall just point out that in his sci-fi novel The Eyes of Darkness, American author Dean Koontz wrote already in 1981 about a virus that would break out first in the Russian city of Gorki, but in the 1989 edition this was changed to Wuhan.
When the coronavirus began to spread in the West, it was claimed by some that this book The Eyes of Darkness also seemed to prophesy that a dangerous bioweapon would unleash a fatal illness attacking the lungs in the year 2020, but we soon learned that in reality this claim resulted from a conflation of Koontz’s novel with another book – End of Days: Predictions and Prophecies About the End of the World, which was published in 2008 by an American clairvoyant, Sylvia Browne, who collected many ‘end-times’ prophecies, to which at the end she added some of her own, among them that around the year 2020 a lethal epidemic involving inflammation of the lungs would spread around the whole world.
It is noteworthy at this juncture not only to point out that this is the year in which we are living but also that to recall that over a hundred years ago Rudolf Steiner indicated that “not long after people have been writing the date 2000, a kind of prohibition of thinking around the world will be declared from the West”, the beginnings of which he saw in materialistic medicine. In this context Steiner seemed to have pointed to the year 20202. His prophecy provides the concrete spiritual background to that of Sylvia Browne.

*

An awful symbol for the killing out of all spiritual impulses is accompanying the ban on thinking: in various countries, most recently in Switzerland, starlings have been falling in droves from the sky in a matter of seconds, regularly in areas where 4G or 5G is increasing. There is a video on this that is very worth seeing.3
The last case in this documentary occurred in the Mormons’ Salt Lake City, which was declared the second US test region for 5G after New York.
Swiss President Sommaruga tried to shake up the population after the latest emergency measures: “Now a jolt must go through the country.” The jolt to maintain solidarity in keeping away from other people (“social distancing”). The real jolt in our life, however, is the step towards the threshold of the spiritual world. This leads to waking up from the materialistic illusions of life. Without this jolt, the Corona crisis can be overcome in appearance only.

T.H. Meyer, March 2020

_________________________

1  Bhakdi: https://www.youtube.com/watch?v=JBB9bA-gXL4

Wittkowski: https://www.youtube.com/watch?v=lGC5sGdz4kg, Ioannidis: https://www.youtube.com/watch?v=d6MZy-2fcBw

Ayyadurai: https://www.youtube.com/watch?v=d6MZy-2fcBw

2 In the print version of the lecture of April 4 1916 (GA 167) at this point the date 2200 appears, but this does not fit with “not long after people have been writing the date 2000”. Martin Barkhoff expressed the view years ago that this must have been misheard or wrongly written down and that in fact Steiner must have meant 2020.

3 https://www.youtube.com/watch?v=TZuPeymQjuM&feature=youtu.be


Kategorie: TPA Editorial

Weltdiktatur, Prophezeiungen und der Ruck nach dem Geist

10.04.2020

Kein Welt-Diktator hätte in wenigen Wochen erreichen können, was dem «Virus», gegen das angeblich noch kein Kraut gefunden wurde, in kürzester Zeit gelang: Schul-Schließungen, Versammlungsverbot, keine Theater- und Kinovorstellungen, keine Konzerte und Restaurantbesuche. Dichte Grenzen, leere Lokale, bei den wenigen offenen Läden oder Apotheken die Weisung, nur mit ansteckungsloser Kreditkarte zu bezahlen. Kein internationaler Beschluss hätte soviel Psychowerbung für die unter anderem längst geplante globale Abschaffung des Bargelds machen können. Corona-Diktatur bis zur Zwangs-Impfung. Alles andere ist über Nacht zur unwichtigen Nebenfrage geworden: Klimawandel, 5G. Doch auch Gutes ist zu vermelden: Das gigantische NATO-Manöver «Defender 2020» ist geplatzt, abgesagt! – Eine nüchterne Aufklärung der medizinischen Aufbauschung bietet Dr. Wolfgang Wodarg (https://www.wodarg.com).
Die tieferen Hintergründe der Krise sind offenbar vielfältig und verschleiert. Warum wurde im Oktober 2019 in New York ein Szenario durchgespielt, das der echten Corona-Krise entspricht? (https://www.voltairenet.org/article209128.html)
Wir überlassen die Klärung dieser Hintergründe Anderen. Wir möchten stattdessen nochmals darauf aufmerksam machen, dass Dean Koontz in seinem Science-Fiction Roman The Eyes of Darkness bereits 1981 von einem Bio-Virus sprach, der zunächst im russischen Gorki, ab den Auflagen von 1989 aber in Wuhan ausbrechen würde. Wir haben die einschlägige Textpassage im letzten Editorial zitiert.1
Das von uns ebenfalls gebrachte und auf der angegebenen Webseite gleichfalls reproduzierte Zitat über eine gefährliche Biowaffe, die eine lungenentzündungsähnliche tödliche Krankheit für das Jahr 2020 prophezeit, stammt, wie wir erfuhren, in Wirklichkeit aus einem anderen Buch: Aus Sylvia Browne’s Prophecies. Es handelt sich um ein 2008 erschienenes Werk einer amerikanischen Hellsichtigen, die viele Endzeit-Prophezeiungen sammelte, denen sie am Ende ihre eigne hinzufügt: Unter anderem, dass sich um das Jahr 2020 eine tödliche lungenentzündungsähnliche Krankheit um den ganzen Globus breiten würde.
Bemerkenswert an diesem Termin ist nicht nur, dass es unser eigenes Jahr ist, bemerkenswert ist auch, dass Rudolf Steiner vor über hundert Jahren darauf hinwies, dass «nicht lange, wenn man das Jahr 2000 geschrieben haben wird», aus dem Westen eine Art Denkverbot über die Menschheit losgelassen würde, dessen Anfänge er in der materialistischen Medizin erblickte. Steiner wies in diesem Kontext präzisierend auf das Jahr 2020 hin.2
Die Steiner‘sche Prophezeiung verleiht derjenigen von Sylvia Brown den konkreten spirituellen Hintergrund.

Schauervolles Sinnbild für das Töten aller geistigen Impulse, von dem das Denkverbot begleitet wird: Es fallen in verschiedenen Ländern, jüngst in der Schweiz, scharenweise Stare in Sekundenschnelle vom Himmel, und zwar regelmäßig in Gebieten wachsender G4- oder G5-Aufrüstung. Dazu existiert ein sehr sehenswertes Video.3
Der letzte Fall in dieser Dokumentation ereignete sich im mormonischen Salt Lake City. Diese Stadt wurde neben New York zum zweiten US-Testgebiet für 5G erklärt.
Die schweizerische Bundespräsidentin Sommaruga suchte die Bevölkerung nach den jüngsten Not-Maßnahmen aufzurütteln: «Nun muss ein Ruck durch das Land gehen.» Der Ruck zum solidarischen Abstandhalten. Der wahre Ruck unseres Lebens besteht aber in dem Hintreten an die Schwelle der geistigen Welt. Er führt zum Aufwachen aus den materialistischen Lebensillusionen. Ohne diesen Ruck lässt sich auch die Corona-Krise nur zum Schein bewältigen

Thomas Meyer

_________________________

1  Siehe https://v1019.com/2020/03/10did-author-dean-koontz-predict-coronavirus-in-80s-suspense-thriller/

2  In der Nachschrift in GA 165 steht zwar an dieser Stelle 2200, was aber nicht zu dem Ausdruck passt «nicht lange, wenn man das Jahr 2000 geschrieben haben wird». Martin Barkhoff vertrat schon vor Jahren die Auffassung, dass es sich hier um einen Hör- oder Übertragungsfehler handeln müsse und wirklich 2020 gemeint sei.

3 https://www.youtube.comwatch?v=TZuPeymQjuM&feature=youtu.be


Kategorie: Editorial, News

Europäer April/Mai 2020 (Jg 24 / Nr. 6/7)

10.04.2020

Editorial: Weltdiktatur, Prophezeiungen und der Ruck nach dem Geist

«Der Jünger, den der Herr lieb hatte»
Thomas Meyer

Sterne und Menschheit
Vortrag von Toni Völker

Ein Gespräch in Chartres
Catherine Austin Fitts und
Thomas Meyer

Lily Koliskos Biographie von Eugen Kolisko
Norbert Glas

Staatliche Unterdrückung der Meinungsfreiheit?
Gerald Brei

Zum mechanischen Okkultismus
Ricarda Murswiek

VON PEKING AUS GESEHEN
Christliche und entchristlichte Gesellschaft
Martin Barkhoff

Eine deutsche Frau sieht USA
Fortsetzung über Benjamin Franklin
Monica von Miltitz

Rudolf Steiner und Johanna von Keyserlingk
Christian Lazaridès

Eine Ahasver-Gestalt
Werner Schäfer

BUCHBESPRECHUNG

LESERBRIEF

Impressum

 

Ergänzung in letzter Minute:
Unbedingt sehenswerte Corona-Analyse von Ernst Wolf über den «finanzfaschistischen» Coup: https://www.youtube.com/watch?v=aYZ2gVs9U7o

 

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

T.H. Meyer: What is Public Opinion?

23.03.2020

A Consideration from exoteric and spiritual scientific perspectives

in her introduction: what is public opinion?
I propose to deal with the topic in two parts. The I propose to deal with the topic in two parts. The first will be exoteric and the second will be from a spiritual scientific perspective. I do not want to go about it in an abstract and theoretical way, but rather introduce some symptomatic examples of what one can understand by the term “public opinion”.

Read more: What is Public Opinion?

 

 

Translated by Terry Boardman

 


Kategorie: Articles in English, Europäer (english), Various Items (english)

Thomas Meyer: Was ist öffentliche Meinung?

23.03.2020

Eine Betrachtung aus exoterischer und aus geisteswissenschaftlicher Sicht
Wir haben es mit einem besonders aktuellen Thema zu tun: Was ist öffentliche Meinung?
Ich habe mir vorgenommen, das Thema in zwei Teilen zu behandeln. Zuerst exoterisch, dann aus geisteswissenschaftlicher Perspektive. Ich möchte dabei nicht abstrakttheoretisch vorgehen, sondern ausgewählte symptomatische Beispiele für das anführen, was man unter «öffentlicher Meinung» verstehen kann

Weiterlesen: (Was ist öffentliche Meinung?)


Kategorie: Kultur, Zeitgeschichte

Europäer März 2020 (Jg 24 / Nr. 5)

10.03.2020

Editorial: Wuhan 400 und die Geheimhaltung des Spirituellen

Was ist Erkenntnis?
Thomas Meyer

Toni Völker (1873–1938)
Eine Mitteilung von
Johanna Gräfin von Keyserlingk

Hingabe und Lauterkeit
Ergänzung zu Toni Völker
Thomas Meyer

Europäisches Parlament auf Abwegen
Gerald Brei

Selbstvernichtung des deutschen Volkes?
Angelika Eberl

Eine deutsche Frau sieht USA
Boston und Concord
Monica von Miltitz

Edward Hopper
Ausstellung in Riehen
Ruedi Bind

Ein Ketzergericht beginnt
Martin Barkhoff

BUCHHINWEIS

LESERBRIEF

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Kategorie: Europäer-Archiv

Wuhan 400 und die Geheimhaltung des Spirituellen

10.03.2020

Ein Freund sandte mir den Hinweis auf den Science-Fiction Roman The Eyes of Darkness von Dean R. Koontz, einem der auflagenstärksten US-Schriftsteller. Das Buch war bereits 1981 erschienen.
In dem genannten Werk figuriert ein chinesischer Wissenschaftler, der in die USA übersiedelte und eine Diskette mit Informationen zur wichtigsten Biowaffe der letzten zehn Jahre mitnahm: Er sagt: «Sie nennen die Sache ‹Wuhan 400›, denn sie wurde in den RDNA-Labors außerhalb von Wuhan entwickelt. Es war der 400. Strang von menschengemachten ‹Mikro-Organismen›, die in dem Forschungszentrum hergestellt wurden.»
Und an anderer Stelle: «Um etwa 2020 wird sich weltweit eine der Lungenentzündung ähnliche Krank- heit verbreiten. Sie wird Lungen und Bronchialgefäße attackieren und allen bekannten Heilmethoden trotzen.»

Die Parallelen sind frappant. Insbesondere die Nennung des Jahres 2020 – in einem Roman, der im Jahre 1981 erschienen war, also vor 39 Jahren!
Vor drei Jahren wurde in Wuhan in der Tat ein Forschungszentrum zur Entwicklung einer hochgefährlichen Biowaffe eröffnet. Reichte dessen Ursprung in den Beginn der 80er Jahre zurück?
Oder vergab der «deep state» schon damals Ideen in dieser Richtung, um die Welt auf von langer Hand Geplantes einzustimmen, etwa via Hollywood-Filme oder Science-Fiction Romane? Ein Beispiel aus jüngerer Zeit: Im Juni 2001 war ein Pearl Harbor Film verbreitet worden, der die psychologische Voraussetzung schuf, um auf die «surprise attack» von 9/11 hereinzufallen.
Kein Wunder jedenfalls, dass der Roman von Koontz derzeit wieder enorme Nachfrage erfährt.

Abschied von der «neutralen» Schweiz
Die Enthüllungen um den «Crypto»-Skandal belegen, dass die offizielle Schweiz seit Jahrzehnten respektvoll vor den Gessler-Hüten von Geheimdiensten (CIA/BND) in die Knie ging.
Bei der Aufdeckung der Fichen-Affäre um den Schweizer Geheimdienst zu Beginn der 90er Jahre hatte sich ein Vertreter der CIA erregt: «Er könne nicht verstehen, wie wir dazu kämen, derart empfindliche Informationen der Öffentlichkeit bekanntzugeben.»1
Die Fichen waren angelegt worden, um nicht-konforme Staatsbürger mit gefährlichen Linksneigungen zu bespitzeln. Als die Sache publik wurde, fürchteten die US-Dienste offenbar auch um die Aufdeckung ihrer Crypto-Spur in «schweizerischen» Gewässern.
Davon blieben sie fast 30 Jahre lang verschont – bis heute.
Geheimhaltung aus Machtgründen ist eine Signatur des Zeitalters. Sie ist ahrimanischer Prägung.
Zur Zeit der Inkarnation Luzifers in China wäre sie unvorstellbar gewesen. Ihre schlimmste Form ist die Geheimhaltung der Realität des Spirituellen. Diese weltweit praktizierte Geheimhaltung ist der gefährlichste Virus unserer Zeit. Sie muss offengelegt werden, soll es eine menschenwürdige Zukunft geben.

Thomas Meyer

_________________________

1  WOZ, 6. März 1992.


Kategorie: Editorial, News

The 9/11 Truth Movement and its Cognitive Deficit

02.03.2020

Just in time for 11 September, Catherine Austin Fitts published an interview with her and the editor of this magazine in Copenhagen in March 2019.1    
The focus of the conversation was Niels Harrit, a Danish emeritus chemistry professor. Harrit investigated the nano-thermite residues in the towers of the World Trade Centre. The results strongly contradicted the official version with its windy explanations of the causes of collapse (aircraft fuel, etc.). He also reveals the key role that NATO and its Secretary General played in the days following the attacks in Brussels.
Just as timely was a major event in commemoration of the 18th anniversary of the disaster in New York which was held in Zurich, in which Niels Harrit also participated alongside Richard Gage and Daniele Ganser and others. No local press were present, of course; at any rate there was no subsequent reporting of the event.
Ganser is well-known to readers of Der Europäer and The Present Age, not least because of the event held at the Scala in Basel in March 2018, which kicked up a lot of dust: a whole group of “Anthroposophists” who wanted to be influential, then met to brand the organisers and speakers “conspiracy theorists”, but only revealed their own collective glaring ignorance of, and aversion to, the facts.
This did not in the slightest hold up stalwart seekers of truth, as was evident at the recent Zurich event with Daniele Ganser, a former Waldorf student.
The appearance in Zurich of Richard Gage represented the persistent demand over many years for new investigations of 9/11 – a demand that uses the collapse of Building 7 (controlled demolition) as the lever for such new investigations. We will report on this Zurich event in the next issue.
The US writer and commentator Paul Craig Roberts – a former finance minister under ex-President Reagan – wrote on 4 September 2019: “A research team at the University of Alaska’s Department of Civil and Environmental Engineering” [concluded that] “fire did not cause the collapse of WTC 7 on 9/11” [and that] “the collapse of WTC 7 was a global failure involving the near-simultaneous failure of every column in the building”. Finally – the first academic critical investigation2! The mainstream press has until now maintained silence about this.Roberts suspects that the findings were immediately swallowed up by the “memory hole” …

The demand for spiritual knowledge
Why is engaging with 9/11 still so important? Because what may well turn out to be the worst of events occurring at the very beginning of the third millennium is such a devilish piece of work that it urgently calls for a much more fundamental confrontation with evil and its role in the world. Part of this demand is that supersensory realities that have long been researched by spiritual science are taken seriously: for example, the world of phantoms, spectres and demons, which have been referred to in this magazine several times3.
The 9/11 truth movement has until today avoided this confrontation despite all the services it has rendered to the exposure of the lies. But the necessary knowledge of evil is the most important consequence of those terrible events. Unfortunately, the 9/11 movement is also infected by the contemporary fear of the spirit that has now reached epidemic proportions. If the movement understands its educative impulse aright, it will have to learn to face anti-spiritual terror within the mind just as courageously as it does external terror and its manifold disguises.
Incidentally, Switzerland, which is, unfortunately, very much in the vanguard in spreading the new 5G technology, is experiencing increasing protests against it. A public demand for a referendum took place in Bern on 21 September4, which is more worthy of Switzerland than unconscionable business dealings in the new technology.

T.H. Meyer

_________________________

1  https://home.solari.com/solari-report-special-truth-telling-9-11-with-dr-niels-harrit-thomas-meyer

2 https://ine.uaf.edu/wtc7

3 See Rudolf Steiners lecture of 9 June 1908 (from GA 101)

4 https://news.yahoo.com/health-fears-prompt-swiss-5g-revolt-031507130.html

 


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 5 / No. 7/8 October/November 2019

01.03.2020

Contents

Editorial
The 9/11 Truth Movement and its Cognitive Deficit

Michael’s Cosmic Sabbatical
T.H. Meyer

He Seems like a Guardian of Saturn …
Countess von Keyserlingk on D.N. Dunlop

If you want to approach the Grail
Peter Stühl

Intuitive Knowledge
Thoughts from the year 1924 by W.J. Stein

On the Road with Rudolf Steiner
From: “Conversations and Encounters with Rudolf Steiner” (Part Five)

A Short Trip with Rudolf Steiner
by Dr. Stefan Engel

The Confrontation with Evil in Goethe’s Faust
T.H. Meyer

LETTER FROM STOURBRIDGE
The Incarnation of Ahriman – When and Where? (Part One)
Terry Boardman

FORUM

The New Revelations of the Spirits of Personality
Harald Herrmann

THREEFOLDING: 100 YEARS
Karl Heyer: Esoteric Foundations and Aspects of Social Threefolding
Indications by Rudolf Steiner

October/November Calendar

Ukrainian Lessons
Andrei Nikitin

The Absurdity of the Climate Religion
Gerald Brei

Social Future and “Fridays for Future”
Heidrun Christner and Christel Traut

Conference in Zurich on the Events of 11 September 2001
Gerald Brei

A Sevenfold Form…
Wilfried Hammacher

Readers’ Letter

Book Review

Thoughts on the Year 1721
Jens Göken

Imprint

The Innocence of the Eye
Jasminka Bogdanovic

Roland Dunkel
Ruedi Bind

 

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Price: 22 CHF


Kategorie: TPA archives, TPA current

Thomas Meyer: Täuschungsmanöver und Weltpolitik

10.02.2020

Russland wird politisch und spiritistisch umworben
Am 16. Juli 1914 stach das Schlachtschiff La France von Dunkirchen Richtung Petersburg in See. An Bord befand sich der französische Präsident Raymond Poincaré und sein Regierungschef René Viviani. Es war zwei Wochen nach der Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand und fast zwei Wochen vor dem Ablauf des am 23. Juli erlassenen Ultimatums Österreichs an Serbien.

