Europäer Juni 2024 (Jg 28 / Nr. 8)

10.06.2024

Editorial: Ein Tag in Rotterdam, Covid-Aufarbeitung, ein Attentat in der Slowakei und eine Großdemo in Genf

D.N. Dunlop in Rotterdam
Rede von T.H. Meyer

Johanni-Stimmung
Vortrag von Charles Kovacs

Die Besessenen:
Überwältigung durch den Geist des Krieges

Herbert Ludwig

Die Nato-Mächte und ein nächster globaler Krieg
Leo Hohmann

Juni Kalender

Wer geht in die Gender-Falle?
Christian Breme

Die Entmenschlichung des «Feindes» – eine Bewusstseinsmanipulation
Gesundheit für Österreich

Zwei Gedichte von Rudolf Meyer

BUCHBESPRECHUNG

LESERBRIEF/IMPRESSUM

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Ein Tag in Rotterdam, Covid-Aufarbeitung, ein Attentat in der Slowakei und eine Großdemo in Genf

10.06.2024

Am 20. April 2024 hatte ich Gelegenheit, in Rotterdam beim Centenary-Kongress des World Energy Council eine Ansprache über D.N. Dunlop zu halten (siehe S. 3ff.) Da diese vor 100 Jahren von Dunlop begründete Organisation heute die Klima-Ziele u.a. vertritt, ergriff ich die Gelegenheit, auf eine wahrhaft alternative Erfindung aufmerksam zu machen, mit der Dunlop selbst vertraut war: die Maschine von John Worrell Keely (1837–1898), die mit Ätherenergie arbeitet, aber bis heute nicht allgemein hergestellt werden kann. Steiner hatte auf sie bereits 1906 (GA 93) aufmerksam gemacht, und in seinem dritten und vierten Mysteriendrama die entsprechende Erfindung von Dr. Strader auf die Bühne gebracht.
Wir werden in einer nächsten Nummer nochmals auf diese wichtige Zukunftsperspektive eingehen.

Am 8. Mai – dem ursprünglichen Michaelstag – verkündete Professor Bhakdi siegesgewiss die öffentliche erstmalige Bekanntgabe durch eine amerikanische Wissenschafts-Vereinigung1 der Tatsache, dass Myokarditis, das oft infolge der Covid-Impfung aufgetreten ist, eindeutig auf die Vakzine zurückzuführen sei.
Eine Bresche in den dichten Wall des bisherigen offiziellen Leugnens.

Am 17. Mai wurde auf uncutnews vom Attentat auf den slowakischen Präsidenten Fico berichtet: «Fico war vor wenigen Monaten zum vierten Mal zum Premierminister gewählt worden. Auf einem Parteitag in der Burg von Bratislava machte der Vorsitzende der Smer-SSD einige bemerkenswerte Aussagen.
Unter anderem sagte er, dass er die Ausweitung der Kompetenzen der WHO nicht unterstütze. Die Abgeordneten seiner Partei würden keine internationalen Abkommen mit der WHO unterstützen, betonte er.»Nachdem bereits Großbritannien und andere Staaten von dem neuen Pandemievertrag der WHO Abschied nahmen, dürfte dies das vorläufige Aus für deren verbrecherische Ziele bedeuten.

Wichtige Demo gegen WHO-Planung:
Verstärkt wurde der dringend nötige Widerstand gegen die WHO vom 1. Juni bei einer Großkundgebung in Genf mit vielen prominenten Rednern; zum Beispiel Philipp Kruse. Slogan der internationalen Veranstaltung war: : «We no longer tolerate the abuse of human freedom. Our governments must exit the WHO»
Info: roadtogeneva.com
Man hätte bei dieser Gelegenheit dem WHO-Generalsekretär ein Einfachticket nach Äthiopien spendieren sollen.

T.H. Meyer

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1 Nationale Akademien der Wissenschaften, siehe uncutnews vom 8.Mai 2024.


Kategorie: Editorial, News

Srebrenica und kein Ende

03.06.2024

Srebrenica und kein Ende

Am 23. Mai 2024 nahm die UNO-Generalversammlung eine Resolution an, durch die der 11. Juli, der Tag an dem 1995 das Massaker von Srebrenica (Bosnien) stattgefunden hatte, zu einem Tag der „Erinnerung und Reflexion“ über den damals begangenen (angeblichen) „Völkermord“ bestimmt wurde. Diese Resolution wurde gemeinsam von Deutschland und Ruanda eingebracht. Sie war heftig umstritten und stieß nicht zuletzt bei Serbien, wo man das Volk der Serben dadurch an den Pranger gestellt fühlte, auf starken Widerstand und große Verärgerung. Die Resolution wurde mit 84 Ja-Stimmen bei 19 Nein-Stimmen und 68 Enthaltungen angenommen. Eine ganze Reihe von Staaten blieb zusätzlich der Abstimmung fern. Das war weit entfernt von jener Einstimmigkeit, die gewöhnlich bei solchen Abstimmungen angestrebt wird.

 

Man fragt sich, warum die deutsche Regierung sich ohne jegliche Not zum Vorreiter einer so desaströsen und prekären Resolution gemacht hat. Srebrenica mag ein schlimmes Massaker gewesen sein, aber das ist noch kein Völkermord. Warum hat man das von Deutschland aus vorgebracht? Vielleicht weil jede Anklage eines Völkermords anderswo eine gewisse Entlastung für einen selbst bedeutet, der man mit der Hitler-Vergangenheit geschlagen ist? Oder, um der islamischen Welt einen Fleischbrocken hinzuwerfen und dadurch das so umworbene Israel zu entlasten, das wegen seines Vorgehens in Gaza überall mit dem Völkermordvorwurf konfrontiert wird?

 

Die Außenpolitik der jetzigen Regierung zeigt in ihrer Verblendung wohl in manchem Ähnlichkeit mit derjenigen Hitlers: sie versucht Deutschlands Stellung in der Welt nicht nur für die Gegenwart, sondern auch möglichst weit in die Zukunft hinein unmöglich zu machen. Nicht nur, dass sie Freundschaften da sucht, wo sie letztlich nicht zu finden sein werden, sondern auch, dass sie da, wo sie vielleicht zu finden wären, alles tut, um sie auf lange hinaus unmöglich zu machen.

 

Tatsächlich gibt es ja bis heute jedes Jahr in Srebrenica um den 11. Juli, den Tag des Massakers, große Gedenkfeiern, die auch in den europäischen Medien regelmäßig gewürdigt werden. Dass diese Gedenkfeiern zur „Versöhnung“ beitragen würden, wird man allerdings schwerlich behaupten können.  Sie betonen die Muslime als „Opfer“ und die Serben als „Täter“ und schreiben damit immer von Neuem eine Sicht auf Bosnien und den bosnischen Bürgerkrieg fort, wie sie ja seit 1992 konstant von den weltbeherrschenden Medien gefördert wurde. Die Erinnerung an das Massaker mag aus Sicht der Angehörigen der Opfer ihren Sinn haben. Und auch für die Nachfahren der Täter mag es sinnvoll sein, sich daran zu erinnern, zu was für schrecklichen Exzessen man sich hat hinreißen lassen, als man meinte, eine gerechte Sache zu verfolgen. Dass die „Erinnerung“ aber politisch eine wichtige Funktion hätte, wird man wohl bestreiten können: die Erinnerung an dieses Massaker setzt eigentlich ein „Irrlicht“ der Erinnerung, das es erschwert, einen nüchterneren, wirklichkeitsgemässeren und versöhnlicheren Blick auf die Ereignisse um die Auflösung Jugoslawiens zu werfen. Die Erinnerung an Srebrenica steht für eine falsche, unsinnige Sicht auf den bosnischen Bürgerkrieg.

 

Das große Paradox in der Sicht auf die Ereignisse des jugoslawischen Zusammenbruchs ist es ja, dass diejenigen, die zusammenbleiben wollten, die „Serben“, wenn man das so pauschal sagen kann, bzw. die Republik Serbien, zu den eigentlichen Schuldigen des Auseinanderbrechens erklärt wurden, zu den Monsterverbrechern, „Völkermördern“, Ultranationalisten. Immerhin war die Republik Serbien die einzige der jugoslawischen Teil-Republiken, in der kein Referendum über einen Austritt von Jugoslawien stattfand. Und es war auch Serbien, das am Namen Jugoslawien festhielt, so lange bis ihm das verboten wurde. Das heißt, man hielt an der Idee einer übernationalen Völkergemeinschaft fest.

 

Der bosnische Bürgerkrieg 1992 entstand, als in dem Land ein Unabhängigkeitsreferendum durchgeführt worden war, das eine eindeutige Mehrheit für die Unabhängigkeit von Jugoslawien gebracht hatte: für die Unabhängigkeit stimmten in großer Mehrzahl die bosnischen Muslime und Kroaten, dagegen war der überwältigende Teil der bosnischen Serben. Dafür waren die bosnischen Kroaten, weil sie vom alten Jugoslawien wegwollten, um sich irgendwann mit dem neu entstandenen Kroatien vereinigen zu können; dafür waren die bosnischen Muslime, weil sie darauf zählten als bevölkerungsstärkste Gruppe eine führende Position in einem bosnischen Staat einzunehmen, der dann vielleicht irgendwann auch zu einer islamischen Republik werden könnte. Der Bürgerkrieg in Bosnien war, nach den vorherigen Ereignissen um die kroatische Unabhängigkeit 1991, leicht vorherzusehen und ist von vielen vorausgesagt worden. Die EU versuchte ihn in einer letzten Vermittlungsaktion durch eine Art Kantonalisierung des Landes zu verhindern, wurde aber dann von den USA torpediert, deren Botschafter Zimmermann dem Muslimenführer Izetbegovic riet, seine Unterschrift zu diesem Arrangement wieder zurückzuziehen, um auf einen funktionsfähigen bosnischen Gesamtstaat zu setzen. Das bedeutete Krieg.

 

Der Bürgerkrieg war dann zunächst und vor allem eine Art nationaler Befreiungskrieg der bosnischen Serben, die nicht in einem muslimisch majorisierten bosnischen Gesamtstaat leben wollten, sondern dann wenigstens die Vereinigung eines bosnischen Rumpfserbiens mit dem damaligen Rest-Jugoslawien wollten. Das führte zu Kämpfen darum, ein solches Rumpfserbien überhaupt einmal territorial irgendwie zu arrondieren. Die Hauptcharakteristika des Krieges von serbischer Seite waren: 1) Arrondierung eines zusammenhängenden serbischen Gebiets, wozu ethnische Säuberungen durchgeführt; 2) Versuch, die bosnische Regierung (und den „Westen“) dazu zu bringen, das Recht der Serben auf Sezession anzuerkennen, ihr Konzept eines bosnischen Gesamtzwangsstaates aufzugeben. Hätte Izetbegovic das zweitere zugegeben, hätte er auf den bosnischen Gesamtstaat Verzicht geleistet, wäre der Krieg wohl relativ schnell zu beenden gewesen. Die Absicht der Serben in Bosnien war im Kern nicht genozidal, sondern sezessionistisch. Sie wollten die bosnischen Muslime nicht umbringen, sondern sich von ihnen trennen.

 

Anfangs war die serbische Bauernarmee in Bosnien weit überlegen, weil sie die Waffenlager der jugoslawischen Armee übernommen hatte. Das erklärt das Missverhältnis der Opferzahlen in diesem Krieg. Izetbegovics stärkste Kriegswaffe waren zunächst Opfer unter der Zivilbevölkerung, welche Empörung wecken und den Westen Richtung Intervention treiben sollten. Deshalb gab es immer Zweifel, ob irgendwelche Massaker tatsächlich von den bosnischen Serben durchgeführt wurden oder selbstinszeniert waren.

 

Aber es soll hier nicht darum gehen, die zweifellos – nicht zuletzt, aber nicht nur, von den Serben – entsetzliche Kriegsführung in Bosnien zu rechtfertigen, sondern es geht zunächst einmal darum, diesen Krieg überhaupt wieder „lesbar“ zu machen, zu verstehen, worum es eigentlich ging. Dem leistet die Srebrenica-Erinnerungskultur, die dieses einzelne Massaker so heraushebt, zweifellos einen Bärendienst. Sie stellt das ganze so dar, als ob es hier um die brutale Misshandlung einer Gruppe durch eine andere gegangen wäre. Sie suggeriert, dass es hier um einen brutalen serbischen Eroberungskrieg gegangen wäre, während es in Wirklichkeit um eine Lostrennung, mithin eine Art Verteidigung ging. So wie ja auch heute die Republika Srpska, die serbische Teilrepublik in Bosnien, nicht die Oberherrschaft über den Gesamtstaat anstrebt, sondern sich selbst so viel als möglich Unabhängigkeit von diesem zu erhalten bzw. zu verschaffen versucht.

 

Nach heutigem Wissensstand müsste man wohl sagen: es war ein entscheidender Fehler, 1992 in Bosnien ein Unabhängigkeitsreferendum abzuhalten bzw. dieses international anzuerkennen. Tatsächlich gab es ja 1991 einen Teilungsplan für Bosnien zwischen dem neuen Kroatien und Rest-Jugoslawien. Dieser Tudjman-Milosevic-Plan, der seinerzeit als eine Art Neuauflage des Hitler-Stalin-Pakts verdammt wurde, hätte dem Land und seinen Bewohnern wohl vieles erspart. Wenn ab jetzt jedes Jahr die Weltgemeinschaft am 11.Juli über Srebrenica „reflektiert“, so wäre es wohl gut, sie würde auch darüber einmal nachdenken.

 


Kategorie: Blog

FROM WORLD POWER CONFERENCE TO WORLD ENERGY COUNCIL – 1923 -2013

22.05.2024

FROM WORLD POWER CONFERENCE TO WORLD ENERGY COUNCIL 90 YEARS OF ENERGY COOPERATION, 1923-2013
REBECCA WRIGHT, HIROKI SHIN, FRANK TRENTMANN

Published by the World Energy Council, 2013

BIRTH
In the summer of 1924 H. G. Wells visited the British Empire Exhibition at Wembley, London. For Wells, renowned for his journalism, science-fiction writing and socialism, a lot of the charade was ‘quite absurd’, but he was
pleasantly surprised to discover ‘a strong breath of human common sense’ at the Exhibition. That common sense, Wells explained, was the First World Power Conference, which had been called together by the British Electrical and Allied Manufacturers Association (B.E.A.M.A.) to consider the future of energy resources. Instead of the ‘stuffy, foggy conceit’ of the British Empire, Wells continued, the Conference was truly global in spirit. Even the Prince of Wales, who gave the opening speech, met Wells’ approval. The speech commended the Conference as a significant step towards removing ‘one of the greatest obstacles to progress’ arising from the disparity in the utilisation of knowledge: while searching for knowledge – in finance, science and research – was a universal activity, its results were unevenly distributed and utilised. Wells felt that the Prince of Wales left behind his usual ‘imperialist egotism of the narrower sort of English’ for a genuinely internationalist vision. (…)

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Kategorie: Various Items (english)

Europäer April/Mai 2024 (Jg 28 / Nr. 6/7)

10.04.2024

Editorial: Der nächste große Krieg und zwei Kometen im Jahre 2024

Ostern als Fest der Verlebendigung des Denkens
Vortrag von Charles Kovacs

Franz Kafka, Rudolf Steiner und Norbert Glas
T.H. Meyer

Die «Philosophie der Freiheit» als Einweihungsbuch
Die Erinnerungen von Moritz Bartsch

Gedanken während der Zeit des Krieges
Eine problematische Neuausgabe innerhalb der Rudolf Steiner Gesamtausgabe
T.H. Meyer

Rudolf Steiner zur Statutenfrage

Die Etablierung des neonazistischen Regimes
in der Ukraine – mit Hilfe der deutschen «Nazi»-Jägern

Herbert Ludwig

IMPRESSUM

Die totale Sonnenfinsternis vom 19. Juni 1936
Betrachtung von Elisabeth Vreede

Mai Kalender

April Kalender

Dornach in den Jahren 1914/1915
Erinnerungen von Adelheid Petersen

Israel in der Sackgasse
Überlegungen mit aktuellem Anlass
Andreas Bracher

Die geplanten WHO-Reformen
und ihre Folgen für die Rechtsstaatlichkeit

Gerald Brei

FORUM

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Der nächste große Krieg und zwei Kometen im Jahre 2024

10.04.2024

Am 15. März 2024 erschien auf uncutnews.ch ein bemerkenswerter Beitrag von Leo Hohmann. Er trug den Titel «Wie die NATO-Mächte das britische Modell des Ersten Weltkriegs nutzen, um Russland in den nächsten großen globalen Krieg zu locken.»1

Das Weimarer Dreieck
So wird ein Zusammenschluss von Nationen genannt, der seit 1991 besteht:
Frankreich, Deutschland und Polen. Und eben diese Nationen werden nach Hohmann gegenwärtig dazu vorbereitet, Russland zu provozieren, in eines der NATO-Länder einzufallen – und damit für die gesamte NATO den casus belli auszulösen.
Hohmann beruft sich auf die Grundthese des Buches von Gerry Docherty und Jim Macgregor Verborgene Geschichte. Wie eine geheime Elite die Menschheit in den Ersten Weltkrieg stürzte und sagt: «Die britische Führung sowohl der konservativen als auch der liberalen Partei befürchtete, dass Deutschland auf dem Vormarsch war und im Begriff war, Großbritannien in Bezug auf seine Wirtschaftsleistung und potentielle militärische Macht zu überholen. Es musste gestoppt werden, aber auf eine Art und Weise, die das Vereinigte Königreich und seine Verbündeten als Opfer des aggressiven Deutschlands erscheinen ließ, obwohl Deutschland in Wirklichkeit keinen Krieg wollte, sondern nur seine Wirtschaft ausbauen wollte.»
«Die Lüge funktioniert in etwa so: Die französischen, deutschen und polnischen Truppen, die in der Ukraine kämpfen, tun dies nicht als Teil der NATO, aber wenn Putin auf diese Provokation mit direkten Angriffen auf Städte oder die Infrastruktur in Frankreich, Deutschland oder Polen reagiert, dann hat er ein NATO-Land „angegriffen“, und die gesamte NATO hat nun den legalen Vorwand, in Russland einzufallen.
(…) Der Dritte Weltkrieg scheint in ähnlicher Weise wie der Erste Weltkrieg Gestalt anzunehmen, nur dass dieses Mal nicht die Deutschen das Objekt der westlichen Besessenheit sind, sondern die Russen und im weiteren Sinne die Chinesen. Diese beiden Nationen und ihre führende Rolle bei der Entwicklung der BRICS-Koalition stellen eine Bedrohung für die globale wirtschaftliche Vorherrschaft der USA dar.»

Ein Komet um Ostern, ein Komet um Michaeli
Um Ostern erscheint der Komet Pons-Brooks in der Nähe des Jupiter, im Oktober Tsuchinshan-Atlas.2
Wir wollen an dieser Stelle kurz auf Merkmale der Kometenerscheinungen aufmerksam machen. Rudolf Steiner bezeichnet sie als «Freiheitshelden des Universums», da sie von den leicht berechenbaren Bahnen der Planeten abweichen, und er sagt, «man solle das Erscheinen jedes neuen Kometen mit einem Freiheitshymnus begrüßen».3
Pelikan zeigt, dass kometenreiche Jahre Freiheitsimpulse unterstützen, in kometenarmen Jahren jedoch keine großen Freiheitstaten erblühen (a.a.O. S.69.) «Unser Jahrhundert [das 20.] kann in der Tat nicht als Befreiungs-Jahrhundert sich bezeichnen! Viel eher ist es ein Jahrhundert des Erduldens, des Hinnehmens schwerer Schicksale.» Das gilt bis in die Gegenwart. Umso hoffnungsvoller, dass an christlichen Markpunkten dieses Jahres wieder zwei Freiheitshelden in Erscheinung treten.

T.H. Meyer

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1 Wir werden den ganzen Text in der Juni-Nummer bringen.

2 Näheres siehe auf Wikipedia.

3 Zitiert nach Wilhelm Pelikan, Der Halleysche Komet, Dornach 1985, S.67.


Kategorie: Editorial, News

Europäer März 2024 (Jg 28 / Nr. 5)

10.03.2024

Editorial: Bacons Idolwissenschaft und die wahre Geisteswissenschaft

Wiedererstandener Islam:
Der karmische Hintergrund von Woodrow Wilson

T.H. Meyer

Der Kalif Muawija
Skizze von Norbert Glas

Juden und Araber
W.J. Stein

Der Antisemitismus –
Vernebelung der Wirklichkeit

Herbert Ludwig

Ein moralisches Urteil über den Gaza-Krieg
Ansichten von William Scott Ritter
Nicholas Dodwell

Hugo von Hofmannsthal zum Gedenken
(Teil 2 und Schluss)
Gerald Brei

Rudolf Steiner – Fragen zu seiner Gegenwart und aktuellen Wirksamkeit?
T.H. Meyer aus «Wie Zwerge…»
ausgewählt von Dr. med. Daphné von Boch

Stätten der Liebe und des Friedens
Johanna Gräfin von Keyserlingk über den Tod von Carl von Keyserlingk

Anthroposophen – Wächter über die Zeichen der Zeit?
Gaston Pfister

LESERBRIEFE

BUCHBESPRECHUNGEN

IMPRESSUM

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Bacons Idolwissenschaft und die wahre Geisteswissenschaft

10.03.2024

Mitten im Ersten Weltkrieg sprach Rudolf Steiner in Dornach über Francis Bacon (1561–1626), den Vater der modernen materialistischen Naturwissenschaft.1 Insbesondere charakterisierte er dessen Idollehre, enthalten in seinem Werk Novum Organum.
Unter Idol verstand Bacon ein Begriffsgebilde, das auf Reales zu verweisen vermeint, aber in Wirklichkeit nichts als Wort ist. Er unterschied vier Typen von Idolen: 1. Idola tribus, Idole des Stammes. 2. Idola specus (der Höhle); in sie projiziert der Mensch vermeintlich Geistiges. 3. Idola fori, des Zusammenlebens. 4. Idole, die «entstehen durch die Wissenschaft, welche bloße Namen sucht» (Steiner). «Das sind natürlich fürchterlich viele Idole. Denn nehmen Sie alle unsere Zyklen mit dem, was sie bezeichnen von Spirituellem, und legen Sie sie Bacon vor, so sind alle Worte für die spirituellen Dinge solche Idole. Diese Idole, das sind eigentlich die gefährlichsten, meint Bacon, weil man darinnen besonderen Schutz zu haben meint, nämlich ein wirkliches Wissen: das sind die Idola theatri. Das ist das innere Theater, das sich der Mensch aufbaut, eine Art Spektakel von Begriffen, ebenso unwirklich wie die Figuren auf dem Theater.»
Heil vor diesen Idolen sieht Bacon einzig in der Zuwendung zur Sinneswirklichkeit und in der experimentellen Wissenschaft. Diese materialistische Anschauung nahm nach Bacons Tod den Charakter ahrimanischer «Dämonen-Idole» (Steiner) an, flutete in die Sphäre der Michael-Geistigkeit hinein und verursachte den größten Teil des Materialismus des 19. Jahrhunderts.2

Bacons materialistisch-nominalistische Idol-Lehre wurzelt im vierten atlantischen Zeitraum, der Epoche der Urturanier, welche die Keime zum Untergang der Atlantis herauszubilden hatte. Daher ihre ungeheure Durchschlagskraft. Hier bildete ein menschlicher Kopf erstmals die Idee des Materialismus aus. Derselbe Mensch gestaltete zu Beginn der Neuzeit die praktischen Ideale dieses Materialismus – Flugschiff, Unterseeboot, künstliches Wetter; sie werden in der Schrift Bacons Nova Atlantis beschrieben, die u.a. von US-Politiker Brzeziński zitiert wurde. Man denke an die Errungenschaften von Haarp.
«Solche Persönlichkeiten», sagt Steiner abschließend, «die gewissermaßen tonangebend sind, wie Baco von Verulam, bei denen ist viel weniger wichtig die Biographie, als dasjenige, was uns enthüllt, wie sie drinnenstehen im Gesamtentwicklungsprozess der Menschheit.»
Bacon ist der Anti-Aristoteles der Moderne. Das zeigt schon sein Werktitel Novum Organon, das dem klassischen Organum, einer Sammlung der Schriften des Aristoteles, gegenübergesetzt wurde.
Bacons Wissenschaft feierte Triumph über Triumph. Es sind aber die Triumphe des toten Denkens, des puren Intellektualismus, der alles Spirituelle ertötet und in den Untergang führen will.
Die Menschheit steht gegenwärtig am Grab aller Zivilisation. Wahre Geisteswissenschaft allein kann zur Auferstehung der Idolwissenschaft in eine wahre Wissenschaft führen. Das ist ihr österlicher Charakter.

  T.H. Meyer

 

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1 GA170, Vortrag vom 3. September 1916.

2 Siehe Rudolf Steiner, Der Meditationsweg der Michaelschule, Nachwort S. 433 ff.


Kategorie: Editorial, News

Europäer Februar 2024 (Jg 28 / Nr. 4)

10.02.2024

Editorial: Friedliche Besiedelung Palästinas

Karma-Gestrüpp und wahre Karmaforschung
Thomas Meyer

Der Brand des Goetheanum
(zweiter Teil)
Richard Ramsbotham

John Ruskin und die Weltregierung
Andreas Bracher

IMPRESSUM

Hugo von Hofmannsthal zum Gedenkeng
(erster Teil)
Gerald Brei

Aus wahrer Pädagogik entsteht Erneuerung der Kultur
Walter Johannes Stein

Nobelpreis durch Kriminelle?
Gaston Pfister

FORUM
Neuzeitliches Fragenlernen

Thomas Buchholz

BUCHBESPRECHUNG

 

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Friedliche Besiedelung Palästinas

10.02.2024

Eine notwendige Erinnerung an Laurence Oliphant (1829–1888)

Viele Jahre vor Theodor Herzls Programmschrift Der Judenstaat (1896), die schließlich zur Errichtung des Staates Israels führte, hatte der kosmopolitische Nicht-Jude Laurence Oliphant den Plan zur Besiedelung Palästinas in Angriff genommen.
Oliphant erlebte, besonders auf Reisen in Osteuropa und Russland die wachsende Bedrängnis der Juden und wollte dem ein befreiendes Ventil schaffen. Er verhandelte mit dem Sultan, zu dessen Domäne Palästina gehörte, und mit der Britischen Regierung, die sein Vorhaben billigte. Für die Besiedelung ausgewählt wurde eine Region östlich von Jerusalem und des Jordan.
Zusammen mit seiner Frau Alice wohnte er in Haifa und im Drusengebiet von Daliat-el-Karmel, wo einst der Prophet Elias gegen die Baalpriester gekämpft hatte. In der Nähe des Bergs Karmel, zu dem auch Pythagoras gereist war.
Oliphant lernte Hebräisch, seine Frau Arabisch, damit sie in Eintracht mit den Anwohnern arbeiten konnten, die sie, nicht weniger als die von Reinkarnation überzeugten Drusen, beide sehr schätzten. Nebenbei arbeitete er an der Verwirklichung einer Bahnlinie Haifa-Damaskus und schrieb Bücher.
Oliphant fand einen Helfer und Freund im Dichter Naphtali Herz Imber (1856–1909), dem Verfasser des Liedes, das später zur israelischen Nationalhymne «Hatikvah» werden sollte. Als Kind wurde er «Herzele» genannt, eine unbewusste Anspielung auf die so ganz andere Wesensart von Theodor Herzl (1860–1904).
Dieser wurde nach dem ersten Zionistenkongress in Basel (1897) zum eigentlichen Wegbereiter des Staates Israel, der 1948 gegründet wurde. Der Dualismus mit den Palästinensern war schon durch die «Balfour Declaration» (1917) vorprogrammiert, nicht anders als die endlosen, zum Scheitern verurteilten Vermittlungsversuche. Herzl wurde ein blendender neuer Messias wie einst Sabbatai Zewi im 17. Jahrhundert, dessen Wirken ebenso unfruchtbar blieb.
Oliphants Vision umfasste viel weitere, humanitäre Ziele, wie sie dem heutigen Israel vollständig abhandengekommen sind. Sie wird wieder aufleben können, wenn das Ende der Zerstörung absehbar wird.

Eine sachgemäße Würdigung von Oliphants von zahlreichen Juden enthusiastisch begrüßtem Bestreben findet sich in der Einleitung zu seinem Werk Life in the Holy Land, Neuausgabe 1976, aus der Feder von Rechavam Zeevy. «In bemerkenswerter prophetischer Vorausschau», schreibt Zeevy, «sagte er voraus, dass Jerusalem ein mächtiger Zankapfel zwischen Nationen und Religionen werden würde, um den viel Blut vergossen würde.»
Dass Laurence Oliphant im Heiligen Land aus übernationalen Motiven zugunsten des bedrängten Judentums als Erster wirksam wurde, lässt hoffen, dass seiner Wirksamkeit nicht die unübersteiglichen Grenzen gesetzt sind wie es beim Zionismus engerer Prägung der Fall ist.

  Thomas Meyer

 


Kategorie: Editorial, News

World Power Conference (World Energy Council) – Statement by its first Gen. Secretary C.H. Gray

29.01.2024

TRANSCRIPT FROM A TAPE CONTAINING A RECORD OF A STATEMENT MADE TO MR THOMAS MEYER (PROSPECTIVE AUTHOR OF A BIOGRAPHY OF D N DUNLOP) BY MR C H GRAY, SECRETARY, INTERNATIONAL EXECUTIVE COUNCIL AND BRITISH NATIONAL COMMITTEE, WORLD POWER CONFERENCE, OCTOBER 1928-FEBRUARY 1966,

Daniel Nicol Dunlop was born at Kilmarnock in Scotland in 1868. He was the son of a Quaker architect. At the age of about five he moved, after the death of his mother, to the house of his grandfather who was living on the Isle of Arran. He underwent his engineering apprenticeship with the Howe Machine Co. at Ardrossan. He then went to Ireland temporarily for work not connected with the electrical industry. At the age of 26, Dunlop went to the United States and worked for the American Westinghouse Co. at their New York office. He worked as what would nowadays be called a public relations officer. He returned to the United Kingdom in 1899 as an employee of  American Westinghouse, where he was styled assistant publicity manager.

There was in existence a weak national electrical manufacturers’association. In 1911 the British Electrical and Allied Manufacturers’ Association was formed on a much broader basis; this organisation will be referred to   by me in the future as BEAMA. Dunlop was first appointed as Secretary; his office was upgraded to that of Director in the year 1917. To the best of my belief he was the first Secretary of a trade association to receive that title. At the end of his life for a short period he had a co-director, a Mr Watlington. (…)

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Kategorie: Various Items (english)

Flamme werden oder verwässern?