Weiterlesen: (Täuschungsmanöver und Weltpolitik)


Kategorie: Zeitgeschichte

Amerika und der Impuls der Anthroposophie

10.02.2020

In den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde eine deutsche Frau dazu aufgefordert, eine Amerikareise zu unternehmen, um den Amerikanern das wahre Wesen Deutschlands und des Deutschtums näherzubringen.
Die Rede ist von Monica von Miltitz, die unseren Lesern bereits bekannt ist. Miltitz war die Bewohnerin eines Schlosses, das geradezu ein Symbol ist für das wahre, tiefere Deutschland: Schloss Siebeneichen bei Dresden. Hier verkehrten Fichte und Novalis oder Körner, um nur die Prominentesten zu nennen. Die Einladung ging von einer unbefangenen amerikanischen Besucherin aus. «Was ist das deutsche Geheimnis, das uns anrührt?», fragte sie. «Was ist es, was vertraut und doch fremd ist?» Die Reise wurde ein voller menschlicher und kulturverbindender Erfolg.
Miltitz legte ihre Erfahrungen in einem so gut wie verschollenen Buche nieder: Eine deutsche Frau sieht U.S.A. Wir bringen in dieser Nummer einen Teilabdruck daraus.
Eine Reise aus ähnlicher Gesinnung unternahm im Jahre 1939 Eugen Kolisko, der geniale Schüler Rudolf Steiners, über die er nach seiner Rückkehr in bedeutenden Aufsätzen berichtete1. Sie endete mit der Gründung eines «Faust Branch» in Sacramento.
Heute stehen wir an einer scharfen Wende. Sie hängt mit dem verlogenen Interesse an der anthroposophischen Bewegung von Seiten führender Vertreter des Mormonentums zusammen. Dieses hat bekanntlich in Salt Lake City und der Brigham Young University seinen Schwerpunkt, von dem aus Amerika und die ganze Welt erobert werden soll. Darüber gibt es ein informatives Buch von Charles L. Wood, das dringend ins Deutsche übersetzt werden sollte.2
Die Mormonenideologie ist reine Anti-Anthroposophie. Sie propagiert den Glauben an eine physische Verkörperung Christi in den USA. Die finanzstarke Bewegung ist strikt männlich-autoritär geführt, besitzt umfassendste genealogische Datenbanken und organisiert massenhaft Taufrituale für Verstorbene. Ein Opfer des grenzenlos arroganten Taufwahnes – nur mormonisch Getaufte können nach dem Tod in den Himmel –, war auch Rudolf Steiner, der vor 28 Jahren am 22. Januar 1992 ebenfalls getauft worden war!3
Mehr noch: Ein akademisch tätiger Mormone figuriert mit seiner pseudo-wissenschaftlichen SKA seit Jahren, unter lautem Beifall prominenter «Anthroposophen», auf den letzten Seiten des GA-Gesamtkataloges! Zu guter Letzt: Mormonen unterstützen den untermenschlichen «Transhumanismus».4
Johanna Gräfin von Keyserlingk hatte nicht lange vor der Amerikareise von Monica von Miltitz eine Art prophetischer Vorschau auf den mormonischen Vormarsch gegen Anthroposophie. Wir veröffentlichen ihren kurzen Bericht in dieser Nummer.
Alles kein Wunder: Für den Zeitpunkt des erneuten Wirkens der Individualität Rudolf Steiners in Amerika haben anti-michaelische Gegnerschaften sich seit langem gerüstet. Die Speerspitze dieser Gegnerschaften kann im heutigen Mormonentum gesehen werden.
Es steht jedem frei, zu wählen, auf welcher Seite er sich an diesem Geisteskampf beteiligen will.

 

Thomas Meyer

_________________________

1  Eugen Kolisko, Die Mission des englischsprachigen Westens, Basel 2014.

2 The Mormon Conspiracy – A Review of Present Day and Historical Conspiracies to Mormonize America and the World, Black Forest Press, 2004.7

3 Siehe: Der Europäer, November 2013.

4 https://news.yahoo.com/health-fears-prompt-swiss-5g-revolt-031507130.html


Kategorie: Editorial, News

Europäer Februar 2020 (Jg 24 / Nr. 4)

10.02.2020

Editorial: Amerika und der Impuls der Anthroposophie

Jenseits der Gegensätze
Thomas Meyer

Vormarsch der Mormonen
Vision von Johanna Gräfin von Keyserlingk

Welch ein Glücksfall!
Eine Mormonen-Satire

Eine deutsche Frau sieht USA
Monica von Miltitz

Zur anthroposophischen Bewegung
Martin Barkhoff

Aus der Perspektive Russlands
Christel und Torsten Traut

BUCHBESPRECHUNG

LESERBRIEFE

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Kategorie: Europäer-Archiv

Europäer Dezember/Januar 2019/20 (Jg 24 / Nr. 2/3)

11.12.2019

Editorial: 5G, Tao und die moderne Geisteswissenschaft

Freies Geistesleben – oder Denkverbot
Thomas Meyer

Die Sixtinische Madonna
Ricarda Meyer

Tod und Geburt als Weihnachtsereignis
Mario Betti

«Sie hörten mich wohl, 20 verstehen konnten sie mich nicht»
(R. Steiner)
Alexander Caspar

VON PEKING AUS GESEHEN
Christus in falscher Gestalt
Martin Barkhoff

Herman Melville
zu seinem 200. Geburtstag
Gerald Brei

Israel und Palästina
Martin Meyer

Faust
Monica von Miltitz

Novalis
Hans Börnsen

Von der Schönheit
Reto Andrea Savoldelli

BUCHBESPRECHUNG

LESERBRIEFE

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Kategorie: Europäer-Archiv

The Present Age Volume 5 / No. 6 September 2019

11.12.2019

Contents

Editorial
Impressions from a trip to the North

“Fioritura” – Florescence
Martin Meyer

Saharabbi or the Beginning and End of Kali Yuga
A spiritual journey by Countess Johanna von Keyserlingk under the direction of Rudolf Steiner

The Emergence and the Meaning of Kali Yuga
An aphoristic commentary by T.H. Meyer

Samuel Beckett on “The Philosophy of Freedom”
T.H. Meyer

The Loosening of the Etheric Heart since 1721
Harald Herrmann

THREEFOLDING: 100 YEARS
Karl Heyer: Esoteric Foundations and Aspects of Social Threefolding
Indications by Rudolf Steiner

September Calendar

The Solari Report, Copenhagen
T.H. Meyer and Niels Harrit
28 March, 2019

Are There Any Swiss Left in Switzerland?
Aphoristic Thoughts for the National Day
T.H. Meyer

Encounters
During My Anthroposophical Studies
Olaf Koob M.D.

Imprint

 

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Price: 14 CHF


Kategorie: TPA archives, TPA current

5G, Tao und die moderne Geisteswissenschaft

11.12.2019

Impressionen von einer Vortragsreise nach China

Wie schon vor einem Jahr gab es auch diesen Herbst eine Gelegenheit zu einem zweiwöchigen Chinabesuch. Die erste Station war diesmal Shenzhen. Diese Stadt, etwa 100 km südlich von Honkong gelegen, ist heute die viertgrößte Stadt Chinas. Entstanden ist sie allerdings erst vor 38 Jahren! Es war in der ersten Nach-Mao-Zeit. Shenzhen entwickelte sich zu einer Metropole der hypermodernen Technologien. Hier wurde die unheilvolle 5G-Technologie erstmals entwickelt, durch den Techno-Giganten Huawai und nicht in den USA, wie man erwarten könnte.
Man befindet sich hier gewissermaßen auf der Speerspitze modernster Inven-
tionskraft.
Das vom Chinesen Wei Zheng arrangierte viertägige Seminar fand also in einer besonderen Stadtatmosphäre statt. Schon das Thema «Die Anthroposophie als modernste Erscheinungsform des Taoismus» stellte den denkbar größten Kontrast zu ihr dar.
Doch solche Kontraste sind essentiell: Wo der Materialismus mit seiner bornierten Super-Intellektualität am stärksten blüht, da kann nicht genug für den umfassenden Geist der Geisteswissenschaft gewirkt werden. Vier Waldorfschulen und eine Lehrerausbildungsstätte zeugen von solchem Wirken. Die etwa 30köpfige Zuhörerschaft war äußerst aufmerksam. Die Bitte, die natürlich hier erst recht verbreiteten Handys erst nach Abhalten des Unterrichts wieder einzuschalten, verfehlte ihre Wirkung nicht.
Die Darstellung führte über eine Skizze der spirituellen Weltevolution, wie sie in Steiners Geheimwissenschaft im Umriss, die mittlerweile auf Chinesisch übersetzt wurde, geschildert wurde, in die frühe atlantische Zeit.
Es war die Zeit der Ich-Geburt, in der die Geister der Form die Menschenwesen aus der Sonne herab mit dem Ich-Funken begabten. Diese Geister der Form wurden vom Atlantier als «der Große Geist» verehrt. Und der Klang TAO ertönte im Hinblick auf ihn und aus ihm heraus. Es war die Wurzelzeit am Baum des TAO-Erlebens der Menschheit.
Viel später, während der griechischen Michaelzeit, in der Plato und Aristoteles wirkten, entstand in China das tiefgründige Taoteking von Laotse. Es entsprach gewissermaßen der Blattbildung dieses Baumes ewiger, geistgetragener Entwicklung.
Ich konnte den Zuhörern ein schönes Gedicht von Bertolt Brecht vortragen lassen, welches die Entstehung des Taoteking beschreibt und zu meiner und der meisten Hörer Überraschung ins Chinesische übersetzt wurde. Ein kleiner Tribut eines mitteleuropäischen Dichters an die alte chinesische Spiritualität.
Die transdualistische Erlebnisweise des Tao pflanzte sich auch in Mitteleuropa fort. Der Stamm dieses Baumes lebte im Schaffen Goethes fort, der in seinem «Hymnus an die Natur» laut Steiner von einer «Tao-Empfindung» getragen war. Steiner forderte, dass dieser Empfindungsinhalt ins volle Bewusstsein getragen werde. Das tat er bereits in seinen Grundwerken. Die Philosophie der Freiheit geht konsequenterweise nicht von irgendwelchen Gegensätzen oder Begriffen aus, sondern von dem «Naturwesen in uns», das sich als die Fähigkeit zum Denken entpuppt.
Erscheint bei Goethe eine Arte Blüte des Taoimus, so bei Steiner die modernste Frucht desselben.
Konkrete Fragen würzten die gemeinsame Arbeit, die fortgesetzt werden wird.

Der finsteren Seite der Stadt entsprechend wurden in diesen Tagen auch aus den USA importierte Angriffe auf die Anthroposophie in China erörtert, die erneut als unwissenschaftlich eingestuft wird, wie dies auch die neuen Steiner Studies anstreben, die ab Januar 2020 erscheinen werden. Deren Hauptherausgeber Helmut Zander und Christian Clement haben allerdings nicht einmal einen klaren Begriff von dem, was wissenschaftliches Streben als solches ist, nämlich die Synthetisierung von Wahrnehmung und Begriff – gleichgültig, auf welchem Gebiete die Wahrnehmung liegt. Sie setzen willkürlich Wissenschaft mit Natur-Wissenschaft gleich und sind daher nicht dazu berufen, der Geisteswissenschaft den Wissenschaftscharakter abzusprechen. Der gleiche Geist, der in der hypermodernen 5G-Technik wirkt, sucht auch die von Steiner entwickelte Geisteswissenschaft zu diffamieren. Und dazu hat er geeignete Reineckes gefunden. Mögen wahre Anthroposophen diesen Sachverhalt durchschauen.

Ben Cherry, Begründer der chinesischen Waldorfschulen
Die nächste Station war Chengdu, in der Provinz Sichuan (Sezuan). Die Millionenstadt liegt in der Nähe Tibets, weshalb hier viele Exiltibeter anzutreffen sind.
Das wichtigste Ereignis vor dem zweitägigen Seminar über das TAO war die Begegnung mit Ben Cherry.
Der 1947 in Schottland geborene Cherry absolvierte die Eliteschule von Eton, deren Erziehungskorsett er später energisch abschütteln musste. Nach einem Studium in Cambridge befasste er sich mit vielen spirituellen Wegen, bis er der Anthroposophie begegnete, für die zu wirken sein Lebensziel wurde. Er regte 1994 in einem Teehaus in Chengdu in einem Gespräch mit den Besitzern zur Gründung einer Waldorfschule an. 2004 wurde ein Kindergarten eröffnet, ein Jahr später die erste Schule in Chengdu. Es ist von großer symptomatischer Bedeutung, dass Ben Cherry nicht nur dem britischen Erziehungs-Establishment den Rücken kehrte, sondern auch zum Pionier einer Bewegung in China wurde, die diesem Land und Volk etwas ganz Anderes zu bieten hat als unselige Opiumkriege, welche es im 19. Jahrhundert wirtschaftlich und physisch-seelisch zerrütteten.
Die inzwischen stark gewachsene Waldorfbewegung (rund 80 Schulen) ist so etwas wie ein karmischer Ausgleich für die tiefgreifenden Schäden, die der Westen in China angerichtet hatte.

Thomas Meyer, 12. November 2019, Shenzhen


Kategorie: Editorial, News

Impressions from a trip to the North

11.12.2019

On this trip I was fortunately able to escape the gaudy Swiss national day celebrations. The confederative cantons (Eidgenossen) – once named conspirati, oath-takers in the old spiritual league –were beginning to disappear into the far distance. New horizons were opening up. Finland welcomed this traveller. First the good news: Finland is not in NATO, unlike Norway and Denmark. 70% of Finns are against it, even though the Finnish government continually makes efforts to join NATO.
North of the 60th degree of latitude a different climate prevails, and also a different mental climate. From various sides I was referred to the Kalevala, the great epic of the Finns. It spans a greater period of time than all other European myths. It reaches back to the Hyperborean period, when the sun was still united with the earth, when there was yet no separation of the genders and a pure solar impulse prevailed. The Greeks knew that their sun god Apollo visited the Hyperborean regions in winter, which could not be reached either by ship or by land. Delphi was an offshoot of the original Norse mysteries.
It is easier to breathe in the breadth of this spirit. It is no coincidence that the Finn Pekka Ervast invited Rudolf Steiner to Helsinki where he gave the course on the spiritual hierarchies (GA 136). Ervast later wrote the book “The Key to the Kalevala” and wrote a play about H.P. Blavatsky for the 100th anniversary of the birth of H.P.B., which was performed in Helsinki in 1931. Blavatsky is, spiritually, undoubtedly the most important personality in the period prior to Steiner’s work.
A seminar lasting several days with the most attentive participants – including a large number of teachers – devoted itself in the Waldorf School in Helsinki to the many aspects of the impulse and to the world of The Philosophy of Freedom. After all, this was the work that Steiner said would last for millennia.
In parting, I received a magical gift of coloured felt figures from the Mariatta episode in the Kalevala. Heart-warming, like everything beyond the cold Boreas wind in that Hyperborean land …
On the Sunday of our departure, I was able to speak in the Helsinki branch about the second lecture cycle that Steiner gave in that city. I confined myself to speaking about the “Pearl of Clairvoyance” which was described in it in a unique way, and which represents the end of the ancient clairvoyance as well as the beginning of the new, modern clairvoyance (GA 146).
Finland has a great past, but also a great future. May it withstand all forces that seek to suffocate, freeze and dull its spirit!

At the border with Russia no luggage was examined – except for the gift package with the Mariatta figures. And the face of the customs officer, who had perhaps suspected foreign exchange or cocaine, broke into a gentle smile.
I asked my first question to the taxi driver on the way to the hotel: “What do you think of Putin?” The Solomonic reply was: “Better than Yeltsin.”
St. Petersburg was full of tourists. I took refuge in the little-visited Dostoyevsky Museum, which is superbly and carefully equipped. The only large painting was by Holbein’s work The Corpse of Christ, which he painted in Basel. The novel The Idiot is strongly rooted in it, and the exceptionally ugly painting plays a major role in the novel; even Lenin was fascinated by the painting when he visited Basel in 1916.
The Yussupov Palace was a surprise, full of treasures, with a two-story theatre inside the palace, a concert hall and art galleries. The extensive basement floor was once the bachelor apartment of the very wealthy prince, who prince who, in December 1916, invited Rasputin to a supper there. Shakespearean scenes followed. The cyanide did not work. Yussupov then shot him – in vain. Finally, a British intelligence officer, Oswald Rayner, fired the coup de grace. All of this is openly noted in the text that accompanies the exhibition. Rasputin was the major obstacle to the British intentions to carry out the socialist experiment and to liquidate the Tsar’s family. Rasputin’s words were prophetic: “I fear nothing for myself, but I fear for the people and the royal family, for if I am killed, the people will suffer and the Tsar will disappear.”

The liquidation of Rasputin was as base as the ethos of the Kalevala is noble.
A note of reconciliation suddenly sounded in the Eremitage, in the gallery of works by Rembrandt. I stood there as though spellbound, not because of the numbers of people but because of what radiated from the painting “The Prodigal Son”. Is not every person a prodigal son, who can find his way through all his errors and is therefore especially beloved by the “Father”?
In Tsarskoye Selo finally, I had a conversation with a Russian married couple who were publishers, of whom I shall speak further, in front of a statue that was named Perseus. Stars once again arched over the horizon.

T.H. Meyer

 


Kategorie: TPA Editorial

Europäer November 2019 (Jg 24 / Nr. 1)

12.11.2019

Editorial: Die reine Ätherströmung aller Menschheit

Michaels kosmisches Sabbatical
Thomas Meyer

«November»
Gedicht von Monica von Miltitz

Tagung in Zürich zu 9/11
Gerald Brei

Von der intuitiven Erkenntnis
Walter Johannes Stein

D.N. Dunlop
Johanna Gräfin von Keyserlingk

Johanna von Keyserlingks «Neue Astronomie»
Christian Lazaridès

Gedanken zum Jahr 1721
Jens Göken

Ukrainischunterricht
Andrei Nikitin

Jasminka Bogdanovic «Farbe und Portrait»
Ruedi Bind

FORUM
Maschinen können nicht denken
Eli Bernhard Larsen

Impressum

BUCHBESPRECHUNG

Eine Reiseepisode mit Rudolf Steiner
Dr. Stefan Engel

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

Die reine Ätherströmung aller Menschheit

12.11.2019

Überall erblicken wir Konflikte. Im Politischen, im Wirtschaftlichen, im Zwischenmenschlichen. Das Spektrum reicht von harmlos scheinenden Streitereien bis zu ausgewachsenen Kriegen mit ihren Verheerungen und Zerstörungen. Es wäre unmöglich, eine konfliktlose Gegend der Welt zu nennen, insofern sie von Menschen bevölkert ist.
Wo Konflikt ist, herrscht die Zweiheit. Menschen entzweien sich untereinander, leben aber auch im inneren Zwiespalt. Dieser gehöre eben zum Kern der menschlichen Natur, meinen Viele. Von Kämpfen unter Menschen sprechen die Mythen aller Völker. Aber auch von Kämpfen in der ganzen außermenschlichen Welt. Berichten die Mythen nicht von unzähligen Götterkriegen? Der streitende Mensch befindet sich also sogar in mehr oder weniger guter Götter-Gesellschaft…
Das sei immer so gewesen und werde immer so bleiben, meinen Viele.
Ist dem so? «Immer» bezieht sich auf alles zeitliche Geschehen und Werden. Wie war es aber vor dem «Jetzt» und «Immer», das heißt vor dem Anfang der Zeit?

Schöpfung der Zeit
Darüber dachte schon der große Augustinus in seinen Bekenntnissen nach. Und er stellte die Frage, was Gott denn vor der Erschaffung der Zeit getan habe. Doch da er scharfsinnig bemerkte, dass die Frage in dieser Form gar nicht zu stellen ist, da sie mit ihrem «vor» bereits Zeit voraussetzt, eben bevor sie geschaffen war, antwortete er gleich selbst: Da habe Gott Ruten geschnitzt für unnütze Frager.
Aber Augustinus wollte damit nicht sagen, dass es keine «Zeit» gab, in der keine Zeit war. Dass die Schöpfung insgesamt nicht auch die Schöpfung der Zeit beinhalte.
Auch der griechische Mythos zeigt ein zeitschaffendes Wesen: den Chronos. Aber er zeigt ihn sogleich in Konflikt geraten mit seinem Vater Uranos, den er entmannt.
Hier fügt die moderne Geisteswissenschaft Rudolf Steiners eine sehr essentielle Ergänzung hinzu (25. 8. 1911, GA 129): «Erst mit dem Momente, da die Saturnentwickelung beginnt, setzt die Zweiheit in allem makrokosmischen Wirken ein. Diese Zweiheit deutet die griechische Mythologie dadurch an, dass sie den alten Saturn oder Kronos, wie ihn die alten Griechen nannten, zugleich zum Gegner seines Vaters, des Uranos, macht, und dadurch ist zugleich angezeigt, dass sie sich bewusst ist, dass ursprünglich eine Einheit aller makrokosmischen Kräfte vorliegt.» Und: «Als die Saturnentwicklung begonnen hat, besser gesagt, ‹bevor› sie noch begonnen hat, da ist die Ätherströmung aller Menschheit und aller Erdenentwickelung (…) noch eine einzige, und eigentlich entsteht in dem Momente, wo die Saturnentwickelung einsetzt, der Zwiespalt, die Zweiheit in den Kräften des Makrokosmos.»
Etwas von diesem Zwiespalt lebt von da an in allen Wesen, auch in allen mikrokosmischen Wesen wie dem Menschen fort. Aber ursprünglich war und ist er nicht. Am Ursprung stand die einig-harmonische Ätherströmung der Menschheit. Dieser sollen wir uns wieder zuzuwenden lernen.

Der Lebensstrom der Menschheit
Dies meditierend zu tun, ist ein Kernbeitrag zu jeder, auch aller äußeren Konfliktlösung, zunächst im einzelnen Menschen. Dazu gehört Selbstlosigkeit. Und die Hilfe durch das einzige makrokosmische Wesen, das den Zwiespalt niemals in sich getragen hat, und durch den ihm dienenden sieghaften Geist Michael.