15.12.2023

Viktor Orbáns Zürcher Rede

Am 22. November hielt Viktor Orbán im Zürcher Grand Hotel Dolder vor rund 600 Zuhörern eine einstündige Rede. Anlass: das 90-jährige Bestehen der Weltwoche. Eingeladen hatte deren Chefredakteur Roger Köppel. Am 22. November 1963, also vor sechzig Jahren, wurde John F. Kennedy, der bisher letzte US-Präsident von Format, in Dallas ermordet.
Orbán war mit dem bedeutenden ungarischen Architekten Imre Makovecz befreundet, mit dem wir einmal ein Interview führten.1
Er weiß um den Jahrtausendimpuls anthroposophisch orientierter Geisteswissenschaft, wenn er das auch hinter seinen «christlichen Werten» verbirgt, die ja dazu nicht im Widerspruch stehen.
Die Rede wurde als «Zürcher Rede» apostrophiert, in Anspielung auf die berühmt gewordene Zürcher Rede von Winston Churchill.
Churchill war jedoch nur scheinbar Europas Freund, die europäische Einigung war für ihn nur der nötige erste Schritt für die Errichtung einer westlich beherrschten Welt-Regierung, wie sie uns heute z.B. in Form der WHO zu verschlingen droht.
Anders Orbán: Er sieht ein europäisches Europa als Notwendigkeit. Wo aber sind in der EU-Bürokratie Politiker von Format?
Die ungarische Immigrationspolitik ist nicht EU-konform, aber wegweisend. Ungarn hat 1989 den ersten Draht im Eisernen Vorhang durchschnitten. Wird es das eiserne EU-Gefängnis aufzubrechen helfen?
Der deutsche Maschinenbau-Ingenieur Rolf Kortig sandte uns eine Zusammenfassung der Orbán-Rede. Wir bringen sie in Auszügen.2
Im folgenden Spruch, der sich nach Rudolf Steiners Tod auf einem Notizblatt fand, kommt das innerste Streben Steiners, des Schöpfers der Geisteswissenschaft, unverhüllt zum Ausdruck:

Ich möchte jeden Menschen
Aus des Kosmos‘ Geist entzünden,
Dass er Flamme werde
Und feurig seines Wesens
Wesen entfalte. –

Die andern sie möchten
Aus des Kosmos‘ Wasser nehmen,
Was die Flammen verlöscht
Und wäss‘rig alles Wesen
Im Innern lähmt. –
O Freude, wenn die Menschenflamme
Lodert auch da, wo sie ruht! –
O Bitternis, wenn das Menschending
Gebunden wird da, wo es regsam sein möchte.
Notizblatt 1925

Europa bedarf mehr Menschen, die «feurig Ihres Wesens Wesen» entfalten. Das war vielleicht die Hauptbotschaft von Orbáns Zürcher Rede

 

Thomas Meyer

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1 Der Europäer, Jg. 14, Nr. 9/10 (Dezember 2009/Januar 2010), Seite 39ff.

2 Die ganze Rede ist auf YouTube und außerdem in der Weltwoche vom 30.11.23, Nr 48 in deutscher Übersetzung zu finden.


Kategorie: Editorial, News

Europäer Dezember/Januar 2023/24 (Jg 28 / Nr. 2/3)

15.12.2023

Editorial: Flamme werden oder verwässern?

Victor Orbáns Zürcher Rede
Zusammenfassung von Rolf Kortig

Der Brand des Goetheanum
Erster Teil: «Der Brand»»

Richard Ramsbotham

Jakob Wassermann – einstiger «Weltstar des Romans»»
Gerald Brei

Dreigliederung oder Errichtung einer Weltregierung
Bericht einer Tagung in Györ
Andreas Flörsheimer

Die Zerstörung von Volk und Kultur der Deutschen
Herbert Ludwig

Ochs und Esel an der Weihnachtskrippe
Friedl Brunckhorst

Esoterisches Christentumt
Vortrag von Rudolf Steiner vom 27. November 1906, Düsseldorf

BUCHBESPRECHUNG

IMPRESSUM

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Das geistig-politische Ungarn im heutigen Europa und in der Welt

10.11.2023

Am 21. Oktober war ich zu einer Tagung in Györ eingeladen. Veranstaltet wurde sie von Attila Ertsey, unserem Freund, der in Ungarn eine Variante des Europäers herausbringt.
Es ging in erster Linie um das «neue Geld», wie es von Rudolf Steiner konzipiert wurde. Der bedeutendste Ausarbeiter dieser Sache wurde Alexander Caspar, den unsere Leser schon öfter im Europäer lesen konnten und der 2021 verstorben ist. Caspar konnte selbst zweimal in Budapest vortragen.
Caspars Gedanken wurden von Andreas Flörsheimer vorgetragen, der dieses Land zum ersten Mal bereiste. Etwa 100 Zuhörer folgten seinen Ausführungen sehr aufmerksam und brachten Fragen ein. Darauf wurde ein Dreigliederungs-Spiel von Ertsey vorgestellt und erläutert.1
Ich selbst sprach über die diktatorische Politik der WHO und deren zwielichtigen Generalsekretär; in einem Schlussreferat über die spirituellen Aspekte der Zeit. Darin wurde ein Überblick über die fünf Hauptereignisse in unserer Michaelzeit und über die mit ihnen verbundenen Aufgaben gegeben.2
Auch diese Ausführungen fanden lebhaftes Interesse und mündeten innerhalb einer Podiumsdiskussion in die Frage einer michaelgemäßen Europapolitik. Erörtert wurde auch die Alternative eines Kulturbeitrags aus Asien, angesichts der sich selbst aushöhlenden Politik der europäischen Mitte.
Aktuell wurde diese Frage besonders durch den kürzlichen Besuch des ungarischen Präsidenten Orbán in Peking, wo er mit Wladimir Putin zusammentraf, im Rahmen eines Treffens zahlreicher Staaten im Zusammenhang mit dem Seidenstraßen-Projekt.
Orbáns Treffen mit Putin wurde in der westlichen Presse skandalisiert; besorgte Nato-Funktionäre trafen sich hinter Orbáns breitem Rücken wie zur prophylaktischen Abwehr von Schlimmerem in Budapest.
Der westliche Machtblock sieht offensichtlich die Felle seines Einflusses davonschwimmen.
Orbán ist der einzige europäische Staatsmann, der aus diesem Machtblock ausbricht. Ganz gleichgültig, wie man seine übrigen Taten beurteilt.
Ungarn hat eine gute Tradition im Widerstand gegen Machtblöcke. Heute vor etwas über 66 Jahren fand der ungarische Aufstand gegen das Sowjetregime statt.
Am 22. November wird Orbán im Hotel Dolder in Zürich auftreten. Roger Köppel, der Chefredakteur der noch unabhängigen Weltwoche, wird ihn dort interviewen.
Protest und Hass gegen diese Unabhängigkeitsgeste ist in der westlichen Presse so vorhersehbar, wie es die hysterische Reaktion auf das Orbán-Treffen mit Putin in China war.
Doch das Rad der Geschichte lässt sich nicht zurückdrehen.

 

Thomas Meyer

Györ am 23. Oktober 2023, dem Gedenktag des ungarischen Aufstandes

_______________________________________________________

1 «Das neue Geld», zu beziehen über www.gemeinsinn.net

2 Siehe meine Schrift Im Zeichen der Fünf, 2. Aufl. 2016.


Kategorie: Editorial, News

Europäer November 2023 (Jg 28 / Nr. 1)

10.11.2023

Editorial: Das geistig-politische Ungarn im heutigen Europa und in der Welt

Vom «Berg Meru» aus betrachtet
Daniel Nicol Dunlop

«Gemeinschaft»
Vortrag von Charles Kovacs

Die Lüge vom «wissenschaftlichen Klima-Konsens»
Herbert Ludwig

Michaelspruch für Giovanni Colazza
Rudolf Steiner

Vom neuen Götzen
Friedrich Nietzsche

Der Kains-Weg
Franz-Jürgen Römmeler

Warum auch das halbdirekte Demokratiemodell der Schweiz versagt
Istvan Stephan Hunter

FORUM
Von der Notwendigkeit des Fragens
(Teil 2)
Thomas Buchholz

BUCHAUSZUG
Zum Studium des Goetheanismuss

Aus: Kampf um Goethes Farbenlehre
Heinrich O. Proskauer

BUCHBESPRECHUNGEN

IMPRESSUM

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Die Unterschlagung der Tempellegende

11.10.2023

Warum auch der Band 7 der SKA nicht den normal-wissenschaftlichen Prinzipien entsprich.

1. Zwei editorische Inkonsequenzen bei Band 7 der SKA
In folgender Art wird auf der Webseite des frommann-holzboog Verlags die Kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners (SKA) durch Christian Clement generell angekündigt:

Steiner, Rudolf: Schriften. Kritische Ausgabe (SKA)
Herausgegeben von Christian Clement. Vertrieb auch durch den Rudolf Steiner Verlag. 2 Bände sind lieferbar. ISBN 978-3-7728-2630-6 – Wird fortgesetzt. Die kritische Edition ausgewählter Schriften Rudolf Steiners (1861–1925) bietet die Grundlagentexte der Anthroposophie, der wohl bedeutendsten esoterischen Bewegung des 20. Jahrhunderts, zum ersten Mal in textkritischer Ausgabe. Steiners zentrale Schriften zwischen 1884 und 1910 werden in ihrer Textentwicklung durch die verschiedenen Neubearbeitungen hindurch verfolgt, im Rahmen von Steiners intellektueller Biographie kontextualisiert und hinsichtlich ihrer Quellen und Bezüge transparent gemacht. So wird ein neuer Editionsstandard für das geschriebene Werk Steiners gesetzt, welcher der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Anthroposophie eine unverzichtbare textuelle Grundlage schafft und mit Blick auf die Zukunft Bestandteil einer historisch-kritischen Ausgabe sein kann. (…) 

Weiterlesen: PDF:  Die Unterschlagung der Tempellegende


Kategorie: Anthroposophie

Europäer Oktober 2023 (Jg 27 / Nr. 12)

10.10.2023

Editorial: Das Brüssel der EU und von Antoine Wiertz

Zerstörung oder Rettung unserer Erde?
Vortrag von Barbro Karlén, 1995

Völkerbund, UNO und Great Reset als Irrwege
Gerald Brei

Impressum

Der «Weltklimarat» – Dirigent der Klimatäuschungen
Herbert Ludwig

Kann ein grippaler Infekt zur Gefahr werden?
Dr. med. Daphné von Boch

Der Isenheimer Altar und seine therapeutische Kraft
Ursula Staubli

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Das Brüssel der EU und von Antoine Wiertz

10.10.2023

Vor einiger Zeit führte mich ein Freund durch Brüssel. Wir spazierten über den Hauptplatz und sahen die riesigen Leuchtreklamen mit den Slogans, die die offizielle EU-Politik widerspiegeln.

Exakte Abbilder der verlogenen Phrasen der Mainstreammedien. Mit dem dämonisierten Putin und dem in den Himmel gehobenen Selenski. Wir erinnern daran, dass in der ukrainischen Hauptstadt Kiew die gleiche Firma ihren Sitz aufgeschlagen hat, die sich mit einer der schlimmsten Kriegslügen der Neuzeit einen Namen gemacht hat, mit der Brutkastenlüge von 1990 (siehe Wikipedia); und die im April 2020 von der WHO angeheuert wurde, um sie beim Verkauf des gigantischen Covid-Schwindels zu beraten. Die Firma heißt Hill&Knowlton.
Wohltuender Kontrast: Der Maler Antoine Wiertz (1806–1865) und sein Atelier. «Das Atelier Wiertz gehört zu den Sehenswürdigkeiten Brüssels», schrieb bereits der Kunsthistoriker Herman Grimm im Jahre 1874. Das ist bis heute so geblieben, nur dass im Regierungsviertel noch eine nach ihm benannte Straße hinzukam.

Auch Rudolf Steiner stattete 1902 diesem Atelier einen Besuch ab. Er hob ein Gemälde hervor, das ihm einen besonderen Eindruck machte. Es heißt «Die Dinge der Gegenwart vor den Menschen der Zukunft.» Es stellt «einen Riesen dar», sagt Steiner, «der in seiner Hand winzige Dinge hält und sie seiner Frau und seinem Kinde zeigt: unsere Kanonen, unsere Szepter, unsere Ehrenzeichen und Triumphbogen und die Fahnen unserer Parteien.» Und Steiner fragt: «Könnten nicht auch unsere Gegenwartsvorstellungen über Welt und Leben ähnlich winzig vor der Gedankenwelt der Zukunft erscheinen?»1
Wir könnten auch fragen: Oder die politischen Vorstellungen der EU? Wiertz würde neben dem Triumphbogen vielleicht das Kommissions-Gebäude malen.
Wiertz, der geistvolle Individualist – was für ein riesiger Gegensatz zum phrasenhaften Kollektivismus des offiziellen Brüssel!

Thomas Meyer

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1 Vorwort zum Werk Das Christentum als mystische Tatsache (GA 8), Ausgabe von 1902.


Kategorie: Editorial, News

Vereinigung der Seele mit den göttlichen Strömungen?

10.09.2023

Meditation in verwirrter und ungöttlicher Zeit

Wie können wir in dieser Zeit Orientierung und Halt finden? Jenseits billiger Schlagworte und ohne Krücken, die beim ersten Druck brechen. Vielmehr aus innerer Selbständigkeit.
Eines der Zauberworte heißt «Meditation». Doch was sollen wir darunter verstehen? Vereinigung der Seele mit dem höheren Selbst? Doch was ist dieses und wo ist es zu finden?
Von den tausend Antworten wählen wir die, welche Geisteswissenschaft gegeben hat und immer noch gibt. Konkret ist deren Bestimmung: «Vereinigung der Seele mit den durch die Welt gehenden göttlichen Strömungen».1 Viele Strömungen durchfluten die Welt, elektromagnetische zum Beispiel. Wir können sie nicht «göttlich» nennen, obwohl auch ihr Ursprung im Göttlichen liegen mag. Haarp- oder 5G-Strömungen betreffen und affizieren unser Wesen in einseitiger Weise. Was sind dagegen «göttliche» Strömungen? Solche, die mit den neun guten Hierarchien zu tun haben, die am neungliedrigen Menschen bauten und immer noch bauen. Die von ihnen herrührenden Strömungen sind nicht außerhalb oder oberhalb der Welt, sie gehen mitten durch die Welt hindurch. Sie sollen wir zu finden suchen, um uns mit ihnen zu vereinigen. Wir könnten sie Logos-Strömungen nennen.
Die Geisteswissenschaft kündet überall von ihnen. Diese Kunde können wir vernehmen und uns mit ihr verbinden.
Die Seele nimmt das Wesen dessen an, womit sie sich verbindet und vereinigt. Wer tagein, tagaus auf dem Internet grast, nimmt das Wesen dessen auf und an, das auf dieser Weide gedeiht. Ahrimanische Intelligenzströmungen durchfluten sie. Aber wer will sich mit ihnen vereinen?
Kennen müssen wir sie und auch von ihnen Gebrauch machen. Aber mit ihnen eins werden? Das führt von unserem eigenen neungliedrigen spirituellen Wesen weg.
Die ungöttlichen Strömungen wollen sich uns aufdrängen. Die göttlichen wollen in Freiheit gefunden werden.
Und das ist auch das Wesen der wahren, das Göttliche suchenden Meditation: ein Freiheitsakt. Rudolf Steiner sagte einmal zu George Adams, einem seiner besten Schüler: Nur im Akt der Meditation realisiere ein Mensch Freiheit, alles andere geschehe aus karmischer Notwendigkeit.

In einem Vortrag über das Goethesche Gedicht-Fragment Die Geheimnisse spricht Steiner von esoterischen Bruderschaften, deren Wirken «von den höheren Planen aus» geschehe, und diese Arbeit sei «unter Umständen viel wesentlicher und wichtiger als dasjenige, was äußerlich auf dem physischen Plan gearbeitet wird». Die Ströme von deren Arbeit «fließen zusammen zu einem Strom spirituellen Lebens, der die Welt durchflutet und der durchkraftet die übrige Menschheit». Es gibt keinen Grund, an der Realexistenz solcher geheimer Bruderschaften gerade auch in unserer Zeit der Welten-Irre zu zweifeln. Steiner betont: «Es gibt solche Brüderschaften, solche Zentren, von denen hinausgehen solche Ströme und hineinwirken in die übrige Menschheit.»2 Diese Bruderschaften machen gewiss nicht alles Üble in der Welt von selbst gut, aber sie verhindern vielleicht, dass nicht alles noch viel schlimmer wird. Ein aus Freiheit Meditierender sollte für deren subtile Einwirkung stets empfänglich bleiben.

Thomas Meyer

_______________________________________________________

1 Formulierung Rudolf Steiners im ersten Vortrag über Das Vaterunser, Berlin 28. Januar 1907 in GA 96.

2 Die Geheimnisse – Ein Weihnachts- und Ostergedicht von Goethe mit einem Aufsatz von Goethe, aus GA 98.


Kategorie: Editorial, News

Europäer September 2023 (Jg 27 / Nr. 11)

10.09.2023

Editorial: Vereinigung der Seele mit den göttlichen Strömungen?

Die Weltgedanken im Wirken
Michaels und Ahrimans

Charles Kovacs

Rudolf Steiner zur Weihnachtstagung
Aufzeichnungen von Jakob Streit

Die Tragik des deutschen Volkes und
der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft

Bruno Krüger

Der verlorene Geistgehalt des Rechts (Teil 3 und Schluss)
Gerald Brei

Bitcoin und andere Strohhalme
Gaston Pfister

Mein letzter Lebensabschnitt (Teil 7 und Schluss)
Ludwig Polzer-Hoditz

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Europäer Juli/August 2023 (Jg 27 / Nr. 09/10)

10.07.2023

Editorial: Spirituelles Analphabetentum

Begegnung mit Rudolf Steiner
und Einsatz für die Dreigliederung

Bruno Krüger

Der verlorene Geistgehalt des Rechts (Teil 2)
Gerald Brei

Die freie Individualität kann sich
nur aus der Kulturgemeinschaft des Volkes entwickeln

Herbert Ludwig

Geschichte wiederholt sich
Gaston Pfister

Einheit von Welt- und Selbsterkenntnis
Zu Vermeers «Der Geograf»
Jasminka Bogdanovic

Mein letzter Lebensabschnitt (Teil 6)
Ludwig Polzer-Hoditz

Von der intuitiven Erkenntnis
Walter Johannes Stein

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Spirituelles Analphabetentum

10.07.2023

Anmerkungen zu einer Anne-Frank Ausstellung in Schwyz

 

Kürzlich besuchte ich mit meinem Sohn das Historische Museum in Schwyz, im schweizerischen Urkanton (neben Uri und Unterwalden). Mein erster Besuch in dem vom Gebirge der Mythen und dem Mythos – oder der Wirklichkeit ? – der Urschweiz umgebenen Ort.
Schon beim Ticketschalter erkundigte ich mich mit einer gewissen Neugier, ob denn auch der Tell zu sehen sei.
In fast herablassendem Ton meinte die Verkäuferin: «Ach, wissen Sie, der wird heute allgemein als Mythos betrachtet.» Ich machte keinen Einwand. Hätte ich sagen sollen: Rudolf Steiner war anderer Ansicht? Von Tell sagte Steiner einmal zum Geschichtslehrer Walter Johannes Stein, «dass er wirklich gelebt habe und dass die Apfelschussszene eine Art Einweihungsvorgang gewesen sei.» Dies ist natürlich nicht die Ansicht von jüngeren Schweizer Schriftstellern wie Frisch, Dürrenmatt oder Muschg. Diese betrieben die besagte Mythenbildung, die längst in Schulbüchern Eingang gefunden hat.
Ein kurzer Gang durch die zwei Stockwerke ergab keine einzige Erwähnung Tells, wohl aber, im Zusammenhang mit der Entwicklung des städtischen Bildungswesens, mehrere solche von Aristoteles und Thomas von Aquin. Verglichen mit diesen anerkannten Geistesgrößen hat Steiner heute in den Augen der meisten Zeitgenossen nur problematischen Mythenrang.

Im Untergeschoss ist bis zum Ende des Jahres eine sorgfältig ausgestattete Anne-Frank-Ausstellung zu sehen. Sie legt Wert auf die Tatsache, dass das die Herzen der Menschen erobernde Tagebuch Anne Franks von der Schweiz aus (Basel) seine Reise angetreten hatte, durch die hingebungsvolle Arbeit des Vaters Otto Frank, dem einzigen Überlebenden der Frank-Familie. Das Tagebuch der Anne Frank gehört neben der Bibel und vielleicht Harry Potter zu den meist übersetzten Büchern der Welt. Otto Frank hatte vor seinem Tod einen Fonds gestiftet, dem sein Neffe Buddy Elias (1925–2015), der Cousin von Anne Frank – bis zu seinem Tod vor sieben Jahren – vorgestanden hatte. Anne Frank und Buddy Elias (im Tagebuch Bernd genannt) verband eine schöne Jugendfreundschaft, die auch durch Aufenthalte der Franks vor dem Krieg in der Schweiz gepflegt wurde, was später nur mehr durch Briefe möglich war. Zahlreiche, zum Teil unbekannte Bilder und Dokumente füllen die Ausstellungsräume, ja sogar eine Rekonstruktion des schlichten fensterlosen Hinterhaus-Wohnraums der Familie ist vorhanden.
Es fehlt der Hinweis auf die bedeutsame Begegnung von Cousin und ehemaliger Cousine im Jahre 1995, ebenfalls in der Schweiz. Der damals 70jährige Elias begegnete der wiederverkörperten Cousine in Gestalt von Barbro Karlén (1954–2022). Die einstige Jugendfreundschaft wurde bis zu dessen Tod vor sieben Jahren beidseitig in modifizierter Form wie selbstverständlich fortgesetzt.

Das Photo zeigt Elias mit Karlén im Jahre 1997 bei einer privaten Lesung aus Karléns Buch … Und die Wölfe heulten… Seine offene Akzeptanz der Tatsache der Wiederverkörperung brachte ihn in schmerzliche Konflikte, doch distanzierte er sich diesbezüglich nie.
Ohne Reinkarnation erscheint das Menschenleben sinnleer. Gerade ein Leben wie das von Anne Frank – und selbstverständlich Millionen anderer – schreit geradezu nach einem höheren Sinn. Dass dieser in diesem Falle tatsächlich erschienen ist, blieb den meisten Zeitgenossen bisher verborgen. Der Mensch der Gegenwart ist gewöhnlich ein Analphabet spiritueller Tatsachen. Von solchem Analphabetismus war die Frank-Ausstellung, wie auch die der Schweizer Geschichte naturgemäß geprägt.
Lernen wir die spirituellen Tatsachen buchstabieren. Werden wir Buchstabierer der spirituellen Realität! Das wollte hier versucht werden.

Thomas Meyer

P.S.: Beim Verlassen der Ausstellung erstand ich meinem Sohn eine kleine Tellen-Armbrust, die immerhin real war.


Kategorie: Editorial, News

Die angemaßte Autorität der WHO und die Komplizenschaft der AAG-Leitung

10.06.2023

Die Mai-Ausgabe der Zeitschrift Natürlich, die auch in Apotheken aufliegt, bringt unter dem Titel «WHO publiziert Ausbildungsstatus für Anthroposophische Medizin» einen Artikel, der nicht unbeachtet bleiben sollte:
Darin heißt es u.a.: «Die WHO verfolgt das Ziel der Qualitätssicherung traditio-
neller, komplementärer und integrativer Medizin. Dementsprechend wurden seit 2017 die Ausbildungsstandards für Anthroposophische Medizin gemäß WHO Kriterien in einem strengen internationalen Peer-Review-Verfahren begutachtet. ‹An dieser Darstellung können sich politische Entscheidungsträger/innen, Mitarbeitende im Gesundheitswesen und Ausbildungseinrichtungen orientieren›, erklärt Dr. Kim Sungchol, Leiter der WHO-Abteilung für traditionelle, komplementäre und integrative Medizin, im jetzt veröffentlichten Dokument ‹WHO Benchmarks for Training in Anthroposophic Medicine›.» –«‹Die nun von der WHO publizierten Ausbildungsstandards stehen ganz im Einklang mit den in der Anthroposophischen Medizin heute gültigen Ausbildungsrichtlinien›, sagt Dr. Matthias Girke, Leiter der Medizinischen Sektion am Goetheanum (…) Im WHO-Dokument werden darüber hinaus alle zentralen Fachbegriffe der Anthroposophischen Medizin erläutert.»

Ein Beispiel für die Oberflächlichkeit des wiedergegeben angeblich anthroposophischen Menschenbildes: In der WHO Broschüre Benchmarks werden die vier unteren Wesensglieder des Menschen (physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich) nivellierend pauschal als the four formative forces of the human being bezeichnet. P.21
Diese vier «formative forces» sollen umfassen: «I organization, Astral organization, Etheric organization, Physical Organization.» So wird der Kraft-Begriff allen vier Wesensgliedern übergestülpt. Eine oberflächlichere Pauschalisierung des problematischen Kraft-Begriffs ist kaum denkbar.
Die WHO usurpiert eine ihr nicht im Geringsten zustehende Funktion, Maßstäbe zu bilden für eine geisteswissenschaftliche Heilkunde. Das kann nur von dieser selbst gemacht werden. Dass «Anthroposophen» behilflich waren, diese «Maßstäbe» auszuarbeiten, macht die Sache nicht besser. Es zeigt nur, dass sie willens und bereit sind, sich in die diktatorischen Weltabsichten der WHO einbinden zu lassen.
Maßstäbe für eine sachgemäße Ausbildung auf einem anthroposophischen Fachgebiet können nur von diesem Fach selbst ausgearbeitet werden, niemals von einer nicht gewählten, selbsternannten Körperschaft mit offenbaren wirtschaftlichen und politischen Interessen. Darüber sollten keine pseudo-wissenschaftlichen Schlagwörter wie «interdisziplinär», «Qualitätssicherung» oder «Peer-Review-Verfahren» etc. hinwegtäuschen.
Auch das ziemlich am Anfang aufgelistete Glossar anthroposophisch-medizinischer Termini kann nur den Schein anthroposophischen Verständnisses erwecken.
Die WHO hat in den letzten Jahren u.a. aufgrund ihrer Beratung durch eine US-Public Relations-Firma2 ganz anderen Interessen als dem Gesundheitsinteresse der Menschheit gedient. Sie hat durch die von ihr empfohlenen Impfungen Millionen, wenn nicht Milliarden von Menschen gesundheitlich geschädigt oder getötet, und an diesen Schäden direkt oder indirekt Unsummen von Geld verdient.

Es steht der anthroposophischen Gemeinschaft frei, die ahrimanischen WHO-«Maßstäbe» wie ein Trojanisches Pferd dankbar aufzunehmen. Deren wahrer Charakter wird sich über kurz oder lang auswirken. Zum Aufwachen in allen Nationen für den wirklichen Charakter dieser menschenfeindlichen NGO bleibt noch ein knappes Jahr Zeit.
Die anthroposophische Gemeinschaft braucht sich von keiner äußeren Organisation «Maßstäbe» für ihr Wirken aufdrängen zu lassen. Das war zu keiner Zeit die Ansicht Rudolf Steiners. Seine Ansicht kommt vielmehr in Sätzen zu seinen Schülern wie folgenden zum Ausdruck: «Wir sollen als Anthroposophen der Welt begreiflich machen, dass wir da sind (…) Dann werden Sie einen Maßstab bekommen, was Menschen, die für ihre Sache eintreten wollen, tun für ihre Sache.»3

Thomas Meyer

_______________________________________________________

1 Siehe «WHO Benchmarks for Training in Anthroposophic Medicine» https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/366645/9789240067431-eng.pdf?sequence=1&isAllowed=y).

2 Hill&Knowlton, seit 8 Jahrzehnten bestehende und heute führende US-Werbefirma ist im Mai 2020 von der WHO beauftragt worden, die Publizität um Covid19 in die Hand zu nehmen. (Die Firma hatte 1990 mit «Erfolg» die Brutkastenlüge produziert, die den Irak-Krieg anfachte.) Hill&Knowlton schlugen der WHO vor, drei Ebenen von ‹Influencer› zu identifizieren: Prominente mit großer Anhängerschaft in den sozialen Medien, um sie für eine Verstärkung der WHO-Botschaften einzusetzen. Dann aber auch Personen mit kleinerer, aber engagierter Anhängerschaft und ‹versteckte Helden›. (siehe: Editorial März 2023, auf www.perseus.ch – dort weitere Quellen.)