Sieghafter Geist
Durchflamme die Ohnmacht
Zaghafter Seelen.
Verbrenne die Ichsucht,
Entzünde das Mitleid,
Dass Selbstlosigkeit,
der Lebensstrom der Menschheit,
Wallt als Quelle der geistigen Wiedergeburt.

In diesem Spruch Rudolf Steiners (in GA 40) wird von keinem anderen Lebensstrom gesprochen, als von der «Ätherströmung aller Menschheit», die vor aller Entwicklung war. Zu der wir uns, über allen Konflikt hinaus, wahrhaft friedenstiftend, erheben können. Denn wir atmen, wenn auch vielleicht nur für Augenblicke, in der Sphäre vor allem und nach allem Konflikt.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Die 9/11-Bewegung und ihr Erkenntnis-Defizit

10.10.2019

Pünktlich zum 11. September publizierte Catherine Austin Fitts ein Interview, das im März 2019 in Kopenhagen mit ihr und dem Redaktor dieser Zeitschrift stattgefunden hatte.1
Im Mittelpunkt des Gespräches stand Niels Harrit, emeritierter dänischer Chemieprofessor. Harrit hat die Nano-Thermit-Rückstände in den Türmen des WTC untersucht. Das Ergebnis sprach laut gegen die offizielle Version mit den windigen Erklärungen der Einsturzursachen (Kerosinbrand in den Flugzeugen etc.). Er enthüllt auch die Schlüsselrolle, welche die NATO und ihr Generalsekretär in den Tagen nach den Anschlägen in Brüssel spielte.
Ebenso pünktlich fand am 18. Jahresgedenktag der New Yorker Katastrophe in Zürich eine großangelegte Veranstaltung statt, an der Niels Harrit ebenfalls auftrat; neben Richard Gage und Daniele Ganser und Anderen. Keine Presse vor Ort, versteht sich; jedenfalls keinerlei nachfolgende Berichterstattung.
Ganser ist den Europäer-Lesern wohl bekannt, nicht zuletzt von der Veranstaltung im Basler Scala vom März 2018 her, welche viel Staub aufgewirbelt hatte: Eine ganze Reihe von maßgeblich sein wollenden «Anthroposophen» taten sich anschließend zusammen, um die Veranstalter und Redner als «Verschwörungstheoretiker» zu brandmarken, wobei sie gemeinsam ihre brillante Fakten-Ignoranz und -Aversion an den Tag legten.
Den Zug der unentwegten Wahrheitssucher hielt das nicht im Geringsten auf, wie gerade die jüngste Zürcher Veranstaltung mit dem ehemaligen Waldorfschüler Ganser belegt.
Der in Zürich ebenfalls auftretende Richard Gage vertritt seit vielen Jahren hartnäckig die Forderung nach Neu-Untersuchungen von 9/11 und benutzt als Einstieg dazu in erster Linie den Einsturz von Gebäude 7 (kontrollierte Sprengung). Wir werden über diese Veranstaltung im nächsten Heft berichten.
Der US-Publizist Craig Roberts – ein ehemaliger Finanzminister unter Reagan – schrieb zum 11. September 2019: 9/11: «Wissenschaftler der University of Alaska Fairbanks bestätigen die Sprengung von WTC 7». Immerhin die erste akademische kritische Untersuchung!2 Die Mainstream Presse übergeht das bis jetzt mit Schweigen. Roberts vermutet, dass diese Nachricht sofort vom «memory hole» verschluckt worden sei…

Aufforderung zur Geist-Erkenntnis
Warum ist die Auseinandersetzung mit 9/11 nach wie vor so wichtig? Das wohl schlimmste Ereignis zu Beginn des dritten Jahrtausends stellt ein so ungeheuer böses Machwerk dar, dass es die noch viel grundsätzlichere Auseinandersetzung mit dem Bösen und seiner Rolle in der Welt laut herausfordert. Zu dieser Forderung gehört, dass geisteswissenschaftlich längst erforschte übersinnliche Realitäten ernsthaft ins Auge gefasst werden: zum Beispiel die Welt von Phantomen, Spektren und Dämonen, auf die in dieser Zeitschrift mehrfach hingewiesen wurde.3
Die kritische 9/11-Bewegung hat diese Auseinandersetzung trotz all ihrer Verdienste um die Lügen-Demontage bis heute gemieden. Die erforderliche Erkenntnis des Bösen ist aber die wichtigste Konsequenz aus den furchtbaren Ereignissen. Leider ist auch die 9/11-Bewegung von der heute epidemisch verbreiteten Geistes-Furcht angesteckt. Versteht sie ihren Aufklärungsimpuls recht, muss sie de m inneren Anti-Geistes-Terror ebenso mutig ins Auge blicken lernen, wie sie das mit dem äußeren Terror und seiner vielfältigen Camouflage tut.
PS: Die Schweiz, leider sehr führend in der Verbreitung der neuen 5G-Technologie, erlebt zunehmenden Protest dagegen. Am 21. September kam es in Bern zu einer öffentlichen Forderung nach einem Referendum.4 Der Schweiz würdiger als das besinnungslose Geschäftemachen mit der neuen Technologie.

Thomas Meyer

_________________________

1  https://home.solari.com/solari-report-special-truth-telling-9-11-with-dr-niels-harrit-thomas-meyer

2 https://ine.uaf.edu/wtc7

3 Siehe u.a. Rudolf Steiners Vortrag vom 9. Juni 1908 (aus GA 101)

4 https://news.yahoo.com/health-fears-prompt-swiss-5g-revolt-031507130.html


Kategorie: Editorial, News

Europäer Oktober 2019 (Jg 23 / Nr. 12)

10.10.2019

Editorial: Die 9/11-Bewegung und ihr Erkenntnis-Defizit

Die Auseinandersetzung mit dem Bösen und Goethes «Faust»
Thomas Meyer

Eine Reise mit Rudolf Steiner
von Berlin nach Dresden 1919
Johanna Gräfin von Keyserlingk

Die neuen Offenbarungen der Archai
Harald Herrmann

Zur Absurdität der Klimareligion
Gerald Brei

Gedanken zur CO2 -Diskussion
Heidrun Christner / Christel Traut

Fragwürdige Verbindung von zwei Symbolen
Christian Lazaridès

Eine siebenfältige Form
Anregung Rudolf Steiners zum 7. Bild der «Pforte der Einweihung»
Wilfried Hammacher

Roland Dunkel
Ausstellung in Basel
Ruedi Bind

BUCHBESPRECHUNG

William Turner in Luzern
Jasminka Bogdanovic

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Kategorie: Europäer-Archiv

The Present Age Volume 5 / No. 4/5 July/August 2019

30.09.2019

Contents

Editorial
Beings of Lies and Truth

The First Dissertation on Anthroposophy
W.J. Stein’s Pioneering Achievement and its Acknowledgment by Vienna University

“Nothing but the Philosophy of Freedom”
A Contribution on the History of Rudolf Steiner’s Life – a conversation with Rudolf Steiner by W.J. Stein

“Invent a New Art…”
Conversations and Meetings with Rudolf Steiner, by Countess Johanna von Keyserlingk (Part Three)

Are There Any Swiss Left in Switzerland?
Aphoristic Thoughts for the National Day
T.H. Meyer

The Framework Agreement between Switzerland and the EU
Andreas Flörsheimer

LETTER FROM STOURBRIDGE
From ‘No Deal’ to New Vision: Britain Today and the EU
Terry Boardman

July Calendar

August Calendar

THREEFOLDING: 100 YEARS
Karl Heyer: Esoteric Foundations and Aspects of Social Threefolding
Indications by Rudolf Steiner

1879 – 1912/13
The “Soul Calendar” in the Two Streams of Time
or the Christ Language About Nature
Bernd Lampe

Integrity & Our Access to Divine Intelligence
Catherin Austin Fitts Interview with T.H. Meyer

BOOK REVIEW

Imprint

 

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Beings of Lies and Truth

30.09.2019

Nothing happens in the world one-sidedly.
R. Steiner

 

Rudolf Steiner once referred to “mendacity as the basic trait of public life in our time”. That was in August 1920. Today, almost a hundred years later, the truth of this statement cannot be moderated; on the contrary, this basic trait has in the meantime permeated everything – science, politics, spiritual strivings, etc., in short, our entire public life.
We do not need to say much about lying in politics. It pursues its aims mostly with power and pressure, and through the mainstream media. This is why especially countries with a vestige of freedom are being targeted. Like Switzerland. Are there still any Swiss in Switzerland? This is no chauvinist, patriotic question about being overwhelmed by foreigners.
It’s aimed at the weakening roots of the original notion of freedom in the former Swiss Confederation (Eidgenossenschaft). Are the so-called “framework conditions” advantageous for the EU or for Switzerland? See the analysis by Andreas Flörsheimer on p. 22.
In the EU mendacity may be becoming ever more apparent. Recently, on the basis of the latest research, a courageous Frenchman clearly demonstrated the un-European manner in which today’s EU emerged, namely, via the forces of the CIA and the Vatican, which could already be read in the final part of my biography of Ludwig Polzer-Hoditz, who inspired this present journal.1
Philippe de Villiers reveals some new connecting threads. Robert Schuman, who is revered – delusionally – as the ‘founding father’ of the EU, cultivated relations with the Pétain regime [Vichy], and his ‘founding brother’ Jean Monnet did the same with the CIA. The latter, according to Villiers, was not even the author of his own “Memoirs”, apart from their final passages. On 23 April, the birthday of Ludwig Polzer-Hoditz, the Swiss newspaper Zeit-Fragen [Zurich] “coincidentally” carried an interview with de Villiers which is worth reading.
Andreas Bracher, our colleague here at Der Europäer and The Present Age, who edited Polzer-Hoditz’s book Das Mysterium der europäischen Mitte [The Mystery of Middle Europe], is mentioned in Zeit-Fragen as someone “who has questioned the sacrosanct European ideology”.2 It is good that such connections have become visible in the uncovering of the most blatant lies!
But what do today’s mainstream “Anthroposophers” say about today’s EU construct? They want to incorporate the pentagon-dodecahedron of the Foundation Stone into the EU’s 12-star symbol, which is demonstrably traceable to Catholic sources! This is the expression of their much hoped-for “Anthroposophical” spiritualisation of this political monstrosity, which from its very beginnings was doomed to failure – and to this end they are organising in August the 10th “Soul of Europe Conference”, this time in Brussels.3
To the darkening mendacity of our times belongs everything that has to do with the case of Julian Assange. If, after his arrest in London on 11 April, it comes to him being extradited to the United States through a prior agreement with the UK Home Office, we can expect one of the worst public show trials in modern history. The US dictators are likely to set an example with Assange that is directed against all liberal tendencies.

With regard to Der Europäer: Helmuth Zander, who cannot refrain from poking around in what he considers to be Anthroposophy, refers in a new publication to “insiders”, according to whom the monthly edition of our German language magazine, Der Europäer, supposedly does not exceed two to three hundred copies. They cheer too soon. In reality, the number is many times more than that: Zander’s insiders evidently are not to be found standing inside the truth.

From a spiritual perspective, the lord of lies is Ahriman. In his current incarnation he is drawing the forces of his subterranean lair (the sixth layer of the earth) up to the surface. This explains the ahrimanisation of all current earthly affairs.
Parallel to this, souls who are filled with the spirit of Michael bring a piece of heaven down to earth. These are the souls who know that the uncovering of lies is a powerful service to the truth. They know that in the end. ‘all lies have short legs’ [i.e. come to grief]. They also know that through the Mystery of Golgotha “the sting was already taken” from Ahriman’s activity once and for all, as Rudolf Steiner once said. With farsightedness then, no-one need to lose his balance because of ‘short-legged’ lies and fall into fear and terror.

T.H. Meyer

_________________________

1   Thomas Meyer, Ludwig Polzer-Hoditz – A European, Basel 2nd. ed. (Eng. transl.) 2014.

2   Andreas Bracher, Europa im amerikanischen Weltsystem, Basel, 5th ed.

3  http://soulofeurope2019.eu/

4   On 2 April 1922, GA 223.

 


Kategorie: TPA Editorial

Dr. med. Daphné von Boch: Von Kinderkrankheiten bis zur Grippe?

21.09.2019

Das Thema der Impfung bewegt die Gemüter. In einem vor kurzem erschienenen Dokumentarfilm stehen die Eltern vor der Entscheidung, ob sie ihr Kind impfen lassen sollen. Da heißt es:…

Weiterlesen: (Ist Impfung sinnvoll? (Impfen: Von Kinderkrankheiten bis zur Grippe?))


Kategorie: Zeitgeschichte

Europäer September 2019 (Jg 23 / Nr. 11)

07.09.2019

Editorial: Impressionen von einer Nordlandreise

Saharabbi oder der Anfang und das Ende des Kali Yuga
Eine Geistreise von Johanna Gräfin von Keyserlingk

Die Bedeutung des Kali Yuga
Ein aphoristischer Kommentar Thomas Meyer

Phänomene in Natur und Kosmos am Todestag Rudolf Steiners
Werner Schäfer

Begegnungen
aus meiner anthroposophischen Studienzeit
Dr.med. Olaf Koob

Samuel Beckett und «Die Philosophie der Freiheit»
Thomas Meyer

Die Lockerung des Ätherherzens seit 1721
Harald Herrmann

5G – Der finale Angriff
Jeremy Naydler

Emil Molt und Hermann Hesse
Eine schicksalhafte Begegnung
Dr. Christin Schaub

Buchbesprechung

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Kategorie: Europäer-Archiv

Impressionen von einer Nordlandreise

07.09.2019

Diesmal konnte ich dem knalligen schweizerischen Nationalfeiertag glücklich entfliehen. Die Eidgenossen – einst conspirati genannt, Schwurleistende auf den alten Geistesbund, – begannen in der Ferne zu entschwinden. Neue Horizonte öffneten sich. Finnland hieß den Reisenden willkommen. Erste gute Nachricht: Finnland ist nicht in der NATO, im Gegensatz zu Norwegen und Dänemark. 70% der Bevölkerung sind dagegen, auch wenn die Regierung immer wieder Versuche macht. Nördlich des 60. Breitengrades herrscht ein anderes Klima, auch ein anderes Geistesklima. Von verschiedener Seite wurde ich auf das Kalevala angesprochen, das große Epos der Finnen. Es hat einen weiteren Zeitradius als alle anderen europäischen Mythen. Es reicht zurück bis in die hyperboräische Zeit, als die Sonne noch in der Erde war. Als noch keine Geschlechtertrennung waltete und ein reiner Sonnenimpuls herrschte. Die Griechen wussten, dass ihr Sonnengott Apollo im Winter die hyperboräischen Regionen aufsuchte, die man weder zu Schiff noch zu Lande erreichen konnte. Delphi war ein Ableger der ursprünglichen nordischen Mysterien.
Bei dieser Geistesweite lässt sich besser atmen. Kein Zufall, dass der Finne Pekka Ervast Rudolf Steiner zum Hierarchien-Zyklus nach Helsinki einlud (GA 136). Er schrieb später das Werk «Der Schlüssel zur Kalewala» und verfasste ein Stück über H.P. Blavatsky, das zum 100. Geburtstag von H.P.B. 1931 in Helsinki aufgeführt wurde. Blavatsky ist zweifellos die spirituell bedeutendste Persönlichkeit im Vorfeld des Wirkens Steiners.
Ein mehrtägiges Seminar mit aufmerksamsten Teilnehmern – darunter eine ganze Anzahl Lehrer – widmete sich in der Waldorfschule von Helsinki dem Impuls und der Welt der Philosophie der Freiheit, in vielen Schattierungen. War es doch das Werk, von dem Steiner sagte, dass es Jahrtausende überdauern würde.
Zum Abschied erhielt ich ein zauberhaftes Geschenk von farbigen Filzfiguren aus der Mariatta-Episode des Kalevala. Herzerwärmend, wie alles, was jenseits des kalten Boreas-Windes im hyperboräischen Lande liegt…
Am Sonntag der Abfahrt durfte ich im Zweig über den zweiten Vortragszyklus Steiners in Helsinki sprechen. Ich beschränkte mich auf die darin in einzigartiger Weise geschilderte «Perle des Hellsehens», welche das Ende der alten Hellsichtigkeit wie auch den besten Beginn des neuen, modernen Hellsehens darstellt (GA 146).
Finnland birgt eine große Vergangenheit, aber auch eine große Zukunft. Möge es allen Erstickungs-, Erkältungs- und Geist-Verdumpfungskräften widerstehen!

An der Grenze zu Russland wurde kein Gepäck untersucht – außer das Geschenkpaket mit den Mariatta-Figuren. Und der Zollbeamtin, die vielleicht Devisen oder Kokain witterte, entrang sich ein leises Lächeln.
Die erste Frage richtete ich an den Taxifahrer auf dem Weg zum Hotel: «Was halten Sie von Putin?» Die salomonische Antwort war: «Besser als Jelzin.»
Petersburg war voller Touristen. Ich nahm Zuflucht im wenig besuchten Dostojewski-Museum, das hervorragend und sorgfältig ausgestattet ist. Das einzige große Gemälde war der Basler Holbein: der Leichnam Christi. So stark ist der Roman Der Idiot hier verwurzelt, in dem das ausnehmend hässliche Gemälde eine große Rolle spielt; auch noch Lenin war davon fasziniert, als er 1916 Basel besuchte.
Der Jussupow-Palast war eine Überraschung, voller Kostbarkeiten, mit einem zweistöckigen Theater im Palastinneren, einem Konzertsaal und Gemäldegalerien. Im ausgedehnten Kellergeschoss, wo einst die Junggesellenwohnung des reichen Fürsten lag, lud dieser im Dezember 1916 Rasputin zu einem Nachtmahl ein. Shakespearsche Szenen. Das Zyankali wirkte nicht. Umsonst erschoss ihn Jussupow. Schließlich feuerte der britische Geheimdienstoffizier Oswald Rayner den Gnadenschuss ab. All dies ist im Text zur Ausstellung offen vermerkt. Rasputin war das große Hindernis für die britischen Intentionen, das sozialistische Experiment durchzuführen und die Zarenfamilie zu liquidieren. Prophetisch sind die Worte Rasputins: «Ich fürchte nichts für mich selbst, aber ich fürchte für das Volk und die königliche Familie, denn wenn man mich tötet, wird das Volk leiden und der Zar wird verschwinden.»

So erhaben die Gesinnung des Kalevala ist, so niederträchtig die Liquidierung Rasputins.
Eine versöhnliche Note erklang plötzlich in der Eremitage, im Raum der Rembrandt-Werke. Ich blieb wie gebannt stehen, weniger wegen der Masse von Leuten als wegen der Ausstrahlung des Gemäldes vom «Verlorenen Sohn». Ist nicht jeder Mensch ein verlorener Sohn, der aus allen Irrungen herausfinden kann und vom «Vater» deshalb besonders geliebt wird?
In Zarskoje Selo führte ich schließlich ein Gespräch mit einem russischen Verlegerehepaar, von dem noch die Rede sein wird. Vor einer Plastik mit dem Namen «Perseus». Die Sterne wölbten einmal mehr den Horizont.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Christian Lazaridès: Wenn man zwei Symbole unangemessenerweise koppelt…

25.07.2019

1/ Schon im Januar 2019 in Bruxelles, unter dem Titel « Looking for the Soul of Europe » (Auf der Suche nach der Seele Europas), luden die Jesuiten ein…

Weiterlesen: (Wenn man zwei Symbole unangemessenerweise koppelt… (Ein Akt des spirituellen Hochverrats))


Kategorie: Zeitgeschichte

The Present Age Volume 5 / No. 3 June 2019

15.07.2019

Contents

Editorial
“The Passage from Good to Evil”

Estate – High Summer
Martin Meyer

“It is Necessary to Clarify the Facts”
World-historical events in Spring 1919
T.H. Meyer

‘Reflections and Memories’
Helmuth von Moltke

June Calendar

THREEFOLDING: 100 YEARS
Karl Heyer: Esoteric Foundations and Aspects of Social Threefolding
Indications by Rudolf Steiner

The Lions and the Three Divine Promises
From: “Conversations and Encounters with Rudolf Steiner” by Countess Johanna von Keyserlingk (Part Two)

Moses on Mt. Horeb
An ‘I Meditation’ in the Spirit of Michael
Mario Betti

The Rhine
Poem by Wilfried Hammacher

Announcements

The New Way of Seeing in the Aesthetics of the Arthur Stream
Liane Collot d’Herbois, Arnold Böcklin and Fercher von Steinwand
Imanuel Klotz

READERS’ LETTERS

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Kategorie: TPA archives, TPA current

“The Passage from Good to Evil”

15.07.2019

“No more and no less than the passage from good to evil” – This is the answer given by the spirit summoned by Lessing’s Faust when Faust asks him how fast he is.
Evil and speed – an insightful thought on Lessing’s part!

The world is in fact in a state of feverish acceleration, if not to say acceleration madness. On all the billboards across Switzerland, against a background of large construction sites, cities or beautiful lakeland landscapes, is emblazoned the new ultimate buzzword known as 5G. It comes as a Christmas present yet to be opened, accompanied by the happy message trumpeted from the rooftops that it is good news for everyone. What is its merit? To be faster than anything before it. A DVD can now be downloaded in seconds, to say nothing of its other much-vaunted advantages. Health concerns are dismissed as “unscientific”. And behind such concerns, as William J. Broad informed us on 14 May in the renowned New York Times, astonishingly, – are the Russians! In all seriousness, the news channel RT America was held responsible for the resistance against the ultra-fast introduction of the super-fast 5G after the broadcaster, indeed all of Putin’s Russia, had already been blamed for Hillary Clinton’s electoral defeat. Or maybe the NYT was not so serious? After all, it is in business with Verizon, the US I.T. giant, all under one roof. All clear? Thus has one of the most prestigious US newspapers mutated in the shortest time into an advertising sheet for economic and surveillance interests.
That Broad’s article was treated with respect in the Swiss press was no less grotesque. The headline of the free newspaper 20 Minutes was:
“This is why Russia wants us to be afraid of 5G.” Fear is the reverse side of the excessive addiction to speed. Fear of missing the connection, fear that Switzerland will lose out as a place to do business. But what is this crazy whirling dance actually?
On 13 May RT America featured a perceptive, sometimes amusing analysis of this farce, presented by Rick Sanchez. Following the irresponsibly forced introduction of 5G technology, the international situation could become so acute – for example, in view of the narrow-minded warmongering stance by NATO and the USA towards Iran – that something might have to happen that Rudolf Steiner referred to after the rejection of the German peace offer during the First World War: an intervention by the spiritual world and its powers through natural or other disasters. Or in the words of the Spirit of the Elements in the fourth scene of Steiner’s First Mystery Drama:

“Spirits would have to break worlds
Before your actions within the course of time
Bring devastation and death to the eternities.”

What a contrast: evil occurs daily at a hellish speed.
What is spiritual and good advances only at a snail’s pace. But it goes on for millennia!

 

T.H. Meyer


Kategorie: TPA Editorial

Wesen der Lüge und der Wahrheit

07.07.2019

Nichts geschieht einseitig in der Welt. R. Steiner

Rudolf Steiner bezeichnete einmal die «Verlogenheit als Grundzug des öffentlichen Lebens unserer Zeit». Das war im August 1920. Heute, fast ein Jahrhundert später, lässt sich diese Aussage nicht abmildern; im Gegenteil: Dieser Grundzug hat inzwischen alles durchsetzt, Wissenschaft, Politik, spirituelle Bestrebungen usw., kurz das ganze öffentliche Leben.

Was sagt die Wissenschaft heute zum Impfen?  Ein «Muss» für jeden vernünftigen Menschen. Impfzwang ist überall im Vormarsch. Was sagt die Geisteswissenschaft? Ein Verbrechen, insbesondere die Abschaffung von Kinderkrankheiten, wenn nicht aller Krankheiten. Diese dienen nämlich einer erhöhten Gesundheit. (Siehe den Artikel von Daphné von Boch auf S. 13)

Über das Lügen in der Politik brauchen wir nicht viel Worte zu machen. Sie verfolgt ihre Ziele meist mit Macht und Druck, und durch die Mainstream Medien. Deshalb werden insbesondere Länder mit freiheitlicher Rest-Gesinnung ins Visier genommen. Wie die Schweiz. Gibt es noch Schweizer in der Schweiz? Dies ist keine chauvinistisch-patriotische Frage im Hinblick auf sogenannte «Überfremdung». Sie zielt auf den morschen Wurzelgrund der freiheitlichen Ur-Gesinnung der einstigen Eidgenossenschaft.

Sind die sogenannten Rahmenbedingungen mit der EU für die Schweiz oder die EU von Vorteil? Siehe die Analyse von Andreas Flörsheimer auf S. 8.

In Europa tritt die Verlogenheit vielleicht noch stärker in Erscheinung. Hat doch jüngst ein mutiger Franzose aufgrund neuster Recherchen überdeutlich nachgewiesen, wie un-europäisch die heutige EU entstanden ist. Nämlich aus Kräften der CIA und des Vatikans, was schon im Schlussteil meiner Biografie über Ludwig Polzer-Hoditz, der die vorliegende Zeitschrift inspiriert hat, nachzulesen ist.

Philippe de Villiers weist neue Verbindungsfäden nach. Der illusionär verehrte Gründungsvater Robert Schuman pflegte unter anderem Beziehungen zum Regime Pétains, sein Gründungs-Bruder Jean Monnet zur CIA. Letzterer, so Villiers, war, bis auf die Schlusspassagen, nicht einmal der Verfasser seiner eigenen «Memoiren». Die Zeit-Fragen brachten «zufälligerweise» am 23. April, dem Geburtstag von Ludwig Polzer-Hoditz, ein lesenswertes Interview mit de Villiers. Der Europäer-Mitarbeiter und Herausgeber von Polzers Buch Das Mysterium der europäischen Mitte, Andreas Bracher, wird in den Zeitfragen als Persönlichkeit angeführt, «der die sakrosankte Europa-Ideologie in Frage gestellt» hat.

Schön, dass derartige Querverbindungen bei der Aufdeckung dreister Lügen sichtbar werden!

Doch was sagen die Mainstream-
«Anthroposophen» zum heutigen EU-Gebilde? Sie wollen dem 12-Sterne-Symbol, das nachweislich auf katholische Quellen zurückgeht, das Pentagon-Dodekaeder einverleiben! Als Wunschausdruck einer erhofften «anthroposophischen» Spiritualisierung dieses von Anfang an zum Scheitern verurteilten Polit-Monstrums – und veranstalten dazu im August die zehnte Soul-of-Europe-Konferenz, diesmal in Brüssel.

In die Lügenverfinsterungen unserer Zeit gehört alles, was mit dem Fall Julian Assange zusammenhängt. Falls es nach seiner Verhaftung in London am 11. April effektiv zu einer durch das britische Innenministerium bereits genehmigten Auslieferung in die USA kommt, ist mit einem der schlimmsten öffentlichen Schauprozesse der neueren Geschichte zu rechnen. Die US-Diktatoren dürften mit Assange ein gegen alle freiheitlichen Tendenzen gerichtetes Exempel statuieren.

*

A propos Der Europäer: Helmuth Zander, der es nicht lassen kann, in dem, was er für Anthroposophie hält, herumzustochern, beruft sich in einer neuen Publikation auf «Insider», laut denen die Auflage unserer Zeitschrift zwei bis dreihundert Exemplare nicht überschreiten dürfte. Zu früh gejubelt. In Wirklichkeit beträgt sie ein Vielfaches davon: Zanders Insider stehen nicht auf der Innenseite der Wahrheit.

*

Konkret spirituell betrachtet: Der Herr der Lüge ist Ahriman. Bei seiner gegenwärtigen Inkarnation zieht er die Kräfte seines unterirdischen Wohnsitzes (die sechste Erdschicht) zur Erdoberfläche hinauf. Das erklärt die Durchahrimanisierung aller gegenwärtigen Erdenverhältnisse.

Parallel dazu wird von Seelen, die von Michael durchdrungen sind, ein Stück Himmel auf die Erde heruntergetragen. Das sind die Seelen, die wissen, dass das Aufdecken von Lügen ein gewaltiger Wahrheitsdienst ist. Die wissen, dass letzten Endes alle Lügen kurze Beine haben. Und die wissen, dass schon durch das Mysterium von Golgatha dem Wirken Ahrimans ein für alle Mal «die Spitze abgebrochen wurde», wie Rudolf Steiner einmal feststellte. Niemand soll daher über – weitsichtig gedacht – kurzbeinigen Lügen das Gleichgewicht verlieren und in Furcht und Schrecken verfallen.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Europäer Juli/August 2019 (Jg 23 / Nr. 9/10)

07.07.2019

Editorial: Wesen der Lüge und der Wahrheit

Gibt es noch Schweizer in der Schweiz?
Thomas Meyer

Das Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU
Andreas Flörsheimer

Impfen – eine Kontroverse
Dr. med. Daphné von Boch

Beurteilung der Dissertation von W.J. Stein
Philosophische Fakultät Wien

Das «Haager Gespräch»
Walter Johannes Stein

Margaret Fuller
Bernhard Kuhn

Lehrgespräche mit R. Steiner  (Teil 3)
Johanna Gräfin von Keyserlingk

Aspekte des «Seelenkalenders»
Bernd Lampe

Buchbesprechungen
Beckett in seinen Briefen
Ruedi Bind

Helmut Hauck, «Späte Begegnung»
Peter Stühl

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

Europäer Juni 2019 (Jg 23 / Nr. 8)

07.06.2019

Editorial: «Der Übergang vom Guten zum Bösen»

Klarstellung der Tatsachen
Weltgeschichtliche Ereignisse 1919
Thomas Meyer

Betrachtungen und Erinnerungen
Helmuth von Moltke

Lehrgespräche mit Rudolf Steiner (Teil 2)
Johanna Gräfin von Keyserlingk

Die Dreigliederung als Inspiration der Templer
Bernardo Steiner

Moses auf dem Horeb
Mario Betti

Brief aus Boston
Elaine Pagels
Andreas Bracher

Neues Schauen in der Kunst
Imanuel Klotz

Der Rhein
Wilfried Hammacher

Leserbriefe 

«Pfingsten»
Monica von Miltitz

Danksagung

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

«Der Übergang vom Guten zum Bösen»

07.06.2019

Dies ist die Antwort, die der vom Lessing‘schen Faust beschworene Geist gibt, als Faust sich bei ihm erkundigt, wie schnell er ist –  nämlich «nicht mehr und nicht weniger als der Übergang vom Guten zum Bösen».

Das Böse und die Geschwindigkeit – ein geistreicher Gedanke Lessings!

Die Welt befindet sich tatsächlich im Geschwindigkeitsfieber, um nicht zu sagen im Geschwindigkeitswahn. Von allen Plakatwänden der Schweiz prangt, auf dem Hintergrund großer Bauplätze, Städte oder schöner Seelandschaften, das neue Nonplusultra namens 5G. Es kommt als Weihnachtsgeschenk daher, bevor es ausgepackt ist, begleitet von der von den Dächern posaunten Frohen Botschaft, dass es zum Besten aller Menschen sei. Was ist sein Verdienst? Schneller zu sein als alles Bisherige. Eine DVD kann nun in Sekunden heruntergeladen werden, von den anderen gepriesenen Vorzügen ganz zu schweigen.

Gesundheitsbedenken werden als «unwissenschaftlich» weggewischt. Und hinter solchen Bedenken stecken, wie uns am 14. Mai erstaunlicherweise die renommierte New York Times weismachte – die Russen! Verfasser: William J. Broad. Allen Ernstes wird der Nachrichtensender RT America für den Widerstand gegen die ultraschnelle Einführung des supraschnellen 5G verantwortlich gemacht, nachdem man den Sender, ja das ganze Russland Putins, schon für die Wahlschlappe Clintons verantwortlich zu machen suchte. Oder doch nicht so viel Ernst? Die New York Times steckt nämlich geschäftlich mit Verizon, dem US-IT-Giganten, unter einer Decke. Alles klar? So mutierte eine der renommiertesten US-Zeitungen in kürzester Zeit zum Werbeblatt für Wirtschafts- und Kontrollinteressen.

Dass Broads Artikel auch in der Schweizer Presse mit Ehrfurcht behandelt wurde, macht die Groteske nicht besser. Die Gratiszeitung 20 Minuten titelte: «Darum will Russland, dass wir Angst vor 5G haben.» Angst ist die Rückseite der maßlosen Geschwindigkeitssucht. Angst, den Anschluss zu verpassen, etwa den des «Wirtschaftsstandorts Schweiz». Doch was steht denn in diesem wahnwitzigen Wirbeltanz überhaupt noch?

RT America brachte am 13. Mai eine von Rick Sanchez geführte treffende, mitunter auch witzige Analyse dieser Schmierenkomödie. –

Zusätzlich zu der verantwortungslos forcierten 5G-Technik könnte sich die internationale Lage derart zuspitzen – etwa angesichts der bornierten Kriegstreiberei der NATO oder der USA gegen Iran –, dass etwas eintreten müsste, mit dem Rudolf Steiner nach der Zurückweisung des deutschen Friedensangebots schon während des Ersten Weltkriegs gerechnet hatte: ein Eingreifen der geistigen Welt und ihrer Mächte durch Natur- oder andere Katastrophen. Oder mit den Worten des Geistes der Elemente im dritten Bild des ersten Mysteriendramas:

«Es müssen Geister Welten brechen,
Soll euer Zeitenschaffen
Verwüstung nicht und Tod
Den Ewigkeiten bringen»

Welch ein Kontrast: Böses geschieht täglich mit Höllenschnelligkeit. Geistig-Gutes schreitet nur im Schneckentempo vorwärts. Doch wirkt es durch Jahrtausende!

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

The Most Dangerous Extremism

05.06.2019

There’s currently much talk about extremism. Even the mere word is enough to send a shiver down the spine of many people. Right-wing extremism is held to be particularly bad, but left-wing extremism is not much better. The issue is by no means as static and definitive as one might think, because experience shows that a political radical left-wing position can easily turn into its opposite. Haven’t former leftists like Joschka Fischer sometimes suddenly turned to the right, in his case, a former opponent of the Vietnam War suddenly approving of the bombing of Serbia? Extraordinarily reprehensible, of course is everything that heads in a ‘brown’ (Far Right) direction. In Germany, some people might point to the AfD as an example and say, “Resist the beginnings” (of fascism). But how can they make that claim when the AfD is the only party that openly criticises Merkel’s current senseless policies – on opening the door to mass immigration or on ratifying the UN migration pact? Or her straitjacket-like adherence to the Schengen Agreement? Why don’t the “respectable” governing parties make such criticisms on a grand scale?
It is certainly unfortunate when a basically reasonable position is represented by people who can summon up memories of bad times in Germany But was the criticism of the Versailles Treaty 100 years ago unreasonable, just because it was made primarily by the one who “was led” (J. Tautz) by dubious forces? Certainly not. But that the wrong people represent a right cause is not only a misfortune, it’s also a consequence of the failure of those who should know better but are afraid to stand against “political correctness” and who prefer to leave the necessary criticism to those who can be easily and rightly criticised for other reasons.

Political extremism can only flourish when a healthy middle is unable to gain a hearing between the extremes in the social organism. And what would be a healthy middle, especially in Europe? It is the barely visible community of people who, since the beginning of the Age of Michael (i.e. since 1879) and of the Age of Light (since 1899), have been seeking to understand the spiritual foundations of world development – right down as far as political events. The “enlightened” moderates, on the other hand, who pride themselves on being free of any extremism, sleep through the real signs of the times and think they can get along without “spirit”.

In reality, they form the breeding ground for the most devious of all extremisms. This is the narrow-minded, rigid and chronic denial of the spirit. Of all extremisms, it is really the most dangerous, because it usually prowls around completely unrecognised, paralysing all spiritual awakenings and stamping its mark on all external events. The extremism of the denial of the spirit, which encompasses the entire political spectrum, makes all the solemn speeches at Easter – the Festival of Resurrection of the cosmic Spirit of Christ – into outright, phrasemongering lies.
And where this extremism flourishes, the situation cannot be much better at Whitsuntide (Pentecost). But the true mediators, those with a spiritual will, work and speak on, unceasingly, in silence. That is reason for hope.
May not all ears remain deaf to their voices.

T.H. Meyer


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 5 / No. 1/2 April/May 2019

05.06.2019

Contents

Editorial
The Most Dangerous Extremism

“Espansione”
Martin Meyer

“On the Shoulders of Giants”
The Michael School and its four previous phases from the 15th century to the present and the near future
T.H. Meyer

Announcements

The Anti-Christian Impulse of Gondishapur
Ricarda Murswiek

The Consciousness of the Third Millennium …
From: “Conversations and Encounters with Rudolf Steiner” by Countess Johanna von Keyserlingk

Europe at the Abyss
Spiritual and Occult Aspects of the Migration Problem (Conclusion)
Gerald Brei

May Calendar

April Calendar

LETTER FROM BOSTON
The Lance Armstrong Conspiracy
An affair in the world of cycling and what it shows
Andreas Bracher

FORUM
Anthroposophical Societies and the Formation of Cultural Oases
Reto Andrea Savoldelli

Without competent teachers, no High School
Alexander von Glenck

Shattered Remnants…
Franz-Jürgen Römmeler

THREEFOLDING: 100 YEARS
Karl Heyer: Esoteric Foundations and Aspects of Social Threefolding
Indications by Rudolf Steiner

Commemorating 150 Years Since the Death of Hector Berlioz (1803–1869)
(Conclusion)
Gerald Brei

An Old Irish Legend
by Eleanor C. Merry

Pablo Picasso
Jasminka Bogdanovic

Imprint

 

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Price: 22 CHF


Kategorie: TPA archives, TPA current

Rudolf Steiner Edited by T. H. Meyer: The First Class Lessons and Mantras – Recapitulation Lessons given in Prague, Berne, Breslau, London, and Dornach, 1924 (CW 270)

24.05.2019
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“Why does the Guardian of the Threshold stand there? The Guardian of the Threshold stands there because true knowledge can be achieved only when we approach it with the right, well-prepared, inward attitude of mind and a genuine desire for knowledge. There is nothing theoretical about truly striving for knowledge. True striving for knowledge is achieved only when the soul lifts itself above all that is offered by the sensory world.” —Rudolf Steiner (April 3, 1924)

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Kategorie: Books in English

The Present Age Volume 4 / No. 12 March 2019

10.04.2019

Contents

Editorial
Cut Off From the Spiritual World?

5G – The Final Assault
Jeremy Naydler

THREEFOLDING: 100 YEARS
Karl Heyer: Esoteric Foundations and Aspects of Social Threefolding
Indications by Rudolf Steiner

Can We Still Avoid an Economic and Social Catastrophe?
Alexander Caspar
Afterword by Andreas Flörsheimer

March Calendar

Europe at the Abyss
Spiritual and Occult Aspects of the Migration Problem (Part Two)
Gerald Brei

LETTER FROM BOSTON
Experiences or Projections
A Review of “Why Religion?” by Elaine Pagels
Andreas Bracher

Imprint

Commemorating 150 Years Since the Death of Hector Berlioz (1803–1869)
(Part One)
Gerald Brei

 

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Price: 14 CHF


Kategorie: TPA archives, TPA current

Cut Off From the Spiritual World?

10.04.2019

Thoughts on the Coming 5G Mobile Phone Standard

The new superfast, more efficient and wireless technology is supposed to be about to revolutionise mobile phone communication and the Internet – at the latest by 2020. China is currently in the vanguard. A hundred times more efficient than the fourth generation technology (4G) now in use, 5G will enable users to download entire movies in seconds, in addition to its many other much-vaunted uses. Such is the hype, and many users are enthralled at the prospect. All reality threatens to become a “virtual reality“. In order for this technology to function, it will need a virtually seamless forest of masts, much thicker than before, a forest of small but powerful radio towers. Tiny microwaves will be used, but these waves cannot penetrate buildings, hence the need for the forest of small new masts. Previously, masts between 50 and 70 km apart were sufficient. For 5G, mini-masts every 300 metres will need to be installed. The net will therefore become practically gapless throughout the world. But the amount of electromagnetic radiation will grow enormously.

From a spiritual perspective
Electro-magnetic technologies work from the subnatural realm of forces. From a spiritual scientific perspective, this is the domain of Ahriman and his hosts. Ahriman is the spirit of intellect, which offers a captivating picture of the world, in which there is only what is sensory and physical. Everything is merely of a material nature. The supersensory has no place in it. We have therefore already called this spirit a narrow-minded intelligence, which is the complete opposite to that of Michael, who helps mankind to come to a spiritual picture of the world. The most lauded new technology will give ahrimanic beings a further powerful impetus.

An admonitory imagination
These beings can be imaginatively experienced as black crows of misfortune, which belong underground, but which have in the course of the last hundred years forced their way powerfully to the surface and seek to cut off human beings “from Michael’s spiritual radiance”. “The black crows of misfortune intend to entrap the human race in materialism and then bring about the cosmic materialisation of human thoughts and feelings themselves (…) This would mean that the ‘greatest illusion’ that there has ever been would take on a cosmically real form.”
The seamless electro-magnetic net threatens to imprison human beings in a complete world of illusion and make them totally forget the spirit which, along with their own spiritual individualities, also includes beings such as Ahriman and Lucifer. This should be kept in mind in view of these new technologies. It will carry us in giant steps straight toward this danger. The danger mentioned in the passage quoted above can still be avoided, “if the yearning for what is merely material takes up the other yearning for what is spiritual.” On this – but only on this condition. The cardinal question here then is: how can the yearning for the spiritual be awakened and fostered through reason? Then a liberating spiritual reason can be set against the narrow-minded ‘reason’ of the technologies mentioned above, which can check or even neutralise their evil consequences.

T.H. Meyer

_________________________

1   Helmuth von Moltke, Post-mortem communication of 13 January 1924, in: Helmuth von Moltke (1848–1916), Dokumente zu seinem Leben und Wirken, Band II.