3 Siehe den Vortrag Rudolf Steiners auf S. 19ff. dieser Ausgabe.


Kategorie: Editorial, News

Europäer Juni 2023 (Jg 27 / Nr. 08)

10.06.2023

Editorial: Die angemaßte Autorität der WHO und die Komplizenschaft der AAG-Leitung

Stufen der Ich-Dramatik
Betrachtung zu Wagners «Parsifal»
Bruno Krüger

Es geht nicht um die Wahrheit – der Weg in den totalitären Staat»
Herbert Ludwig

Der verlorene Geistgehalt des Rechts (Teil 1)
Gerald Brei

Anthroposophie tun
Vortrag Rudolf Steiners vom 27.6.1919

Mein letzter Lebensabschnitt (Teil 5)
Ludwig Polzer-Hoditz

FORUM
Neuzeitliches Fragen-Lernen

Thomas Buchholz

Leserbrief

Impressum

BUCHBESPRECHUNGEN
Jan Stuten (1890–1948)

Betty Lerche

G. Brun, «Die Runen, die sich regten»
Peter Stühl

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Europäer April/Mai 2023 (Jg 27 / Nr. 06/07)

10.04.2023

Editorial: «Vorübergehend verstorben» – zum Tod von Barbro Karlén

Die WHO und die Strafanzeige gegen Alain Berset
Interview von Thomas Meyer mit Pascal Najadi

Schweizer «Ernährungssystem-Gipfel»
Hans Bieri
Kommentar
Andreas Flörsheimer

100 Jahre Pan-Europa-Plan von Richard Coudenhove-Kalergi
Stefan Magnet AUF1
Vorwort von Herbert Ludwig

«Pan-Europa»
Ludwig Polzer-Hoditz

Der Tod Ita Wegmans
Erinnerungen von Liane Collot d’Herbois
(Teil 3)

Die Polarität Enos-Henoch
Franz-Jürgen Römmeler

Christian Gottlieb Glaser
Ein Nachruf
Emanuel Glaser

Christian Glaser und der Geist des TAO
Thomas Meyer

Manfred Kyber
Peter Götz

Der Mensch als Schöpfer
Virtuelle und wahre Wirklichkeiten
Gaston Pfister

Mein letzter Lebensabschnitt (Teil 4)
Ludwig Polzer-Hoditz

Leserbrief

Der Pfad der Schülerschaft
Daniel Nicol Dunlop

Impressum

«– damit das Bild des Lebens 55 zum Vorschein kommt»
Interview mit Imre Makowecz

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

«Vorübergehend verstorben» – zum Tod von Barbro Karlén

10.04.2023

Barbro Karlén war eine der prominenten Autorinnen des Perseus Verlags. Ihre Bücher weckten weites Interesse. Ihr Auftreten auch Aufsehen und Widerstand.
Geboren wurde sie am 24. Mai 1954 in Göteborg. Gestorben ist sie am 12. Oktober 2022 in den USA.
Entscheidend wurde ihre Lebensbegegnung mit Buddy Elias am 14. Oktober 1995 in Basel. Vorangegangen war ein Auftritt Karléns an einer niederländischen Fernsehstation im Mai jenes Jahres, 50 Jahre nach dem Kriegsende in Europa; hier berichtete sie erstmals als Erwachsene von ihren Erinnerungen an das Anne-Frank-Dasein. Und am Vortrag der Begegnung fand ihr erster Auftritt im Basler Stadtcasino statt, wo im Jahre 1897 durch Theodor Herzl der heillose Zionismus begründet worden war. Sie sprach über die Erde und die durch Menschen bedrohte Natur.
Bald darauf meldeten sich Gegner von ihr und ihren Erlebnissen, die sie als Verhöhnung des Holocaust bezeichneten. Die «Holocaust-Industry» (Norman Finkelstein) wollte an Anne Frank als an einer unzerstörbaren, moralisch und wirtschaftlich rentablen Ikone festhalten.
Der 2015 verstorbene Elias war der Cousin Anne Franks. Er war Eiskunstläufer, dann Schauspieler und wurde als einziger Überlebender der Frank-Familie Präsident des Anne Frank Fonds, der die Rechte des Tagebuchs der Anne Frank verwaltet. Die Begegnung mit seiner ehemaligen Cousine war aufwühlend und brachte ihn in schwierigste Umstände. So verlangte ein bornierter Holocaustmahner, er solle als Präsident des Fonds zurücktreten, da er Karlén nicht als Betrügerin oder Schlimmeres zurückwies, sondern im Gegenteil sie menschlich schätzte. Er ließ sich sogar zur Äußerung bewegen, es würde ihn nicht wundern, wenn sie seine Cousine gewesen wäre. Karlén bezeichnete die Begegnung mit ihm als eine Art «Heimkommen».
Von dieser Begegnung an einem stillen Herbstnachmittag gingen, wie Wellenringe, die ein kleiner Stein erzeugt, der in einen Teich geworfen wird, neue Perspektiven für Karlén aus: Erst jetzt konnte daran gedacht werden, ihr jüngstes Buch …Und die Wölfe heulten, zu publizieren. Mit Zustimmung von Buddy Elias.
Es folgten Hetzartikel um Auftritte, die Durchsuchung eines Theatersaals mit Polizeispürhunden, wegen Drohungen von Seiten von Fanatikern. Schließlich erfolgte eine Ausladung der bereits Eingeladenen auf einem PSI-Kongress, der in der MUBA Basel stattfinden sollte. Es wurde andernfalls mit Ausfällen in Millionenhöhe für die nächste Uhren- und Schmuckmesse gedroht.
So wie es bis heute Zweifler an der Echtheit Kaspar Hausers als badischer Erbprinz gibt, so gibt es bis heute Bezweifler von Karléns reinkarnatorischen Erlebnissen. Mit ähnlichen «Beweisen» auf tönernen Füßen.
Der diesjährige Perseus-Kalender, in welchem Karlén seit Jahren an ihrem Geburtstag eingetragen steht, trägt die bedenkenswerte Äußerung Rudolf Steiners aus dem Jahre 1924:
«Die rückhaltlose Enthüllung der Karmawahrheiten ist das, was Ahriman am meisten fürchtet.»

Thomas Meyer

[Der Perseus Verlag sorgte für eine CD mit einigen Aufnahmen der Auftritte von Barbro Karlén. Eine Gedenkschrift zur Würdigung ist in Planung.]


Kategorie: Editorial, News

Europäer März 2023 (Jg 27 / Nr. 05)

10.03.2023

Editorial: Der Fall Berset – und die drei Tellen

Globale Mafia-Strukturen
Interview mit Gerhard Wisnewski

Erinnerungen an Ita Wegman
(erster und zweiter Teil)
Liane Collot d’Herbois

Rudolf Steiner – der Wegbereiter der Anthroposophie
Eugen Kolisko

«Wo viel Schatten ist, ist auch viel Licht»
Christof Zimmermann

Parsifal am Goetheanum
Interview mit Alexander v. Glenck

«Energie kann man nicht drucken»
Bernhard Steiner

FORUM
Aktien und noch etwas…
Gaston Pfister

«Tiere haben ihre Komik…»
Gedicht von Manfred Kyber

BUCHBESPRECHUNG
Valentin Wember: «Dreigliederung»
Gerald Brei

Leserbriefe

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Der Fall Berset – und die drei Tellen

01.03.2023

mit einer Ergänzung von Pascal Najadi1

Am 2. Dezember 2022 erstattete der ehemalige Schweizer Banker Pascal Najadi Strafanzeige gegen den jetzigen Bundespräsidenten und ehemaligen Gesundheitsminister Alain Berset. Der Vorwurf lautete auf «Amtsmissbrauch nach Artikel 312 des Schweizerischen Strafgesetzbuches».
«Mitglieder einer Behörde oder Beamte, die ihre Amtsgewalt missbrauchen, um sich oder einem anderen einen unrechtmäßigen Vorteil zu verschaffen oder einen anderen zu benachteiligen, werden mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft», heißt es in dem Paragraphen.
Najadi «warf Berset vor, falsche Angaben über die Wirksamkeit der Covid-19-Impfstoffe gemacht zu haben». So der Bericht auf dem unabhängigen Kanal «Uncut news» vom 17. Februar 2023.
Die Nachricht warf Wellen und zog Kreise. Dazu trägt bei, dass das Thailändische Königshaus, als erste Regierung der Welt, eine Anklage gegen Pfizer vorbereitet; zwei Mitglieder der Königsfamilie wurden durch die Injektionen geschädigt.
Der in Deutschland lebende thailändische Immunologe Sucharit Bhakdi sprach über diesen Fall mit Pascal Najadi.2 Inzwischen knüpfte Najadi Kontakte zum Gouverneur von Florida, zum Rechtsanwalt Todd Callender und zu General Flynn.

«Uncut News» bringt die Unterhaltung zwischen Najadi und mir, die am 7. Februar per Internet auf Englisch stattfand.3

In den US und in Kanada laufen jetzt Untersuchungen gegen Persönlichkeiten an, die die Nürnberger Gesetze verletzten und des Massenmordes beschuldigt werden.

Die Sagenwelt der Schweiz kennt eine schöne Legende: «Die der drei Tellen». Sie geht auf die Gründung der Urschweiz zurück und beinhaltet Folgendes: Tief im Innern des Pilatus ruhen drei alte bärtige Männer, in tiefen Schlaf versunken. Eines Tages entdeckt ein Wanderer eine ihm bisher unbekannte Felsspalte; er tritt ins Innere und findet sich nach einem langen Gang vor den drei Schlafenden. Einer, leicht geweckt, reckt den Hals empor und fragt mit rauer Stimme: Wie steht es draußen in der Welt? Der Wanderer sagt: Es scheint alles in Ordnung zu sein. Gut, sagt der Bärtige. Dann ruhen wir fort, bis die Welt unser bedarf.
Dieser Tag ist heute angebrochen. Einer der Bärtigen ist bereits ans Licht getreten und hat begonnen, zu Tal zu steigen…

Thomas Meyer

19. Februar 2023 (Tag des Endes des Kaliyuga im Jahre 1899)

 

Interessierte können sich die neuesten vorgeschlagenen Veränderungen der International Health Regulations von 2005 vom 6. Februar 2023 hier herunterladen.

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1 Ergänzung von Pascal Najadi vom 23.02.2023: «Die WHO plant eine Machtübernahme der Schweiz.» Der Entwurf des WHO-IHR Vertrages sieht vor, wenn so von Bern unterzeichnet, alle Legislative, Exekutive, Militär, Polizei an die WHO zu übergeben. «Somit werden auch die Menschenrechte und die Menschenwürde gestrichen (WHO-IHR Vertrag, Artikel 3, siehe Webseite Perseus Verlag). Dazu wird die WHO auch die Medien auf allen Plattformen komplett zensieren und sperren. Mein YouTube Kanal wurde am 20.2.2023 von der WHO, Genf, für immer gesperrt. Weil die WHO Angst vor meiner Aufklärung hat, ist das der beste Beweis.»

K O N K R E T – Talk zum Thema Auswirkungen des WHO IHR Vertrages auf die Schweiz

2 https://gloria.tv/post/UQsjNtfTtujS1HQVo7frUUXWJ#20

3 https://rumble.com/v28nfpq-k-o-n-k-r-e-t-wef-who-criminal-charges-vs.-swiss-president-berset.html


Kategorie: Editorial, News

W.J. Stein: The Earth as a Basis of World Economy

16.02.2023

TPA 2 – No. 7 June-July 1937 (The Earth).pdf


Kategorie: Articles in English, Various Items (english)

Schall und Rauch von Hill&Knowlton

06.02.2023

im Irakkrieg, bei der WHO und in der Ukraine

 

Was ist das für eine Welt, in der wir leben? Vor zwei Jahren schrieb unser Autor Arnold Sandhaus (Dezember 2021/Januar 2022):
«Eine Welt, in der eine 15-Jährige im amerikanischen Kongress auftritt und erzählt, irakische Soldaten hätten in Kuwait Brutkastenbabies auf den ‹kalten Boden› geworfen und dort erfrieren lassen. Daraufhin entfachen die US einen Krieg gegen den Irak, den Golfkrieg. Später, zu spät, stellt sich heraus, dass alles gelogen war und dass das Mädchen auf ihre Rolle von einem Public Relations Bureau vorbereitet worden war. Dessen Verantwortlicher, Craig Fuller, ist später stolz darauf, dass ihm diese ganze Operation gelungen ist, und er bekommt eine hohe Position innerhalb seiner Firma. Hill & Knowlton heißt die Firma, und genau diese ist im Mai 2020 von der WHO beauftragt worden, die Publizität um Covid19 in die Hand zu nehmen. Hill und Knowlton schlugen der WHO vor, drei Ebenen von ‹Influencer› zu identifizieren: Prominente mit großer Anhängerschaft in den sozialen Medien, um sie für eine Verstärkung der WHO-Botschaften einzusetzen. Dann aber auch Personen mit kleinerer, aber engagierter Anhängerschaft und ‹versteckte Helden›.
Wie lange wird es diesmal dauern, bis einer stolz erzählt, dass ihm die Covid19-Operation gelungen ist?»1
Die wichtige Europäer-Enthüllung von Sandhaus verhallte weitgehend ungehört. Auch in jenen «anthroposophischen» Kreisen, die inzwischen fest mit der WHO verbandelt sind. Dabei würde sie allein, gehörig verbreitet, genügen, der WHO jeglichen moralischen Kredit zu entziehen.
Sollte der geistreiche Beobachter Recht haben, der vor 100 Jahren behauptet hat, der Zeitungsleser hätte zwei Haupteigenschaften: 1. Er glaubt alles, 2. Er vergisst alles.
Inzwischen ist die äußerst erfolgreiche Lügen-Firma auch in der Ukraine ansäßig.
Im Internet preist sie sich wie folgt an: «Hill+Knowlton Strategies is the preeminent strategic communications firm specializing in Ukraine, Kazakhstan, Russia and the CIS.» (Auf Deutsch: «die hervorragendste strategische Kommunikationsfirma mit Spezialgebiet Ukraine, Kasachstan, Russland etc.)2
Wurde die Firma vom Schmierenkomödianten Selensky direkt angeheuert, oder umgekehrt, wurde sie damit beauftragt, in der Ukraine für die richtige «Berichterstattung» – sprich Lügen-Werbung – zu sorgen? Niemand darf die Nachrichten aus dem Kriegsgebiet verfolgen, ohne an die Anwesenheit der «Firma» zu denken. Vielleicht war es auch ihr Rat, Madame Selenskaja, selbst eine Comedy-Autorin, nach Davos zu schicken? Wo sie den Schweizern frech ins Gewissen redete, die Neutralität besser zu lassen und stattdessen lieber Waffen zu liefern.
Ein Lichtblick zum WEF und seiner Agenda: Die jetzige Premierministerin von Alberta, Danielle Smith, beschloss unter anderem, infolge der Lockdown-Bestimmungen, alle Bande zur WEF zu zerschneiden. Was die Schweiz schon längst hätte tun sollen. «Ich finde es geschmacklos», sagte sie nach ihrem Regierungsantritt im letzten Oktober, «wenn Billionäre damit bluffen, wie viel Kontrolle sie über politische Führer haben».
Im Übrigen: Catherine Austin Fitts regte an, eine hoffnungsvolle Alternativ-Agenda 2030 zu konzipieren und mit gehöriger Fantasie zu entwerfen.3 Beachtenswert.

Thomas Meyer

_______________________________________________________

1 Siehe Daily Caller – https://dailycaller.com, und Wikipedia zur Brutkasten-Lüge.

2 https://yellow.place/de/pbn-hill-knowlton-strategies-kyiv-ukraine

3 2030 Backcasting with Catherine and Solari Series Hosts and Allies /solari.com


Kategorie: Editorial, News

Europäer Februar 2023 (Jg 27 / Nr. 04)

06.02.2023

Editorial: Schall und Rauch von Hill&Knowlton

Die okkulten Drahtzieher beim Brand des ersten Goetheanum
Ein Nachtrag
Thomas Meyer

Zur Neutralität der Schweiz
Andreas Flörsheimer

B. Abelow: «Wie der Westen den Krieg in die Ukraine brachte»
Buchbesprechung von Gerald Brei

Das Marionettentheater G 20
Gaston Pfister

Zum Lebenswerk von Liane Collot d’Herbois
Johanna Ryser

Der Brand des Goetheanum
Ein Lehrstück
Irene Diet

Über die Individualität von Novalis
(Teil 3 und Schluss)
Reto Andrea Savoldelli

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

The Present Age Volume 6 / No. 11/12 December/January 2022/23

06.02.2023

Contents

Editorial
The Present World Situation

Europe Between East and West
T.H. Meyer

Ukraine Between East and West
and Russia’s Intervention
Andreas Bracher

The USA Deliberately Provoked
the Russian Military Operation
Herbert Ludwig

Struggle for the Seed
of Russian Culture

Notebook entry by Rudolf Steiner

Corona Notes II
Andreas Flörsheimer

The Coming Hunger Crisis
T.H. Meyer

Rudolf Steiner’s Chronology of Christ Jesus
Ellen Schalk

Community and Debt
Lecture by Charles Kovacs

Remembering Christoph Podak
Andreas Bracher

FORUM
The General Anthroposophical Society (G.A.S.)
and its Relationship with Weleda AG
T. H. Meyer

In the Sign of Great Lines of Destiny
Frieder Sprich

The Question of Property
Andreas Flörsheimer

December /January Calendar

Imprint

From The Ring to the Grail
Gerald Brei

BAGATELLE
Living in 2030

T.H. Meyer

Except you become as children…
Ben Cherry

Cancer
Guidance from an anthroposophical medical perspective
Dr. Daphné von Boch

 

 

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Kategorie: TPA archives, TPA current

The Present World Situation

06.02.2023

We are living in catastrophic times. That in itself is not new in human history. The Lemurian and Atlantean epochs both ended in catastrophes: Lemuria in a fiery catastrophe, and Atlantis in the “Great Flood”.
At the end of the seventh and final Post-Atlantean Epoch the Earth will experience a catastrophe of the air. That will be in about the 8th millennium, which spiritual science speaks of as the American Epoch, and which will be under the sign of Capricorn. The Moon will then reunite with the Earth, which it left long ago, something of which modern astronomy is already aware. Everything will then change radically. The division of the sexes which has prevailed since the exit of the Moon in the Lemurian Epoch will be replaced by a form of procreation related to the larynx, as represented in the first seal in the Apocalypse of St. John (the man with the fiery sword from his mouth).
We now find ourselves in a dramatic prefiguring of that final catastrophe. People sense something of this. Therefore, we have, for example, the gender issues, which are occurring today like summer lightning, a harbinger of future conditions1. Rudolf Steiner speaks of an Earth-spanning spider-like web which will embody all materialistic thoughts that have not been spiritualised by that point. That too is prefigured in our time by the all-encompassing World Wide Web. A prime example of this is the software known as Aladdin (an acronym for Asset, Liability and Debt and Derivative Investment Network), the main system employed by BlackRock, which is striving to achieve, or already has achieved, global control of all economic data. According to economic journalist Ernst Wolff, it is de facto far more powerful than all governments and central banks.
Friedrich Nietzsche’s “Superman”, which is discussed in D.N. Dunlop’s article in this issue, presents an ahrimanic counterpart which Nietzsche calls the “ugliest human”. Alongside this, a humanity will develop that has intense spiritual abilities by which the rest of humanity is to be healed in a Manichean way. Today’s “races” will disappear as such and give way to two kinds of human being – spiritual human beings and those bound to matter. This contrast too is also being prefigured today. The “good” and the “bad” are also aware of this; a caricature of “the bad” is associated with Putin’s empire, while the US/NATO empire is supposed to embody “the good”. It is unnecessary at this point to comment further on the absurd, mendacious or even obtuse nature of today’s world situation. Every alert modern human being can see this, but also recognise the acute danger hanging over all humanity.
Does the prelude to the next catastrophe include an even greater present one? Were clairvoyants and soothsayers wrong when they predicted for the present time upheavals such as a coming war between Russia and the West, which would be followed by a three-day eclipse?2
Has the arc of truth been so stretched “by a challenge to truth and reality itself” that there is cause for higher spiritual powers to intervene before the whole of humanity perishes in the ongoing COVID-injection quagmire?
Rudolf thought that such an intervention was possible in view of the terrible lies against the Central Powers [Germany and Austria-Hungary] that were being spread in 1917.3 Is the situation today not actually far worse?
Are we not living through the reappearance of appalling black magical practices such as were practised in the Mexican Mysteries, before the greatest black magician who ever walked the earth was crucified by the even greater white magician Huitzilopochtli at the very time of the Mystery of Golgotha (R. Steiner, 18 September 1916, GA 171)? His soul was then placed under “a spell”, but not his activity for all time. Today unfortunately, it reaches out to the very youngest inhabitants of the Earth.
However today’s catastrophic prelude ends, we should not forget that we have lived through and survived more colossal catastrophes. As D.N. Dunlop once put it:
“Remember that you have looked upon cataclysms many times and have always risen triumphant.”

T.H. Meyer

_______________________________________________________

1 Lecture of 13 May 1921 (GA 204); see also R. Steiner, Die Vorträge über die Inkarnation Ahrimans, Basel, 3rd ed. 2022, p.115 ff.

2 For example, the seer Alois Irlmaier. See also Ruben Stein, Der dritte Weltkrieg. Die Prophezeiungen der Maria S.- pdf.

3 Rudolf Steiner, lecture of 13 January 1917 (GA 173c).

 


Kategorie: TPA Editorial

Impf-Debakel, Ukraine-Lüge, 100 Jahre Goetheanum-Brand

12.12.2022

Manchmal kommt es zu einer unerwarteten Wende in Sachen Corona-Berichten.
Diesmal durch eine der größeren Schweizerischen Wochenzeitschriften, Die Weltwoche.
Schon die folgenden Cover-Titel künden für den Mainstraim Ungewohntes an.
Gesteigert wird dies durch die Spezial-Ausgabe vom 27. Oktober. Sie trägt den Titel Wie der Westen den Krieg in die Ukraine brachte – Die Rolle der USA und der NATO im Ukraine-Konflikt. Autor ist der amerikanische Atomwaffen-Experte Benjamin Abelow. Die über 30 Seiten umfassenden Betrachtungen wurden auf Englisch verfasst und für Die Weltwoche auf Deutsch publiziert; sie sollen demnächst als kleines Buch erscheinen.
Diese Schrift ist in meinen Augen das Allerbeste, was über diesen traurigen Krieg – in den globalen Medien stereotyp als «russischer Angriffskrieg» gebrandmarkt – zu finden ist.
Sie erregte naturgemäß den heftigen Unwillen der genormten Printmedien. So erschien in der Basler Zeitung ein Gegen-Inserat mit den grotesken Zeilen: «FakeNews von vertrauenswürdiger Information zu unterscheiden, wird immer anspruchsvoller.
Die Schweizer Presse [!] arbeitet nach professionellen journalistischen Standards…» So soll Die Weltwoche von der «Schweizer Presse» eliminiert werden. Vergebliches Bemühen.
Ebenso erfreulich zu erwähnen ist der angelaufene Prozess gegen die Unverantwortlichkeit von Swissmedic.
Und im fernen Kanada stemmt sich die mutige Gouverneurin Danielle Smith gegen die Einmischung des WEF und der größenwahnsinnigen Global Leaders in interne Angelegenheiten.

An Silvester 1922 ereignete sich der Brand des ersten Goetheanums. Wir bringen aus diesem Anlass das Faksimilie des Artikels in der Basler National-Zeitung vom 2. Januar 1923, mit einem Interview mit Rudolf Steiner. Der Druckerschwärze-Flecken an der Stelle des Interviews ist symptomatisch. Zur Zerstörung des Baus trat noch die Verschmutzung in der Berichterstattung.
Edouard Schuré, der langjährige Weggefährte von Marie und Rudolf Steiner, hatte in der Silvesternacht ein bemerkenswertes Traum-Erlebnis (siehe S. 6). Er erlebte den Brand als ein Loch, das mitten in Europa gerissen wurde. Es ist noch heute spürbar.1

Thomas Meyer

_______________________________________________________

1 Zum Brandgeschehen siehe auch: Michael Birnthaler (Hg.), Weltenwandler Rudolf Steiner – Dokumentarische Erzählung, Band1: Das Goetheanum, Edition Eos, 2018. – Mit einem sehr bemerkenswerten Teil über den Goetheanum-Brand, S.178ff


Kategorie: Editorial, News

Europäer Dezember/Januar 2022/23 (Jg 27 / Nr. 02/03)

12.12.2022

Editorial: Impf-Debakel, Ukraine-Lüge, 100 Jahre Goetheanum-Brand

Phönix aus der Asche
Zum Brand des Goetheanum
Thomas Meyer

Leonardos Felsgrottenmadonna
Friedl Brunckhorst

Philipp Otto Runge – Schaffen aus dem Urquell des Geistes
Hans Börnsen

Mensch und Hund
Dr. med. Olaf Koob

Über die Individualität von Novalis (Teil 2)
Reto Andrea Savoldelli

Zum Memorandum 1930
Ludwig Polzer-Hoditz

Mein letzter Lebensabschnitt (Teil 3)
Ludwig Polzer-Hoditz

FORUM
Überfülle an Geldmange
Franz-Jürgen Römmeler

LESERBRIEFE

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Europäer November 2022 (Jg 27 / Nr. 01)

10.11.2022

Editorial: «Wer Wind sät, wird Sturm ernten» – Putins jüngste Waldai-Rede (Auszüge)

Der Welt-Ideologe des Tieres
Herbert Ludwig

Betrachtung zum letzten Michaelbrief
Charles Kovacs

Sankt Michaels Heiligtum
Johanna Gräfin von Keyserlingk

Über die Individualität von Novalis (Teil 1)
Reto Andrea Savoldelli

Wladimir Korolenko
Ein russischer Schriftsteller
Peter Stühl

Mein letzter Lebensabschnitt (Teil 2)
Ludwig Polzer-Hoditz

Der gute Schlaf
Dr. med. Olaf Koob

Das Memorandum von 1930
Ludwig Polzer-Hoditz

LESERBRIEF

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«Wer Wind sät, wird Sturm ernten» – Putins jüngste Waldai-Rede (Auszüge)

10.11.2022

Im Oktober fand das jährlich an verschiedenen Orten tagende diesjährige Waldai-Treffen statt. Bei dieser Gelegenheit pflegt Präsident Putin umfassende politische und geopolitische Betrachtungen anzustellen. Am 27. Oktober wies er in seiner Plenarrede auf die kulturvernichtenden «Cancel Culture»-Praktiken des Westens hin, die auch in der Ukraine Wurzel schlugen. Werke von Dostojweski, Tolstoi und anderen russischen Kulturgrößen wurden vernichtet oder verbannt.
Putin sagte wörtlich: «Die Geschichte wird sicherlich alles an seinen Platz stellen und die größten Werke der allgemein anerkannten Genies der Weltkultur nicht canceln, sondern diejenigen, die beschlossen haben, dass sie das Recht haben, nach ihrem Gutdünken über diese Weltkultur zu verfügen.» Und er fügte hinzu: «Die Eitelkeit dieser Leute sprengt, wie man sagt, den Rahmen, aber in ein paar Jahren wird sich niemand mehr an ihre Namen erinnern. Aber Dostojewski wird weiterleben, ebenso wie Tschaikowsky und Puschkin – so sehr sich manche auch etwas anderes wünschen mögen.»
Ferner zitierte er den russischen Philosophen Alexander Sinowjew über die westlichen Trendsetter: «Sie haben keine Ideen, etwas zu erschaffen und von positiver Entwicklung, sie haben der Welt einfach nichts zu bieten außer dem Erhalt ihrer Vorherrschaft.»
Und weiter: «Wenn die westlichen Eliten glauben, dass sie in der Lage sein werden, in den Köpfen ihrer Menschen, ihrer Gesellschaften, neue, meiner Meinung nach seltsame Trends wie Dutzende von Geschlechtern und Schwulenparaden einzuführen, dann soll es so sein. Sollen sie tun, was sie wollen! Aber sie haben sicher nicht das Recht, von anderen zu verlangen, dass sie den gleichen Weg gehen.»
Und über das verkrampfte westliche Festhalten an einer uni-polaren Weltordnung:
«Die Welt ist von Natur aus vielfältig und die Versuche des Westens, alle in ein einziges Schema zu pressen, sind objektiv zum Scheitern verurteilt, und es wird nichts dabei herauskommen. (…) Das arrogante Streben nach der Weltherrschaft, nach dem Diktat oder nach dem Erhalt der Führungsrolle durch Diktat, führt zum Niedergang der internationalen Autorität der Führer der westlichen Welt, einschließlich der USA, und zum wachsenden Misstrauen in ihre Fähigkeit zu verhandeln insgesamt. An einem Tag sagen sie das eine und am nächsten Tag etwas anderes; sie unterschreiben Dokumente und am nächsten Tag weigern sie sich, sie einzuhalten; sie tun, was sie wollen. Es gibt überhaupt keine Stabilität in irgendetwas. Wie die Dokumente unterzeichnet werden, worüber gesprochen wurde, worauf man hoffen kann, ist vollkommen unklar. Wir haben versucht, Beziehungen zu den führenden Ländern des Westens und zur NATO aufzubauen. Die Botschaft war dieselbe: Lasst uns aufhören, Feinde zu sein, lasst uns als Freunde zusammenleben, lasst uns den Dialog aufnehmen, lasst uns Vertrauen aufbauen und damit Frieden schaffen. Wir waren absolut aufrichtig, das möchte ich betonen. Wir waren uns über die Komplexität dieser Annäherung im Klaren, aber wir sind den Weg gegangen.»

Und die Bilanz davon: «Und was haben wir als Antwort erhalten? Kurz gesagt, wir haben in allen wichtigen Bereichen der möglichen Zusammenarbeit ein ‹Nein› erhalten.» Und zur westlichen Machtpraxis: «Die universelle Regel: Sie versuchen, jeden in ein Werkzeug zu verwandeln, um dieses Werkzeug für ihre eigenen Ziele zu nutzen. Und diejenigen, die diesem Druck nicht nachgeben, die kein solches Werkzeug sein wollen, gegen die werden Sanktionen verhängt, gegen die werden alle möglichen wirtschaftlichen Restriktionen verhängt, gegen die werden Putsche vorbereitet oder wenn möglich durchgeführt und so weiter. Und wenn am Ende nichts gelingt, gibt es ein Ziel – sie zu vernichten, sie von der politischen Landkarte zu tilgen. Aber so ein Szenario hat in Bezug auf Russland nie funktioniert und wird in Bezug auf Russland auch nie funktionieren.»

«Wer Wind sät, wir Sturm ernten.»
In Bezug auf die globale Situation: «In diesem Zusammenhang möchte ich Sie an die Vorschläge Russlands an die westlichen Partner zur Vertrauensbildung und zum Aufbau eines Systems kollektiver Sicherheit erinnern. Im vergangenen Dezember wurden sie wieder einmal einfach beiseite geschoben. Aber in der heutigen Welt ist es kaum möglich, etwas auszusitzen.
Wer Wind sät, wird (…) Sturm ernten. Die Krise ist tatsächlich global geworden, sie betrifft jeden. Da braucht man sich keine Illusionen zu machen.»1
[Übersetzung: Thomas Röper]

«Wer Wind sät, wird Sturm ernten» – dieses Wort wurde an einer ähnlichen weltpolitischen großen Schwellenlage wie der jetzigen warnend ausgesprochen, am Vorabend der Französischen Revolution, durch den Grafen von St. Germain. Dieser trat wiederholt am französischen Hofe auf und riet zu langsamer Evolution, statt Revolution, die einen blutigen Umsturz zur Folge haben werde. Karl Heyer machte auf die Aufzeichnungen der 1822 verstorbenen Augenzeugin Comtesse d’Adhémar aufmerksam.2
Rudolf Steiner kommentierte im Zusammenhang mit dem Auftreten des Grafen von St. Germain dieses Wort: Es sei ursprünglich von einem hohen christlichen Eingeweihten geäußert, dann vom Propheten Hosea (8, 7) aufgeschrieben und auch von Christus wiederholt worden. Er betrachtete es als «Leitspruch» der vierten und fünften nachatlantischen Kultur- epoche, die bis zum Jahre 3573 dauern wird, um dann vom Wassermann-Zeitalter, der slawischen Kulturepoche, abgelöst zu werden. Es weise auf den Freiheitimpuls, aber auch den durch ihn vorbereiteten «Kampf aller gegen alle» hin, der in der siebten Kulturepoche kulminieren wird.3
Dass Putin diesen Spruch ohne Weiteres zitiert, mag seinen Valdai-Ausführungen, für alle, die welthistorisch denken lernten, zusätzliches Gewicht verleihen.