Some helpful information about 5G technology:
https://www.youtube.com/watch?v=GEx_d0SjvS0 (how it works)
https://www.youtube.com/watch?v=2DG3pMcNNlw (a positive view of 5G)
https://youtu.be/4HJmF0awfvQ (a critical view of 5G)
International Appeal to Stop 5G: www.5gspaceappeal.org


Kategorie: TPA Editorial

Ostern und der gefährlichste Extremismus

01.04.2019

Von Extremismus wird viel geredet. Schon das bloße Wort, wird es einem vorne oder hinten angeklebt, jagt Vielen einen Schauer den Rücken hinab. Rechtsextrem ist dabei besonders schlimm. Linksextrem ist aber nicht viel besser. Doch die Sache ist keineswegs so statisch-definitiv, wie man meinen könnte. Denn die Erfahrung zeigt, dass eine politische Links-Position leicht in ihr Gegenteil umschlagen kann. Sind nicht frühere Linke wie Joschka Fischer plötzlich auf einen Rechtskurs umgeschwenkt, um als einstige Vietnam-
kriegsgegner auf einmal die Bombardierung Serbiens gutzuheißen? Außerordentlich schlimm ist natürlich nach wie vor alles, was in eine braune Richtung zielt. Da mag man dann in Deutschland etwa auf die AfD zeigen und sagen: «Wehret den Anfängen». Doch wie, wenn das die einzige Partei ist, die die gegenwärtige Merkel-Politik, ihre besinnungslose Immigrations-Türöffnung oder den Migrationspakt offen kritisiert? Oder die zwangsjackenähnliche Bindung an das Abkommen von Schengen. Warum tun das denn die «anständigen» Regierungsparteien nicht in großem Stile?

Es ist gewiss ein Unglück, wenn eine im Grunde vernünftige Position von Leuten vertreten wird, die an schlimme Zeiten in Deutschland erinnern können. Doch war die Kritik am Versailler Vertrag vor 100 Jahren etwa unsinnig, nur weil sie in erster Linie von dem durch dubiose Kräfte «Geführten» (J. Tautz) vertreten wurde? Gewiss nicht. Doch dass die falschen Leute eine richtige Sache vertreten, ist nicht nur ein Unglück, es ist auch eine Folge des Versagens derer, die es besser wissen könnten, sich aber davor scheuen, gegen die «political correctness» zu verstoßen und welche die notwendige Kritik lieber denen überlassen, die man in anderer Beziehung selber leicht und zu Recht kritisieren kann.

Politischer Extremismus kann nur blühen, wenn im sozialen Organismus eine gesunde, die Extreme vermittelnde Mitte kein Gehör findet. Und was wäre eine gesunde Mitte, besonders in Europa? Das ist die kaum sichtbare Gemeinschaft von Menschen, welche sich seit dem Anbruch der Michaelzeit (seit 1879) und dem des Lichten Zeitalters (seit 1899), auf die geistigen Grundlagen der Weltentwicklung zu besinnen suchen – bis hinab in die Niederungen des politischen Geschehens. Die «aufgeklärten» Mittelmäßigen hingegen, die sich rühmen, frei von jedem Extremismus zu sein, verschlafen die wahren Zeichen der Zeit. Und meinen ohne «Geist» auszukommen.

Sie bilden in Wirklichkeit die Brutstätte für den hinterhältigsten aller Extremismen. Er besteht in der bornierten, verstockten und chronischen Geist-Verleugnung. Von allen Extremismen ist dieser wirklich der gefährlichste. Denn er schleicht meist völlig unerkannt herum, lähmt alles Geist-Erwachen und drückt allem äußeren Geschehen seinen Stempel auf.

Der das gesamte politische Spektrum umfassende Geist-Verleugnungs-Extremismus macht alles feierliche Reden von Ostern – dem Fest der Auferstehung des kosmischen Christusgeistes – zur platten, phrasenhaften Lüge. Und mit Pfingsten kann es, wo dieser Extremismus blüht, nicht viel besser stehen. Doch die wahren Mittler, die Geist-Gewillten, wirken und sprechen unentwegt im Stillen. Das ist Grund zum Hoffen.

Mögen nicht alle Ohren taub für ihre Stimmen bleiben.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Europäer April/Mai 2019 (Jg 23 / Nr. 6/7)

01.04.2019

Editorial: Ostern und der gefährlichste Extremismus

«Auf den Schultern von Riesen»
Vorabdruck / Thomas Meyer

Europa am Abgrund (Schluss)
Gerald Brei

Erste Begegnung mit Rudolf Steiner
Johanna Gräfin von Keyserlingk

Der Impuls von Gondishapur
Ricarda Murswiek

Hector Berlioz zum 150. Todestag (Schluss)
Gerald Brei

Brief aus Stourbridge
Heilung für Europa?
Terry Boardman

Pablo Picasso
Jasminka Bogdanovic

Leserbrief

Forum
Bildung von Kulturoasen
Reto Andrea Savoldelli

Buchbesprechungen
Marie Steiner und die Christengemeinschaft
Dr. Christin Schaub

Rolf Henrich: Ein aufrechter Bergmann
Manfred Kannenberg-Rentschler

Rolf Henrich: «Ausbruch aus der Vormundschaft»
Helmut Woll

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

Von der geistigen Welt abgeschnitten?

08.03.2019

Gedanken zum kommenden Mobilfunkstandard 5G

Die neue superschnelle, leistungsfähigere und drahtlose Technologie soll Mobilfunk und Internet revolutionieren – bis spätestens im Jahre 2020. Dabei ist derzeit China führend.

Hundertmal stärkere Leistungsfähigkeit als die gegenwärtige vierte Generation (4G). In Sekundenschnelle können, neben vielen anderen gepriesenen Nutzungsarten, Downloads von ganzen Filmen gemacht werden. So wird verheißen. Viele Nutzer sind begeistert. Alle Wirklichkeit droht zu einer «virtual reality» zu werden.

Um diese Technologie funktionsfähig zu machen, braucht es, viel dichter als bisher, einen quasi lückenlosen Mastenwald, einen Wald von kleinen, aber leistungsstarken Funktürmen. Es werden winzige Millimeterwellen verwendet, doch diese Wellen können Gebäude nicht durchdringen, weshalb es ein Meer von neuen kleinen Masten braucht. Bisher reichten zwischen 50 bis 70 km auseinanderliegende Masten. Bei 5G müssen alle 300 Meter Minimasten installiert werden. Die Vernetzung wird damit praktisch weltweit lückenlos. Aber die elektro-magnetische Strahlenbelastung wird in ungeheurem Maße wachsen.

Real-geistig betrachtet

Elektro-magnetische Techniken schöpfen aus dem Kräfte-Bereich der untersinnlichen Natur. Geisteswissenschaftlich betrachtet ist dies die Domäne Ahrimans und seiner Scharen. Ahriman ist der Geist des Intellekts, der ein bestechendes Weltbild liefert, in dem es nur sinnlich-physisch zugeht. Alles ist letztlich materieller Natur. Übersinnliches hat darin keinen Platz. Wir nannten diesen Geist daher auch schon die bornierte Intelligenz. Sie steht in vollem Gegensatz zu der von Michael, der den Menschen daneben auch zu einem spirituellen Weltbild verhilft. Die meist gepriesene neue Technologie gibt den ahrimanischen Wesen weiteren stärkeren Auftrieb.

Eine Warn-Imagination

Diese Wesen können imaginativ als Unglücks-Schwarzraben erlebt werden, die unter die Erde gehören, im Laufe des 20. Jahrhunderts aber mächtig nach oben drängen und die Menschen «vom Michael-Geistesschein abschneiden» wollen. – «Die Unglücks-Schwarz-Raben haben vor, das Menschengeschlecht ganz einzuspinnen in den Materialismus und dann die Gedanken und Empfindungen selbst zur kosmischen Materialisation zu bringen  (…) Damit aber würde die ‹größte Illusion›, die bisher dagewesen ist, kosmisch-reale Gestalt annehmen.»*

Die lückenlose elektro-magnetische Vernetztheit droht, den Menschen in einer völligen Illusionswelt gefangen zu setzen. Und ihn den Geist – und dazu gehören neben seiner eigenen Geist-Individualität auch Wesen wie Ahriman und Luzifer – radikal vergessen zu lassen. Dies sollte angesichts der neuen Technologie bedacht werden. Sie trägt uns mit Riesenschritten eben dieser Gefahr entgegen.

Die Gefahr, heißt es in der zitierten Äußerung weiter, kann noch abgewendet werden, «wenn die Sehnsucht nach dem bloß Materiellen die andere Sehnsucht nach dem Geistigen aufnimmt.» Unter dieser, aber nur unter dieser Bedingung. Die Kardinalfrage in dieser Sache heißt also: Wie kann die Sehnsucht nach dem Geistigen in vernünftiger Art geweckt und gepflegt werden? Dann kann der bornierten Vernünftigkeit der gekennzeichneten Technologien eine befreiende Geist-Vernünftigkeit entgegengesetzt werden, die deren üble Folgen in Schach halten oder gar neutralisieren kann.

Thomas Meyer

* Helmuth von Moltke, Post-mortem-Mitteilung vom 13. Januar 1924, in: Helmuth von Moltke (1848–1916), Dokumente zu seinem Leben und Wirken, Band II.

Ausgewählte Hinweise zur 5G-Technik:

https://www.youtube.com/watch?v=GEx_d0SjvS0 (Funktionsweise)

https://www.youtube.com/watch?v=2DG3pMcNNlw (Positives Schwärmen)

https://youtu.be/4HJmF0awfvQ (Kritische Sicht)

Internationaler Aufruf zur Verhinderung des 5G-Projekts: www.5gspaceappeal.org


Kategorie: Editorial, News

Europäer März 2019 (Jg 23 / Nr. 5)

08.03.2019

Editorial: Von der geistigen Welt abgeschnitten?

9/11, Finanzbetrug und Gideon 
Gespräch von Catherine Austin Fitts mit Thomas Meyer (Teil 2)

Hector Berlioz 13 zum 150. Todestag (Teil 1)
Gerald Brei

Europa am Abgrund (Teil 2)
Gerald Brei

George W. Bush senior
Nachruf auf einen Kriegsverbrecher
Franz-Jürgen Römmeler

Ist eine gesellschaftliche Katastrophe noch vermeidbar?
Alexander Caspar

Buchbesprechung
Wilhelm Rath – ein Wegbereiter der Jugend
Mario Betti

Leserbrief
Alexander von Glenck

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

9/11, Finanzbetrug und die Geschichte von Gideon

08.03.2019

Ein Gespräch mit Catherine Austin Fitts – (30. Okt. 2018) Teil II

9/11 und das fehlende Geld

TM: Alle in unserer «Salon»-Gruppe interessierten sich auch für 9/11, da es ein so riesiges Ereignis für dieses Jahrhundert darstellt. Alle folgenden Kriege basierten ja auf der akzeptierten offiziellen Version der Katastrophe dieses Tages. Falls die offizielle Version einstürzen sollte, wäre es mit aller geblufften Rechtfertigung aus. Deshalb wird die offizielle Story so heftig verteidigt, wie du aus eigener Erfahrung weißt. Könntest du ein paar Beispiele geben, die mit 9/11 und umliegenden Ereignissen zu tun haben?

CAF: Während vier bis fünf Jahren trug ich dazu bei, die jetzt bekannten Fakten offenzulegen. Ich erwähnte Allister Thompson. Eine ganze Gruppe von uns, in Australien und in den US, regten Untersuchungen an, «Unanswered Questions» genannt. Das half den Untersuchungsprozess offen zu halten. Es fing ursprünglich damit an, dass ich in Narco News einen Artikel veröffentlichte, der besagte, dass die offizielle Story kompletter Mist sei. Das war am 18. September 2001.

TM: Eine Woche nach den Attentaten.

CAF: Genau. Ich nannte den Artikel «Cui bono?» – «Wem nützt es?». Damit fing die Cui-bono-Sache an. Ich hatte vorher nicht viel publiziert. Ich hatte vielen anderen Journalisten geholfen, Recherchen zu machen. Doch mit dem 9/11-Artikel begann Narco News eine ganze Reihe von Artikeln von mir, die auch in Neuseeland publiziert wurden.

Zuvor hatte ich mit einer Journalistin in Washington zusammengearbeitet, die eine große Artikelserie über das vermisste Geld geschrieben hatte. Ich selbst hatte mit einer Gruppe von Pension-Fund-Leitern gearbeitet, die mir mitteilten, dass die US-Führung die Nation aufgegeben hatte und Vorbereitungen traf, im Herbst (2001) alles Geld ins Ausland zu schaffen. Es war mir klar, dass ein großer Finanz-Coup begonnen hatte.

Vom Jahre 1998 an versuchte ich die Aufmerksamkeit der Menschen darauf zu lenken, dass es eine erhebliche vorsätzliche Zerstörung innerhalb der Führungskräfte des Finanzministeriums gab: Man zerstörte die internen nationalen Finanz-Kontrollen innerhalb der US-Regierung und begann damit, phantastische Geldsummen aus der Regierung hinauszuschiffen, einschließlich der Immobilien-Blase und des Aktien-Betrugs.

Thomas, es ist wie eine jener schrecklichen Tragödien, von denen man liest, wo Menschen versuchen, nachts auf einer Autobahn Autos anzuhalten, weil die Brücke unterspült ist. Aber die Autos halten nicht an und fliegen von der Straße und die Menschen sterben. Da gibt es diese Geschichten von Menschen, die sie zu stoppen versuchen, doch sie können nicht gestoppt werden und fahren einfach über die Klippen.

Ich fand eine Journalistin, die bereit war, über das fehlende Geld zu schreiben, und damit fing sie im Jahre 2000 an. Als es auf 9/11 zuging, arbeiteten wir an der 9. Folge der Serie. Es sollte eine große Titelgeschichte für Inside Magazine werden – eine Zeitschrift, die an jedes Mitglied des Senats und des Repräsentantenhauses gesandt wird.

Wir hatten so lange daran gearbeitet, dass wir im Sommer 2001 die Sache gründlich beherrschten und mit der Story einen großen Durchbruch erwarteten. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir dokumentiert, dass 3,3 Billionen im Verteidigungsministerium und im Departement für Wohn- und Städtebau (HUD) fehlten. Das hatte enorme Auswirkungen für Wertpapier-Investoren und Pensionskassen-Anleger, und ferner auch für unabhängige Krankenkassen rund um den Globus. Wir reden von einem sehr bedeutenden Anlagen-Betrug.

Dieser Artikel sollte am Freitag, dem 14. September, erscheinen; 9/11 passierte am Dienstag davor.

Hickory Valley und die Baptisten-Kirche

CAF: Von der Zeit an, da ich in Hickory, Tennessee, wohnte, besuchte ich die örtliche Baptistenkirche. Ich entdeckte, dass wir alle paar Wochen eine politische Predigt bekamen. So erhielten wir durch das ganze Jahr 2000 und während einem Dreiviertel von 2001 alle paar Wochen eine politische Predigt. Ich rief die Journalistin an, mit der ich arbeitete, und sagte: «Das haben wir gerade in der Kirche gehört.»

Darauf sagte sie: «Wie kann das denn sein? Meine beste Quelle vom CIA rief mich eben an und hat mir das erzählt.»

Wir stellten fest, dass eine erstaunliche Übereinstimmung zwischen den Lecks bestand, zu denen sie aus der CIA und dem FBI Zugang hatte, und den Informationen, die ich in der Kirche bekam. Es war wie ein Marketing-Programm: Man musste verschiedene Teile der Welt erreichen, und dabei waren die Kirchen fest in das Netzwerk eingebunden.

TM: Eine Baptistenkirche?

CAF: Eine südstaatliche Baptistenkirche. Es gab eine Reihe von Vorfällen im Zusammenhang mit ENRON und dem Geld im August 2001. Das sagte mir, dass etwas Großes bevorstand. Ich machte mich also auf einen sehr interessanten, sehr intensiven Herbst gefasst. Nun ging ich an diesem Sonntag, dem 9. September, also wieder zur Kirche. Und da hörte ich die allerpolitischste Predigt, die ich bisher je gehört hatte.

Damals waren zwei christliche Frauen in Afghanistan verhaftet worden, weil sie die Bibel predigten. Es gab viele Schlagzeilen darüber. Was der Pfarrer sagte, war im Wesentlichen, dass der Kampf zwischen dem Islam und dem Christentum nun an einem Höhepunkt angelangt sei, und dass dieser Kampf nur durch Krieg zu stoppen sei. Er legte daraufhin eine Art grundlegenden Kriegsplan vor, der uns erstens nach Afghanistan und zweitens in den Irak führen sollte, und so weiter. Es war fast wie Wesley Clarks Rede der «Sieben Länder in fünf Jahren».

Ich ging sofort nach Hause und berichtete meiner Journalistin: «Wir gehen in den Krieg.» Sie sagte: «Ich habe davon nicht Wind bekommen.» Es war das erste Mal, dass sie parallel zu dem, was ich in der Kirche hörte, nichts erfahren hatte. Ich sagte: «Wir gehen in den Krieg, erst in Afghanistan, danach im Irak.» Sie sagte: «Davon hörte ich kein Wort.»

Das war am Sonntag. Der nächste Tag war Montag, der 10. September. Rumsfeld hielt eine Pressekonferenz ab und verkündigte, dass im Regierungsbudget 2,3 Billionen fehlten. Wir dachten, er würde im Vorfeld des Erscheinens unseres Artikels am 14. September nochmals eine Pressekonferenz veranstalten.

Ich sagte zu Kelly: «Wenn sie über die 2,3 Billionen von den 3,3 Billionen nochmals eine Konferenz machen, dann kann nichts verhindern, dass unsere Story in den Mainstream gelangt», was das letzte Mal war, dass ich so etwas sagte. Ich habe meine Lektion gelernt.

In jener Nacht arbeitete ich bis in die Morgenstunden und schlief bis in den Tag hinein. Das Telefon schellte, und es war Kelly, die mir sagte, dass Flugzeuge in das World Trade Center geflogen waren. Ich wusste augenblicklich, dass es eine False Flag Operation war. Einfach so. Es konnte gar nichts Anderes sein.

Ich besitze kein TV-Gerät. Interessant war, dass Leute, die einen Fernseher besaßen und die Nachrichten schauten, viel mehr dazu neigten, die offizielle Story zu glauben. Ich wusste unmittelbar, dass es eine False Flag Operation war – wegen der Finanzberichte im Zusammenhang mit den 3,3 fehlenden Billionen – mit denen die Anlagen finanziert wurden. In Gebäude 7 befand sich Salomon Brothers, da befanden sich Cantor Fitzgerald und all die diversen Anlage-Firmen, welche das fehlende Geld finanzierten.

Und ich wusste auch, dass, wenn man die FAA-Protokolle kennt, so etwas unmöglich geschehen kann, wenn es keine Insider-Hilfe dazu gibt.

Doch ich war verblüfft, dass in den ersten 24 Stunden alle meine Bekannten auf den Köder reinfielen.

Durch was gesalbt?

CAF: Der nächste Tag war Mittwochmorgen, ich verließ mein Haus, und eines der Dinge, die mir auffielen, war, dass im nächsten Monat die Afro-Amerikaner meiner Gemeinde eine völlig andere Sicht hatten. Die weißen Gemeinde-Mitglieder glaubten unbedingt, dass wir attackiert worden waren, die Afro-Amerikaner aber wussten, dass die Sache stank.

Ich spazierte durch die Stadt, und einer der örtlichen Farmarbeiter – ein Afro-Amerikaner – sagte zu mir: «Was glauben Sie? Wir glauben, dass es die Bushes waren.»

TM: Und dann gingst du an jenem Tag zur Kirche?

CAF: Das war am Morgen gewesen. Am Abend fand ein Gebets-Gottesdienst statt. So ging ich am Mittwochabend in die Kirche. Unsere ganze Gemeinde, 50 bis 60 Menschen, war versammelt. Der Pfarrer betrat das Rednerpult. Alle saßen in Hochspannung da. Er sagte: «George W. Bush ist von Gott für eine Zeit wie diese gesalbt worden.»

Ich nahm den Kopf zwischen meine Hände, und sagte bloß: «O Herr, hilf mir. Gib mir ein Zeichen. Ich brauche einen göttlichen Eingriff.»

Ich sah, wie die sieben Südstaaten, einschließlich Tennessee, die meisten Soldaten aufbieten würden. Ich wusste, dass all diese jungen Männer verletzt oder getötet würden und dass die wirtschaftlichen Auswirkungen davon furchtbar sein würden. Wir würden alle finanziell ruiniert werden. Ich wusste also, was geschehen würde. Doch wie verständigst du dich mit Menschen, die keinen Dunst davon haben, dass dies wirklich passieren wird?

Ich saß da, im Gebet versunken, und plötzlich sagte mein Pfarrer: «Austin, du hast doch in Washington gearbeitet. Was denkst denn du?»

Ein Pfarrer der «Southern Baptist Convention», der in einem solchen Moment eine Frau um ihre Ansicht fragt – das ist göttlicher Eingriff. Ich hatte um ihn gebeten, und ich bekam die Hilfe. Ich holte tief Atem und sagte: «Meiner Erfahrung nach wurde die Bush-Familie durch Finanzbetrug, Drogenhandel und Pädophilie gesalbt.»

Die ganze Kirche war außer Atem, und der Pfarrer sah aus, wie wenn er von einer Schaukel gefallen wäre. Er sagte: «Wenn das stimmt, dann sind wir verloren!»