 

Thomas Meyer

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1 https://www.anti-spiegel.ru/2022/putin-ueber-die-neue-weltordnung-russland-reicht-allen-staaten-die-hand/

2 Siehe Aus dem Jahrhundert der Französischen Revolution, Perseus Verlag Basel.

3 4. November 1904, GA 93


Kategorie: Editorial, News

Europäer Oktober 2022 (Jg 26 / Nr. 12)

15.10.2022

Editorial: Eine moderne Köpenickiade demaskiert die deutsche Regierung

Die Begegnung mit dem Wesen Anthroposophie
Charles Kovacs

«Prometheus»
Gedicht von Monica von Miltitz

Eine Weltklima-Erklärung
Herbert Ludwig

Todsichere Aktien
Gaston Pfister

Das Rätsel der Allergie
Dr. med. Daphné von Boch

«Gewitter»
Monica von Miltitz

Der gute Schlaf
Dr. med. Olaf Koob

Mein letzter Lebensabschnitt
Erstveröffentlichung (Teil 1)
Ludwig Polzer-Hoditz

FORUM
32 1/3 oder 33 1/3 Jahre

Thomas Heck

BUCHBESPRECHUNG
Rudolf Steiners Wiener Zeit

Andreas Bracher

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Eine moderne Köpenickiade demaskiert die deutsche Regierung

15.10.2022

Friedrich Wilhelm Voigt war ein aus Ostpreußen stammender Schuhmacher. Er wurde durch seine spektakuläre Besetzung des Rathauses der Stadt Köpenick bei Berlin als Hauptmann von Köpenick bekannt, in das er am 16. Oktober 1906 als Hauptmann verkleidet mit einem Trupp gutgläubiger Soldaten eindrang, den Bürgermeister verhaftete, die Stadtkasse raubte und sich einen Pass verschaffte. (Da Voigt arbeits- und wohnungslos war, blieb ihm auch ein Pass vorenthalten.)
Dieses Ereignis, das auf großes öffentliches Interesse stieß und als die Köpenickiade in die deutsche Sprache einging, wurde häufig künstlerisch verarbeitet. Besonders bekannt ist Carl Zuckmayers Theaterstück Der Hauptmann von Köpenick.
Ich hatte immer darauf gehofft, dass sich etwas Ähnliches endlich wieder einmal abspielen würde. Und siehe da: Am 20. September berichtete die BZ unter dem Titel «Ralph T. Niemeyer, Ex-Gatte von Sahra Wagenknecht, gebärdet sich als Chef einer deutschen Exilregierung»
Niemeyer zog zwar nicht ins Rathaus von Köpenick ein; er zog im Flugzeug nach Russland und rief in der Luft eine deutsche Exilregierung aus, bevor er, auf Bewilligung Putins, Außenminister Lawrow und später den Gazprom-Chef Miller traf. Das russische Außenministerium habe seine Regierung de facto anerkannt. Der Gazprom-Chef habe ihm angeboten, Deutschland durch die Pipeline Nordstream 2 wieder mit Gas zu versorgen.
Am 4. September war genau dies in einer großen Demo bei Greifswald von Tausenden öffentlich gefordert worden, während die offizielle deutsche Regierung sich alle Pläne für Nordstream 1 und 2 von den USA sabotieren ließ.1
Der in Deutschland verbotene Nachrichten-Sender RT sprach zu Recht vom Selbstmord der deutschen Regierung, und lud Niemeyer auch zu CrossTalk ein.
Lawrow und Miller sehen in Niemeyer, dem neuen Hauptmann von Köpenick, jedenfalls einen weit ernsthafteren Gesprächspartner als in den offiziellen deutschen Regierungsvertretern.

Diese ignorieren nach wie vor borniert, was Rudolf Steiner gegenüber Ludwig Polzer-Hoditz schon 1917 geltend gemacht hatte: «Die Wirtschafts-Konkurrenz zwischen Mitteleuropa und dem Westen kann nicht ausgeschaltet werden.» Genau das hat man seit 100 Jahren mit allen Mitteln angestrebt und mit Hilfe der rückgratlosen deutschen Politik heute erreicht.
Niemeyers mit Witz und Scharfsinn durchgeführte Köpenickiade lässt die einfältigen Vasallenbeteuerungen und -aktionen der deutschen Regierung umso deutlicher als die eigentliche Farce der deutschen Gegenwart erscheinen.
Ironie der Geschichte: Niemeyer brach exakt im 100. Todesjahr von Voigt, dem historischen Hauptmann von Köpenick (1849–1922), zu seiner Reise auf. Möge das Gelächter nicht ihn und seine Exil-Regierung treffen, sondern in erster Linie die offizielle Regierung selbst, die nach Wagenknecht «die dümmste in Europa» ist.

Thomas Meyer

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1 Dies schon vor dem Einmarsch in die Ukraine. Siehe https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/pressekonferenz-von-bundeskanzler-scholz-und-dem-praesidenten-der-vereinigten-staaten-von-amerika-biden-am-7-februar-2022-in-washington-2003648


Kategorie: Editorial, News

Europäer September 2022 (Jg 26 / Nr. 11)

15.09.2022

Editorial: Jubiläen und rüpelhafte Geist-Ablehnung

Erster Aufruf zu sozialer Neuordnung in Europa
Thomas Meyer

Ein unbekanntes rechtsphilosophisches Manuskript
Robert Zimmermann

Der Mensch – ein Ebenbild Gottes
Christopher West

Rudolf Steiner über Graf Hoditz und Wolframitz in GA 58 und 343

Übergang von der Parteien-Oligarchie in die Diktatur
Herbert Ludwig

Korrigendum

Machiavelli – Staatsvergötterung und Politisierung des Lebens
Gerald Brei

Der Kampf um die Freiheit (Teil2)
Dieter Ackermann

«Furchtbare Juristen»
Gaston Pfister

Zwei Gedichte von
Rudolf Meyer

Leserbrief / Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Jubiläen und rüpelhafte Geist-Ablehnung

15.09.2022

Ende August wurde in Basel ein Jubiläum des Zionistenkongresses gefeiert, der erstmals vor 125 Jahren im August 1897 von Theodor Herzl in Basel einberufen worden war. Herzl behauptete nach dem Kongress in eitlem Stolz: «In Basel habe ich den Judenstaat gegründet», was allerdings erst 50 Jahre später Wirklichkeit wurde.
Basel wurde für einige Tage in eine militärisch überwachte Festung verwandelt, wie Davos während des WEF.
Doch was gab es da zu jubilieren? Die jahrzehntelange Unterdrückung der Palästinenser? Zu dieser meinte schon vor vielen Jahren der jüdische Philosoph Jeshajahu Leibowitz, damit lautstarken Protest erntend: «Wir verhalten uns schon so in den besetzten Gebieten, der West-Bank, dem Gazastreifen und im Libanon, wie sich die Nazis in den von ihnen besetzten Gebieten in der Tschechoslowakei und im Westen verhalten haben.»
Oder sollte einfach ein jüngstes Instrument geschaffen werden, um die Schweiz zu einer weiteren «solidarischen» Unterstützung des hyper-arroganten Präsidenten Selenskyj zu veranlassen und zu einer gesteigerten Finanzierung seiner Rolle im Ukrainekonflikt zu erpressen?

Weder drohender Antisemitismus noch der gegenwärtige Ukrainekrieg oder die bevorstehende Finanz-, Energie- und Lebensmittelkrise unter anderem sind die eigentlichen Krisen unserer Zeit. Die Hauptkrise der heutigen Zeit ist die epidemische Ablehnung der Realität der geistigen Welt. Sie liegt allen anderen Krisen zugrunde und ist durch keinerlei Jubiläums-Feiern zu beheben.

Diesem Urgrund aller heutigen Krisen ist nur durch gesteigerten Wahrheits-Ernst zu begegnen. Alles andere muss die Elemente in Tumult versetzen. So wird vom Geist der Elemente im ersten Mysteriendrama Rudolf Steiners zu wahnhaft und eitel suchenden Menschen warnend gesagt:

Es müssen Geister Welten brechen,
Soll euer Zeitenschaffen
Verwüstung nicht und Tod
Den Ewigkeiten bringen.

Das ist für die Heutigen zugleich eine Mahnung dafür, dass noch ganz andere als Kongress- oder WEF-Mächte die Welt regieren. Und eine Warnung davor, dass die waltenden Geist-Mächte, auch wenn sie für physische Ohren schweigen, nicht weiter ungestraft ignoriert werden, dass sich die Menschen nicht weiterhin «rüpelhaft» benehmen dürfen, wie Steiner sich in Bezug auf die Geist-Abweisung einmal wörtlich ausdrückte.1

 

Thomas Meyer, am 28. August 2022

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1 Vortrag vom 13. Mai 1921 (GA 204).


Kategorie: Editorial, News

Russia, Germany and the Friedman Doctrine

10.08.2022

When I attended a seminar in Dresden last autumn, I learned that from 1985 Vladimir Putin – who was at that time a KGB agent – was living in that Florence on the Elbe. And to my great surprise I also learned that his workplace at that time, which was 150m. from his apartment in a prefabricated building, became, after the fall of communism in Europe, a centre of the Anthroposophical Society at 4 Angelikastrasse.
I hope that this factual information will not pour oil on the fire of the hatred against Putin which has flared up everywhere. This hatred is comparable to the cold hatred of Germany and its leaders that was first mainly prevalent in the British elite over a hundred years ago. This elite caused the outbreak of the First World War. Those not yet aware of this fact may read the book Hidden History by Gerry Docherty and Jim Macgregor and subtitled “The Secret Origins of the First World War”, which was used as the title of the German translation of the book published by Kopp Verlag in 2014. It is the best work that has ever been published on the background to that war and is superbly researched. It was written by independent Scottish researchers who would have been crucified by the Press in Germany. In Scotland it has been met with silence by the media, which is perhaps even worse.
The parallel between then and the present events in Ukraine goes even further. Germany was encircled from East and West and threatened by a series of foreign mobilisations. It only went onto the offensive when those mobilisations, especially the Russian one, were not reversed. Germany fought not for conquests but for its national existence. Russia’s situation today is similar. Successively encircled by and under threat from NATO since the fall of communism, contrary to all western promises, Russia did not strike out until Ukraine threatened to be taken into NATO. The provocative NATO prehistory of this awful war is completely blanked out in the West and replaced by expressions of idiotic indignation and useless sanctions.
Germany’s decision to supply arms to Ukraine is the fulfilment of the hopes of those who for over a hundred years have feared nothing more than collaboration between Germany and Russia. We quote the think-tank operator whose thoughts on the matter can be regarded as representative of US foreign policy, George Friedman, who said a few years ago: “The primordial interest of the United States over which for a century we have fought wars – the First, Second, and Cold War [sic] – has been the relationship between Germany and Russia, because united, they are the only force that could threaten us, and to make sure that that doesn’t happen.”1
One of the most effective instruments to “ensure” this doesn’t happen is NATO, the task of which was outlined by its first Secretary-General, Lord Ismay, as follows: “To keep the Soviet Union out, the Americans in, and the Germans down”.2
For the sake of long-term Central European and Russian-Slavic development, the complete opposite of this doctrine of Ismay and Friedman must still be striven for – even if the Western elites do not like it. This will perhaps only be possible again after the next great European catastrophe, towards which manoeuvres are currently underway with all possible means.

T.H. Meyer

1 https://unser-mitteleuropa.com/us-outing-zum-ukraine-krieg-im-chicago-council-for-global-affairs-bereits-2015/

2 https://www.nato.int/cps/en/natohq/declassified_137930.htm   Ismay was installed in his position as NATO Secretary-General by Winston Churchill

 


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 6 / No. 9/10 May/June 2022

10.08.2022

Contents

Editorial
Russia, Germany and the Friedman Doctrine

The Gate of the Moon and the Gate of the Sun
A lecture given by Charles Kovacs

Jürgen Habermas and the Corona Crisis
Andreas Bracher

Corona Notes
Andreas Flörsheimer

The Epic of Gilgamesh
An essay by Walter Johannes Stein

May/June Calendar

Socially Distanced Auras
Commentary by Bodo von Bodolauben

Excerpt from Hartmann’s Gilgamesh Book, p. 178 ff.

War and Peace
T.H. Meyer

UK Colum

2022 – War in Ukraine
Terry Boardman

Interview with Zelensky adviser Oleksiy Arestovych

Weighed, Counted, and Found to Be Too Light?
Gaston Pfister

In the Sign of Great Lines of Destiny
T. H. Meyer

Karl Lauterbach – Anatomy of Thinking Devoid of Logic
Herbert Ludwig

Are We Being Properly Informed?
Werner Graf – In memoriam
T.H. Meyer

Imprint

 

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Kategorie: TPA archives, TPA current

Die gegenwärtige Weltlage

15.07.2022

Wir leben in einer Katastrophenzeit. Das ist an sich nicht neu in der Menschheitsgeschichte. Mit Katastrophen endeten die lemurische Zeit und die atlantische Zeit. Lemurien ging durch eine Feuerkatastrophe, Atlantis durch eine Wasserkatastrophe («Sintflut») zugrunde.
Am Ende der siebten und letzten nachatlantischen Zeit wird die Erde von einer Luftkatastrophe erfasst. Das ist etwa im achten Jahrtausend, geisteswissenschaftlich gesprochen in der amerikanischen Epoche, die im Zeichen des Steinbocks stehen wird. Dann wird auch der Mond wieder in die Erde eintreten, die er einst verlassen hatte, worauf schon die heutige Astronomie deutet. Alle Verhältnisse werden sich radikal ändern. Die seit dem Mondaustritt in der lemurischen Zeit waltende Geschlechtertrennung wird von einer Über-Zeugung abgelöst, die an den Kehlkopf gebunden ist, wie das im ersten apokalyptischen Siegel dargestellt ist (der Mann mit dem feurigen Schwert aus dem Munde).
Wir befinden uns in einem dramatischen Präludium der letztgenannten Katastrophe. Die Menschen ahnen etwas davon. Daher zum Beispiel auch die «Gender-»Thematik, die wie ein Wetterleuchten späterer Zustände heute auftritt 1. Steiner spricht von einem spinnenartigen Netz, das die Erde umspannt und alle materialistischen Gedanken verkörpert, die bis dahin nicht spiritualisiert worden sind. Auch davon haben wir ein Vorspiel im universellen alles durchdringenden WWW des Internet. Als stellvertretendes Beispiel sei die heutige Software «Aladin» genannt, das Hauptinstrument von BlackRock, das eine weltweite Kontrolle aller Wirtschafts-Daten anstrebt oder bereits innehat. Es ist nach Ernst Wolf de facto weit mächtiger als sämtliche Regierungen und Zentralbanken.
Friedrich Nietzsches, im Artikel von Dunlop betrachteter «Über-Mensch», wird ein ahrimanisches Gegenstück zeigen, das Nietzsche als den «hässlich- sten Menschen» bezeichnet. Daneben wird sich eine Menschheit entwickeln, die über intensive spirituelle Fähigkeiten verfügt, durch welche die übrige Menschheit manichäisch heilend bestrahlt werden soll. Die heutigen «Rassen» werden den Spirituellen und den Materieverhafteten weichen und als solche verschwinden. Auch dieser Gegensatz wetterleuchtet am Horizont unserer Zeit. Auch diese kennt die «Guten» und die «Bösen», wobei die Letzteren in karikierter Weise mit dem Reich Putins verknüpft erscheinen, während das US-/NATO-Reich die Guten verkörpern soll. Es erübrigt sich an dieser Stelle, das Widersinnige, Verlogene oder gar Stumpfsinnige der heutigen Weltlage näher zu kommentieren. Jeder wache Zeitgenosse kann das sehen, aber auch die akute Gefahr erkennen, in der die ganze Menschheit schwebt.
Gehört zum Präludium der nächsten Katastrophe eine noch größere jetzige? Reden Hellseher und Wahrsager unbegründet für die gegenwärtige Zeit von umwälzenden Katastrophen wie einem drohenden Krieg von Russland gegen den Westen, der von einer dreitägigen Finsternis gefolgt werden würde?2
Ist der Wahrheitsbogen «durch eine Herausforderung der Wahrheit und Wirklichkeit selber» so überspannt worden, dass Anlass besteht, dass höhere geistige Mächte eingreifen, bevor die ganze Menschheit im gegenwärtigen und kommenden Impf-Sumpf untergeht? Ein solches Eingreifen hat Rudolf Steiner im Jahre 1917 angesichts der furchtbaren Lügen gegenüber den Mittelmächten für möglich erachtet.3 Steht heute nicht alles tatsächlich viel schlimmer?

 

Erleben wir nicht das Wiederaufleben scheußlich schwarz-magischer Praktiken, wie sie in den mexikanischen Mysterien praktiziert wurden, bevor der größte Schwarzmagier, der je über die Erde schritt (R. Steiner, im Vortrag vom 18. September 1916, GA 171) von dem noch größeren Weißmagier Vitzliputzli zur Kreuzigung gebracht wurde, und zwar im Augenblick des Mysteriums von Golgatha? Es wurde damals seine Seele «gebannt», nicht aber sein Wirken für alle Zeit ausgeschaltet. Heute erstreckt es sich leider auch auf die allerjüngsten Erdbewohner. –
Wie auch immer das Katastrophen-Präludium endet, wir sollten nicht vergessen, dass wir schon riesigere Katastrophen durchlebt und überlebt haben. Wie es D.N. Dunlop einmal ausdrückte:

«Remember that you have looked upon cataclysms many times and have always risen triumphant.»

Thomas Meyer

_______________________________________________________

1 Vortrag vom 13. Mai 1921 (GA 204); siehe auch R. Steiner, Die Vorträge über die Inkarnation Ahrimans, Basel 3. Aufl. 2022, S.115 ff.

2 Zum Beispiel der Seher Alois Irlmaier. Siehe auch Ruben Stein, Der dritte Weltkrieg. Die Prophezeiungen der Maria S.- pdf.

3 Rudolf Steiner, Vortrag vom 13. Januar 1917 (GA 173c).


Kategorie: Editorial, News

Europäer Juli/August 2022 (Jg 26 / Nr. 9/10)

15.07.2022

Editorial: Die gegenwärtige Weltlage

Europa zwischen Ost und West – Die Zukunft der Moltke-Individualität
Thomas Meyer

Der Übermensch
Daniel Nicol Dunlop

Die Ukraine zwischen West und Ost
Andreas Bracher

Der Kampf um die Freiheit (Teil1)
Dieter Ackermann

Kampf um den russischen Kulturkeim
Notizbucheintrag Rudolf Steiners

Zur Eigentumsfrage
Andreas Flörsheimer

Vom Ring zum Gral
Gerald Brei

Der Rhythmus von 33 1/3 Jahren
Ellen Schalk

FORUM
Beobachten und Zurückführen auf

Christof Zimmermann

BUCHBESPRECHUNG
Saul Bellow und die Anthroposophie

(Hg. Andreas Bracher)
Ruedi Bind

Impressum 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Karl Heyer: Esoteric Foundations and Aspects of Social Threefolding

30.06.2022

Karl Heyer (1888–1964), lawyer and historian, was one of the foremost pupils of Rudolf Steiner.
He was active in the threefold movement of 1919 and out of his experiences wrote a synopsis
of the threefold impulse, from an exoteric and esoteric point of view. This appeared originally
as an appendix in the book Wer ist der deutsche Volksgeist? (not yet translated). Heyer who had
a key conversation with Rudolf Steiner in 1911 and wrote an inspired book on Kaspar Hauser
(not yet translated) had a broad overview of this new social impulse. Heyer’s text, which will be
published as a series in the forthcoming issues, can serve as an excellent, profound introduction
for anyone trying to grasp the relevance of this new social impulse, born of both physical and
spiritual insights. We are very glad that this key text by Heyer is now accessible to our readers in
English translation.
T.H. Meyer

Read more: Threefolding: 100 Years Karl Heyer: Esoteric Foundations and Aspects of Social Threefolding

 

 

Translated by Terry Boardman

 


Kategorie: Articles in English, Europäer (english), Various Items (english)

Europäer Juni 2022 (Jg 26 / Nr. 8)

10.06.2022

Editorial: Vom West-Ost-Kongress zum «neuen» West-Ost-Konflikt

Das Tor des Mondes und und das Tor der Sonne
Heinrich Schliemann und Henri Dunant
Charles Kovacs

Rudolf Steiner über die Johanni-Zeit
(Aus dem Vortrag vom 7.4.1923)

Die USA haben die russische Militäroperation provoziert
Herbert Ludwig

Impressum

Die kommende Hunger-Krise
Thomas Meyer

Corona Notizen II
Andreas Flörsheimer

Die Corona-Krise als Jesuitismusproblem
Ungenannter Autor

Die Wirklichkeit ist noch viel ernster…
Rudolf Steiner am 17.7.1920

Erinnerungen an Christoph Podak
Andreas Bracher

FORUM
Die AAG und ihr Verhältnis zur Weleda

Frieder Sprich

 

 

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Vom West-Ost-Kongress zum «neuen» West-Ost-Konflikt

10.06.2022

Vor genau hundert Jahren fand der über 10 Tage dauernde, von Rudolf Steiner ini- tiierte West-Ost-Kongress in Wien statt. Er wurde durch Ludwig Polzer-Hoditz am 1. Juni 1922 eröffnet. Die Namensgebung erfolgte auf Anregung von W.J. Stein, einem Wiener Schüler Steiners. Behandelt wurde das Verhältnis der Geisteswissenschaft zu Naturwissenschaft, Psychologie und Geschichtswissenschaft; ferner die soziale Frage. Der Schlussvortrag vom 11. Juni stellt das letzte öffentliche Eintreten Steiners für die Idee der Dreigliederung dar.
Steiner zeigt auf, wie man aus Phrase, Konvention und Routine herauskommen könne und stellt abschließend fest: «Erst wenn man einsehen wird, dass der dreigegliederte Organismus notwendig ist, um Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit zu schaffen, dann wird man die soziale Frage in der richtigen Weise gestalten.»
Der Kongress war der größte äußere Erfolg des öffentlichen Wirkens Steiners. 2000 Hörer folgten Abend für Abend im Musikvereinsgebäude den Ausführungen, zu denen auch Vorträge profilierter Schüler wie musikalische Beiträge und Eurythmie-Aufführungen gehörten. Viel Wiener Prominenz, darunter nach Stein auch Jesuiten, war da.
Ludwig Polzer hatte im Vorfeld seine von Steiner sehr positiv aufgenommene Schrift Das Testament Peters des Großen erscheinen lassen. Er zeigte darin auf, wie seit dem 17. Jahrhundert Impulse wirksam wurden, die den Osten in den Dienst und die Abhängigkeit anglo-amerikanischer Gruppen stellten.1
Eugen Kolisko sah in Polzers Schrift «eine bedeutende Offenbarung für symptomatische Geschichtsforschung» und «den Anfang für eine zeitgemäße Betrachtung der Weltgeschichte». Polzer sagte von dem Buch: «Es sollte mein Beitrag zum Kongresse sein.»
Um den Kongress nachhaltig wirksam zu machen, gründete Polzer mit Hilfe Steiners eine Halbmonatszeitschrift: Anthroposophie – Österreichischer Bote von Menschengeist zu Menschengeist.
Die erste Ausgabe konnte im November 1922 erscheinen.
Fast zeitgleich dazu erschien im selben Wien das große Gegenbild der Dreigliederungsbewegung und der Anthroposophie: die durch Graf Coudenhove-Kalergi lancierte Idee von Paneuropa, die ein «Europa» unter Ausschluss von Russland (!) vorsah. Coudenhove wurde bald ein vom Hochgradfreimaurer Churchill protegierter Vorbereiter der Vereinigten Staaten von Europa, die nach Churchills eigenen Worten die «Schaffung einer autoritativen, allmächtigen Weltordnung als Endziel» bezwecken sollten.
«Kaum hat Rudolf Steiner nach dem letzten Aufruf zur Verwirklichung der Dreigliederung in Europa das Musikvereinsgebäude ein für alle Mal verlassen», schrieb ich in meiner Polzer-Biografie, «zieht Richard Coudenhove-Kalergi mit seinem unheilvollen Paneuropawahn in die Wiener Hofburg ein», bald unterstützt vom ältesten Sohn von Kaiser Karl, Otto von Habsburg. «Und während Coudenhove rasch Lob und Unterstützung findet, erntet Steiner nicht zuletzt gerade durch sein letztes öffentliches Wiener Wirken allerschärfste Gegnerschaft. Wozu die letztere fähig war, sollte sich noch vor dem Ablauf des Jahres 1922 in fürchterlichster Weise zeigen»2 – gemeint ist der Brand des ersten Goetheanumbaus in der Silvesternacht.
In Bezug auf den Osten zeigt sich also vor hundert Jahren ein bedeutender Auftakt zu einer gesunden sozialen Neu-Ordnung, und ein zeitgleich einsetzendes scharfes Wirken der anti-anthroposophischen anglo-amerikanischen (und römischen) Politik. Diese weiß um die Zukunft des slawischen Kulturkeimes und will diesen partout unter ihre Machtherrschaft bringen. Darum dreht es sich auch im Ukraine-Konflikt. Die Europäer, vorab die Staats-Deutschen, heute dicht gefolgt von den offiziellen Schweizern, haben die spirituelle Realität dieser westlichen Politik vollkommen verschlafen.
Das Testament Peters des Großen steht der Erfüllung nahe wie noch nie. Doch es wird entschlossen weiter geschlafen.
Die Welt applaudiert, wie 1922 dem zeitweiligen Freimaurer Coudenhove, heute lieber Wolodimir Selenski, der die Hauptrolle in der gegenwärtigen publizistischen Schmierenkomödie um die ukrainische Kriegstragödie spielt. Ein düsteres Zeichen der Zeit.

Thomas Meyer

_______________________________________________________

1 Diese Impulse haben im Ukraine-Konflikt ihren heutigen Höhepunkt erreicht.

2 Siehe T. Meyer, Ludwig Polzer-Hoditz – Ein Europäer, Kap. 28: «Der West-Ost-Kongress und Paneuropa».


Kategorie: Editorial, News

Erinnerungen an Christoph Podak

03.06.2022

von Andreas Bracher

Am 7. November 2021 ging im noch fast jugendlichen Alter von 61 im Krankenhaus von Martigny im Wallis Christoph Podak über die Schwelle (…)

Weiterlesen: PDF: Erinnerungen an Christoph Podak


Kategorie: Nachrufe

Russland, Deutschland und die Friedman-Doktrin

10.04.2022

Als ich im letzten Herbst in Dresden zu einem Seminar weilte, erfuhr ich, dass ab 1985 Wladimir Putin – damals KGB-Agent – im Elb-Florenz residierte. Und zu meiner großen Überraschung erfuhr ich weiter, dass sein damaliges Arbeitsgebäude, das 150 Meter von seiner Wohnung in einem Plattenbau entfernt lag, nach der Wende vom Zentrum der Anthroposophischen Gesellschaft bezogen wurde – in der Angelikastraße 4.
Ich hoffe, dass diese sachliche Mitteilung kein Öl auf das Feuer des allüberall entflammten Putin-Hasses gießt.
Dieser Hass ist vergleichbar mit dem vor über hundert Jahren zunächst hauptsächlich in der englischen Elite lodernden kalten Hass gegenüber Deutschland und seinen damaligen Führern. Diese Elite führte den Ausbruch des Ersten Weltkriegs herbei. Wer sich über diese Tatsache noch nicht aufgeklärt hat, lese das Buch Hidden History von Gerry Docherty und Jim Macgregor. Es trägt den Untertitel «The Secret Origin of the First World War» und ist unter dem Titel 2014 im Kopp Verlag erschienen. Es ist das beste Werk, das über die Hintergründe dieses Krieges je erschienen ist und hervorragend recherchiert. Es ist von unabhängigen schottischen Forschern geschrieben worden, welche in Deutschland von der Presse gekreuzigt worden wären. In Schottland wurde es mit medialem Stillschweigen behandelt, was vielleicht noch schlimmer ist.
Die Parallele zwischen damals und den jetzigen Kriegsgeschehnissen in der Ukraine geht noch weiter. Deutschland war von Westen und Osten her eingekreist und durch überflüssige Mobilmachungen bedroht und ging erst zum Angriff über, als diese, besonders die russische, nicht rückgängig gemacht wurden. Es kämpfte nicht um Eroberungen, sondern um seine nationale Existenz. Ähnlich das heutige Russland. Entgegen allen Versprechungen seit der Wende sukzessive von der NATO eingekreist und bedroht, schlug es erst los, als auch die Ukraine von der NATO eingenommen zu werden drohte. Die provozierende NATO-Vorgeschichte des schrecklichen Krieges wird im Westen vollkommen ausgeblendet und durch schwachsinnige Empörungen und nutzlose Sanktionen ersetzt.
Wenn Deutschland gegenwärtig Waffenlieferungen in die Ukraine beschloss, so ist dies die Erfüllung der Hoffnungen von Leuten, die seit über hundert Jahren nichts mehr fürchten als ein Zusammengehen von Deutschland und Russland. Wir zitieren den für die US-Außenpolitik repräsentativen Think-Tank-Betreiber George Friedman, der vor einigen Jahren sagte: «Das primäre Interesse durch das letzte Jahrhundert hindurch sind die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland gewesen, denn vereinigt wären diese beiden die einzige Macht, die uns bedrohen könnte, und daher ist sicherzustellen, dass das nicht passiert.»
Eines der wirksamsten Instrumente, dies «sicherzustellen», ist die NATO. Ihre Aufgabe umriss deren erster Generalsekretär Lord Ismay wie folgt: «To keep the Soviet Union out, the Americans in, and the Germans down.
Im Sinne der langfristigen mitteleuropäischen und russisch-slawischen Entwicklung muss nach wie vor das vollkommene Gegenteil einer solchen Friedman- und Ismay-Doktrin angestrebt werden – auch wenn dies den westlichen Eliten nicht gefällt.
Dies wird vielleicht erst nach der großen europäischen Katastrophe erneut möglich sein, die gegenwärtig mit allen Mitteln herbeimanövriert wird.

 

Thomas Meyer

_______________________________________________________

1 https://unser-mitteleuropa.com/us-outing-zum-ukraine-krieg-im-chicago-council-for-global-affairs-bereits-2015/

2 https://www.nato.int/cps/en/natohq/declassified_137930.htm Ismay war durch Winston Churchill installiert worden.


Kategorie: Editorial, News

Europäer April/Mai 2022 (Jg 26 / Nr. 6/7)

10.04.2022

Editorial: Russland, Deutschland und die Friedman-Doktrin

Zwei Gedichte
Aus «Weltenherz» von Rudolf Meyer

Vor 100 Jahren: Attentat auf Rudolf Steiner
Karl Heyer

Aufruf zur Deeskalation im Ukraine-Konflikt
Ingo Hoppe

Europas Krieg gegen sich selbst
Branko Ljubic

Die fehlende Irritation über den fehlenden Virus-Nachweis
Herbert Ludwig

Politik als Kunst
Otto Graf Lerchenfeld

Vom Lesen-Lernen im Weltgeschehen
Irene Diet

Ein Krebsratgeber
Dr. med. Daphné von Boch

Die wahren Grundlagen der Ernährung
Ehrenfried Pfeiffer

FORUM
Geisteswissenschaftliche Verankerung der Weleda AG

Impressum

 

 

 

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Europäer März 2022 (Jg 26 / Nr. 5)

07.03.2022

Editorial: Krieg und Frieden

Der fünffache Atem
Daniel Nicol Dunlop

Große Schicksalslinien
Nachruf auf Stephi Schachenmann
Thomas Meyer

Der UNO-Sicherheitsrat und die Schweiz
Gaston Pfister

Karl Lauterbach – Anatomie eines Logik-leeren Denkens
Herbert Ludwig

Eine neue Gesellschaft
Wouter Kamphuis

Potenzierung und die peripherischen Kräfte
George Adams

Mosaiksteine zu R. Steiners Lebensgang
Fercher von Steinwand
Andrea Hitsch

LESERBRIEFE

Impressum

 

 

 

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Krieg und Frieden

07.03.2022

Angesichts der dramatischen Ereignisse in der Ukraine möchten wir uns auf einen roten Faden richten, der seit dem Ende der Sowjetunion durch alle außenpolitischen Ereignisse lief und der mit zur gegenwärtigen Krise führte. Dieser rote Faden ist die stufenweise Ausdehnung der NATO nach Osten.
Entgegen eines anderslautenden Versprechens an Russland im Februar 19901, und obwohl der Ostblock seinerseits den Warschauerpakt bald darauf in die Annalen der Geschichte gesandt hatte, wurde das schein-friedliche westliche Bündnis Schritt für Schritt in den Osten erweitert.
Wladimir Putin hielt kurz vor der Blitz-Bombardierung der Ukraine und kurz danach zwei Reden an die Nation. Wir zitieren aus den durch Thomas Röper vollständig übersetzten Reden themenrelevante Kernpassagen2.

Aus der ersten Rede Putins an die Nation vom 21. Februar 2022:
Als 1990 die Frage der deutschen Wiedervereinigung erörtert wurde, wurde der sowjetischen Führung von den Vereinigten Staaten zugesagt, dass die Zuständigkeit und die militärische Präsenz der NATO «nicht einen Zoll» nach Osten ausgedehnt werden würden. Und dass die deutsche Wiedervereinigung nicht zu einer Ausdehnung der militärischen Organisation der NATO nach Osten führen würde. Das ist ein Zitat. Sie haben geredet, mündliche Zusicherungen gemacht, und es hat sich alles als leeres Geräusch herausgestellt.

Das Angebot an Bill Clinton
Mehr noch, ich werde jetzt etwas sagen, was ich noch nie öffentlich gesagt habe, ich werde es zum ersten Mal sagen. Im Jahr 2000, als der scheidende US-Präsident Bill Clinton Moskau besuchte, fragte ich ihn: «Was würde Amerika davon halten, Russland in die NATO aufzunehmen?» Ich werde nicht alle Einzelheiten dieses Gesprächs preisgeben, aber die Reaktion auf meine Frage sah nach außen hin, sagen wir, sehr zurückhaltend aus, und wie die Amerikaner tatsächlich auf diese Möglichkeit reagierten, sieht man an ihren praktischen Schritten gegenüber unserem Land. Heute genügt ein Blick auf die Landkarte, um zu sehen, wie die westlichen Staaten ihr Versprechen, die NATO nicht nach Osten auszudehnen, «eingehalten» haben. Sie haben uns einfach betrogen. Wir haben fünf Erweiterungswellen der NATO erlebt, eine nach der anderen. Im Jahr 1999 wurden Polen, die Tschechische Republik und Ungarn in das Bündnis aufgenommen. 2004 Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei und Slowenien. 2009 Albanien und Kroatien. 2017 Montenegro und 2020 Nordmazedonien.
Im Ergebnis ist das Bündnis mit seiner militärischen Infrastruktur direkt an die Grenzen Russlands gekommen. Das war eine der Hauptursachen für die Euro-Sicherheitskrise und hat sich sehr negativ auf das gesamte System der internationalen Beziehungen ausgewirkt und zu dem Verlust des gegenseitigen Vertrauens geführt.
Die uns vorliegenden Informationen geben uns allen Grund zu der Annahme, dass der Beitritt der Ukraine zur NATO und die anschließende Stationierung von NATO-Einrichtungen in diesem Land eine ausgemachte Sache sind; es ist nur eine Frage der Zeit. Uns ist klar, dass in einem solchen Szenario die militärische Bedrohung Russlands um ein Vielfaches zunehmen wird. Und ich weise besonders darauf hin, dass die Gefahr eines Überraschungsangriffs auf unser Land um ein Vielfaches steigen wird.
(…) In diesem Zusammenhang halte ich es für notwendig, eine längst überfällige Entscheidung zu treffen: die Unabhängigkeit und Souveränität der Volksrepublik Donezk und der Volksrepublik Lugansk unverzüglich anzuerkennen.

Aus der zweiten Rede an die Nation vom 24. Februar 2022:
Ich finde es wichtig, das noch einmal zu betonen. Die führenden NATO-Länder unterstützen, um ihre eigenen Ziele zu erreichen, extreme Nationalisten und Neonazis in der Ukraine, die ihrerseits den Menschen auf der Krim und in Sewastopol ihre freie Entscheidung für die Wiedervereinigung mit Russland nie verzeihen werden. (…)
Aber Russland kann sich nicht sicher fühlen, kann sich nicht entwickeln, kann nicht existieren, wenn eine ständige Bedrohung aus dem Gebiet der heutigen Ukraine kommt.

Die geisteswissenschaftliche Perspektive
Es gibt eine Langzeitperspektive einer solchen sicheren Existenz und Entwicklung Russlands, die keineswegs nur in russischem Interesse liegt. Sie liegt vielmehr im Interesse der Gesamtmenschheit, welche durch verschiedene Kulturepochen schreitet. Nach der jetzigen, fünften Epoche, die 1413 eingesetzt hat und im Jahre 3573 endet, folgt eine ebenso lange slawische Epoche. In dieser wird das entwickelte Slawentum seine eigentliche Aufgabe und Erfüllung finden. Das wissen auch tiefer blickende Okkultisten in Ost und West. Um diesen schon heute vorhandenen slawischen Keim-Impuls der Zukunft wird bereits seit über einem Jahrhundert gekämpft. Die «anglo-amerikanischen Pluto-Autokraten» (R. Steiner) wollen ihn mit allen Mitteln unter ihren Machtbereich bringen3. Zu diesem Zweck soll auch Mitteleuropa vollständig ausgeschaltet werden. Diese Tendenz gilt es zu erkennen und in Mitteleuropa und Russland mutvoll zu bekämpfen.

Thomas Meyer

_______________________________________________________

1 Ausgesprochen durch den US-Außenminister James Baker gegenüber Präsident Gorbatschow.

2 https://www.anti-spiegel.ru/2022/praesident-putins-komplette-rede-an-die-nation-im-wortlaut/

   https://www.anti-spiegel.ru/2022/putins-komplette-rede-an-das-russische-volk-zum-beginn-der-militaeroperation/

3 Siehe den erstmals im Europäer Jg. 3, März 1999, veröffentlichten fundamentalen Text Rudolf Steiners «Kampf um den russischen Kulturkeim», auch in Brückenbauer müssen die Menschen werden, Basel 2004, S. 110. Ferner: Andreas Bracher (Hg.) Kampf um den russischen Kulturkeim – Die tieferen Hintergründe des Ersten Weltkriegs, Basel 2014.

 


Kategorie: Editorial, News

Nachruf auf Stephi Schachenmann

03.03.2022

(31. 5.1930 – 8. 10. 2021)

“Im Zeichen großer Schicksalslinien”

von Thomas Meyer

Unser langjähriger Freund Balthasar Christoph Schachenmann, geboren am 31. Mai 1930, ist am 8. Oktober 2021 in die geistige Welt zurückgekehrt. (…)

Weiterlesen: PDF: Nachruf auf Stephi Schachenmann


Kategorie: Nachrufe

Europäer Februar 2022 (Jg 26 / Nr. 4)

08.02.2022

Editorial: Werden wir richtig informiert?

Jürgen Habermas und die «Corona-Krise»
Andreas Bracher

Corona-Notizen
Andreas Flörsheimer

Die Abschaffung der Seele
Rudolf Steiner (GA 205)

Warum der Massenwahn? Warum der Genozid?
Terry Boardman

Das Gilgamesch-Epos
(Erstveröffentlichung)
Walter Johannes Stein

Schwellenübertritt von Werner Graf (siehe auch Editorial)

Buch-Kommentar

Auszug aus dem Gilgamesch-Buch von Steffen Hartmann

Impressum

 

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Werden wir richtig informiert?

08.02.2022

In memoriam Werner Graf
Ein weiterer Mitarbeiter und Freund ging Ende letzten Jahres über die Schwelle zur geistigen Welt (siehe auch die Notiz auf S. 36). Es handelt sich um Werner Emil Graf, der jahrelang die Kolumne «Apropos» im Europäer betreute. In der Zeit von 2004 bis 2014 verfasste er monatlich insgesamt 94 Kolumnen. Sie finden sich im Europäer-Archiv unserer Webseite (www.perseus.ch.). Grafs europa- und weltpolitische Betrachtungen waren immer faktengestützt und mit nachgewiesenen Zitaten untermauert. Der Grundtenor der Artikel war die Frage und die wegweisende Antwort: «Werden wir richtig informiert? Nur wenn wir den Guru unserer eigenen individuellen Vernunft in der richtigen Weise wirksam werden lassen. Das heißt: wenn wir uns um die nötigen Informationen bemühen und sie denkend verarbeiten. Sonst laufen wir Gefahr, von Medien, Behörden oder auch Wissenschaftlern (manchmal absichtlich) in die Irre geführt zu werden.» Dieser Leitlinie blieben alle Kolumnen treu.
Graf war geisteswissenschaftlich geschult und leitete jahrelang das Inlandressort der Basler Zeitung, weswegen er im Europäer ein Pseudonym benutzte. In der BZ konnte er auf der Forumseite immer wieder Artikel von Anthroposophen platzieren, so zum Beispiel von Herbert Witzenmann und von mir selbst.

Das hier erstmals publizierte Foto entstand während einer unserer zahlreichen Besprechungen im Basler «Möwenpick».
Symptomatisch für Grafs publizistisches Wirken waren sein Geburts- und sein Todesdatum. Das erste fiel auf den 19. Februar, das zweite auf den 8. Dezember. Der erste Tag (des Jahres 1899) ist nach Elisabeth Vreede der letzte Tag des 5000 Jahre dauernden Kali Yuga, das heißt der Beginn des neuen Lichten Zeitalters (der 19. Februar). Das Datum der Geburt hatte Graf mit Ehrenfried Pfeiffer, einem anderen Lichtsucher, gemeinsam.
Der 8. Dezember war der Eröffnungstag des fatalen Konzils im Jahre 1869, in welchem blasphemisch die «Unfehlbarkeit» der katholischen Ex-Cathedra-Verlautbarungen postuliert wurde. Am selben Tag wurde im Jahre 1954 das Sujet der katholisch inspirierten marianischen Flagge der EU-beschlossen: Die Jungfrau auf der Mondsichel, von zwölf Sternen umgeben, ein Motiv aus der Apokalypse. Darüber haben wir im Europäer mehrmals berichtet (siehe auch meine Biografie über Ludwig Polzer-Hoditz).
Werner Grafs Todesdatum nehmen wir zum Anlass, einen Blick auf die Kirche heute zu werfen. Sie wird von einem Papst geführt, der das Kunststück fertigbrachte, sich als Jesuit zum Papst wählen zu lassen, obwohl die Jesuiten förmlich dem Papst unterstellt und zum bedingungslosen Gehorsam verpflichtet sind. Papst Franziskus ist also als Jesuit zugleich sich selbst unterstellt. Wir haben im Perseus-Kalender den vom Vorgänger Benedict arrangierten Tag vermerkt, an dem die Wahl des neuen Papstes eröffnet wurde.

gewählte Koinzidenz verbietet es, die publikumswirksame Dauerassoziation des Papstes Franziskus mit Franz von Assisi als etwas Anderes zu betrachten denn als taktisches Manöver und als verlogenes Spiel. Kein Wunder, dass dieser Papst in der Liga der Impfmachthaber mitspielt und die Kirche zur Unterwerfung unter deren Strategie gezwungen hat. Wir verweisen an dieser Stelle auf den ausgezeichneten Beitrag des Franziskanerpaters Bugnolo und sein Video «Mystery», das auch die freimaurerischen Bindungen des jetzigen Papstes bloßlegt. Auch zum neulich geänderten Corona-Narrativ findet man bei ihm Beachtenswertes (https://www.fromrome.info/2022/01/10/beware-as-skull-bones-pivots/).

Werden wir richtig informiert? Ja, manchmal sogar über das Falsche, das die Medien vorher verbreitet hatten!
So bestätigte der ehemalige Arzt und heutige Schweizer Bundespräsident Ignazio Cassis, was viele bereits längst wussten, in den Hauptmedien aber nicht zugegeben wurde, in der Arena-Sendung vom 7. Januar, «dass jeder Verstorbene mit positivem Corona-Test, unabhängig von der Todesursache, als Covid-Toter gezählt wird, und dies sei eine Richtlinie der WHO» (uncutnews, 9. Januar 2022).
Symptom für das Aufweichen des «Narrativs», mit dem die Menschen bisher zum Narren gehalten worden waren. Dies jedenfalls die generelle Vermutung des Franziskanerpaters Bugnolo.
Eine besondere Schande bei der bisherigen Lügengeschichte, dass ausgerechnet die WHO Weisungsgeber der von Cassis zugegebenen Praxis war. Denn diese Organisation hat sich zu Beginn der «Pandemie» von derselben Public Relations Firma Hill&Knowlton beraten lassen, die mit der «Brutkastenlüge» den Golfkrieg angefacht hatte (Siehe Der Europäer, Jg. 25, Nr. 2/3, 2020/21).
Eine weitere, ausnahmsweise richtige Information stammt von Anthony Fauci: «Der US-Immunologe und Präsidenten-Berater Dr. Anthony Fauci hat nun Ende Dezember die Erkenntnisse der Kritiker bestätigt: Der einzige Weg festzustellen, ob jemand Überträger des Virus sein könnte, sei, lebende Viren nachzuweisen. Die Tests seien dazu aber nicht geeignet.» (uncut news, 10. Januar 2022).

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Cowardly and Cruel in the Wilderness

08.02.2022

Ubuesk!!! According to the dictionary, as reported in an earlier editorial, this means “cowardly and cruel”. The expression comes from an early play, “Ubu Roi”, by the Frenchman Alfred Jarry (1873-1907). It was the beginning of the theatre of the absurd. It is also a play for our own absurd time of cowardice and cruelty.
The cowardice today refers to the unwillingness to recognise the spiritual dimension of our age; the cruelty is its consequence: not wanting to recognise it makes one cruel.

The following are some episodes experienced recently that show this basic character of our times in miniature.
In Dresden, there was a sign next to the table in the breakfast room: “Please
wear a mask outside the table area.” Below it was the picture of one and: “Thank you for your cooperation”. I had to resist the urge to change the second ‘m’ for an ‘l’ to make it read “Thank you for laughing at this sign”; however, the masked guests didn’t look like they would appreciate humour. Humourlessness – another consequence of ignorance and cruelty.
On the ICE express train, acceptance of mask exemptions was officially guar- anteed. All the conductors respected this. But the female head of the dining car staff refused to serve one unmasked person. In front of an Alnatura [organic food] shop was the inscription: “Distance: the new closeness”. Can anyone still capable of thinking make anything of this expression? Stupidity – another companion of cowardice, ignorance and cruelty.
Back in my own city, I was refused a snack on the terrace of a park restaurant. At first, I had a tough conversation with the cashier, but then he revealed himself to be a doubter about the sense of the government’s measures. Finally, to my amazement, he quoted Confucius, who said that a glass should always be half full and leave room for something new. Otherwise, you would no longer be able to learn anything! I reciprocated by referring to Sucharit Bhakdi and the website Uncutnews. The cashier noted both down and offered his hand in farewell.
The descending hierarchy of mental and spiritual vices sketched above could, of course, be extended and modified ad infinitum. At any rate, at the top comes cowardice in knowledge and narrow-minded ignorance, then social cruelty, stupidity and humourlessness. Nevertheless, in between, there are oases of intelligence and friendliness. In Dresden, for example, at the site of the magnificent Sistine Madonna. A guard asked this unmasked man quite unexpectedly, “Do you have a mask exemption?” I kindly answered in the affirmative, whereupon he let me through and wished me a good day.
Wonderful, and yet: would that there was more than just liberation from masks. The great, very important and therefore, as usual, almost unknown poet Fercher von Steinwand (1828-1902) wrote the poem “In the Wilderness”, and it sounds very contemporary today:

Transplanted by a most bitter fate
Into a time so impoverished in heart,
Your life seems destined for affliction
And your spirit to be torn apart

By no means! – In this wilderness of woe
Lift up your walking stick
And strike the rocky breasts.
Many a spring will gush forth quick!

You can think of brave perseverance,
So long as within you there glow
The purest and highest feelings
From the struggles waged by your soul.

Alfred Jarry was a great diagnostician of our distressed modern age, Fercher von Steinwand one of its great therapists.

T.H. Meyer


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 6 / No. 7/8 December/January 2021/22

08.02.2022

Contents

Editorial
Cowardly and Cruel in the Wilderness

The Fifth Post-Atlantean Age
G. Adams Kaufmann

Why the Mass Idiocy? Why the Genocide?
Terry Boardman

Corona as an Epistemological Question
Gerald Brei

Anthroposophic Medicine’s “Fall” into Materialism
Herbert Ludwig

Aspects of Threefolding
Andreas Flörsheimer

Thirty-Three Years
G. Adams Kaufmann

December/January Calendar

A Life Christened by the Spirit
Christward Johannes Polzer-Hoditz
T.H. Meyer

Goethe’s Fairy Tale
Charles Kovacs

Conversation with Daskalos
Günther Zwahlen

A Letter to the Vorstand of the G.A.S. about Daskalos
Günther Zwahlen

Daskalos’ Christ Experience

BOOK REVIEWS

Imprint

The New Money
Andreas Flörsheimer

On the Work of Alexander Caspar
Andreas Flörsheimer

Karl Heise “Okkultes Logentum” [Occult Lodges]
Thoughts on a New Edition
Gaston Pfister

Chinese Students Encounter a New Concept of Karma
Martin Barkhoff

READERS’ LETTERS

Wake-Up Dream
Martin Barkhoff

The Real Anthony Fauci
A book by Robert F. Kennedy Jr.
Catherine Austin Fitts

 

 

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Europäer Dezember/Januar 2021/22 (Jg 26 / Nr. 2/3)

20.12.2021

Editorial: Einstellung des Denkvermögens und Plandemie – und ein neuer Komet

Die okkulten Feiern im Dezembere
Vortrag von Thomas Meyer

Weshalb Rudolf Steiner sich nicht mehr auf
Mabel Collins berufen konnter

Thomas Meyer

Der 33-Jahre-Rhythmus
George Adams

Zu Dantes 700. Todesjahr
Germar Wetzler

Drei Schwellenübertritte

Die Begegnung von Rudolf Steiner mit Fercher von Steinwandt
Thomas Meyer

Fercher von Steinwand in seinen Briefen
Gerald Brei

Bewusstseinsmanipulation und totale Macht
Herbert Ludwig

Chinesische Gesundheitsdiktatur und Cyber-Biosicherheitssystem
Vincent van Vliet

Wladimir Zelenko über gentechnische Experimente
Gaston Pfister

Unterschiedlicher Zugang zum Christentum im Süden und Norden
Vortrag von Hans Börnsen

Jan Stutens Musikauffassung
Johannes Greiner

Impressum

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Einstellung des Denkvermögens und Plandemie – und ein neuer Komet

20.12.2021

Die Mehrheit der Schweizer (62%) haben sich dazu entschieden, die für sie in Form eines Referendums gegen die absurden Covid-Maßnahmen und der Justiz-Initiative bereitgestellte Arche der Vernunft nicht zu besteigen; sie stürzten sich lieber mit akuter Ertrinkungsgefahr in die Flut der Unvernunft. Einmal mehr steht die Vernunft nicht auf der Seite der Majorität. Die restlichen 38% Nein-Stimmen sind dennoch erfreulich.
Die anti-humane Abartigkeit der ganzen Plandemie wäre mittlerweile gar nicht so schwer zu durchschauen. Wir verweisen stellvertretend für andere Zeugnisse auf eine Video-Aussage des kanadischen Theologieprofessors Pierre Gilbert aus dem Jahre 1995. Gilbert sagt die wesentlichen Züge der Plandemie voraus, bis zu «Flüssigkeitskristallen» im Blut, bei einer erzwungenen «Impfung», die in Wahrheit ein fürchterliches Bio-Experiment darstellt, deren Todesopfer schon jetzt zum Himmel schreien.1
Pierre Gilbert äußert sich im Video wie folgt (deutsche Übersetzung):
«In der biologischen Zerstörung gibt es organisierte Unwetter auf den Magnetfeldern. Eine Folge dessen ist die Kontamination des menschlichen Kreislaufs, wodurch vorsätzliche Infektionen verursacht werden. Dies wird per Gesetze aufgezwungen, die Impfungen verpflichtend machen. Und diese Impfstoffe werden es ermöglichen, Menschen zu kontrollieren. In den Impfstoffen werden Flüssigkristalle enthalten sein, die von den Gehirnzellen beherbergt und zu Mikroempfängern für Magnetfelder werden, die sehr niedrige Frequenzen ausstrahlen. Und durch diese Niedrigfrequenzwellen wird das Denkvermögen von Menschen eingestellt. Sie werden in einen Zombie verwandelt. Denken Sie nicht, dass dies eine Hypothese ist. Dies wurde bereits durchgeführt. Denken Sie an Ruanda.»2
Auf die Einstellung des Denkvermögens braucht niemand mehr zu warten. Sie ist in erschreckendem Maße eingetreten. Wir brauchen nur darauf zu schauen, wie die heutige abstimmende Menschheit mehrheitlich denkt… Oder wie schnell völlig abgedroschene Schlagwörter wie «Verschwörungstheorie» zur Hand sind, sobald Fakten und Gedanken auf den Plan treten.
Wer an die «Omikron-Bedrohung» und das «Brechen» der «fünften Welle» glaubt, ist bereits in den Wogen der manipulierenden Phrasen der Lügensintflut untergegangen.

«Entweder wir haben es mit einer Form des kollektiven Wahnsinns zu tun, der die Logik entthront – oder wir haben es mit einer Mischung aus kollektivem Wahnsinn und einer ihm zugrundeliegenden, aber unsichtbaren Logik zu tun.»
So der italienische Publizist Alessandro Meluzzi am 9. November 2021 zur Weltlage. Meluzzi deutet mit der «unsichtbaren Logik» auf die – als von der Macht besessene Globalisten –, sich im Verborgenen haltenden Drahtzieher des globalen Verbrechens. Europa ist zum willigen Handlanger dieser Meute geworden, allen voran zur Zeit die österreichische Regierung mit der angedrohten Plan-Impfung ab Februar 2022. Österreich war schon einmal «Versuchsstation des Weltuntergangs» (Karl Kraus).

Am Tag, wo dieses Editorial geschrieben wird, demonstriert man in Österreich gegen die angekündigte Volks-Impfung. Tapfere Minoriät!
Ende des Jahres wird wieder ein kürzlich entdeckter Komet die Himmelsbahn kreuzen: «Komet C/2021 A1 Leonard»; und zwar zwischen dem südlichen Ende des Großen Bären (engl. Big Dipper) und dem hellen Arkturus im Bootes.
«Leonard» sollte daher leicht zu finden sein. Die größte Helligkeit dürfte er für das bloße Auge gegen Jahresende und zu Beginn des neuen Jahres zeigen. Ein Hoffnungszeichen, denn Kometen schaffen den Astralschutt beiseite. Das könnte freieres Atmen ermöglichen!

Thomas Meyer, 1. Dezember 2021

_________________________

1 https://orbisnjus.com/2021/06/06/theologie-professor-warnte-1995-impfstoffe-werden-menschen-in-ferngesteuerte-zombies-verwandeln-fluessigkristalle-mikroempfaenger-fuer-magnetfelder-hirngespinst-dementsprechende-bio-technolog/

2 Der Völkermord zwischen Hutus und Tutsis dauerte von April bis Juli 1994. Es starben dabei rund 800‘000 Menschen. Gilbert deutet an, dass dies im angegebenen Sinne ein künstlich gelenkter «Zombie»-Konflikt gewesen sei.


Kategorie: Editorial, News

Europäer November 2021 (Jg 26 / Nr. 1)

05.11.2021

Editorial: Entscheidender November – die Schweiz an der Urne

Warum ich die Justiz-Initiative lanciert habe
Adrian Gasser

Drei Fragen an Adrian Gasser
Thomas Meyer / Adrian Gasser

Goethes «Märchen» (Teil 4 und Schluss)
Charles Kovacs

Freies Geistesleben und staatliche Tyrannei
Andreas Bracher

Letztes Gedicht
Betty Paoli

Das Covid-Zertifikat
Andreas Flörsheimer

Nebenwirkungen der Corona-Impfung
Christel Traut

Europa, eine Hoffnung
Herbert F. Hillringhaus

Ilona Schubert-Bögel als Lehrerin und Freundin
Bernard Hucher

Nun werde stille
Gedicht von Monica von Miltitz

BUCHBESPRECHUNG

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Entscheidender November – die Schweiz an der Urne

05.11.2021

November naht. Ein Monat großer Entscheidungen. Für friedliche Evolution oder für Revolution. Zur Erinnerung nur ein besonderes historisches Datum dazu: der 9. November –
1918, Ende des Kaisertums in Deutschland; 1938 Kristallnacht, Pogrom gegen Deutschlands Juden. Schließlich der 9. November 1989, die friedliche Öffnung der Mauer in Berlin.

Blicken wir in die heutige Schweiz, so verspricht oder droht der November besonders ereignisstark zu werden. Am 28. kommen zwei nur in diesem Lande möglichen Abstimmungen an die Urne, die für die Zukunft der Schweiz im einen oder anderen Sinne entscheidend sind: das Referendum gegen die willkürlichen Covid-Maßnahmen des Bundesrates und die Justiz-Initiative. Ersteres will die Staatseingriffe in gesundheitliche und andere private Belange beenden, und es ist schon viel darüber geredet worden. Letztere möchte den juristischen Stall des Augias ausmisten, sodass statt des heillos verkungelten Parteien- und Interessenmistes, der vielfach schon zum Himmel stinkt, endlich wieder einmal wirkliche Gerechtigkeit in diesem Lande walten kann. Diese Initiative blieb bisher eher im Schatten der Öffentlichkeit und der Medien. Der Classe politique ist sie besonders unangenehm, denn sie beschneidet empfindlich ihre angemaßten Rechte. Der Initiant Adrian Gasser, ein erfolgreicher parteiloser Wirtschaftsprüfer und Unternehmer, wird versuchsweise mit verleumderischem Dreck beworfen, doch der bleibt nicht haften, weil er gänzlich der Wahrheit entbehrt. Das macht die entsprechenden Amtspolitiker regelrecht fuchsig. Hoffen wir also auf die Stimme des Volkes, das noch Souverän genannt wird, obwohl es bereits viel Souveränität verloren hat. Man lese Gassers Schilderung seines Wegs zur Justiz-Initiative, wie er ihn am Michaelstag, dem 29. September, kurz skizziert hat (S. 3) – und ebenso das Kurzinterview mit ihm. Und man beachte den beiliegenden Prospekt. Und verfolge am 5. November die Arena-Sendung mit Gasser und dem versierten Juristen Mark Livschitz, (auch wenn zeitbedingt eventuell erst im Nachhinein).
Heute, am 17. Oktober, wurde im Parkhotel in Langenthal ein Bund der Gerechtigkeit begründet, für die Zeit nach der Abstimmung, egal, wie sie ausgeht. Die rund 20 Gäste folgten dem Referat von Adrian Gasser und der lebhaften Diskussion, hinterher auch beim Genuss des exquisiten Menüs. Beim Klappern der Löffel sowohl in den Salat- wie auch den Dessertschüsseln glaubte man das ferne Läuten von Kuhglocken zu hören, die gerade zum Alpabzug feierlich in die Täler gezogen waren. Alpluft ist Freiheitsluft. Das wusste und erlebte man schon auf dem Rütli. Es ist vergessen worden. Glücklich, wer sich wieder daran erinnert.
Gasser hat nichts von seiner Initiative, keinen Vorteil, keinen Ruhm. Aber die freiheitliche Schweiz kann viel davon haben. Doch der Souverän muss sich erst sachgemäß orientieren, das werden die gegängelten Medien nicht für ihn tun.
Der Europäer hat sich bisher nie in öffentliche Belange gemischt, aber jetzt tut er es. Es steht bei der doppelten Abstimmung ein Stück Freiheit auf dem Spiel, das, wenn es verloren ginge, ein Verlust für ganz Europa wäre. Deshalb informieren wir, entscheiden muss jeder selbst.