Ich sagte: «Erzählen Sie keinen Blödsinn! Wir haben einen Herrscher. Sein Name ist Gott. Wir brauchen die Bushes nicht. Leute wie die Clintons und die Bushes kommen und gehen. Wir brauchen sie nicht; wir haben Gott.»

Einer meiner Nachbarn, der ein großer Demokrat war, rief: «Yeah!»

Es war wie im Bibelspruch: «Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind…». Nun waren wir zwei. Nun, das brach den Bann der Trance. Es schloss sich dann eine Diskussion darüber an, ob Muslime so etwas getan haben konnten. Meine Behauptung – und sie war das Letzte, was ich sagte, bevor ich den Mund hielt – war: « Bei einer derartigen Operation, die so gigantisch ist und mit so viel Geld zu tun hat, geht man nicht das Risiko ein, einen Haufen von Amateuren einzuschleusen. Das tut man einfach nicht.»

Vorwarnungen und eine inspirierende Predigt

CAF: Im nächsten Sommer stellte sich heraus, dass der «National Security Council» über das Risiko informiert war, dass Flugzeuge in die Türme fliegen könnten und die Sicherheitsbehörde in New York entsprechend warnte. Beide weigerten sich aber, die Menschen zu warnen und verursachten damit Tausende von Toten. Als das ans Licht kam, änderte sich die Auffassung in Hickory Valley. Ich glaube, die Menschen wurden in ihrer Auffassung bestärkt, weil sie eben doch nicht ganz auf die Sache reingefallen waren.

Am Sonntag darauf, dem ersten nach 9/11, begab ich mich zur Afro-American Kirche, die ich so liebe. Ich betrat sie und vernahm eine sehr inspirierende und erfrischende Predigt. Der Pastor, der ein wundervoller Mann ist, betrat das Rednerpult und etwa zwanzig oder dreißig Sekunden schaute er einfach in die Gemeinde. Man hätte eine Nadel fallen hören können. Dann sagte er: «Ladies and Gentlemen, rush hour ist da.» Das hielt ich für die beste Umschreibung des Ereignisses, die ich je hörte. Dann sagte er: «Wir wissen alle, dass  niemand eine solche Operation ohne Komplizen durchführen kann. Heute möchte ich über den mächtigsten Komplizen predigen, den diese Leute hatten, Osama bin Lucifer.» Dann predigte er über das Böse und den Krieg. Das war sehr klärend, denn wir hatten die Wahrheit nötig.

Ich kehrte nach Hause zurück. Damals arbeitete ich für eine Investment Firma in der City von London. Ich nahm den Hörer ab, und der Mann, der die Firma leitete, fragte: «Warum klingst du so glücklich?» Ich sagte: «Weil ich soeben die inspirierendste Predigt hörte.» Nächsten Monat war sein Kommentar «Rush hour ist da».

TM: Hatten deine Äußerungen in der Southern Baptist Church negative Folgen, bei Freunden oder deiner Familie?

CAF: Ich glaube, meine Familie machte sich große Sorgen um mich, sie dachten ich hätte sehr Anstoß erregt. Doch das änderte sich, als die Geschichten über das «Versagen» des Nationalen Sicherheitsrates, die Sicherheitsdienste in New York zu warnen, bekannt wurden – da man den Leuten sagte, in den Gebäuden zu bleiben.

TM: Außer ein paar wenigen Leuten, welche die Information erhielten, nicht in den Gebäuden zu bleiben.

CAF: Genau, und einigen Leuten wurde auch gesagt, an diesem Tag nicht zu fliegen. Solche Diskrepanzen zu beachten, hat meiner Meinung nach zu einer anderen Haltung geführt. Die Menschen spürten, dass irgendwas nicht stimmte.

TM: Ich erinnere mich an einen Bericht auf Fox News, glaube ich. Mehrere Male zeigten sie, wie ein Flugzeug in einen der Türme einschlug. Auf einem Bild konnte man aber sehen, wie die Nase des Flugzeugs auf der anderen Seite des Gebäudes wieder herauskam. Hast du das je gesehen?

CAF: Nein.

TM: Es sieht so aus, als ob alles vorbereitet war und in der Sendung einfach das falsche Bild reinrutschte…

Gebäude 7: Die verfrühte Meldung der BBC

CAF: Meine Lieblingsnummer war, dass die BBC ankündigte, dass das Gebäude 7 eben eingestürzt sei, doch im Hintergrund der Live-Übertragung war es noch zu sehen. Es stürzte erst 20 Minuten später ein.

TM: Die BBC hat das nie korrigiert. Doch in Sussex wurde sie deshalb von einem Zuschauer eingeklagt und dieser erhielt vor Gericht sogar Recht. – Danke, Catherine, das waren großartige Geschichten aus Hickory Valley.

CAF: Du wolltest, dass ich auch noch die zwei anderen 9/11-Stories erzähle?

TM: Unbedingt! Die erste war so eindrücklich, dass ich ganz vergaß, nach den beiden anderen zu fragen…

«Sie sind eine Lügnerin»

CAF: Nun, die zweite Geschichte spielte sich ein paar Jahre später ab, als es offizielle Zeugenaussagen gab.

Das «Unanswered Questions»-Team arbeitete hart dafür, dass eine 9/11-Kommission entstand. Wir hatten große Hoffnungen, dass dadurch unsere Fragen beantwortet würden. Erst machten sie Kissinger zum Vorsitzenden, nebst den Angehörigen der Opfer. Dann wechselten sie zu Governor Kane über, nebst einem früheren Senator oder Kongressmann.

Die Kommission machte weiter, und dann wurden einige Leute aus der Bush-Administration in den Zeugenstand gerufen, die unter Eid aussagten, darunter Condoleezza Rice, die damals nationale Sicherheitsberaterin war. Die Familienangehörigen hätten eigentlich antworten sollen, doch aus ihren Antworten wurde deutlich, dass sie von ihren Anwälten und den Gesetzesfragen unter Druck gesetzt waren, so dass sich kein klares Bild ergab.

Einige Leute riefen mich an und sagten: «Du musst was tun!» Es war Osterzeit [2004], und ich war sehr beschäftigt. Ostern ist ja eine Zeit der Verjüngung und des Feierns.

Ich sagte mir: «Gut, ich schreibe einen Brief.» Ich schrieb also mitten in der Osterzeit einen Brief an Condoleezza Rice, in welchem ich erklärte, weshalb ihre Zeugenaussage kompletter Mist war. Er war kurz, nett und beschränkte sich auf die wichtigsten Punkte (siehe unten).

TM: Wenn ich mich recht erinnere, brachtest du vier Punkte zur Sprache.

CAF: Ja, genau. Ich drückte mich äußerst klar aus, und begann: «Verehrte Condoleezza Rice. Ich schreibe Ihnen, um auf Ihre Zeugenaussage unter Eid zu antworten.» Es war eben wichtig, dass sie unter Eid aussagte. Der Präsident und Dick Cheney sagten nicht unter Eid aus, doch sie tat es. Ich sagte: «Punkt eins: Sie sind eine Lügnerin.»

Es war alles einfach, klar, offen. Ich legte die zwingendsten Beweise vor, wie zum Beispiel, dass der Generalstaatsanwalt Ashcroft davor gewarnt worden war, an jenem Tag ein Flugzeug zu besteigen; ferner, dass sie den Sicherheitschef des World Trade Center nicht gewarnt hatten, und dass er am selben Tag im Gebäude umkam. Und so brachte ich eine ganze Reihe von vernichtenden Punkten vor. Dann machte ich die Verbindung zu verschiedenen Tatsachen, zum Beispiel, dass die meisten angeblichen Hijackers in Saudi Arabien am Leben gefunden wurden.

Ich hatte die stärksten Dinge vorgebracht, doch alles nur auf zwei Seiten. Ich sandte eine Kopie des Schreibens an Cheney und Rumsfeld. Ich sprach auch vom fehlenden Geld – und wie das fehlende Geld mit der ganzen Sache zusammenhängt.

Ich schickte also den Brief los, und dann wurde er von World Net Daily an einem Freitagabend in Washington aufgegriffen und verbreitet. Dann wurde er von Rense aufgegriffen und verbreitet. So wie es eben manchmal geht. Dieser Brief landete überall, und aus der ganzen Welt strömten E-mails zu. Sie waren sehr berührend. Ein Mail sagte: «Ich bin ein pensionierter Offizier, und Sie haben meinen Glauben an unser Land verjüngt, über das ich so deprimiert war.»

Es war klar: Millionen von Amerikanern waren einfach furios und befanden sich in einem Zustand tiefster Trauer über all die Lügen.

Am Montagmorgen erhielt ich den Anruf eines Reporters von UPI (United Press International), einer der größten Nachrichtenagenturen des Landes. Er sagte: «Ich werde eine Story über Ihren Brief schreiben.» Ich sagte: «Das wird Ihr Editor nie zulassen.» Er sagte: «O doch, das habe ich schon mit ihm geklärt. Ich werde mich nicht auf den Inhalt einlassen. Es geht einfach um einen Hahnenkampf: Zwei Frauen der Bush-Mannschaft liegen sich in den Haaren. Die Leute in Washington lieben so was. Und ich werde die Story in UPI Picks obenan setzen.» UPI Picks ist eine Liste der Top Stories in Washington, die in jeden Haushalt kommen.

Ich sagte: «Ihr Editor wird die Story nicht obenan setzen.» «Doch, das werden wir tun.» «Warum wollen Sie das tun?»

Er sagte: «Weil wir Condoleezza Rice hassen.» Also schrieb er eine Story: «Hahnenkampf – zwei Frauen der Bush-Mannschaft liegen sich in den Haaren.» Und er setzte sie als Nummer eins obenan. Das schlug wie eine Bombe ein.

Wir hatten damals Programme auf unserer Webseite, mit denen man leichter feststellen konnte, wer die Webseite besuchte. Jedenfalls war in den nächsten zwei Tagen Halliburton, deren Direktor Cheney gewesen war, der häufigste Besucher meiner Webseite. Und am dritten Tag wurde ich vergiftet und wäre beinahe daran gestorben.

Ich begann 2006 mit einer großen Entgiftungskur, die bis 2009 andauerte. Also insgesamt etwa vier Jahre lang. Ich rief eines Tages einen Mann an, der, wie ich wusste, mit verdeckten Operationen im Zusammenhang mit dem Justiz-Departement befasst war. Ich sagte zu ihm: «Tu mir bitte einen Gefallen und finde heraus, wer hinter der Vergiftung steckte. Keine schlimmen Gefühle meinerseits. Ich möchte es einfach wissen.» Ich hatte nichts von Halliburton gesagt. Er rief zurück und sagte: «Wir waren es nicht. Wir glauben, es war Halliburton.»

Weißt du, was mir das sagte? Es war nämlich zur Zeit, als der Supreme Court sich für das «Projekt für ein Neues Amerikanisches Jahrhundert» entschied, das die Öl-Industrie zusammenrief und sagte: «Wir brauchen ein neues Pearl Harbor.»

TM: Ja, genau.

CAF: Mir sagte das Ganze, dass man in diesem Zeitraum, bis sich der Supreme Court zugunsten Cheneys entschied, befürchtete, die Kontrolle über die 9/11-Story zu verlieren. Davor hatte man in Washington  große Angst. –

Wir hatten vereinbart, dass ich noch eine weitere 9/11-Geschichte erzähle. Soll ich?

TM: Bitte!

Wie George Tenet sich aus der Verantwortung zu stehlen suchte

CAF: Das war um das Jahr 2005. Jedes Jahr findet in New Orleans eine große Gold-Konferenz statt. Ich beeilte mich, um zu den großen Reden zu kommen. Dick Amery und George Tenet sprachen. George Tenet hatte im Juli 2004 die Leitung der CIA abgegeben. In der Zeit von 9/11 war er der Präsident der CIA. Ich öffnete die Türen und betrat den Ballraum und wurde von einer Entrainment-Woge empfangen. Es war mir klar, dass hier Entrainment genutzt wurde.

Ich hatte Entrainment bereits am Telefon oder in den Medien erlebt, und ich vermute, dass es bei den Präsentationen von Analysen von ENRON verwendet wurde, was der Grund war, weshalb ENRON so erfolgreich darin war, sich von Wall Street-Analytikern unterstützen zu lassen. Das war bei mir allerdings noch Vermutung.

Ich hatte es bisher noch nie in einer Konferenz oder in einem Vortrags-Arrangement erlebt. Ich sagte mir: Du musst wirklich aufpassen, denn das wirkt so stark. Ich konnte wirklich erleben, dass es außerordentlich stark wirkte. Dick Amery sprach und jedermann klatschte Beifall und war zufrieden.

TM: Wer ist Dick Amery?

CAF: Ein Kongressabgeordneter. Dann sprach George Tenet. Und nach dem Vortrag konnte man Fragen stellen. Ich dachte: «Toll, da kann ich Fragen stellen!»

Tenet begann zu reden, und ich machte mir Notizen. Irgendwann hörte er auf. Ich war so damit beschäftigt, mir Notizen zu machen, dass ich aufgehört hatte, mein Bewusstsein unter Kontrolle zu halten. Plötzlich ließ ich meinen Stift fallen und begann zu klatschen. Ich dachte: «Ist er nicht wunderbar!»

Dann bemerkte ich aber: «Nein, er ist gar nicht wunderbar. Seine Rede ist fürchterlich. Warum klatsche ich also?» Die Technik tat ihre Wirkung an mir, obwohl ich sie kannte. Und es war mir klar, dass das Auditorium nichts über Entrainment wusste. Sie waren alle einfach überwältigt. «Oh, die Rede ist wunderbar. Er ist so wunderbar.»

Wenn du auf das hörtest, was er wirklich sagte, war es eine furchtbare Rede. Die ganze Rede drehte sich darum, zu zeigen, wie 9/11 einfach ein Versagen der Koordination zwischen der Armee und der Luftwaffe und der NSA und den anderen Diensten darstellte. Daher müssten wir die Vorlage durch den Kongress bringen, die gesamte Koordination zwischen den operativen Diensten und der Armee zu reorganisieren, so dass sie viel enger wird. Das war natürlich gar nicht das Problem. Es war ein Fake-Problem mit einer Fake-Lösung.

Tenet beendete also seine Rede, jedermann gab ihm einen Riesenapplaus, und dann wurde man zu Fragen eingeladen. Ich dachte: «Das musst du tun.»

Er wusste natürlich, wer ich bin. Ich schritt also zum Mikrophon und sagte: «Mr. Tenet, vielen Dank für Ihre Rede. Mein Name ist Catherine Austin Fitts.» Man konnte sehen, wie sein Gesicht erstarrte. Ich sagte: «Können Sie erklären, warum die Air Force während 9/11 viermal am Boden blieb?» Das erfordert nämlich keine Koordination zwischen verschiedenen Diensten.

Er wurde hellrot. Wenn du trainiert wirst, politische Reden zu halten, so wirst du auch darin trainiert, auf eine Frage, die dir nicht passt, entsprechend zu antworten, indem du zum Beispiel sagst: «Herr Meyer, was für eine brillante Frage! Ich danke Ihnen außerordentlich für diese Frage.» Doch dann lässt du etwas folgen, was gar keinen Zusammenhang mit der Frage hat und beantwortest stattdessen die Frage, die du gerne gehört hättest. Doch du bist sehr freundlich mit der Person, welche die Frage stellt. Du wirst weder rot noch wütend, das kommt nicht in Frage. Du antwortest einfach auf etwas Anderes.

Offenbar hat er in diesem Training geschwänzt. So wurde er feuerrot, erstarrte und sagte schließlich in sarkastischem Ton: «Meine Liebe, Sie sollten die Air Force fragen. Ich war nicht Haupt der Air Force. Ich war Haupt der CIA», was natürlich seiner ganzen Behauptung über Koordination und Integration komplett widerspricht.

Da schien das ganze Auditorium plötzlich aus der Trance zu erwachen. Es war, wie in der Baptisten-Kirche. Jedermann blickte auf ihn, und er bekam Angst. Aber Angst wovor? Was hatte er zu verbergen? Da spürten die Leute, dass etwas nicht stimmt.

Nachher sagten mir viele Händler, dass sie wegen meines Kommentars viel Gold verkauften, was natürlich nicht meine Absicht war. Ich hatte nicht die Absicht, Gold auf den Markt zu bringen. Doch an diesem Punkt fingen die Leute an zu merken, dass was nicht stimmt.

Ein vielsagendes offizielles Dokument

TM: Eine großartige Erfahrung! Darf ich die Geschichte meinerseits etwas illustrieren?

CAF: Natürlich!

TM: Ich machte eine Entdeckung, welche die Bedeutung von dem, was du eben sagtest, illustriert und zusätzlich unterstreicht.

Ich fand nämlich ein Dokument auf der Webseite des Pentagon, das später natürlich verschwand. Aber ich kopierte es. Es wurde etwa zwei Wochen nach 9/11 auf die Webseite gesetzt, auf die offizielle Webseite des Pentagon (siehe Abb.). Darauf siehst du George Bush, der eine Ansprache vor der CIA in Langley hält. Das war am 26. September 2001. Bush sagt unter anderem: «Ich danke Ihnen allen sehr. Vielen Dank auch dir, George, und danke, dass Sie mich wieder eingeladen haben.» Lachen. «Es gibt keinen Zweifel daran, dass ich mich in einer Halle von Patrioten befinde, und ich möchte Ihnen jetzt ein paar Dinge sagen. Erstens: Danke für Eure harte Arbeit. Wie Ihr wisst, haben George und ich viele schöne Momente miteinander verbracht.» Gelächter. «Es gibt einen Grund dazu. Ich habe viel Vertrauen zu ihm, und ich habe viel Vertrauen zur CIA.» Applaus. «Und das sollte auch Amerika haben…»

Ist das nicht ein erstaunliches Dokument? Ich weiß nicht, wie es reingerutscht ist. Ich fotografierte es sofort. Bush besucht also die CIA und statt zu sagen: «Ihr seid alle wegen eures Versagens entlassen», lobt er sie über den grünen Klee. Natürlich verschwand das Dokument, um nie mehr wieder zu erscheinen. Das bekräftigt doch, was du mit Tenet erfahren und uns berichtet hast. Kanntest du die Sache?

Größter Bankraub der Weltgeschichte

CAF: Nein, sie war mir nicht bekannt. – Es gab ja so viele Prozesse und Geltendmachung von Wertschriften. Alle Dokumente der Handelskammer und des FBI waren verbrannt.

TM: Das war im Gebäude 7.

CAF: Richtig. So hat 9/11 für die Führung des Landes viele Vorteile gebracht. Eines der Dinge, die aus 9/11 resultierten, war, dass der Fluss der ersten gestohlenen vier Billionen Dollar verdeckt wurde. Ich sage vier Billionen, denn mehr wissen wir nicht darüber. Wer weiß, wie hoch die wirkliche Ziffer war?

TM: Inzwischen hast du die Zahl auf 22 bis 23 Billionen erhöht.

CAF: Am Ende des Fiskaljahres 2015 war die Summe 21 Billionen Dollar. Ein Teil des Patriot Act und die Änderungen im Gesetz ermöglichten es der Führungsclique, diese Dinge fortzusetzen.  Man schuf einfach die nötige legale Infrastruktur, um den Finanz-Staatsstreich fortzusetzen.

TM: Dies war wohl eine der Haupttriebfedern für 9/11.

CAF: 9/11 war der größte Bankraub der Weltgeschichte. Man ist in die Banken eingebrochen.

TM: Sicherlich eine der Schichten: Die geopolitischen Perspektiven der PNAC-Leute wurden angefeuert.

CAF: Es finanzierte die nächste Runde der Globalisierung. Und baute die Infrastruktur für einen nationalen Sicherheitsstaat auf. Es handelt sich darum, zwei Zivilisationen aus einem einzigen Budget zu finanzieren, indem du die eine Zivilisation vor der anderen verborgen hältst. Wie ein Mann, der zwei Familien hat, die er aber voneinander verborgen hält. Doch aus einem einzigen Budget muss er zwei Haushalte finanzieren.

TM: Vielen Dank, Catherine! – Sollen wir zum Schluss noch etwas zu «Mind Control» und was wir dagegen tun können, erörtern? Und dann haben wir noch dieses wunderbare Beispiel aus dem Alten Testament – Gideon.

Mind Control

CAF: Wir haben auf Solari Report viel über EMF-Strahlung (Elektromagnetische Feldstrahlung), 5G Entrainment-Technologie, unterschwellige Programmierung und alle möglichen Techniken gebracht, die das Bewusstsein der Menschen beeinflussen sollen. Und dann gibt es natürlich auch die Massenmedien und die sozialen Medien (wie Twitter und Facebook etc.)

Mind Control ist eine sehr komplexe Thematik, doch es gibt eine ganze Menge von Informationen darüber. Es handelt sich um eine – besonders in den USA – sehr bedeutende Sache. Und es scheint, dass es einen Teil der Bevölkerung gibt, der dagegen widerstandsfähiger ist als andere Teile.

Jetzt, wo 5G aufkommt, wird damit das Überwachungssystem ungeheuer verstärkt.

TM: Was ist 5G?

CAF: 5G ist die nächste Stufe des Mobilfunkverkehrs. Er kann Gebiete erreichen, welche von der gegenwärtigen Technologie nicht erreicht werden können.

Ich mache mir große Sorgen darüber, denn ich glaube, ein Großteil der öffentlichen Reaktion auf die verstärkte politische und wirtschaftliche Zentralisierung und reale Gesetzlosigkeit beruht auf Mind Control. Die Mind Control-Techniken wirkten mit großem Erfolg.

Wir machten einen Solari Report, «Control 101», um das im Einzelnen zu beschreiben. Etwas, wozu ich die Menschen immer ermutige, egal ob sie sich über ihre Gesundheit oder ihre wirtschaftliche Prosperität Sorgen machen, ist, sich ein klares, kohärentes Bewusstsein zu bewahren. Anders können wir nicht navigieren. Alles, was wir tun können, um Mind Control zu verstehen und uns davor zu schützen, ist also absolut wesentlich, sowohl für deine Gesundheit wie auch für dein finanzielles Wohlergehen und dein Glück.

TM: Wir müssen lernen, unser eigenes Bewusstsein zu kontrollieren, sonst werden wir vom Bewusstsein anderer kontrolliert. Ein gewisser Schutz besteht also darin, uns selbst zu entwickeln und uns als geistiges Wesen in einem physischen Körper zu erfassen. Wir sollten uns nicht einfach mit den physischen Strukturen, wie dem Gehirn, identifizieren. Insofern wir das tun, sind wir manipulierbar.

CAF: Genau. Wenn man versteht, dass Andere möglicherweise deine Gedanken lesen und auch Gedanken in dein Bewusstsein setzen können, dann sollte man lernen, Herr des eigenen Bewusstseins zu werden.

Das Beispiel von Gideon

TM: Genau. Und da haben wir das große Beispiel einer wunderbaren Geschichte aus dem Alten Testament. Ich habe sie auf deine Anregung hin studiert. Lass mich zunächst nur Eines erwähnen, das ich sehr bemerkenswert finde. Viele Menschen haben heute geistige Erfahrungen, doch sind sie oft naiv und hinterfragen sie nicht. Denn auch geistige Erfahrungen können zu Illusionen und Täuschungen führen.

Ich bin froh, dass du mich auf die Gestalt des Gideon aus dem Alten Testament aufmerksam gemacht hast (Buch Richter). Er ist dazu bestimmt, sein Volk zu erretten. Er hat eine Inspiration vom Engel des Jahwe, doch er nimmt sie nicht einfach naiv hin, sondern er will 150% sicher sein, dass es wirklich dieses Wesen ist, das ihn inspiriert. Das ist eine ganz moderne Bewusstseinshaltung. Ich glaube, gerade heute brauchen wir einen solchen prüfenden Willen. Viele Menschen haben ihn nicht. Er gibt nämlich dem Engel Jahwes drei Aufgaben, die zeigen sollen, dass er wirklich der Engel Jahwes ist. Das ist so modern, so wesentlich. Danke, dass du mich auf seine Geschichte aufmerksam gemacht hast. Er ist ein Pionier des geistigen Unterscheidungsvermögens. Doch du hast noch einen anderen Aspekt im Auge, warum er für uns so wichtig ist.

CAF: Wir haben darüber in deinem «Salon» gesprochen. Die Frage, die sich uns stellt, ist: Wie komme ich durch diese Zeit mit Tsunami-ähnlichen Veränderungen, und mit den Beeinflussungen, von denen wir gesprochen haben? Wie schaffe ich das? Für mich sagt uns die Geschichte von Gideon viel über dieses Wie.

Der Engel verlangt von ihm, dass er die Midianiten aus Israel hinauswirft. Und der Höhepunkt des Prozesses ist, dass die Midianiten so bösartig, misstrauisch und hasserfüllt sind, dass sie sich gegenseitig töten.

Ich denke, dieser Teil der Geschichte zeigt, dass wir nichts direkt bekämpfen müssen. Einige Menschen meinen, sie müssen etwas direkt bekämpfen. Wer das tun muss, soll es tun. Doch für die meisten von uns gilt, dass wir ausweichen und uns zurückziehen sollen. Wir müssen uns von den Midianiten zurückziehen, und dann brauchen wir Vertrauen. Wenn wir gesunde Alternativen entwickeln und den geistigen Raum mit Liebe und Licht erfüllen, dann werden sich die Midianiten gegenseitig umbringen.

Selbst als Investmentbanker würde ich sagen: Du kannst den Planeten nicht ohne Vertrauen und Kooperation lenken. Er ist einfach zu groß, und zu viele Dinge spielen sich auf ihm ab.

Man glaubt anscheinend, mit Artificial Intelligence und totaler digitaler Kontrolle und Mind Control kann der Planet von einer relativ kleinen Gruppe von Leuten gelenkt werden. Aber ich glaube, so läuft das einfach nicht. Daher sage ich voraus, dass sich die Midianiten gegenseitig umbringen werden. Was wir brauchen, ist, Bedingungen herbeizuführen, die den Menschen zeigen, dass es Alternativen gibt. Wenn sie dann aufhören, den Midianiten nachzulaufen und ihnen aus dem Wege gehen, dann werden sich die Midianiten eben selbst gegenseitig umbringen.

TM: Das erfordert die mutvolle Einsicht, dass das Böse niemals ewig ist. Es wird von den höheren Mächten der geistigen Welt zugelassen und ins Spiel gebracht. Deshalb wird es sich am Ende selbst zerstören. Es ist nicht imstande, das höhere Gute in der Welt zu zerstören. Das scheint mir eine wichtige Perspektive zu sein.

D.N. Dunlop – ein moderner Templer

TM: Wenn du einverstanden bist, schließen wir unser Gespräch mit einem großartigen Zitat. Es weist auf den geistigen Hintergrund aller Kämpfe der Gegenwart. Lass mich ein paar Sätze zum Mann, von dem es stammt, vorausschicken. Der Schotte Dunlop war der erste Mensch, der in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts eine selbstlose Weltwirtschaft zu entwickeln trachtete. Er organisierte 1924 eine World Power Conference in London, die vom damaligen Prince of Wales eröffnet wurde. Es war die erste Konferenz, auf der Spezialisten der Energiewirtschaft aus allen Ländern vereinigt wurden.

CAF: Ich möchte nur darauf hinweisen, dass die Schotten in der Wirtschaft immer führend waren.

TM: Er war zwar Schotte, wurde aber im Laufe der Zeit ein wahrer Kosmopolit. Er war einst Templer gewesen. Ich denke, du stimmst mir bei, wenn ich sage, dass die Templer die ersten Menschen waren, die zeigten und bewiesen, dass wirtschaftlicher Reichtum und Wohlstand in selbstloser Art erlangt werden kann. Sie waren reich, doch kein Templer war reich für sich.

CAF: Genau. Und deshalb wurden sie immer reicher.

TM: Richtig.

CAF: Ich möchte hier einschalten, dass einer der Gründe, warum ich so gern Steiner lese, der ist, dass er die Templer als geistige Strömung beschreibt. Während die meisten Menschen heute glauben, es handle sich bei ihnen um eine Sekte innerhalb der Freimaurerei. Wir haben es mit einem spirituellen Phänomen zu tun.

TM: Jawohl, und sie hatten auch einen unmittelbaren Einblick in die höhere Natur des kosmischen Christus-Wesens. Das hat die Kirche nie gehabt und auch nie erstrebt. Es handelt sich wirklich um einen spirituellen Strom außerordentlicher Menschen.

CAF: Genau. Ein Templer ist jemand, der in diesem Strom und aus diesem Strom lebt. Es ist eine geistige Zugehörigkeit.

TM: Unbedingt. Lass uns nun eine Art Epilog unseres Gespräches lesen. Ein Teil eines verlorenen Briefes an Dunlops Seelenfreundin Eleanor C. Merry. Der Wortlaut ist wie folgt:

«Ich ruhe in meinem Zelt, inmit-ten der himmlischen Sterne. Da ist kühler Schatten und klares Sonnenlicht, einer jeglichen Stimmung zu begegnen. Da wirst du Erquickung finden für die matten Stunden, gelebt in der Welt, in der die Müden ihre Zeit verbringen, ohne zu ahnen, wie nahe sie sind den ewigen Hügeln und hohen Bäumen. Wie königlich ich mich fühle! … Wollen wir nicht zusammen auf die grandiose Schlacht blicken, die im Gange ist, da, wo unsere ‹Schatten› sich befinden – auf die kosmische Schlacht zwischen Ahriman und Michael! Ich kann Michaels Majestät erleben, während er darauf wartet, dass wir ihm seine Macht zurückbringen helfen. Und er wartet nicht vergebens…!»

CAF: Das bringt uns zu unserem Besuch auf dem Mont Saint-Michel zurück. Die Statue auf seiner Spitze ist so großartig.

TM: Danke, Catherine, für dieses inspirierende Gespräch. Wir könnten es noch lange fortsetzen…

CAF: Das werden wir auch. Wir haben ja noch Jahre vor uns…

TM: Wir werden nochmals über die Templer sprechen müssen. Zu ihrer Zeit kam ja auch eine teuflische Anwendung der Folter auf. Der König wusste, wie er Informationen aus ihnen herausbekommen konnte, die gegen sie aussagten, wenn das Bewusstsein unter den Folterschmerzen fast verlöschte. Sie schilderten das, was sie an inneren Versuchungen durchgemacht hatten, als wirkliche Vergehen. Das sollte ins Auge gefasst werden, da wir ja in einer Zeit leben, in der ähnliche Folterpraktiken überall auf der Welt auf eine lästerliche Art Auferstehung feiern.

CAF: Und zwar gewissermaßen im Namen des Gesetzes. Es ist sehr wichtig für die üblen Leute, die guten Leute als üble Leute zu brandmarken. Und das werden sie noch lange fortsetzen.


Kategorie: Interviews

The Present Age Volume 4 / No. 10/11 January/February 2019

06.03.2019

Contents

Editorial
The Supersensible Michael School – and how we were able to forget it

The Year as an Archetype of the Activity of the Human Soul
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Monica von Miltitz

The Path of Discipleship
by D.N. Dunlop

Chartres, 9/11, Financial Fraud, and the story of Gideon
Interview with Catherine Austin Fitts by T.H. Meyer (Part Two)

LETTERS FROM STOURBRIDGE
What On Earth Is Going On In Britain?
Terry Boardman (Part One)

The Deeper Background to Britain’s Current Crisis
Terry Boardman (Part Two)

January/February Calendar

A Short Study of Hegel
Immanuel Klotz

The “Rule of UnlawfuIness” and the Migration Problems
Gerald Brei

100 YEARS THREEFOLD
Karl Heyer: Esoteric Foundations and Aspects of Social Threefolding
Indications by Rudolf Steiner

Siegfried and The Twilight of the Gods
Ricarda Murswiek

Rudolf Steiner’s Peat Fibre Impulse
Ruth Erne

Peat Fibre Refining and its Effect on Electricity
A suggestion by Rudolf Steiner
Peter Böhlefeld, Andreas Bracher

FORUM
Destiny and the Process of Dying
A comment by Are Thoresen

Imprint

Bothmer Gymnastics
or the Movement of the Free Human Body
Gabriela Maria Gerber

LETTER FROM BOSTON
Cartoons from Capitalism to Socialism
Andreas Bracher

Unfortunately pdf download is not possible at the moment.

Price: 14 CHF


Kategorie: TPA archives, TPA current

The Supersensible Michael School – and how we were able to forget it

06.03.2019

In her book Der Brief der Lehrerin (The Teacher’s Letter), written in her youth, Barbro Karlén says that at the age of 12 she had written that the human being goes through a schooling in an actual school in the spiritual world before birth. She describes life on earth as a great summer holiday from this supersensible school.

And as the principals of schools on earth give the students summer holidays to relax and do better in the next school year, “the highest teacher in the universe treats his children to summer holidays so that they can gather their strength before the final test! Summer holidays in which all feel free, in which all find time to think about their task. And if they did it well, should not they try to do it even better next time?”1

What the child Karlén, who at this early age had already had experiences of reincarnation, relates in this simple way, is profound and true. Not only has there been an actual supersensible school in the supersensible world since the beginning of the 15th century, the earthly vacation time is also rightly characterised by Karlén as the time “in which all feel free”. For freedom can only be gained and practised on earth! In this sense the “summer holidays” are the earthly school of freedom.

Rudolf Steiner’s modern spiritual research has cast a profound light on this supersensible school. Especially pregnant is what he says about it in the karma lectures of 1924, notably in Arnheim (GA 240). This school too has a great cosmic teacher – Michael, who of all the archangels stands the closest to Christ. The most important teaching content of the school is a far-reaching survey of the great Mystery Schools in human history, an imagination of the great “initiation teachings” (R. Steiner) of all ages.

Out of this review came a preview of the time in the future which was to bring about a new mystery wisdom. This time was the 20th century, and the initiate of the new mystery teachings was Rudolf Steiner.

All those who are drawn to the revelations of spiritual science thereby recognise that in their souls a mostly unconscious memory of their time in the Michael School can light up. Karlén became aware of this already in her youth.

But the present ahrimanic spirit in our time does not care for any such great and comprehensive survey of the past and the future. Ahriman is the inspirer of a narrow-minded intelligence, which does indeed achieve great things in very restricted fields but remains uncomprehending of anything beyond the limits set by academic sciences or falls into a vague mysticism.

Not so Michael. He calls for a comprehensive, wide-ranging thinking that includes both sensory and supersensible realities. The new mystery teachings can only be grasped through such a spiritualised thinking.

Just as in the summer holidays much that was learned and experienced at school is forgotten and must be forgotten, so most people completely forget what they have experienced in the supersensible school. Many have drunk so deeply from Lethe’s draught of forgetfulness that everything of a supersensible nature that they have received appears to be extinguished in them. The most effective means of refreshing the memory of our pre-birth experiences is the earnest study of spiritual science

T.H. Meyer

 

The new Age of Michael began 140 years ago in the year 1879.
On 19 February 2019 we will be exactly 120 years after the end of Kali Yuga, which called for the acquisition of knowledge of the world of the senses and which ended on 19 February 1899, to be followed by an Age of Light.

 

_________________________

1    Barbro Karlén, Der Brief der Lehrerin, Perseus Verlag, Basel, 2nd. ed. 1995, p. 35

2   From: Ch. Kovacs, The Mission of Michael (Die Sendung Michaels), Perseus Verlag, Basel 2011.


Kategorie: TPA Editorial

Die übersinnliche Michaelschule und wie wir sie vergessen konnten

01.02.2019

Barbro Karlén spricht in ihrem Jugendbuch Der Brief der Lehrerin, das sie mit zwölf Jahren geschrieben hatte, davon, dass der Mensch in der geistigen Welt vor der Geburt eine Schulung durchmacht, in einer eigentlichen Schule ist. Das Erdenleben dagegen beschreibt sie als die großen Sommerferien von dieser übersinnlichen Schule.

Und wie die Leiter von Erdenschulen den Schülern Sommerferien gönnen, um sich zu entspannen und es im nächsten Schuljahr besser zu machen, so wird auch «der höchste Lehrer des Weltenalls seinen Kindern Sommerferien gönnen, damit sie Kräfte sammeln können vor der letzten Prüfung! Sommerferien, in denen sich alle frei fühlen, in denen alle Zeit finden, über ihre Aufgabe nachzudenken. Und wenn sie sie gut erledigt haben, sollten sie dann nicht versuchen, es das nächste Mal noch besser machen?»*

Was die kindliche Karlén, die bereits in diesem frühen Alter Reinkarnationserlebnisse hatte, in schlichter Art erzählt, ist tiefgründig und wahr. Nicht nur gibt es im Übersinnlichen seit dem Beginn des 15. Jahrhunderts tatsächlich eine übersinnliche Schule; auch die irdische Ferienzeit wird von Karlén sachgemäß charakterisiert als die Zeit, «in der sich alle frei fühlen». Denn die Freiheit kann nur auf Erden erworben und erübt werden! In diesem Sinne sind die «Sommerferien» die Erdenschule der Freiheit.

Tief hineingeleuchtet in diese übersinnliche Schule hat die moderne Geistesforschung Rudolf Steiners. Besonders prägnant sprach er darüber in den Karmavorträgen des Jahres 1924, besonders in Arnheim (GA 240). Auch diese Schule hat einen höchsten Weltenlehrer. Es ist Michael, welcher von allen Erzengeln dem Christus am nächsten steht.

Der wichtigste Lehrinhalt ist ein weit gespannter Überblick über die großen Mysterienschulen der Menschheitsgeschichte, eine Vergegenwärtigung der großen «Initiatenlehre» (R. Steiner) aller Zeiten. Aus diesem Rückblick wurde ein Vorblick auf die künftige Zeit, die eine neue Mysterienweisheit zu bringen hat. Diese Zeit ist das 20. Jahrhundert, der Initiat der neuen Mysterienlehre Rudolf Steiner.

Alle, die es zu den Offenbarungen der Geisteswissenschaft hinzieht, dokumentieren damit, dass in ihren Seelen eine meist unbewusste Reminiszenz an den Aufenthalt in der Michaelschule aufblitzt. Bei Karlén tritt sie in schon jugendlichem Alter ins Bewusstsein.

Doch der heutige ahrimanische Zeitgeist liebt keine solchen großen, Vergangenheit und Zukunft umfassenden Überblicke. Ahriman ist der Inspirator der bornierten Intelligenz, die zwar auf beschränktem Feld Großes leistet, für die jedoch, was jenseits der akademisch-wissenschaftlich abgesteckten Grenzen liegt, unfassbar bleibt oder dem diffusen Mystizismus anheimfällt.

Nicht so Michael. Er fördert ein umfassendes, großzügiges Denken, das sowohl sinnliche wie übersinnliche Realitäten durchmisst. Die neue Mysterienlehre ist nur durch ein solches spiritualisiertes Denken zu erfassen.

So wie in den Sommerferien Manches vergessen wird und vergessen werden muss, was in der Schulzeit durchgenommen wurde, so vergessen die meisten Menschen gründlich, was sie in der übersinnlichen Schule aufgenommen haben. Manche haben vor der Geburt so viel vom Lethe-Trank des Vergessens genossen, dass alles übersinnlich Aufgenommene wie ausgelöscht erscheint. Das wirksamste Mittel zur Auffrischung des vorgeburtlichen Gedächtnisses ist das ernsthafte Studium der Geisteswissenschaft.

Thomas Meyer

Vor 140 Jahren begann im Jahre 1879 das neue Michael-Zeitalter.

Am 19. Februar 2019 stehen wir überdies exakt 120 Jahre nach dem Ende des Kali Yuga, das die Sinnes-Erkenntnis förderte und am 19. Februar 1899 zu Ende ging, um durch ein lichtes Zeitalter abgelöst zu werden.

* Barbro Karlén, Der Brief der Lehrerin, Perseus Verlag, Basel, 2. Aufl. 1995, S. 35.


Kategorie: Editorial, News

Europäer Februar 2019 (Jg 23 / Nr. 4)

01.02.2019

Editorial: Die übersinnliche Michaelschule und wie wir sie vergessen konnten

Eine Amerikanerin erlebt Chartres
Gespräch von Catherine Austin Fitts und Thomas Meyer

Herrschaft des Unrechts und Migration
Dr. Gerald Brei

Zum «Friedensvertrag» von Versailles
Cyril Moog

Siegfried und die Götterdämmerung (Teil 2)
Ricarda Murswiek

Hegels Begriff der Wiedergeburt
Imanuel Klotz

Wirrnisse um die AAG
Franz-Jürgen Römmeler

Februar
Gedicht von Monica von Miltitz

Zur Äthergeographie von Schottland
Renatus Derbidge

Der Torffaser-Impuls von Rudolf Steiner
Ruth Erne

Leserbriefe 

Impressum 

 

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Kategorie: Europäer-Archiv

Eine Amerikanerin erlebt Chartres

01.02.2019

Ein Gespräch mit Catherine Austin Fitts – (30. Okt. 2018) Teil I

Diesmal übernahm ich die Initiative zu einem Interview mit Catherine Austin Fitts, nachdem sie schon mehrere mit mir gemacht hatte. Wir unterhielten uns an unserem Wohn- und Arbeitsplatz in Arlesheim.

Am Freitag, dem 26. Oktober, hatten wir ein Treffen mit etwa 20 Menschen. Es ging um die brennenden Zeitfragen, einschließlich der neuen Mind Control-Technologie, Finanzskandale und so weiter. Auch Catherines jüngster Besuch von Chartres wurde berührt.

Wie sie auf Solari Report berichtet, verbrachte sie im Sommer mit Freunden ein paar Tage in Chartres und besuchte anschließend auch den Mont Saint-Michel. Als inspirierenden Reisebegleiter trug sie das faszinierende Buch von Henry Adams im Gepäck – Mont-Saint-Michel and Chartres. Adams stammte aus einer hochstehenden amerikanischen Familie, die zwei Präsidenten hervorgebracht hatte. Die Route führte die kleine Gesellschaft über Orléans, das im Mittelalter ebenfalls zur «Schule von Chartres» gehörte.