Im Übrigen: der 28. November ist der historische Gedenktag Noahs. Mögen wir die Arche mitvollenden und besteigen, solange es noch Zeit ist.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Europäer Oktober 2021 (Jg 25 / Nr. 12)

11.10.2021

Editorial:  Feige und grausam in der Wüste

Wer ist der deutsche Volksgeist?
Karl Heyer

Antwort von Karl Heyer und Sergej O. Prokofieffe
Thomas Meyer

Goethes «Märchen» (Teil 3)
Charles Kovacs

Eine Lebensbegegnung
Erinnerungen an Christward Polzer
Péter Barna

Lebensrettungsfundamentalismus und Steinzeitkommunismusd
Aphorismen von Andreas Bracher

Der irdische und der kosmische Mensch
Vortrag von Hans Börnsen

Interview mit Gerhard Wisnewski

Impressum

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Feige und grausam in der Wüste

11.10.2021

Ubuesk!! Das bedeutet laut Wörterbuch, wie in einem früheren Editorial berichtet, zugleich «feige und grausam». Der Ausdruck stammt vom Jugendstück «Ubu Roi» des Franzosen Alfred Jarry (1873–1907). Das Stück stand am Ausgangspunkt des absurden Theaters. Es ist das Stück unserer eigenen absurden Zeit – feige und grausam.
Die Feigheit bezieht sich heute auf das Nicht-Erkennen-Wollen der geistigen Hintergründe der Zeitlage, die Grausamkeit ist deren Folge – Nicht-Erkennen-Wollen macht grausam.

Im Folgenden einige kürzlich erlebte Episoden, die diesen Grundcharakter der heutigen Zeit en miniature zeigen.
In Dresden war im Frühstücksraum ein Schild neben dem Tisch: «Bitte tragen Sie außerhalb des Tischbereichs eine Maske». Darunter das Bild einer solchen und:
«Danke für Ihr Mitmachen». Ich musste dem Drang widerstehen, aus dem zweiten m ein l zu machen und auf das Schild zu malen; die maskierten Gäste sahen aber nicht danach aus, als ob sie Humor verstünden. Humorlosigkeit – auch eine Folge der Ignoranz und Grausamkeit.
Im ICE wurde Akzeptanz der Maskenbefreiung offiziell gewährleistet. Alle Schaffner respektierten das. Aber die Chefin des Speisewagens verweigerte selbstherrlich die Bedienung eines Maskenlosen.
Vor einem Natura-Laden die Aufschrift: «Abstand – die neue Nähe». Wer, der sein Denken noch in der Nähe hat, kann sich bei diesem Ausdruck etwas denken?
Dummheit – auch eine Begleiterin von Feigheit, Ignoranz und Grausamkeit.
Wieder in der eigenen Stadt: Verweigerung, auf der Terrasse eines Park-Restaurants einen Imbiss einzunehmen. Mit dem Kassier erst harziges Zwiegespräch. Dann gibt er sich als Zweifler am Sinn der Maßnahmen zu erkennen. Schließlich zitiert er zu meiner Verblüffung Konfuzius, der gesagt habe, ein Glas solle immer nur halb voll sein und für etwas Neues Platz lassen. Sonst könne man nichts mehr lernen! Ich revanchiere mich mit dem Hinweis auf Sucharit Bhakdi und die Webseite uncutnews. Der Kassier notiert beides und reicht mir zum Abschied die Hand.
Die oben skizzierte absteigende Hierarchie der mentalen und seelischen Untugenden könnte natürlich ad infinitum vervollständigt und auch modifiziert werden. An der Spitze jedenfalls: Erkenntnis-Feigheit und bornierte Ignoranz, dann soziale Grausamkeit, Dummheit und Humorlosigkeit. Dennoch zwischendurch Oasen von Intelligenz und Freundlichkeit. So in Dresden, dem Ort der großartigen Sixtinischen Madonna. Ein Wächter fragte den Maskenlosen ganz unerwartet: «Haben Sie eine Maskenbefreiung?» Ich bejahte freundlich, worauf er mich durchließ und einen schönen Tag wünschte.
Wunderbar, und doch: gäbe es noch mehr als lediglich Befreiung von Masken.
Der große, sehr bedeutende und daher, wie gewöhnlich, fast unbekannte Dichter Fercher von Steinwand (1828–1902) verfasste das sehr zeitgemäße Gedicht «In der Wüste». Es lautet:

Gepflanzt vom bittersten Verhängnis
In eine herzensarme Zeit,
Erscheint dein Leben der Bedrängnis,
Dein Geist dem Untergang geweiht.

Mit nichten! – In des Leides Wüste
Erhebe du den Wanderstab
Und schlage an die Felsenbrüste
Und manche Quelle perlt herab!

Du denke tapfer fortzuringen,
Solang’s in deiner Seele glüht,
Die reinsten Hochgefühle dringen
Aus einem kämpfenden Gemüt.

Alfred Jarry war ein großer Diagnostiker unserer bedrängten Zeit, Fercher von Steinwand einer ihrer großen Therapeuten.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Silence in the media forest

10.09.2021

Did you hear anything in the European mainstream press about the unusual events in Texas in the spring? Neither did I. Amazing, because on 10 March, Texas Governor Greg Abbott declared all Corona measures lifted. No mandatory masks; schools, shops, restaurants and so on were opened again. Vaccinations became voluntary. All this applies to about 30 million inhabitants. (Incidentally, similar things have happened in Mississippi and Florida).
The protests in the US mainstream media were loud. Some people declared the governor crazy. Biden said he was endangering the health of all Americans. Gates’ friend Anthony Fauci was appalled.
We recommend a look at a video by the well-known Internet presenter Del Bigtree at: https://rumble.com/vedovv-why-did-texas-open-up.html
Alongside all the criticism of the decision to repeal the Corona measures in Texas, however, supporters of it also appeared. In particular, there was applause from the conservative camp. Candace Owens (31), a popular conservative activist, wrote: “God bless Texas and Mississippi.” She also urged all Republicans to follow those states, so as to “lead by example”. She addressed clear words to all critics: “You are welcome to stay home all day and wear your masks there. Because to be as paranoid as you are, there is no need for government regulation.” The European mainstream media apparently prefers to bring up embarrassing cases of the enrichment of some MPs through illegal Corona business and lets the co-incidence roulette roll on incessantly.

Independence of the Swiss Judiciary – and how it can be achieved
Der Europäer turned in a recent issue to a very Swiss topic. It had to do with the judicial initiative presented by Adrian Gasser in 2019 with 130,000 votes behind it, which is usually diligently hushed up by the mainstream media. The initiative seeks a new way of electing judges. Until now, the election of judges in Switzerland has been tied to party politics. Federal judges also regularly have to pay a contribution to their party. The Justice Initiative intends to bring about an amendment to the constitution, which will remedy this damaging state of affairs.
Der Europäer first published some of the arguments in the debates on the Initiative in the National Council and the Council of States. We followed this with a lecture given by Adrian Gasser at the University of Basel at the beginning of March. We would like to stimulate broad interest in this initiative and we shall follow up with an interview with Adrian Gasser in a future issue.
The Zurich lawyer Dr. Mark Livschitz characterises the Initiative as follows: “This Initiative offers Switzerland a chance to establish a new international trend with a genuine political innovation, instead of lagging behind ‘international standards’ defined elsewhere, as it has done until now.”
The Swiss people will decide about this initiative on 28 November, as well as about the Referendum taken against the government’s flawed Covid-19 law.
It’s a blessing that these two unique instruments of direct democracy – Initiative and Referendum – are still in use!

T.H. Meyer

 


Kategorie: TPA Editorial

Ebenbild Gottes oder Abbild Ahrimans?

10.09.2021

Rudolf Steiner sprach am 14. Oktober 1909 in einem öffentlichen Vortrag im Berliner Architektenhaus in höchst bedeutsamer Weise von einer Denkerpersönlichkeit aus Böhmen.1
Sie ist so gut wie unbekannt geblieben, obwohl sie eine tiefgreifende Schrift über das Wesen des Menschen verfasst hatte; allerdings auf Latein. Sie trug den Titel Libellus de hominis convenientia, was etwa wie folgt übertragen werden könnte: «Büchlein von dem, was dem Menschen gemäß ist».
Steiner sagt: «Ich will Ihnen eine Persönlichkeit nennen, (…) eine Denkerpersönlichkeit aus dem 17. Jahrhundert, die für den, der in die Denkergeschichte der Menschheit hineinzuschauen vermag, eine ungeheure Bedeutung hat: Franziskus Josephus Philippus Graf von Hoditz und Wolframitz – eine der hervorragendsten Persönlichkeiten aus der Denkergeschichte der Menschheit.»
Diese Denkerpersönlichkeit stellt vor allem die Frage nach dem Wesen des Menschen. Von Aristoteles bis Descartes fand er keine befriedigende Antwort. Erst in dem philosophisch zu untermauernden Satz «Der Mensch ist seinem Wesen nach das Ebenbild der Gottheit» fand er einen brauchbaren Ausgangspunkt für seine Untersuchung. Steiner paraphrasiert diesen Ausgangspunkt wie folgt: «Wir würden heute sagen: Der Mensch ist seinem Wesen nach dasjenige, was er seinem ganzen Ursprung nach aus der geistigen Welt heraus ist.»
Der Verfasser war ein Zeitgenosse von Leibniz, er lebte auf dem Schloss Krivoklat bei Prag, wo der Libellus auch verfasst worden war. Ob die Schrift gedruckt werden solle, dies zu entscheiden, überließ er einem Verwandten, dem Schlossverwalter. Sie wurde es nicht. Bis heute nicht. Weder auf Lateinisch, noch in einer Übersetzung.
Noch im Jahre 1921 kam Steiner in einem Vortrag vor Priestern auf diese bedeutsame Schrift abermals zu sprechen.2
Als Rudolf Steiner erfuhr, dass sein Schüler Ludwig Polzer mit dieser Denkerpersönlichkeit verwandt war, erzählte er ihm, dass er die Schrift seines Vorfahren als erste Aufforderung zu einer allgemein-menschlichen sozialen Neugestaltung ansehe (Polzer, Prager Erinnerungen).
Es ist klar: der Ausgangspunkt der Untersuchung des Libellus muss den Ausgangspunkt eines freien Geisteslebens bilden. Denn ohne eine Erkenntnis des geistigen Wesens des Menschen ist ein solches buchstäblich bodenlos. «Nichts entstellt den Menschen mehr, als Mensch zu sein ohne zu wissen, was Menschsein heißt», lautet der erste Satz des Libellus.
Wie entstellt soll die Menschheit noch werden?
Es wurde nun beschlossen, diese Schrift des bedeutenden Böhmischen Denkers im Perseus Verlag erstmals herauszugeben. In einer Zeit, wo die Ebenbildlichkeit Gottes weitgehend derjenigen Ahrimans gewichen ist und in der Ahriman eine Generalmobilmachung seines gesamten sinnlich-übersinnlichen Heeres bewerkstelligt, scheint uns ein Rückgriff auf diese Schrift umso notwendiger zu sein. Hoffentlich wird sie wenigstens einige homöopathische Wirksamkeit zeitigen.

Thomas Meyer

_________________________

1  GA 54. – Vgl. auch: T. Meyer, Ludwig Polzer-Hoditz – Ein Europäer.
2  Am 3. Oktober 1921 (GA 343).


Kategorie: Editorial, News

Europäer September 2021 (Jg 25 / Nr. 11)

10.09.2021

Editorial:  Ebenbild Gottes oder Abbild Ahrimans?

Gespräch mit Daskalos
Günther Zwahlen

Brief an den Vorstand der AAGe
Günther Zwahlen

Das Christus-Erlebnis von Daskalos

Fragen zur Justiz-Initiative
Interview mit Adrian Gasser

Das neue Geld
Andreas Flörsheimer

Der Sündenfall der anthroposophischen Medizin
Herbert Ludwig

Ein Aufwachtraum
Martin Barkhoff

Chinesische Studenten begegnen einem neuen Karma-Begriff
Martin Barkhoff

Michael mit der Seelenwaage
Vortrag von Charles Kovacs

Goethes «Märchen» (Teil 2)
Charles Kovacs

BUCHBESPRECHUNGEN

Impressum

LESERBRIEF

 

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

The Present Age Volume 6 / No. 6 July 2021

10.09.2021

Contents

Editorial
Silence in the media forest

Who is the German Folk Spirit?
Karl Heyer

Using Fundamental Rights as a Manoeuvre?
On the Legality of the Corona Measures
Andreas Bracher

The Overcoming of  the Unitary State  as a Task for Switzerland
Gerald Brei

What is needed today
33 years after F. Herbert Hillringhaus’ death
Edzard Clemm

What will come, must be
F. Herbert Hillringhaus

July Calendar

Reflections in the Luther Year 2021
Vaccination as a modern sale of indulgences
Christel Traut

BOOK REVIEWS

“The Plague” by Arnold Böcklin
Open boundaries between real and imaginative space
Jasminka Bogdanović

BAGATELLE

Imprint

 

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Kategorie: TPA archives, TPA current

Furor gegen den Geist und ein Zentralstück Weltgeschichte

10.07.2021

In den letzten Wochen erschienen diverse lärmende Artikel gegen die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners, in der NZZ, aber auch im Magazin Spiegel Geschichte (3/2021).
Dieses titelte: «Ein Fehler der Weltgeschichte» und belehrte: «Rudolf Steiner erfand im frühen 20. Jahrhundert die Anthroposophie und begründete die Waldorfpädagogik. Wie antisemitisch seine Ansichten waren, wird heute gern übersehen.» Darunter drei Große Porträts Steiners aus dem Jahre 1918.
Der ganze Artikel basiert auf einem böswilligen Mißverständis der Titelformulierung. Sie findet sich in einem Aufsatz, den Steiner 1888 zu Verteidigung des Dichters Robert Hamerling gegen den Vorwurf des Antisemitismus verfasst hatte. «Ein Fehler der Weltgeschichte» ist eine aus dem Kontext gerissene Formulierung, die seit Jahrzehnten als Schlagwort-Keule gegen Steiner benutzt wird. Wir haben sie schon vor 21 Jahren (!) genauestens analysiert und kommentiert und mussten dabei auch auf die vollkommen verfehlten «anthroposophischen» Untersuchungen zu dem Streit um Worte aufmerksam machen, der zu einem Scheinproblem aufgebauscht wurde. Wir drucken den damals erschienenen Aufsatz in diesem Heft daher erneut ab (Seite 41ff.).
Weshalb gerade jetzt diese ins Leere hauenden Paukenschläge? Immer mehr Menschen außerhalb der anthroposophischen Institutionen nahmen in den letzten Monaten klar und positiv Bezug auf Steiners Äußerungen zur «Impfung gegen den Geist», insbesondere aus dem Jahre 1917. Das lässt die Drahtzieher der Mainstream-Presse offenbar einmal mehr wutentbrannt zu Schlagwortkeulen greifen, obwohl sie ins Leere pfeifen – und höchstens die Schläger selber treffen.

Der neue von Papst Franziskus inthronisierte Bischof von Chur meinte in einem nach-pfingstlichen Interview: «Mit dem ewigen Leben ist nicht bloß die Auferstehung des Geistes gemeint, sondern auch die Auferstehung des Fleisches
Ein Hypermaterialismus, wie er zum Transhumanismus und seinen Aposteln nicht besser passen könnte.

Doch unweit desselben Chur liegt bei Rhäzüns einsam und abgeschieden auf einer bewaldeten Anhöhe ein kleines Kirchlein, mit Fresken, die ein ganz anderes Weltbild verbreiten. Es werden Szenen aus dem Alten und Neuen Testament gezeigt, zumeist aus dem 14. Jahrhundert. Aus dem Lukas-Evangelium die Darbringung im Tempel, der zwölfjährige Jesus im Tempel und dann die Taufe im Jordan. Einmalig an der zweiten Darstellung ist, dass sie zwei Jesusknaben zeigt.
Einen, der zum Erstaunen Aller die Schriftgelehrten belehrt, und einen, der gleichzeitig beiseite tritt und von seinen Eltern in Empfang genommen wird. Wer sich diesem bereits im Mittelalter offenbaren Geheimnis annähern möchte, vertiefe sich in die geisteswissenschaftliche Kunde der zwei Jesusknaben1. Sie ist ein Schlüssel zum tieferen Verständnis der Weltgeschichte und ihren polaren Entwicklungsströmungen.

Thomas Meyer

_________________________

1  Siehe R. Steiner, Das Lukasevangelium (GA 114) oder Aus der Akasha-Forschung. Das fünfte Evangelium (GA 148).


Kategorie: Editorial, News

Europäer Juli/August 2021 (Jg 25 / Nr. 9/10)

10.07.2021

Editorial: Furor gegen den Geist und ein Zentralstück Weltgeschichte

Die Zeitlage und ihre Notwendigkeiten
Thomas Meyer

Dreigliederungsaspekte
Andreas Flörsheimer

Corona als Erkenntnisfrage
Gerald Brei

BRIEF AUS PEKING
Corona in China

Martin Barkhoff

Ein geistgetauftes Leben
Christward J. Polzer-Hoditz
Thomas Meyer

Das fünfte nachatlantische Zeitalter
George Adams

Eine deutsche Frau sieht USA
(Schlussbetrachtung)
Monica von Miltitz

Autoritärer Gesinnungszwang
Zur aktuellen Antisemitismus-Debatte
(Wiederabdruck)
Thomas Meyer

BUCHBESPRECHUNG

«Okkultes Logentum»
Gedanken zu einer Neuauflage
Gaston Pfister

Impressum

 

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Europäer Juni 2021 (Jg 25 / Nr. 8)

07.06.2021

Editorial: Alles glauben, alles vergessen – oder erwachen?

Beatus, Marie Steiner und neue Drachen
Thomas Meyer

Der Mensch und die Hierarchien (Schluss)
Daniel N. Dunlop

Justizversagen und totalitäre Tendenzen
Gerald Brei

Richterbestellung durch Losverfahren?
Vortrag von Adrian Gasser

Esoteriker als Extremisten
Andreas Bracher

«Corona-Krise» zwischen Macht und Wahrheit
Dieter Ackermann

Impressum

Goethes Märchen (Teil 1)
Erstveröffentlichung
Charles Kovacs

Das Rosenkreuzerdrama
George Adams

Der Weg nach innen
Gedicht von Monica von Miltitz

Die Furcht des Menschen vor sich selbst
Herbert F. Hillringhaus

 

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Unfalsified History and Lateral Thinking

07.06.2021

Mendacity as the Fundamental Characteristic of Public Life
Rudolf Steiner spoke of “mendacity as the fundamental characteristic of the entire public life of our time” already in 1920 (21.8.1920, GA 199).
Courageous and perceptive contemporaries have always fought against this mendacity. For example, the Swiss historian Jakob Ruchti, who had written an important booklet “On the History of the Outbreak of the War”, of which Steiner spoke most highly. It shows the diplomatic mendacities surrounding the outbreak of the war and above all about the ‘war guilt’ attributed to the Central Powers. The text was even awarded a prize by the University of Bern. At the end of it Ruchti wrote: “But history cannot be permanently falsified; the myth cannot stand up to the scrutiny of scientific research; the sinister web will be brought into the light and torn to pieces, however artfully it has been spun.”
Of a similar spirit is our contemporary Elias Davidsson, who works with the greatest meticulousness and a pronounced sense of truth (see the interview with him on p. 9f.).
Last year Davidsson published what is perhaps the best book yet on 9/11 and draws attention to the fact that the mendacity of the official myths surrounding this event has gone a level deeper in the case of Corona: the media myths about 9/11 only attacked healthy human reason, which is bad enough; the grossly restrictive and groundless Corona measures intervene in our daily actions and behaviour.

Courageous voices from Switzerland
Shortly before Christmas, Christian Frei, one of the three co-founders of the Swiss organic restaurant chain Tibits, wrote to the commander-in-chief of the Swiss armed forces, Aldo C. Schellenberg, and urged him to arrest all 7 Federal Councillors for their “crimes against humanity”. He also rightly stated that: “There is not a scientist in the world who has been able to prove the virus exists.”1

Rudolf Steiner as ‘lateral thinker’2
It is a real joy that even in this crazy era a new and impartial light has been cast on Rudolf Steiner by independent journalists: he is, would you believe, described as “the first lateral thinker” in the title of an essay by Jonas Glaser in the magazine Compact.3
At the beginning of the article we read: “Anthroposophers number among the core of activists of the freedom movement”. “They find their inspiration in the teachings of Rudolf Steiner. What can we learn from the master thinker in this Corona crisis?”
Recently, Bodo Schiffmann showed the viewers of his TV broadcast the edition of Der Europäer which carried the important Berlin speech by Robert F. Kennedy Jr. And we learn that our Anthroposophical colleague Herbert Ludwig, who has for years been responsible for the worthy website “Der Fassadenkratzer” (The Façade Scraper), appeared on a recent edition of the “Corona-(Extra-Parliamentary Investigative) Committee! In his noteworthy contribution to the session he described the widespread attitude of submission to the authorities versus the true autonomy of the human I. (Broadcast: 15 January 2021. Session 35: Law and Health – The Blind Spot; watch from 2h and 7 mins into the session.)4
The spirit of the truly eye-opening spiritual science of Rudolf Steiner blows and blooms where it wants and where it can, and not necessarily where you would expect it to bloom …
These are strong signs of hope!

T.H. Meyer

_________________________

20Minuten.ch, 22. 1. 2021.

2  The Stuttgart Querdenker (lit. ‘Lateral Thinkers‘) 711 movement has been at the forefront of the anti-lockdown movement in Germany.

Compact Spezial. Magazin für Souveränität, Special Edition No. 28, pp. 72-74.

4 https://youtu.be/5GpjB0YW3uI?t=7657

 


Kategorie: TPA Editorial

Alles glauben, alles vergessen – oder erwachen?

07.06.2021

Ein geistreicher Beobachter sagte vor über 100 Jahren, der Zeitungsleser habe zwei Haupteigenschaften: Er glaubt alles und er vergisst alles. Diesen Ausspruch darf man getrost auf das heutige Verhältnis der meisten Menschen zu den offiziellen Medien übertragen. Die Leser des Europäer sind selbstverständlich eine Ausnahme. Machen wir die Probe aufs Exempel: Vor über einem Jahr brachten wir einen Economist-Cover, auf dem verkündet wurde, der «Covid-Virus» sei «die rechte Medizin für die Weltwirtschaft». Man wollte also keineswegs eine Medizin für die Krankheit suchen, sondern diese als «Medizin» für die «kranke» Weltwirtschaft benützen. Ziel: deren «Gesundung» im Sinne eines Great Reset, einer allmächtigen Wirtschafts-Weltregierung, die alle mittelständischen Betriebe und bürgerlichen Freiheiten totwalzt.
Dazu gehört die Einführung einer digitalen bargeldlosen Globalwährung, wie sie auf einem jüngsten Economist (8. Mai 2021) abgebildet wurde. Sie wird nur unter strenger Kontrolle lanciert werden.
Die Vision einer solchen Währung ist nicht neu. Auch hier verkündete der Economist das nach Ansicht gewisser westlicher Kreise Maßgebende. Dazu erinnere man sich an einen dritten Cover aus dem Jahre 1988 (9.-15. Januar), mit der unmissverständlichen Weisung: «Get ready for a world currency»; damals für 2018 prophezeit. Dies war exakt 33 1/3 Jahre vor dem jetzigen Weltwährungs-Economist!

Erfreulich-Erwachendes ist u.a. aus den USA zu melden. Die Gouverneurin Kristi Noem von South Dakota erklärte, dass nicht Covid-19 die öffentliche Krise verursachte, sondern die absurden Lockdowns, die dieser kleine Staat von Anfang an nicht mitgemacht hatte.

*
Der Schweiz geht es an den freiheitlichen Kragen. Am 13. Juni wird u.a. über ein vom Bundesrat im letzten September erlassenes Covid-19-Gesetz abgestimmt, gegen das erfolgreich ein Referendum eingereicht worden war. Es würde die Regierung praktisch mit diktatorischer Vollmacht ausstatten. Die Freunde der Verfassung und namentlich Nicolas Rimoldi wollen dies mit ruhiger, sachlicher Aufklärung verhindern. Möge das Schweizer Volk zu den Wurzeln seiner Vernunft zurückkehren!
(Siehe dazu die Wochenzeitung Demokratischer Widerstand vom 15. Mai 2021.)

Startseite


*
Ein 7-jähriger aufgeweckter Junge bemerkte beim Manövrieren mit seinem Kinderauto beiläufig: «Die meisten Menschen überlassen das Lebens-Lenkrad dem Teufel.» Eine bemerkenswerte Aufforderung an uns, auch die ahrimanisch-spirituelle Dimension des jetzigen Weltgeschehens mit ins Auge zu fassen. Denn ohne sie muss alles Betrachten der Weltlage letztlich – Illusion oder Wahn bleiben.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

The Present Age Volume 6 / No. 5 January 2021

07.06.2021

Contents

Editorial
Unfalsified History and Lateral Thinking

The Jupiter-Saturn Conjunction and the World Impulse of Christian Rosenkreutz
T.H. Meyer

Rudolf Steiner on the Brotherhoods
More relevant in these times of Corona than ever?
Christel Traut

Reflections on the Present Events
Irene Diet

The “Great Upheaval” – Where To and What For?
Andreas Flörsheimer

The Possible Division of Mankind Through Digital Immortality
Christel Traut

January Calendar

A Life for Cognition
In memory of Alexander Caspar (1934–2021)
David Schmid

Bringing Oneself into the Picture
In memory of Alexander Caspar (1934–2021)
Andreas Flörsheimer

Economic Life, Legal Life, Cultural Life in the Unitary State that Mixes Up All Three Social Spheres
Alexander Caspar

The King’s Last Journey
Thoughts on the Passing of Wilfried Hammacher (1928–2021)
Branko Ljubić

BOOK REVIEW

READERS’ LETTERS

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Kategorie: TPA archives, TPA current

Europäer April/Mai 2021 (Jg 25 / Nr. 6/7)

15.04.2021

Editorial: Verschwiegenes im Medienwald

Was will die Justiz-Initiative?

Richterbestellung durch Losverfahren?
Vortrag von Adrian Gasser

Die Aufgabe der Schweiz
Gerald Brei

Einflüsse der Hierarchien im Leben des Menschen (Teil3)
Daniel N. Dunlop

Grundrechte als Manövriermasse
Andreas Bracher

In memoriam Alexander Caspar
David Schmid
Andreas Flörsheimer

Einheitsstaat und dreigegliederter sozialer Organismuss
Alexander Caspar

«Die Pest» von Arnold Böcklin
Jasminka Bogdanović

Luther und moderner Ablass
Christel Traut

Was fordert das «Corona-Virus» von uns?
Richard Ramsbotham

«Das, was kommen wird, muss sein»?
Herbert F. Hillringhaus

Die Vorschule der Esoterik
Fred Poeppig

Der Tod Baldurs
Vortrag von Hans Börnsen

«Ostern»
Monica von Miltitz

BUCHBESPRECHUNGEN

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Verschwiegenes im Medienwald

15.04.2021

Haben Sie in der Mainstream-Presse schon etwas von den ungewöhnlichen Vorgängen in Texas gehört? Ich auch nicht. Erstaunlich, denn am 10. März erklärte der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, sämtliche Corona-Maßnahmen für aufgehoben. Keine Maskenpflicht; Schulen, Geschäfte und Restaurants und so weiter wieder offen. Impfen freiwillig. Dies für rund 30 Millionen Einwohner. (In Mississippi oder Florida geschah übrigens Ähnliches.)
Der Protest in den US-Mainstream-Medien war lautstark. Einige Leute erklärten den Gouverneur für verrückt. Biden meinte, er gefährde die Gesundheit aller Amerikaner. Der Gates-Freund Anthony Fauci zeigte sich entsetzt.
Wir empfehlen einen Blick in das youTube des kenntnisreichen Moderators Del Bigtree unter: https://rumble.com/vedovv-why-did-texas-open-up.html
Neben all der Kritik an der Entscheidung, die Corona-Maßnahmen in Texas aufzuheben, meldeten sich jedoch auch Unterstützer. Insbesondere aus dem konservativen Lager gab es Applaus. Candace Owens (31), eine populäre rechtskonservative Aktivistin, schreibt: «Gott segne Texas und Mississippi.» Sie forderte außerdem alle Republikaner dazu auf, es den Bundesstaaten nachzumachen, um so «mit gutem Beispiel voranzugehen.» An alle Kritiker richtete sie klare Worte: «Ihr seid herzlich willkommen, den ganzen Tag zu Hause zu bleiben und dort eure Masken zu tragen. Denn um so paranoid zu sein wie ihr, braucht es keine Vorschrift der Regierung.»
Die europäischen Mainstream-Medien bringen offenbar lieber peinliche Fälle von Bereicherung einiger Abgeordneter durch illegale Corona-Geschäfte und lassen das Ko-Inzidenzen-Roulette unaufhörlich weiterrollen.

Unabhängigkeit der Schweizer Justiz – und wie sie erreicht werden kann
Der Europäer wendet sich in dieser Ausgabe einmal einem echt schweizerischen Anliegen zu. Die Rede ist von der durch Adrian Gasser 2019 mit 130‘000 Stimmen eingereichten Justiz-Initiative, die von den Hauptmedien in der Regel fleißig beschwiegen wird. Die Initiative strebt eine neue Form der Richterwahl an. Bislang ist diese an die Parteipolitik gebunden. Bundesrichterinnen und -richter müssen zudem regelmäßig einen Obolus an ihre Partei entrichten. Die Justiz-Initiative beabsichtigt eine Verfassungsänderung, die diesen schädigenden Missstand behebt.
Wir veröffentlichen zunächst einen Teil des «Argumentariums» für die Debatten zur Initiative im National- sowie Ständerat. Darauf folgt ein Vortrag, den Adrian Gasser Anfang März an der Universität Basel gehalten hatte.
Wir möchten dieser Initiative ein breites Interesse verschaffen und werden in einer nächsten Nummer ein Interview mit Adrian Gasser folgen lassen.
Der Zürcher Rechtsanwalt Dr. Mark Livschitz charakterisiert die Initiative wie folgt: «Diese Initiative bietet der Schweiz eine Chance, mit einer echten politischen Innovation einen neuen internationalen Trend zu begründen, statt wie bisher anderweitig definierten ‹internationalen Standards› hinterherzuhinken.»

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

The Present Age Volume 6 / No. 3/4 November/December 2020

30.03.2021

Contents

Editorial
The Power of true World Government

Influences of the Hierarchies in the Life and Being of Man
D.N. Dunlop

“Corona” or: The Struggle for the Crown
Irene Diet

The Adventure of the Free Spiritual Life in the Time of Corona
Nicholas Dodwell

The Angst Paradigm of Virology and Homeopathy
Andreas Matner

When the Foundations are Shaking …
Ingo Hoppe

Strategic Theatre
Arnold Sandhaus

Two Researchers of the Interior of the Earth Who Have Crossed the Threshold
T.H. Meyer

LETTER FROM STOURBRIDGE
Was it Really the “Storming” of “the Temple of Democracy”?

Terry Boardman

Novmber/December Calendar

Proclamation on 850th Anniversary of the Martyrdom of Saint Thomas Becket
Donald J. Trump

Michael and Ahriman and the Tasks of Our Time
T.H. Meyer

The Call for Threefolding
Gerald Brei

What does the Coronavirus trial ask from us?
Richard Ramsbotham

Threefold Social Order
Catherine Austin Fitts with T.H. Meyer

A Study and a Polemic for Michael
Ruedi Bind

READERS’ LETTERS

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Kategorie: TPA archives, TPA current

The Power of true World Government

30.03.2021

In his article “Strategic Theatre” (p. 27ff.) Arnold Sandhaus presents an issue that deserves our utmost attention: on 1 May of this year the Geneva-based W.H.O. commissioned the Anglo-American public relations agency Hill & Knowlton 1 to work out a strategy for how the W.H.O. could best bring forward its corona policy. The agency suggested three types of influential people (“Influencers”). Those with a wide social ‘reach’, those with a medium effective reach, and those who group themselves around individual “heroes” (probably “exemplary” corona victims).
A 15 year-old girl appeared before a commission set up by the US Congress in October 1990 and testified that Iraqi soldiers in Kuwait had thrown babies out of incubators onto on the ‘cold floor’ and let them die there. Then the US kindled a war against Iraq, the Gulf War. Later, too late, it turned out that the incubator story was all a lie and that the girl had been prepared for her role by a public relations agency. The person in charge, Craig Fuller, was later proud of his success in the whole operation and was promoted to a top job in the company. That company was Hill & Knowlton, the very same one commissioned by the W.H.O. in May 2020 to take charge of producing the publicity for Covid-19.” The young 15 year-old was the daughter of the Kuwaiti Ambassador to the USA.2
So the W.H.O. is not loath to use the services of a company that has been shown to have lied on behalf of the US government with momentous consequences (hundreds of thousands of dead)! The reputation of the World Health Organisation, already shaky, has thus been reduced to rubble.
If one considers the connection of the W.H.O. (World Health Organisation) to Bill Gates, Mr. Drosten and the German Robert Koch Institute and also considers the irreversible damage through Bill Gates’ vaccination experiments in Africa and India in the abused name of ‘health’, one would do better in the future to refer to this organisation as the World Hellth Organisation.
through Bill Gates’ vaccination ethxperiments in Africa a*
On Easter Sunday 2020, Bill Gates appeared on German TV. He proclaimed his monotonous gospel that the “pandemic” would only be defeated when all of mankind has been vaccinated. The nakedly anti-Christian character of the entire advertising campaign had made its appearance. The prospect for Christmas 2020 was no less gloomy. But we would like to remind our readers that the arrogant power of the world’s leaders could be reduced to rubble no less quickly than the reputation of the W.H.O.
The Gospel of Matthew (and only this gospel) records a saying by Christ immediately after the betrayal by Judas and the swipe of Peter’s sword: “Take your sword and put it back in its place. All those who take up the sword shall perish by the sword. Do you think I could not ask my Father for aid? He could immediately place more than twelve armies of angels at my disposal. But how then would the Scriptures be fulfilled that everything must come to pass in this way?”
This power and superiority of Christ is real, even if it does not show itself. But it is by no means certain that it will never show itself (perhaps in the form of global disasters). The true world government cannot be expected to look on endlessly while the great agenda for the whole of human evolution is increasingly threatened by the madness of a small power-hungry clique.

 

T.H. Meyer

_________________________

1  Hill & Knowlton is a US company headquartered in New York but owned by the British company WPP, the world’s largest advertising company.

2  For the incubator story, see the Wikipedia page “Nayirah testimony”.

 


Kategorie: TPA Editorial

Europäer März 2021 (Jg 25 / Nr. 5)

12.03.2021

Editorial: Fruchtbarkeit der Geisteswissenschaft und eine Justiz-Initiative

Einflüsse der Hierarchien im Leben des Menschen (Teil2)
Daniel N. Dunlop

Täuschung: Es ist kein Impfstoff!
Catherine Austin Fitts

Trennung der Menschheit
Christel Traut

«Great Reset» – Wohin und wozu?»
Andreas Flörsheimer

Henoch und seine Weisheit
Sigismund von Gleich

Die Sinne und die Fähigkeiten des Geistes
Daniel Nicol Dunlop

Was heute not tut
Im Gedenken an F. H. Hillringhaus
Edzard Clemm

BUCHBESPRECHUNGEN

Leserbriefe

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Fruchtbarkeit der Geisteswissenschaft und eine Justiz-Initiative

12.03.2021

In einer Zeit, wo sogar das von Rudolf Steiner gebaute «Haus des Wortes» (wie er das Goetheanum genannt haben wollte) ohnmächtig verstummt, halten wir weiter Ausschau nach unabhängigen Menschen, die den Wert der Geisteswissenschaft für die Diagnose und Therapie der Zeitabgründe erfasst haben.
Catherine Austin Fitts ließ auf ihrer Webseite www.solari.com ein paar Interviews mit mir zum Thema Ahriman und Dreigliederung erscheinen. In dieser Nummer äußert sie sich zum transhumanen Impfprojekt, das ganz nach dem Erfolgsmodell von Microsoft zum Einbau von injizierbaren «Betriebssystemen» in den menschlichen Körper führen soll. Diese müssen dann bei jeder Mutation des «Virus» neu upgedatet werden. Endlose Abwärtsspirale einer anti-humanen Entwicklungsperspektive (denn das ist der «Transhumanismus» in Wahrheit). Wir wiesen bereits auf einen bemerkenswerten Artikel von Jonas Glaser in der Zeitschrift Compact hin.
Neuerdings erfuhren wir, dass der Italiener Nicola Bizzi nachdrücklich auf Steiners Bemerkungen über das Impfen aus dem Jahre 1917 hinweist. Es geschieht dies in dem Buch Operazione Corona: Colpo di stato globale (Operation Corona: ein globaler Staatsstreich), Firenze 2020 (Herausgeber Nicola Bizzi und Matteo Martini).
*
Viele Freunde und Bekannte versuchen das gegenwärtige Staatsstreich-Unrecht auf ein Fundament des Rechts zurückzuführen – und kämpfen oft (fast) hoffnungslos gegen Windmühlen. Das Recht ist von der Macht (Staats- und Wirtschaftsmacht) beinahe vollständig verschluckt worden.
Da kommt eine Schweizer Initiative gerade zur rechten Zeit, um nicht zu sagen, zu höchster Zeit vor das Volk. Wir meinen die Justiz-Initiative, die im August 2019 vom Unternehmer Adrian Gasser eingereicht worden war und die zur Volksabstimmung ansteht. Ihr Grundgedanke: Politik und Rechtsprechung sollen einwandfrei getrennt werden, denn die heutige Rechts- praxis vermengt hoffnungslos Parteieninteressen mit den Prinzipien der Rechtsprechung. Bundesrichter kann heute nur werden, wer durch die Pforte einer Partei geht und der Parteikasse regelmäßig einen finanziellen Tribut zahlt. Gasser nennt das «Hehlerei». Auf diesen immer eklatanter gewordenen Missstand machte bereits 2002 die Dissertation von Mark Livschitz Die Richterwahl im Kanton Zürich aufmerksam. Die Arbeit fand nicht die ihr gebührende Würdigung.
Die Justiz-Initiative fordert die Unabhängigkeit künftiger Bundesrichter und will deren Wahl im Bundesgesetz durch ein Losverfahren verankern. Nur so kann gewährleistet werden, dass künftig vor einem wirklich unabhängigen und nur Wahrheit und Gerechtigkeit verpflichteten Forum geklagt werden kann.
Das Initiativ- und das Referendum-Recht sind zwei unbestrittene Vorzüge der eidgenössischen Verfassung. Höchste Zeit, dass von Ersterem in der aktuellen Situation in bedeutender Weise Gebrauch gemacht worden ist.
Wir werden die Justiz-Initiative in der nächsten Nummer näher vorstellen und ein Interview mit deren Begründer Adrian Gasser beifügen.
*

Parteienpolitik ist überlebt und vergeudet in orgiastischer Unfruchtbarkeit geistige und finanzielle Energien. Daher ist es dem Europäer durchaus angemessen, sich für die Bekanntwerdung einer Initiative einzusetzen, die sich ein über-parteiliches, allgemein-menschliches Interesse – das Streben nach wirklicher Gerechtigkeit – auf die Fahne schreibt.
Auch wenn das in der Justiz-Initiative weder angestrebt noch explizit ausgesprochen ist: Wir sehen in ihr eine Art Wegbereiterin zur Realisierung der noch umfassenderen Initiative einer Dreigliederung des sozialen Organismus (Geistesleben, Rechtsleben, Wirtschaftsleben), die seit hundert Jahren auf ihre Verwirklichung harrt.

 

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Unverfälschte Geschichte und Querdenken

10.02.2021

Verlogenheit als Grundeigenschaft des öffentlichen Lebens
Rudolf Steiner hat schon im Jahre 1920 die «Verlogenheit als die Grundeigenschaft des ganzen öffentlichen Lebens unserer Zeit» bezeichnet (am 21.8.1920, GA 199).
Mutige und klarsehende Zeitgenossen haben immer gegen diese Verlogenheit angekämpft. So zum Beispiel der Schweizer Historiker Jakob Ruchti, der eine wichtige Broschüre «Zur Geschichte des Kriegsausbruchs» verfasst hatte, die Steiner mit größter Anerkennung lobte. Sie zeigt die diplomatischen Verlogenheiten um den Kriegsausbruch und vor allem um die den Mittelmächten zugeschobene Kriegsschuld. Die Schrift wurde sogar von der Universität Bern preisgekrönt. Am Schluss seiner Betrachtung schrieb Ruchti: «Die Geschichte lässt sich auf die Dauer nicht fälschen, die Legende vermag vor der wissenschaftlichen Forschung nicht standzuhalten, das dunkle Gewebe wird ans Licht gebracht und zerrissen, auch wenn es noch so kunstvoll und fein gesponnen war.»
Von ähnlicher Gesinnung ist der mit äußerster Akribie und ausgeprägtem Wahrheitssinn arbeitende Zeitgenosse Elias Davidsson (siehe das Interview mit ihm auf S. 9f.).
Davidson legte im vergangenen Jahr das bisher vielleicht beste Buch zu 9/11 vor und macht darauf aufmerksam, dass die Verlogenheit der offiziellen Mythen um dieses Ereignis im Fall «Corona» noch eine Stufe tiefer greift: Die Medien-Legenden um 9/11 griffen lediglich den gesunden Menschenverstand an, was schlimm genug ist; die durch nichts begründeten maßlosen Corona-Maßnahmen greifen in unser alltägliches Tun und Verhalten ein.

Mutige Stimme aus der Schweiz
Kurz vor Weihnachten schrieb Christian Frei, einer der drei Mitbegründer der Schweizer Bio-Restaurant-Kette Tibits, an den stellvertretenden Armeechef, Aldo C. Schellenberg, und forderte ihn dazu auf, alle 7 Bundesräte zu verhaften. Wegen «Verbrechen gegen die Menschlichkeit». Er stellte im Übrigen zurecht fest: «Es habe noch kein Wissenschaftler der Welt den Virus nachweisen können.»1

Rudolf Steiner als Querdenker
Eine wahre Freude, dass in dieser wahrhaft irren Zeit von unabhängigen Journalisten sogar ein neues unbefangenes Licht auf Rudolf Steiner geworfen wird: Er wird sage und schreibe als «der erste Querdenker» bezeichnet! So der Titel eines Aufsatzes von Jonas Glaser in der Zeitschrift Compact.2
«Anthroposophen gehören zum Aktivisten-Kern der Freiheits-Bewegung», heißt es eingangs des Artikels. «Ihre Inspiration finden sie in den Lehren Rudolf Steiners. Doch was kann man von dem Meister-Denker in der Corona-Krise lernen?»
Unlängst zeigte Bodo Schiffmann die Europäer-Ausgabe mit der wichtigen Berliner Rede von Robert Kennedy den Zuschauern seiner Fernsehsendung. Und eben erfahren wir, dass unser Kollege Herbert Ludwig, der seit Jahren die verdienstvolle Webseite «Der Fassadenkratzer» betreibt, auf der letzten Ausgabe des «Corona-Ausschusses» ausführlich zu Wort gekommen ist! Er schildert in seinem beachtenswerten Votum die so verbreitete Gesinnung der Unterwürfigkeit unter Obrigkeiten gegenüber der wahren Ich-Autonomie. (Sendung vom 15. Januar 2021. Sitzung 35: Recht und Gesundheit – Der blinde Fleck, ab 2h und 7 min.)3
Der Geist der wahrhaft augenöffnenden Geisteswissenschaft Rudolf Steiners weht und blüht eben, wo er will und kann. Und nicht unbedingt dort, wo man sein Blühen erwarten würde…
Das sind starke Hoffnungszeichen!

Thomas Meyer

_________________________

20Minuten.ch, 22. 1. 2021.

2  Compact Spezial. Magazin für Souveränität, Sonderausgabe Nr. 28, S. 72-74.

3  https://youtu.be/5GpjB0YW3uI?t=7657

 


Kategorie: Editorial, News

Europäer Februar 2021 (Jg 25 / Nr. 4)

10.02.2021

Editorial: Unverfälschte Geschichte und Querdenken

Die Jupiter-Saturn-Konjunktion und Christian Rosenkreutz
Thomas Meyer

Einflüsse der Hierarchien im Leben des Menschen (Teil1)
Daniel N. Dunlop

Politiker als Volkstäuscher
Interview mit Elias Davidsson

Das Martyrium von Thomas Beckets
Donald J. Trump

Jewgenij Samjatin: «Wir»
Buchbesprechung
Gerald Brei

Rudolf Steiner über Brüderschaften
Christel Traut

Der «Große Neustart»
Richard Ramsbotham

In der Attacke der Widersacher
Martin Barkhoff

Betrachtung zum gegenwärtigen Geschehen
Irene Diet

FORUM
Vom neuen Menschenbild

Christof Zimmermann

Wilfried Hammacher – ein Nachruf
Branko Ljubić

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Leserbriefe

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Europäer Dezember/Januar 2020/21 (Jg 25 / Nr. 2/3)

11.12.2020

Editorial: Die Macht der wahren Weltregierung

Pearl Harbor – 9/11 – Corona
Drei potenzierte Betrugsgeschichten
Thomas Meyer

Der Ruf nach Dreigliederung
Gerald Brei

Eine reine Schikane
Brief von Dr. Gianmarco Sala

Abenteuer des freien Geisteslebens
Nicholas Dodwell

Wenn Grundfesten wanken…
Gedanken zu Solowjews «Antichrist»
Ingo Hoppe

«Corona» als Erkenntniskrise
Irene Diet

Abschaffung der Seele 27 durch Impfung (R. Steiner)

Strategisches Theater
Arnold Sandhaus

Das Angst-Paradigma der Virologie
Andreas Matner

Julian Apostata (Teil 2)
Ricarda Murswiek

Christus im 20. Jahrhundert
Hans Börnsen

Karl Maria Heidt
Ein unbekannter Dichter
Andrea Hitsch

Nachrufe auf Volker Zielonka und Paul O’Leary
Thomas Meyer

BUCHBESPRECHUNGEN

Leserbriefe

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Corona as the Mask of World Government

11.12.2020

The traditional autumn fair in Basel has been cancelled. Instead, we have been experiencing the forced roller coaster and ghost train rides of tightened Corona measures with the almost unlimited compulsory mask-wearing. In the spring the Swiss Federal Department of Health was still rejecting it as unnecessary, but it has now decreed it to be an absolute “protective measure”.
More and more people are defending themselves against the excessive measures, and they include a number of doctors, for example, Gianmarco Sala from Uri in central Switzerland.
On 8 October Sala wrote to the health authorities of the Canton of Uri; a summary follows:

1. “The benefit of masks has not been proven in any valid study. Not a single non-pharmacological measure by authorities has had the slightest influence on the course of infection curves. On the contrary, the completely improper use and lack of any quality standards for masks rather tend to cause harm.
2. The work of staff in health care institutions in particular is made considerably more difficult by the wearing of masks and leads to health problems which are unacceptable in the long term.
3. The psychological damage of the cessation of non-verbal communication in regard to the perception of emotions is especially great in children, but also in the elderly and in dementia patients, and can cause persistent behavioural disorders in children.
4. The consequences of lockdown, travel restrictions, etc. have led to catastrophic economic damage worldwide, which has already claimed many times more victims than the virus itself.
5. The PCR tests are not validated and lead to a deliberate misinterpretation of alleged virus activity and a so-called second wave, which does not actually exist. False positive tests correlate 1:1 with the number of tests performed, a fact which is simply being kept from the public.”

Sala works in the same Canton of Uri, in which in 1307 William Tell dared to fire his shot. The same year in France saw the arrest of the Templars by Philip IV (the Fair). In this polarity between deeds of individual freedom and state oppression we are also living today. The latter is using COVID-19 as a mask to conceal a globalist, anti-human program and its implementation. Information about this can be read in a March 2020 edition of the Economist magazine, which was discussed in The Present Age.1
The virus was described in the Economist as “the right medicine for the world economy” (!). It would serve the “healing” of the global economy and not primarily that of human beings; it would have to remain until the economy had been “healed” in the globalists’ sense of the term. This healing amounts to a global economic dictatorship which will gag and strangle all civil rights and spiritual/cultural life. What the power elite, entirely lacking in conscience, regard as a “reset” can be read in “The Great Reset” publications (see WEF web footnote2 for yourself and reviews from ff.p 19).2
What is urgently needed today is the unmasking of the absurdities of the current measures and of the intentions of those who are merely using Corona as a mask. If this unmasking succeeds, then the ridiculous but macabre spectre of fearmongering, State-enforced excessive measures which resemble an unwilling ride on a ghost train, can be ended. If it does not succeed, then mankind “will cede world domination to an occult group within the Anglo-American world”3 – for a very long time.
For a brief period ahead we still have a choice. Gianmarco Sala, Sucharit Bhakdi, Rainer Füllmich and all who speak up for truth of conviction have grasped the urgent need of the hour.

T.H. Meyer

_________________________

1  In Vol. 5, No. 9/10 (May/June 2020).

2  www.weforum.org/great-reset and https://intelligence.weforum.org/topics/a1G0X000006OLciUAG?tab=publications.

3  Notebook entry by R. Steiner in 1919, first published in Der Europäer, March 1999.

 


Kategorie: TPA Editorial

The Present Age Volume 6 / No. 1/2 September/October 2020

11.12.2020

Contents

Editorial
Corona as the Mask of World Government

Michaelmas Lecture 1967
Charles Kovacs

The Appearance of Neowise
Eva Lohmann-Heck

Truth Movements
29th August 2020

The Sky Over Berlin
Manfred Kannenberg-Rentschler

Switzerland [also] on the Way to a Health Dictatorship
Gerald Brei

LETTER FROM STOURBRIDGE
COVID-19 2020-2021:
The Great Conjunction and the Outer Planets
Terry Boardman

Covid-19 and ‘The Great Reset’
Richard Ramsbotham

At the Crossroads
Tina Jatho

Politicians Are Not Our Contemporaries
Arnold Sandhaus

The Crisis of Humanity and Forgetting the Spirit
T.H. Meyer

COMMENTARY
Still Absolutely Politically Correct
Thomas Heck

Mandatory Mask-Wearing
Nicholas Dodwell

Mirrored Thoughts and Creative Thinking
Harald Herrmann

September/October Calendar

The Injection Fraud – It’s Not a Vaccine
Catherine Austin Fitts

BOOK REVIEWS

Imprint

Hollywood
and the Ahrimanic Perversion of the Spiritual Provenance of Middle Europe
Johannes Greiner

Dr. Franz Thomastik
Adolf Zinsstag

The Michaelic Signature in “Billy Budd”
Gerald Brei

READERS’ LETTERS

 

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Kategorie: TPA archives, TPA current

Die Macht der wahren Weltregierung

11.12.2020

Arnold Sandhaus weist in seinem Artikel «Strategisches Theater»(S. 28 ff.) auf einen Sachverhalt hin, der unsere höchste Aufmerksamkeit verdient: Die WHO beauftragte am 1. Mai dieses Jahres die amerikanische Public Relations Agentur Hill & Knowlton damit, eine Strategie auszuarbeiten, wie die in Genf ansässige Weltorganisation ihre Corona-Politik am besten an den Mann bringen könnte. Die Agentur schlug vor, drei Bereiche von einflussreichen Menschen («influencer») zu unterscheiden. Solche mit einer großen Reichweite, solche mit einem mittleren Wirkungsradius, und solche, die sich um einzelne «Helden» gruppieren (wahrscheinlich «beispielhafte» Corona-Opfer).
Eine 15-Jährige tritt im Oktober 1990 «im amerikanischen Kongress auf und erzählt, irakische Soldaten hätten in Kuwait Brutkastenbabies auf den ‹kalten Boden› geworfen und dort erfrieren lassen. Daraufhin entfachen die US einen Krieg gegen den Irak, den Golfkrieg. Später, zu spät, stellt sich heraus, dass alles gelogen war und dass das Mädchen auf ihre Rolle von einem Public Relations Bureau vorbereitet worden war. Dessen Verantwortlicher, Craig Fuller, ist später stolz darauf, dass ihm diese ganze Operation gelungen ist und er bekommt eine hohe Position innerhalb seiner Firma. Hill & Knowlton heißt die Firma, und genau diese ist im Mai 2020 von der WHO beauftragt worden, die Publizität um Covid-19 in die Hand zu nehmen.» Bei dem Mädchen handelte es sich um die Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA.1
Die WHO geniert sich also nicht, die Dienste einer Firma in Anspruch zu nehmen, die erwiesenermaßen und im Auftrag der US-Regierung folgenreich (Hunderttausende von Toten) gelogen hat!
Der zwar schon stark ins Wanken geratene Ruf der World Health Organisation wird damit restlos in Schutt und Asche gelegt.
Bedenkt man die Verbindung der WHO (World Health Organization) zu Bill Gates, Herrn Drosten und dem deutschen RKI, und bedenkt man ferner den durch Gates’ Impfexperimente in Afrika und Indien im missbrauchten Namen der Gesundheit angerichteten irreversiblen Schaden, so könnte man diese Organisation künftig besser als World Hell Organization bezeichnen.

*
Am Ostersonntag 2020 wurde Bill Gates bekanntlich ein Auftritt am Deutschen Fernsehen gewährt. Er verkündete sein monotones Evangelium, dass die «Pandemie» erst besiegt sei, wenn die ganze Menschheit geimpft sein werde. Der anti-christliche Charakter der ganzen Werbe-Kampagne trat unverhüllt ans Licht.
Weihnachten 2020 steht unter nicht weniger düsteren Vorzeichen. Da möchten wir einmal daran erinnern, dass die arrogante Macht der World Leaders nicht weniger rasch in Schutt und Asche verwandelt werden könnte als der Ruf der WHO.
Das Matthäusevangelium (und nur dieses) überliefert einen Ausspruch Christi, den dieser unmittelbar nach dem Verrat durch Judas und dem Schwerthieb des Petrus tat:
«Nimm dein Schwert und tue es wieder an seinen Platz. Denn alle, die nach dem Schwerte greifen, kommen auch durch das Schwert um.
Meinst du, ich könnte nicht meinen Vater um Hilfe bitten? Er kann mir auf der Stelle mehr als zwölf Heere von Engeln zur Seite stellen. Aber wie erfüllte sich dann das Schriftwort, dass alles so geschehen muss?»
Diese Macht und Übermacht Christi ist real da, auch wenn sie sich nicht zeigt. Es steht aber keineswegs fest, dass sie sich niemals zeigen wird (vielleicht in Form von globalen Katastrophen). Der wahren Weltregierung kann nicht zugemutet werden, dass sie endlos zusieht, wie die große, weiße Agenda für die gesamte Menschheits-Evolution vom Wahnsinn einer kleinen Clique machtgieriger Personen zunehmend bedroht wird.

Thomas Meyer

_________________________

1  Zur verlogenen Brutkastenstory siehe Wikipedia, «Brutkastenlüge».


Kategorie: Editorial, News

Europäer November 2020 (Jg 25 / Nr. 1)

10.11.2020

Editorial: Corona als Maske für die Weltregierung

Sucharit Bhakdi — ein Wahrheitssucher
Thomas Meyer

Bedrängte Mitte
Gerald Brei

Coronavirus – die Infektionszahlen steigen: Was heißt das?
Dr. med. Daphné von Boch

In welcher Zeit leben wir?
Thomas Meyer

Pinguin am Abgrund
Zur Corona-Ethik von Alena Buyx
Andreas Matner

Ist das Kleinste das Wahre?
Andreas Bracher

Das Erdinnere
Gespräch von Johanna von
Keyserlingk mit Rudolf Steiner

Aufruf zur Dreigliederung
Rainer Schnurre

Die Zukunft
Martin Barkhoff

Eine deutsche Frau sieht USA
Monica von Miltitz über Chicago

Julian Apostata (Teil 1)
Eine karmische Betrachtung
Ricarda Murswiek

Beobachtung des Denkens
Martin Barkhoff

BUCHBESPRECHUNGEN
Juli Zeh, «Corpus delicti»
Béatrice Vianin

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Corona als Maske für die Weltregierung

10.11.2020

Die traditionelle Herbstmesse (in Basel) fällt aus. Stattdessen erleben wir die erzwungenen Achter- und Geisterbahnfahrten der verschärften Corona-Maßnahmen mit der fast grenzenlosen Maskenpflicht. Im Frühjahr vom BAG noch als unnötig verworfen, jetzt als unbedingtes «Schutzmittel» verordnet.
Gegen die maßlosen Maßnahmen setzen sich immer mehr Menschen zur Wehr, darunter auch Ärzte. Zum Beispiel Gianmarco Sala aus dem innerschweizerischen Uri.
Sala schrieb am 8. Oktober an die Gesundheitsdirektion des Kantons Uri resumierend1:

1. «Der Nutzen von Masken ist in keiner einzigen validen Studie erwiesen. Keine einzige nichtpharmakologische Maßnahme durch Behörden hat auch nur den geringsten Einfluss auf den Verlauf der Infektionskurven gehabt. Im Gegenteil, die völlig unsachgemäße Verwendung und das Fehlen jeglicher Qualitätsstandards bei Masken bewirken tendenziell eher Schaden.
2. Die Arbeit v.a. von Pflegepersonal in Gesundheitsinstitutionen ist durch das Tragen von Masken erheblich erschwert und führt zu gesundheitlichen Störungen, die auf die Dauer nicht akzeptabel sind.
3. Die psychologischen Schäden der zum Erliegen gekommenen nonverbalen Kommunikation über die Wahrnehmung von Gefühlsregungen sind insbesondere bei Kindern, aber auch alten und dementen Menschen erheblich und können bei Kindern persistierende Verhaltensstörungen hervorrufen.
4. Die Folgen von Lockdown, Reiseeinschränkungen etc. haben weltweit zu katastrophalen wirtschaftlichen Schäden geführt, die bereits jetzt ein Vielfaches an Opfern gefordert haben als das Virus selbst.
5. Die PCR Tests sind nicht validiert, führen zu einer bewussten Fehlinterpretation einer angeblichen Virusaktivität und Auftreten einer sogenannten 2. Welle, die es in Wahrheit nicht gibt. Falsch positive Tests korrelieren 1:1 mit der Anzahl der durchgeführten Tests, was der Öffentlichkeit einfach verschwiegen wird.»

Sala wirkt im gleichen Uri, in welchem 1307 der Tellenschuss gewagt worden ist. Im gleichen Jahr fand in Frankreich durch Philipp den Schönen die Razzia gegen die Templer statt. In dieser Polarität von individueller Freiheitstat und staatlicher Unterdrückung leben wir auch jetzt. Letztere bedient sich der Corona-Krankheit als einer Maske, hinter der globalistische, antihumane Programme verborgen und umgesetzt werden. Eine Ankündigung davon stand bereits in einem März-Economist zu lesen, worauf im Europäer hingewiesen wurde.2
Der Virus wurde dort als «Heilmittel für die Weltwirtschaft» (!) angepriesen. Er soll also zur «Gesundung» der Weltwirtschaft dienen und nicht in erster Linie zur Gesundung der Menschen bekämpft werden; er wird solange bleiben müssen, bis die Wirtschaft im Sinne der Globalisten «geheilt» ist. Diese Heilung besteht in einer globalen Wirtschaftsdiktatur, die alles Rechts- und Geistesleben knebelt und erdrosselt. Was sich die gewissenlose Machtelite unter einem «Reset» vorstellt, kann im Programm «The Great Reset» nachgelesen werden.3
Die Forderung des Tages ist die Demaskierung des gegenwärtigen Maßnahmen-Irrsinns und der Intentionen derer, die Corona nur als Maske benutzen. Gelingt sie, dann kann der lächerliche, aber makabere Spuk durch angsteinflößende, staatlich verhängte maßlose Maßnahmen, die unfreiwilligen Geisterbahnfahrten gleichen, beendet werden. Gelingt sie nicht, dann tritt die Menschheit «an eine okkulte Gruppe innerhalb der anglo-amerikanischen Welt die Welt-Herrschaft ab»4 – für sehr lange Zeiten.
Noch haben wir für kurze Zeit die Wahl. Gianmarco Sala, Sucharit Bhakdi, Rainer Füllmich und alle ihre Gesinnungsgenossen haben begriffen, was das Gebot der Stunde ist.

Thomas Meyer

_________________________

1  Das ganze Schreiben soll in der Dezember-Januar-Nummer veröffentlicht werden

2  In Jg. 24, Nr. 8 (Juni 2020).

3  www.weforum.org/great-reset

4 R. Steiner in einer Tagebuchnotiz 1919, erstmals veröffentlicht in Der Europäer, März 1999.


Kategorie: Editorial, News

Menschenrechte oder Affenrechte?