Ich möchte einleitend aus dem Solari Report zitieren: «Als wir auf Chartres – unser Zielort – zufuhren, versprach ich, dass der Regen aufhören würde, sobald die Kathedrale sichtbar werde. Und in der Tat, es teilten sich die Wolken, die Sonne brach durch, und einer der größten Regenbogen, die ich je gesehen hatte, spannte sich über den ganzen Himmel, und eines seiner Enden ging gerade neben der Kathedrale nieder. Ein vielversprechender Anfang.

Wir blieben schließlich vier Tage in Chartres. Eigentlich hätten wir nach Paris weiterfahren sollen, doch wir waren alle derart von der Kathedrale fasziniert, dass wir Führungen mitmachten, das Labyrinth abschritten, Orgelkonzerte hörten und Light Shows erlebten. Der Besuch war Monate zuvor geplant worden. Für die Vorbereitung riet mir Thomas Meyer, Henry Adams’ Buch Mont-Saint-Michel and Chartres zu lesen. Ich sah mir auch zahlreiche Dokumentarfilme über Chartres und die großen Kathedralen an. Doch nichts kann einen meiner Meinung nach auf so viel Schönheit vorbereiten, die plötzlich vor einem steht. Worauf ich ebenso wenig vorbereitet war, ist, dass die Kathedrale eine Kirche der Aktivitäten ist. Der Kirchgemeinde wie dem allgemeinen Publikum offenstehend, finden hier Hochzeiten, Gottesdienste, Taufen, Konzerte und Gemeindeveranstaltungen statt. Dies ist eine Kirche voller Liebe, umgeben von einer Gemeinde, die ihre Kathedrale und ihre vielen Segnungen, welche die Menschen anziehen, schätzt. Wenn man den Bau durchschreitet, realisiert man, dass er durch praktisch jedermann gebaut und bewahrt wurde – nicht nur von Königen und Bankern, sondern auch von Metzgern und Farmern – selbst die örtlichen Prostituierten sollen eines der Glasfenster gestiftet haben. Dann kamen wir in Saint-Michel an. (…)»

Thomas Meyer

TM: Catherine, du hast einen ziemlich starken Eindruck von Chartres bekommen, wenn man deine Worte liest.

CAF: Jawohl. – Aber zuerst möchte ich hinzufügen, dass die Zusammenkunft nicht nur in eurem Heim stattfand, sondern dass es ein sehr schönes Heim ist.

TM: Vielen Dank.

CAF: Wir hatten in deinem neuen Heim den ersten «Meyer-Salon». Nicht nur führten wir außerordentliche Gespräche. Es gab auch meine musikalische Lieblingskombination – Beethoven und Schubert.

TM: Das wurde von einem alten Freund gespielt.

CAF: Auch gab es ein paar Meditationen von Steiner, die sehr schön und ansprechend waren.

TM: Wir brachten auch ein Zitat von D.N. Dunlop, das wir am Ende bringen könnten.

CAF: Ja, das war großartig.

Henry Adams und die Gesinnung der Lehrer von Chartres

TM: Nun zurück nach Chartres. Du hast also das Buch von Adams als Reisebegleiter mitgenommen. Für mich ist dieser Amerikaner aus einer Familie mit politischer Tradition, der Mitteleuropa so schätzte, eine außergewöhnliche Gestalt. Sein Buch diente dir also gewissermaßen als ein Führer?

CAF: Es ist völlig zerlesen! Ich schleppte es durch ganz Europa! Es war so heiß, dass ich nasse Kleider um den Hals legte, um kühl zu haben. Und natürlich habe ich Unterstreichungen gemacht, denn ich wollte es ja nicht einfach lesen, sondern mich damit auf die Reise vorbereiten. Während der Fahrt las ich Ulrike und Nicole Passagen daraus vor. Dann stiegen wir aus, und es fiel mir zu Boden.

Wenn ich dir sage, es war völlig zerbeult, dann war es völlig zerbeult. Du würdest wahrscheinlich sagen «mein Gott!»

TM: Das zeigt, dass du wirklich mit dem Buch gearbeitet hast. Bücher sind doch zum Gebrauch da, nicht zur Dekoration.

CAF: Nun, dieses wurde sicherlich gebraucht.

TM: Chartres ist in der Tat ein großer Ort. Gestern hatten wir uns schon ziemlich lange über die Geschichte und die Bedeutung dieses Ortes unterhalten.

CAF: Chartres hat mich so tief beeindruckt, zunächst weil es ein Ort großer Schönheit ist. Bist du ein Christ, so klingt diese Schönheit sofort harmonisch mit deinem Glauben zusammen. Dadurch wird dein Glaube sehr inspiriert. Doch wenn du mehr über Chartres und seine Geschichte erfährst, dann erkennst du, dass es eine Kirche und eine spirituelle Sphäre ist, die stark unter dem Einfluss des Christus und der Jungfrau Maria steht. Auch herrscht hier ein wunderbares Gleichgewicht zwischen Männlichem und Weiblichem. Beide sind sehr stark, und beide werden ohne Konflikt gefeiert; einfach wunderbar.

Wenn man dann mehr über die Kirche und darüber, wie sie erbaut wurde, erfährt, dann erkennt man, dass sie mit all den verschiedenen Schichten der Gemeinde verbunden war – von den Königen bis zu den Metzgern und Prostituierten, wie ich sagte – und alle lieben diese Kirche. Das war so wunderbar. So umfassend-einschließend. Alle sind willkommen. Es ist eine offene Kirche. Und doch steht sie unter Schutz.

TM: Die katholische Kirche sucht überall die großen Orte der Vergangenheit auf. Überall findet man Zeichen von irgendeinem Papstbesuch an den Mauern. Doch Chartres war in dieser Hinsicht wirklich ein geschützter Ort. Kein Papst hinterließ hier seine Spur. Und die Menschen damals waren hier ja auch nicht so sehr katholische, sondern mehr keltische Christen. Es war eine Kirche der Geburt und des Lebens. In der Kathedrale findet sich kein einziges Grab. Das sagt viel. – So steht sie unter einem Schutz. Ihre Spiritualität ist einzigartig. Ich kann die Gesinnung dieser Spiritualität am besten mit einem berühmten Zitat von einem der Lehrer von Chartres charakterisieren, nämlich von John of Salisbury (gestorben 1180), der in Amerika wohl nicht sehr bekannt ist. Er schrieb ein Buch mit einem seltsamen Titel – Metalogicon. Darin zeigt er vor allem, warum es von Nutzen ist, einen klaren logischen Verstand zu besitzen.

«Zwerge auf den Schultern von Riesen»

TM: Einige dieser Menschen studierten die Logik des Aristoteles sehr gründlich. Sie selbst waren dabei mehr platonisch gesinnt und neigten mehr zu einem imaginativen Denken. Sie waren platonische Christen. Nun findet sich im Metalogicon das erwähnte berühmte Zitat überliefert, auf das ich angespielt habe. Es stammt von einem anderen der großen Lehrer von Chartres, Bernhard von Chartres, der für seinen Unterricht in der Grammatik berühmt war. Bernhardus pflegte zu sagen: «Wir sind wie Zwerge auf den Schultern von Riesen. Und wenn wir etwas weiter sehen als sie, dann nur, weil wir von ihnen etwas in die Höhe gehoben werden, nicht kraft unserer eigenen Sehschärfe.»

Das charakterisiert die ganze Bescheidenheit – die Mentalität der Lehrer und Schüler von Chartres. Es war eine Gesinnung der Dankbarkeit und der spirituellen Kontinuität. Es bedeutet, dass man bescheiden auf dem Felde weiterarbeitet, das andere schon bepflügt und bearbeitet haben. Man ist nicht einfach ein vom Himmel gefallenes «Genie», ohne historische Vorläufer. Heute eine seltene Gesinnung.

Ich möchte etwas zur sozialen Zusammenarbeit dieser Menschen sagen. Sie war von doppelter Art. Die erste bezeichne ich als horizontale Kooperation. Man findet in der Welt die Menschen, mit denen man zusammenarbeiten kann und denen man Vertrauen schenkt. Daneben gibt es die vertikale Zusammenarbeit, die über die Schwelle der geistigen Welt reicht. Hier haben wir eine anders ausgerichtete Zusammenarbeit, nämlich die zwischen den Lebenden und den sogenannten Toten.

Die Menschen von Chartres waren sich beider Arten von Zusammenarbeit voll bewusst. Zu jener Zeit erlebten sie, dass es bedeutende Geister in der Welt der Verstorbenen gab, und diese hatten mehr eine aristotelische Prägung. Sie sollten sich erst später, in der scholastischen Strömung des 13., 14. oder 15. Jahrhunderts inkarnieren. Die verkörperten Platoniker des 12. Jahrhunderts waren sich dessen bewusst, dass sich ihre Partner oder ihre «Riesen» in der geistigen Welt befanden. Sie sagten sich:  Wir bedürfen der Zusammenarbeit mit unseren Freunden dort oben. Das nenne ich die vertikale Kooperation.

Übrigens: Wir finden an der Kathedrale zwei Aristoteles-Skulpturen, aber keine einzige von Plato. Das zeigt, dass die Platoniker von Chartres die Realität ihrer «Riesen» betonen wollten, welche sich gerade in der vertikalen Linie der Kooperation durch Inspiration befanden. Sie trugen Plato «in sich», Aristoteles «über sich».

CAF: In Chartres ist das so spürbar – die horizontale Kooperation, aber auch die vertikale. Und die Schönheit von Chartres liegt wohl auch darin, dass sowohl Maria wie der Christus so präsent sind. Man hat den Reichen und den Armen, Mann und Frau, die geistige Welt in der äußeren Welt. So hat man die Vertikale und die Horizontale. Es ist so umfassend. Es gibt diese Einschließlichkeit in Bezug auf die materielle und die spirituelle Welt. Und das konnte man unterscheiden.

TM: Ja, das konnte man unterscheiden. Man arbeitete mit gegenwärtigen, lebenden Menschen und zugleich in einem Strom von Menschen aus der Vergangenheit, die sich aber später wieder inkarnieren würden.

Ein Kontrasterlebnis in Rom

CAF: Kann ich ein Erlebnis im Vatikan einschalten? Vor vielen Jahren ging ich zu einem Workshop in Assisi. Ich hatte vor, nach Rom zu fliegen und eine Zeit im Vatikan zu verbringen. Ich war nie zuvor im Vatikan gewesen. Ich dachte, ich fliege hin und verbringe das Wochenende in der Nähe des Vatikans und besuche dann am Montag die Vatikanischen Museen. Ich kam hin und fand eine Umgebung, die so unglücklich war, wie ich das nie erlebt hatte. Die Leute waren voller Zorn und schrullig. Und das an einem Ort, der ungeheuren Tourismus und Geld anzieht. Wegen des Vatikans und seiner Museen.

Ich ging in den Vatikan, und traf eine ebenso unglückliche Atmosphäre. Aufregung und Hektik, drei Tage lang. Ich bangte darauf, nach Assisi zu kommen. Und wenn du dann Assisi betrittst, das Heim von Franz von Assisi, wirst du plötzlich von einem ganz anderen Geist umfangen, einem heiligen Geist.

Auch ohne genau zu wissen, was im Vatikan alles vorgeht, wenn du an einem bestimmten Ort bist, dann weißt du, ob die Menschen mit dem Christus verbunden sind. In Chartres ist das der Fall.

TM: Da spricht ja eine alte Ketzerin…, würde ich sagen. Deshalb fandest du Rom so abstoßend. Du weißt ja, was ein Ketzer ist. Er hat eben keine katholische Ansicht. Katholiken lieben es natürlich, in Rom zu sein…

CAF: Das ganze Erlebnis kam in einem wahren Sinnbild zum Ausdruck: Ich las vor der Abreise in den Anweisungen für den Workshop in Assisi, dass man eine Bibel mitbringen solle, und sagte mir: «Ich besorge mir einfach eine im Vatikan.» Und so gehe ich zum Vatikan hinüber und entdecke, dass man keine Bibeln verkauft!

Man kann im Vatikan keine Bibel, keine heilige Schrift bekommen. Alles, was man kriegt, sind Schmuckstücke aller Art, von den Römern gestohlen, als sie die Welt eroberten.

TM: Ein kleines aufschlussreiches Detail: Es gab eine Bank des Heiligen Geistes in Rom, il Banco di Santo Spirito, eine der größten Vatikanbanken. Der «heilige» Geist ist hier einfach ein Finanzgeist wie an der Wall Street. Mehr heiligen Geist findet man sicher in Sofia und Chartres…

Zurück nach Chartres

TM: Ich fragte dich, und ich glaube, du hast es bestätigt: Du sahst doch das wunderbare blaue Fenster mit der Jungfrau und dem heiligen Geist?

CAF: Ja, ich habe es gesehen. Es hat den Brand von 1194 überlebt.

TM: Vielleicht können wir eine Abbildung von ihm im Interview einfügen. Ebenso wie eine Abbildung der «Zwerge und Riesen», im Südteil der Kathedrale. Hier sieht man die vier Evangelisten auf den Schultern von vier Propheten sitzen. Das kann jeden ansprechen, der es sieht. Was für eine wunderbare Bildsprache!

CAF: Was ich noch erwähnen möchte: Wir besuchten zwei Orgelkonzerte. Sie haben ja ganze Reihen von Orgelkonzerten und andere Veranstaltungen. Und sie besitzen eine wunderbare Orgel. Einfach wundervoll. Die Konzerte kosten nichts, die ganze Kirche ist voll. Die Musik und all das Können ist atemberaubend. Musik in solcher Umgebung zu hören, ist ein unglaubliches Erlebnis. Ein Teil des Chartres-Erlebnisses ist die Musik.

TM: Absolut. Und im Mittelalter hatten sie an diesem heiligen Ort auch profane und Mysterienspiele in der Kathedrale aufgeführt. Die Kirche konnte auch gut gereinigt werden, was daraus ersichtlich ist, dass der Boden leicht geneigt ist. So konnte routinemäßig sauber gemacht  werden.

Wie Welborn Griffith Chartres vor der Zerstörung rettete

CAF: Jede Woche haben wir auf dem Solari Report einen «Helden der Woche». In der Woche, in der ich in Chartres weilte, war der Held Welborn Griffith, der amerikanische Armeeleutnant. Ich weiß nicht, ob du seine Geschichte hören möchtest?

TM: Gerne. Bitte!

CAF: Wenn ich per Wagen reise, ist es meine Angewohnheit, mich über die Geschichte der Orte, durch die wir fahren, zu orientieren. Als wir Richtung Chartres fuhren, informierte ich mich auf Wikipedia über die Geschichte des Ortes. Und was ich fand, las ich dann jedermann im Auto vor.

Dabei entdeckte ich unterwegs – und das ist bezeichnend für eine Stadt, die auch unter dem vertikalen Schutz steht, von dem du gesprochen hast –, dass Welborn Griffith während des Zweiten Weltkriegs ein Leutnant war. Er war ein junger Mann aus Texas. Ich glaube, er stand im Beginn seiner 40er Jahre, und er entdeckte, dass die Führungsspitze seiner Division festgestellt hatte, dass Chartres von Deutschen besetzt war und als Hauptquartier benutzt wurde und sie die Stadt mitsamt der Kathedrale deshalb bombardieren und zerstören wollten.

Er ging zum Kommandanten und sagte: «Das könnt ihr nicht machen. Kriege kommen und gehen. Aber Kathedralen wie diese hier sind für die Ewigkeit gebaut. Das könnt ihr nicht machen.»

Er überredete einen General, wie ich glaube, dazu, ihm einen Jeep zu geben und einen Fahrer, um hinter die Frontlinie des Feindes zu fahren, um zu beweisen, dass die Stadt nicht als deutsches Hauptquartier benutzt wurde. Das war ungeheuer gefährlich, doch er brachte es zustande. Er ging hinter die feindliche Frontlinie, kam nach Chartres und durchquerte es, und konnte bezeugen, dass die Deutschen kein Hauptquartier in Chartres hatten. Und so konnte er die Bombardierung verhindern.

Er kehrte am gleichen Nachmittag zu seiner Truppe zurück und wurde später an diesem Nachmittag getötet, nachdem er die weitaus gefährlichere Mission ausgeführt hatte. Ich sagte zu meinen Begleiterinnen in Chartres: «Gott hat zugeschaut und gesagt: Diesen Mann brauche ich. Lasst ihn sofort herkommen.»

TM: Danke! Das ist eine wunderbare Geschichte. Und für mich schließt sie direkt an die Liebe von Henry Adams zu Chartres an.

Nochmals Henry Adams

CAF: Es ist in der Tat höchst frappierend, wie stark Henry Adams Chartres schätzte. Er geht in so viele Einzelheiten, dass er schwer zu lesen ist. Man beginnt ihn erst in Chartres zu verstehen. Viele Passagen konnte ich erst verstehen, nachdem ich dagewesen war.

TM: Das glaube ich. Er breitet fortwährend ein riesiges detailreiches Panorama aus. Ich glaube, es ist berechtigt, die Frage aufzuwerfen: Geht Adams nach Chartres, weil er schon einmal dort gewesen ist? Hatte er tiefere Wurzeln in jener Zeit?

Jedenfalls gibt es ein Gedicht aus dem Jahre 1901 von ihm, das «Prayer to the Virgin of Chartres» heißt. Darin sagt er:

«Wie ich vor siebenhundert Jahren demutvoll
umsonst bei Dir um Gnade flehte (…)
so bitte ich erneut um Deine Gnade.
Ein englischer Gelehrter mit Normannen-Namen,
war ich unter Tausenden, die einst das Meer
durchquerten, um sich in Paris den Ruhm zu holen.
Als dein byzantinisches Portal [der Notre Dame] noch jung war,
betete ich dort mit meinem Meister Abélard;
Und als das Ave Maris Stella zum ersten Mal gesungen wurde,
half ich dem hl. Bernhard mitzusingen.»

Abélard, Bernhard – zwei der prominenten Menschen aus der Zeit des 12. Jahrhunderts. Adams scheint zu dieser Zeit und Örtlichkeit eine starke Affinität zu haben. Reinkarnation?

Mont Saint-Michel und Maria

CAF: Ich möchte noch erwähnen, dass Allister Thompson, der Publizist von «Scoop», der jetzt nach Europa übersiedelt ist, auch nach Chartres gekommen ist. Mit ihm bin ich dann in die Bretagne gefahren. Ich merkte nicht, dass wir am Mont Saint-Michel vorbeigefahren sind, den wir zwei Tage später tatsächlich besuchten. Wir fuhren über den Berg, und da erhob sich Nebel. Ich tat etwas, was ich nur selten tue: Ich stieß einen Schrei der Verwunderung aus. Es war ein so großartiger Anblick. Es war nicht nur die physische Schönheit, das Ganze hatte eine Aura, die man erleben kann. Atemberaubend. Die Vertikale. Unglaublich. Zwei Tage später machten wir die Feierlichkeiten von Mariä Himmelfahrt mit. Wo immer ich in Frankreich hinfuhr, Maria war präsent.

Mutter Maria ist in Frankreich überall anwesend, und das ist Teil des keltischen Erbes.

TM: Das war Mitte August, nicht wahr?

CAF: Ja, Mitte August.

TM: Vielen Dank, Catherine. Vielleicht bekommen jetzt einige Menschen Lust, selbst an diese Orte zu fahren, und, falls man Amerikaner ist, es Henry Adams gleichzutun.

CAF: Vor meiner Reise sah ich mir, wie gesagt, viele DVDs über den Bau der großen Kathedralen an, ich las Henry Adams, und ich studierte die Geschichte. Wenn man dann geht, will man einfach vorbereitet sein. Die großen Kathedralen sind eine sehr erstaunliche Leistung.

TM: Unbedingt. Es gibt in Europa ja hunderte. Oft von den Templern finanziert. Sie waren die selbstlosen «Bankiers» der Zeit. Doch wo sind sie denn heute, Catherine? Wo verstecken sie sich?

CAF: Sie verstecken sich in eurem Haus…

TM: Gut zu wissen. Da muss ich einen Deal mit ihnen machen.

[Der zweite Teil des Gesprächs behandelt den gigantischen US-Finanzbetrug, 9/11 und die Gestalt des Propheten Gideon (erscheint in der Märzausgabe).]


Kategorie: Interviews

The Present Age Volume 4 / No. 9 December 2018

16.01.2019

Contents

Editorial
Celebrating Christmas – on the Meditative Path of the Michael School

The Year as an Archetype of the Activity of the Human Soul
Commentaries on Rudolf Steiner’s Soul Calendar verses​ by Monica von Miltitz

The Three Kings
Martin Meyer

Isis-Sophia – Reflections at Christmas
The New Isis Legend for Our Time
T.H. Meyer

Chartres, 9/11, Financial Fraud, and the story of Gideon
Interview with Catherine Austin Fitts by T.H. Meyer (Part One)

The Coming Poetry of Life
Part Two
Martin Barkhoff

December Calendar

The Madonna of Stalingrad
Dr. Christin Schaub

The Death of Count Keyserlingk
by Countess Johanna von Keyserlingk

Christmas Festival Thoughts as a Social Impulse
Reflections by Bruno Krüger

FORUM – OPEN ANTHROPOSOPHY

Imprint

 

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Kategorie: TPA archives, TPA current

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