10.10.2020

In Basel sollen die Bürger entscheiden, ob Grundrechte für Affen zulässig sind (BAZ 17. Sept. 20). Nichts gegen die Tierliebe selbstverständlich und nichts gegen die Eindämmung von Tierversuchen. Aber gegenwärtig stehen die Grundrechte für Menschen in Frage, und dies weltweit. Wie verhält sich diese Gefahr zur gegenwärtigen Maskenpflicht?
Elias Davidsson sandte uns eine aphoristische Betrachtung zum Phänomen der Maskierung, die wir hier folgen lassen:

«Die symbolische und psychologische Rolle der Corona-Maske
Die symbolische Rolle der Corona-Maske wird weitgehend unterschätzt oder ignoriert. Das Tragen der Maske ist ein offensichtliches Zeichen der Unterwerfung und des Gehorsams gegenüber der Macht. Der Maskenträger drückt damit öffentlich sein Vertrauen in Staatswahrheiten aus. Diejenigen, die die Maske nicht tragen, werden als hartgesottene Dissidenten angesehen. Maskenträger, d.h. die gehorsame Mehrheit, dienen dazu, sozialen Druck auf die Minderheit der Dissidenten auszuüben und den Staat von einem unmittelbaren polizeilichen Zwang zu befreien. Die Methode ist in gewisser Weise ähnlich zu der Anbringung des Hakenkreuzes auf den Ärmel im Dritten Reich als Zeichen der politischen Zugehörigkeit. Sie dient dazu, den potentiellen Widerstand gegen die Staatsmacht zu erschweren.
Ein weiteres symbolisches Merkmal der Corona-Maske ist das der Zensur. Die Bedeckung des Mundes dient seit vielen Jahren visuell als Symbol von Zensur (siehe Abbildungen unten). Auch wenn der jetzige Maskenträger die Beziehung zur Zensur nicht wahrnimmt, hat das Tragen der Maske eine unmittelbare Zensurwirkung, die durch die sogenannte soziale Distanzierung verstärkt wird. Beide Maßnahmen reduzieren die Verständlichkeit des gesprochenen Wortes, sowohl in akustischer Hinsicht als auch durch die Verminderung der Fähigkeit, die Gesichtsbewegungen des Sprechers zu entziffern. Der Endeffekt besteht darin, dass die Wirksamkeit der direkten verbalen Kommunikation zwischen Menschen schrumpft und die menschliche Kommunikation auf die digitalen Medien gelenkt wird, wo sie von mächtigen Konzernen und dem Staat leicht überwacht werden kann und Unternehmensgewinne abwirft.
Im Gegensatz zum Phänomen der Burka ist die Corona-Maske geschlechtsneutral und religionsneutral. Sie wird nicht nur einer Bevölkerungsschicht (muslimischen Frauen) auferlegt, sondern jedem Erwachsenen, unabhängig von Geschlecht und Religion.»

Ist die unwürdige, grundlos verordnete Antlitzverhüllung im großen Stil nicht bereits ein physiognomischer Wegweiser zum Primatentum?
Soll uns das Antlitz der Maskierten, vor allem wenn im Profil betrachtet, allmählich an unser künftiges unterwürfiges Affensein gewöhnen?
Sollen wir zu hoffen lernen, dass wenn wir keine Menschenrechte mehr haben, uns wenigstens Affenrechte zustehen?
Die Zeichen der Zeit sind paradox bis wahnwitzig. Die veraffenden Tendenzen treten offen zutage. Nur Einsicht kann die Menschenrechte retten.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Europäer Oktober 2020 (Jg 24 / Nr. 12)

10.10.2020

Editorial: Menschenrechte oder Affenrechte?

Rede von Robert F. Kennedy jr. in Berlin

Berlin am 29. August 2020
Manfred Kannenberg-Rentschler

Michaelstag
Charles Kovacs

Vergessen des Geistes und gegenwärtige Menschheitskrise
Thomas Meyer

Zum Erscheinen von Neowise
Eva Lohmann-Heck

Die Schweiz auf dem Weg zur Gesundheitsdiktatur
Gerald Brei

Politiker sind keine Zeitgenossen
Arnold Sandhaus

Waldorfschule und Maskenpflicht
Nicholas Dodwell

BRIEF AUS STOURBRIDGE
Die Inkarnation Ahrimans
(Teil 2)
Terry Boardman

Hollywood
Johannes Greiner

Der Geigenbauer 26 Franz Thomastik
Adolf Zinsstag

FORUM
Weiterhin politisch korrekt
Thomas Heck

BUCHBESPRECHUNGEN

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

The Present Age Volume 5 / No. 12 August 2020

15.09.2020

Contents

Editorial
The Spirit of Freedom Breaks Through in Berlin

At the Beginning of the Corona Plandemic
Catherine Austin Fitts and T.H. Meyer in conversation

The “Reinecke” Team and Its Inspirer
Branko Ljubić

Future Agenda Homo Caninus
Scenario for a permanent dictatorship
Elias Davidsson

August Calendar

Switzerland at the Turning Point – the Framework Agreement Dispute
Andreas Flörsheimer

German Federal Constitutional Court vs the EU Court of Justice
Gerald Brei

Ready to Travel
Martin Barkhoff

The Michaelic Signature in “Billy Budd”
Gerald Brei

Beauty
Reto Andrea Savoldelli

BOOK REVIEWS
Daniele Ganser: “Imperium USA, die skrupellose Weltmacht”
Dr. Dieter Ackermann

Two Pilgrims and Troubadours from Minnesota, USA
Bettina Volz

READERS’ LETTER

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Kategorie: TPA archives, TPA current

The Spirit of Freedom Breaks Through in Berlin

15.09.2020

On 1 August, the Swiss national day, which passed tamely without any noticeable ‘fireworks’, something remarkable happened in the capital of Switzerland’s neighbour. Berlin was full of people, more almost than ever before. Insiders spoke of several hundred thousand participants at the demonstration that took place that day. The official media downplayed the number to a maximum of 20,000, which was obviously untrue.
The demonstrators, who were not wearing masks were protesting, amongst other things, against the requirement to wear masks. Currently unthinkable in Germany. Good video recordings give an impression of the event, which went on for many hours.
Daniele Ganser was present, and one of the main speakers was Thorsten Schulte, who had caused a considerable stir a few months ago with his book Fremdbestimmt (Heteronomous). Schulte appealed to Mahatma Gandhi’s mode of peaceful protest – with success, it seems. There were no riots in Berlin on 1 August, and the police behaved in a reasonable manner. They arrested Schulte briefly after his appearance, but released him soon afterwards, as no criminal offence could be proven.
The aim was to reach the hearts of the people, said Schulte, who all were at least feeling that something is rotten in the State. But there should be neither hatred nor violence on the day, he said. On the way to the Chancellery, a team from the broadcaster ARD followed Schulte in the hope of being able to get him to say something that could be used against him. Since that was obviously a failure, they stopped filming.
Schulte appealed to reason and the willingness to wake up from this madness. Several times he referred to the Switzerland’s 1 August national day, although nothing comparable to the Berlin demonstration happened in Switzerland. We would experience ‘an Apocalypse’, he said, which means something like an “exposure” (revelation) of the whole fabric of lies of recent decades. This demonstration should indeed make history. Follow-up demos are being planned in several German cities.

In the evening hours during the first half of July, a comet hung over Berlin (and many other areas in Europe). It was only discovered on 27 March and was an impressive sight. Even its threefold tail was clearly visible. Those who pay attention to the language of comets will prick up their ears when they learn that, according to Rudolf Steiner, they are the freedom heroes in the universe and that every new comet should be celebrated with a poem to freedom. More on this in my next contribution.

T.H. Meyer

 


Kategorie: TPA Editorial

Ein Freiheits-Aufbruch in Berlin

04.09.2020

Am 1. August, dem Nationalfeiertag der Schweiz, der hierzulande zahm und ohne nennenswertes Feuerwerk über die Bühne ging, spielte sich in der Hauptstadt des Nachbarlandes Bemerkenswertes ab. Berlin war voller Menschen wie fast nie. Insider sprachen von einigen hunderttausend Demo-Teilnehmern. Die offiziellen Medien spielten die Zahl, offensichtlich unwahr, auf höchstens 20‘000 herunter.
Demonstriert wurde unter anderem gegen den Maskenzwang – ohne Masken. Derzeit undenkbar im Schweizer Nachbarland.
Gute Videoaufnahmen geben einen Eindruck der vielstündigen Veranstaltung.
Anwesend war Daniele Ganser, einer der Hauptredner war Thorsten Schulte, der mit dem Buch Fremdbestimmt vor ein paar Monaten Aufsehen erregt hatte. Schulte berief sich auf die Friedenshaltung von Mahatma Gandhi, wie es scheint mit Erfolg. Es gab keine Ausschreitungen, und die Polizei verhielt sich verhältnismäßig. Sie nahm zwar Schulte nach seinem Auftritt kurz fest, entließ ihn aber bald darauf wieder, da ihm keine Straftat nachgewiesen werden konnte.
Man wolle die Herzen der Menschen erreichen, so Schulte, die alle zumindest fühlten, dass Einiges faul ist im Staate. Aber weder Hass noch Gewalt sollten das Wort haben. Auf dem Weg zum Kanzleramt folgte ein ARD-Team Schulte, in der Hoffnung, ihm gegen ihn verwendbare Äußerungen entlocken zu können. Da das offensichtlich vergeblich war, stellte man das Filmen ein.
Schulte appellierte an die Vernunft und die Bereitschaft, aus dem Wahn aufzuwachen.
Mehrmals wies er auf den Schweizer 1. August hin, obwohl sich in der Schweiz nichts Vergleichbares abspielte.
Wir würden die Apokalypse erleben, was soviel wie «Enthüllung» all der Lügengewebe der letzten Jahrzehnte heiße.
Diese Demo dürfte in der Tat Geschichte schreiben. Folge-Demos in mehreren deutschen Städten sind geplant.

In den Abendstunden der ersten Julihälfte hing ein Komet über Berlin (und vielen anderen Gegenden in Europa). Er war erst am 27. März entdeckt worden und bot ein eindrückliches Bild. Sogar ein dreifacher Schweif war deutlich zu erkennen. Wer die Sprache der Kometen beachtet, wird hellhörig, wenn er erfährt, dass sie nach Rudolf Steiner die Freiheitshelden im Universum seien, und dass jedes neue Erscheinen eines Kometen mit einem Gedicht an die Freiheit gefeiert werden sollte. Näheres dazu im nächsten Beitrag.

Thomas Meyer


Kategorie: Editorial, News

Europäer September 2020 (Jg 24 / Nr. 11)

04.09.2020

Editorial: Ein Freiheits-Aufbruch in Berlin

Neowise – der neue Komet
Thomas Meyer

Zwei Charakteristika Ahrimans
Thomas Meyer

Ein Michaeli-Vortrag
Charles Kovacs

Grundlegende Wirtschafts- und Gesellschaftsreform
Merkblatt
Alexander Caspar

Was ist schaffendes Denken?
Harald Herrmann

Michaeli 2020
Jens-Peter Manfrass

BUCHBESPRECHUNGEN

BRIEF AUS STOURBRIDGE
Die Inkarnation Ahrimans
(Teil 1)
Terry Boardman

LESERBRIEFE

Träger des Volksgeistes
Martin Barkhoff

Impressum

 

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

The Present Age Volume 5 / No. 11 July 2020

20.07.2020

Contents

Editorial
The Awakening of Souls in the Age of Global Madness

Ahriman’s Fear of Clear Human Thinking
On the Hungarian Edition of Rudolf Steiner’s Lectures on Ahriman’s Incarnation in the West
T.H. Meyer

LETTER FROM STOURBRIDGE
Binaries, Triads, and the Prospects for War and Peace between the West and China
Terry Boardman

Is the coronavirus crisis pulling away the veil from fundamental problems pressing upon society and the economy?
Alexander Caspar

The Coronavirus and New Economy
Andreas Flörsheimer

Pandemic or Plandemic?
Olaf Koob M.D

July Calendar

Coronavirus, Epidemics, and Vaccine Terrorism with Jon Rappoport (Part Two)
Interview by Catherine Austin Fitts

BOOK REVIEWS
Viral Madness
Gerald Brei

The Moment of Truth is Rarely Free of Pain
Branko Ljubić

Kaspar Hauser, Schloss Beuggen and Children without a Home
(in a time of worldwide bans on public gatherings)
Jens-Peter Manfrass

Imprint

 

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Kategorie: TPA archives, TPA current

The Awakening of Souls in the Age of Global Madness

20.07.2020

A year ago I was invited again by the Wiesbaden branch to a give a lecture and a seminar this May. The subject: Ahriman’s knowledge, from the point of view of Rudolf Steiner’s fourth mystery drama The Souls’ Awakening.
The closer the time approached, the more the subject seemed to fit the current world situation.
But obstacles were not lacking either. At almost the last moment, the event was cancelled by the authorities. At the very last moment, the federal state of Hesse suddenly allowed meetings of up to a hundred people in rooms, albeit with strict spacing regulations.
But would they let me cross the border? I spoke with German customs in Basel three times. The first official wanted to let me through on the basis of my written invitation, but only on the day I enquired, which was a Tuesday. Yet I wasn’t supposed to travel until Friday. To grant that, however, was beyond his competence. Instead, I was advised to call the customs office in Weil am Rhein. The advice there was to report to the Wiesbaden Health Department. I would to have to reckon on being quarantined for 14 days on arrival.
The next day I got a commuter certificate and had it signed by my hosts. The day after that, I enquired again at the Basel customs. The officer looked at me and said: You don’t look like you would be lying. He would have let me pass too, but it still wasn’t Friday. On Friday I confidently approached the third official, a stern-eyed woman. She checked my new certificate and said that unfortunately it didn’t help at all, since I wasn’t really a regular commuter. In the meantime, another invitation letter had arrived from Wiesbaden, this time with the previously missing telephone number. She was satisfied with this document and let me pass. What Kafkaesque chicanery!
I sat in the express train, very unpleasantly affected by the need to wear a mask, and put one on briefly, only to take it off again as soon as the conductor was out of sight. As the train was approaching Mannheim, where I had to change trains, a doctor asked the conductor which law this mask-wearing requirement was based on. In her helplessness she called the senior conductor and the two discussed what was to be done with the man. A fellow traveller wearing a mask called out loudly: “Throw him off the train”. Unperturbed, the doctor insisted on the law, arguing that each state had different regulations. Baden-Württemberg, which we had just crossed, only required masks to be worn on regional trains, not on inter-city express trains. The train driver was evidently not familiar with such fine details of the legal regulations, abandoned his tight authoritarian attitude and admitted in a low voice that he was not comfortable with the matter himself.
When the doctor said that he was looking forward to moving to Switzerland, I thanked him as I passed him on leaving the train for his little lesson in German law, but said that Switzerland had also long been on the road to becoming a sham democracy. On the way from Mannheim to Mainz, where a car was waiting to take me on to Wiesbaden, I immersed myself in the play The Captain of Köpenick, by Carl Zuckmayer. Weeks before, I had read the drama Ubu Roi by Alfred Jarry, the ‘Ur-Drama’ of Theatre of the Absurd. The legendary fake captain, who really did exist, one day decided to put an end to his social misery by buying a captain’s uniform, stopping a squad of soldiers marching past, taking charge of them and putting the Köpenick town hall ‘in order’ by arresting the mayor and finally seizing the municipal treasury. Then he drove off in a cab – and made the headlines, after which he was finally granted a passport, which he had long been denied due to his many years in prison.
But back to current reality: On the escalator at Mainz railway station, a complete stranger, a masked man pointed a finger at your Swiss traveller and barked: “Mask!”
Of course, hundreds of thousands, indeed millions of people have experienced similar and far worse absurdities, official harassment and private attacks. But we still seem to be lacking some determined captains who can put an end to the spook of the State’s masquerades.
Our greatest duty is not to put on a mask, but to unmask the globalist “philanthropic” guild of criminals who have put us all in this mess.

But wait: there is resistance to the excessive measures, as numerous appearances on YouTube by doctors, journalists and scientists have shown. To name just a few examples: a whistle-blower greatly embarrassed the German Ministry of the Interior by exposing its official incompetence and its violation of the law. Catholic bishops and cardinals and even an archbishop protested by issuing an open letter. And recently, a female member of the Italian parliament, in front of the camera, called on the Italian president to arrest Bill Gates. Up until now, Dornach has been content with “extremely politically correct” statements worth no more than wooden Michael swords.
But more and more people are also protesting publicly in Switzerland. A poster recalls the figure of William Tell and encourages people not to kneel in front of the corona hat. Not enough resistance?
Everything big starts with what first appears to be “small”. In relation to the current world situation: with the awakening of souls.

T.H. Meyer, Wiesbaden, 17 May 2020

 


Kategorie: TPA Editorial

Europäer Juli/August 2020 (Jg 24 / Nr. 9/10)

05.07.2020

Editorial: Geisteslicht und Hetzartikel in Arlesheim

Im Beginn der Plandemie
Gespräch von Catherine Austin Fitts und Thomas Meyer

Homo caninus
Elias Davidsson

Die geistige Führung
(Teil 3)
Charles Kovacs

Das Reinecke-Team
Branko Ljubić

Coronavirus-Parallelen
Richard Ramsbotham

Zwei Geistsucher
Michael Ende und Werner Zurfluh
(Briefwechsel)

Reisefertig
Martin Barkhoff

Bundesverfassungsgericht gegen den Gerichtshof der EU
Gerald Brei

Die Schweiz am Wendepunkt
Andreas Flörsheimer

Drei Initiativen der SJ
Franz-Jürgen Römmeler

Beuggen und Kaspar Hauser
Jens-Peter Manfrass

FORUM
In Sachen Peter Selg
Mario Betti, Martin Barkhof

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Geisteslicht und Hetzartikel in Arlesheim

04.07.2020

Ende Mai erschien in der Regionalpresse von Arlesheim, Aarau, Olten und Grenchen ein Hetzartikel gegen sogenannte «Corona-Skeptiker».1
In ihm wurden in erster Linie Der Europäer, seine Autoren und sein Herausgeber aufs Korn genommen. Zusätzlich erfolgte ein Rundumschlag gegen den Perseus Verlag.
Vorausgegangen war ein Telefonanruf eines Herrn Benjamin Rosch, der sich auf die Schnelle nach allerlei Dingen erkundigen wollte und allerlei Auskünfte bekam. Darnach schaute sich Herr Rosch die Internet-Ausgabe der Juni-Nummer des Europäer und die Perseus-Webseite an. Darauf setzte er seinen journalistischen Schnellmixer in Betrieb und spritzte sein Produkt in die Welt. Er nannte unseren Autor Elias Davidsson einen «bekennenden Antisemiten». Davidsson setzte sich zu Recht sofort zur Wehr: Er gab dem Europäer davon Kenntnis: «Wegen der Bezeichnung meiner Person als eines «bekennenden Antisemiten » (BZ, 31.5.2020), habe ich die BZ verklagt. Innerhalb 24 Stunden hat die BZ eine Unterlassungsverpflichtungserklärung unterschrieben und sich verpflichtet, ab sofort zu unterlassen, mich als einen bekennenden Antisemiten zu bezeichnen und die Kosten meines Rechtsanwalts zu bezahlen (887 €).»2
Roschs journalistischer Flintenschuss ging also sofort nach hinten los und traf wie ein Bumerang die Zeitung selbst! Davidsson bat uns ferner: «Es wäre gut, diese Nachricht in Basel zu veröffentlichen, auch mit den Namen der betroffenen Journalisten [zu welchen neben Benjamin Rosch auch eine Silvana Schreier gehört. TM], die solchen Mist schreiben. Mal sehen, ob diese Journalisten ihren Posten verlieren…»
Der Europäer kommt dem Wunsch Davidssons hiermit stellvertretenderweise für die BZ und die übrige Presse nach. Eine Recherche über die Folgen für die Mist-Fabrikanten zu unternehmen, hatten wir weder Zeit noch Lust.3
Der primitive Artikel, in dem natürlich auch Rudolf Steiner, wie in der übrigen Gegner-Presse, einmal mehr in ein schiefes Licht gerückt wurde, hatte einen BZ-Vorgänger, als wir vor drei Jahren im Scala Basel einen Kongress zum Thema Terror, Lüge und Wahrheit organisiert hatten.4
Arlesheim ist der historische Fluchtort der Heiligen Odilie. Hierhin setzten ihr die Hunde ihres Vaters nach. Die Fluchthöhle, in der sie sich vor den Verfolgern barg, befand sich in der Eremitage, einer mit dem Gralsgeschehen tief verbundenen Orte. Von hier aus gelangte sie auf den Odilienberg, wo sie ihr bedeutendes Wirken ungestört entfalten konnte. Odilie war die Trägerin eines keltisch inspirierten, nicht-römischen Christentums.
Vor genau hundert Jahren setzte in Arlesheim eine besonders giftige Hetze gegen Rudolf Steiner und das Goetheanum ein. Sie ging von Max Kully aus, dem katholischen Pfarrer des Domes, welcher der Odilie geweiht ist. Karl Heyer hat sich in seiner bedeutenden Schrift Wie man gegen Rudolf Steiner kämpft, auch eingehend mit Kully befasst. Heyer nahm sich der Gegner niedrigsten Niveaus an, denen es in keiner Weise um Wahrheit geht. Bei diesen handelt es sich «nicht um eine Auseinandersetzung mit ihnen, sondern um eine solche über sie.» Über Kully schreibt er: «Nicht etwa kraft seiner Argumente, sondern mit seiner wohl unüberbietbaren Massivität ist Kully einer der ‹erfolgreichsten› Gegner; er wird immer wieder gern zitiert.» Auch in dem vor etlichen Jahren erschienenen Gegnerwerk von Helmut Zander.
Rudolf Steiner selbst hat in einem Dornacher Vortrag vor ziemlich exakt hundert Jahren (5. Juni 1920, GA 255b) erstmals auf die Umtriebe des Fanatikers Kully aufmerksam gemacht.

So ist mit Arlesheim und seinem Umkreis im Zusammenhang mit dem Streben nach einer neuen Spiritualität ein Jahrhunderte altes Licht-Schatten-Karma verbunden. Wer das beachtet, wundert sich nicht über das jüngste Presse-Produkt aus diesem Umfeld.
*
Egal, wo die Gegner sitzen, es gilt: «Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, und dann gewinnst du.» Dieses vierteilige Wort von Mahatma Gandhi gilt auch für die bescheidenen Bemühungen des Europäer. Wir befinden uns jetzt beherzt auf dem Weg zur Phase vier…

Thomas Meyer

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1  https://www.bzbasel.ch/basel/basel-stadt/zweifler-und-unglaeubige-der-zweite-blick-in-die-szenen-der-corona-skeptiker-137992753

2  Die Internet-Ausgaben der BZ wurden entsprechend korrigiert. Im Übrigen ist Davidsson Anti-Zionist, wie er einmal in einem Artikel im israelitischen Wochenblatt in Zürich (1997) dargelegt hat.

3  Weitere Verleumdungen von Terry Boardman, Daniele Ganser oder Ken Jebsen seien hier lediglich erwähnt.

4 https://perseus.ch/archive/7343


Kategorie: Editorial, News

Europäer Juni 2020 (Jg 24 / Nr. 8)

22.05.2020

Editorial: Erwachen der Seelen in der Zeit der Welten-Irre

Brief aus dem Irrenhaus
Elias Davidsson

Pearl Harbor – 9/11 – Corona
Thomas Meyer

Brief an die Zukunft
James Corbett

Die geistige Führung
(Teil 2)
Charles Kovacs

Pandemie oder Plandemie?
Dr. med. Olaf Koob

Krieg gegen die Bürger
Dr. med. Daphné von Boch

Neue Wirtschaft
Andreas Flörsheimer

Was die Corona-Krise offenlegt
Alexander Caspar

Pfingsten
Gedicht von Monica von Miltitz

Alanus ab Insulis
Mario Betti

Pfingsten
Gedicht von Monica von Miltitz

Erinnerungsbilder an Toni Völkert
Hedwig Olpp

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Kategorie: Europäer-Aktuell, Europäer-Archiv, News

Erwachen der Seelen in der Zeit der Welten-Irre1

22.05.2020

Vor einem Jahr wurde ich einmal mehr vom Wiesbadener Zweig zu einem Vortrag und einem Seminar eingeladen, für diesen Mai. Thema: Die Erkenntnis Ahrimans, vom Gesichtspunkt des vierten Mysteriendramas Der Seelen Erwachen.
Das Thema passte, je näher der Zeitpunkt heranrückte, immer präziser zur aktuellen Weltlage.
Doch auch die Hindernisse blieben nicht aus. Im zweitletzten Moment wurde die Veranstaltung von den Behörden abgesagt. Im letzten Moment erlaubte das Bundesland Hessen plötzlich Versammlungen in Räumen, bis zu hundert Personen, allerdings mit strenger Abstandsvorschrift.
Aber würde man mich über die Grenze lassen? Ich sprach dreimal beim deutschen Zoll in Basel vor. Der erste Beamte wollte mich aufgrund der schriftlichen Einladung durchlassen, doch nur am Tag meiner Erkundigung, das war ein Dienstag. Reisen sollte ich aber erst am Freitag. Das zu bewilligen lag nicht in seiner Kompetenz. Stattdessen riet man mir, beim Zollamt Weil a. Rhein anzurufen. Dort lautete der Rat, mich beim Gesundheitsamt Wiesbaden zu melden. Ich müsse nämlich damit rechnen, bei der Ankunft erst 14 Tage in Quarantäne gesteckt zu werden.
Am nächsten Tag besorgte ich eine Pendlerbescheinigung und ließ sie von meinen Gastgebern unterzeichnen. Am übernächsten erkundigte ich mich nochmals am Basler Zoll. Der Beamte blickte mich an und sagte: Sie sehen nicht aus, als ob Sie lügen würden. Er hätte mich ebenfalls passieren lassen, doch es war immer noch nicht Freitag. Am Freitag kam ich zuversichtlich zum dritten Beamten, einer streng blickenden Frau. Sie prüfte meine neue Bescheinigung und meinte, die helfe leider gar nichts, da ich ja nicht wirklich ein regelmäßiger Pendler sei. Inzwischen war nochmals ein Einladungsbrief aus Wiesbaden eingetroffen, diesmal mit der vorher fehlenden Telefonnummer. Mit diesem Dokument war sie zufrieden und ließ mich passieren. Welch kafkaeske Schikanen!
Im ICE setzte ich, von der Nötigung des Maskentragens äußerst unangenehm berührt, kurz eine Maske auf, um sie gleich wieder fallen zu lassen, sobald der Schaffner außer Sicht war. Vor Mannheim, wo der Zug zu wechseln war, diskutierte ein mitreisender Arzt mit der Schaffnerin und begehrte zu wissen, auf welches Gesetz sich diese Nötigung denn stütze. In ihrer Hilflosigkeit rief sie den Zugsführer herbei, und die beiden erörterten, was mit dem Mann zu geschehen habe. Ein maskentragender Mitreisender rief laut dazwischen: «Aus dem Zug werfen». Der Arzt beharrte unbeirrt auf dem Gesetz und machte geltend, dass jedes Bundesland eine andere Regelung habe. Baden-Württemberg, das man eben durchquerte, verlange nur ein Maskentragen in Regionalzügen, nicht in ICE-Zügen. Der Zugsführer war offenbar mit solchen Feinheiten der gesetzlichen Regelungen nicht vertraut, ließ von seiner strammen Obrigkeitshaltung ab und gab kleinlaut zu, dass ihm die Sache selbst nicht angenehm sei.
Als der Arzt meinte, er freue sich auf die Übersiedelung in die Schweiz, bedankte ich mich beim Aussteigen im Vorbeigehen für seine kleine Lektion in deutschem Gesetz, gab aber zu bedenken, dass auch die Schweiz schon lange auf dem Weg zu einer Scheindemokratie sei.
Auf der Fahrt von Mannheim nach Mainz, wo ein Wagen für die Weiterfahrt nach Wiesbaden wartete, versenkte ich mich in das Stück von Carl Zuckmayer Der Hauptmann von Köpenick, nachdem ich mich Wochen zuvor mit dem Drama Ubu Roi von Alfred Jarry, dem Ur-Drama des absurden Theaters, beschäftigt hatte. Der legendäre falsche Hauptmann, den es wirklich gegeben hat, beschloss eines Tages, seiner sozialen Misere dadurch ein Ende zu bereiten, dass er sich eine Hauptmanns-Uniform kaufte, einen vorbeimarschierenden Trupp von Soldaten anhielt, sich an deren Spitze stellte, den Trupp in Marsch setzte und im Rathaus von Köpenick für Ordnung sorgte, indem er den Oberbürgermeister verhaften ließ und sich schließlich der Gemeindekasse bemächtigte. Danach fuhr er mit einer Droschke davon – und machte Schlagzeilen, wonach ihm der wegen langjähriger Vorstrafen verweigerte Pass endlich gewährt wurde.
Doch zurück zur unmittelbaren Realität: Auf der Bahnhofrolltreppe in Mainz zeigte ein wildfremder Maskierter mit dem Finger auf den eidgenössischen Einreisenden und rief barsch: «Maske!»
Natürlich haben Hundertausende, ja Millionen derlei und weit schlimmere Absurditäten, behördliche Schikanen und private Übergriffe erlebt. Doch es scheint noch an entschlossenen Hauptmännern zu fehlen, die dem Spuk der Staats-Maskeraden ein Ende bereiten.
Nicht Maskentragen ist unsere größte Plicht, sondern die globalistische «philanthropische» Verbrechergilde, die uns dies alles einbrockt, zu demaskieren.

Doch Halt: Es gibt Widerstand gegen die maßlosen Maßnahmen, wie zahlreiche Youtube-Auftritte von Ärzten, Journalisten und Wissenschaftlern zeigen. Um nur ganz wenige Beispiele zu nennen: Ein Whistleblower brachte das deutsche Innenministerium durch Bloßstellung seiner obrigkeitlichen Inkompetenz und Gesetzesverletzung in große Verlegenheit. Katholische Bischöfe und Kardinäle und sogar ein Erzbischof begehrten mit einem Rundschreiben auf. Und jüngst verlangte eine Abgeordnete im italienischen Parlament vor laufender Kamera vom italienischen Präsidenten, dass Bill Gates zu verhaften sei. In Dornach begnügt man sich bislang mit «politisch außerordentlich korrekten» Verlautbarungen, die so viel wert sind wie Michaelschwerter aus Holz.
Doch auch in der Schweiz protestieren öffentlich mehr und mehr Menschen. Ein Plakat ruft die Gestalt von Wilhelm Tell in Erinnerung und fordert dazu auf, vor dem Corona-Hut nicht in die Knie zu sinken. Kein ausreichender Widerstand?
Alles Große fängt mit scheinbar «Kleinem» an. In Bezug auf die jetzige Weltlage: mit dem Erwachen der Seelen.

Thomas Meyer, Wiesbaden, am 17. Mai 2020

 

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1  Siehe: Thomas Meyer, Welten-Irre oder Raffaels letztes Bild, Basel 2017.


Kategorie: Editorial, News

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